The Hunt (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: The Hunt (2020)

The Hunt (2020)
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD HR 7.1
Englisch DTS-HD MA 7.1
Italienisch DTS 5.1
Polnisch (Voice-Over) DTS 5.1
Türkisch DTS 5.1
Ungarisch DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Slowenisch, Türkisch, Ungarisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
90 Minuten
Veröffentlichung:
03.09.2020
 
STORY
9
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Ab und an passiert es dann doch noch mal: Da kommt ein Film mehr oder weniger aus dem Nichts, ohne große Werbung, ohne große Publikumsmagnete, zudem mit einer - auf den ersten Blick - nicht sonderlich innovativen Geschichte und dennoch überrascht er einen völlig positiv und bietet mehr, als man zunächst erwartet hat. Genauso ein Kandidat ist der hier vorliegende Horror-Thriller, welcher trotz aller Brutalität auch noch jede Menge Spaß und gut gewählte Sozial-Kritik zu bieten hat. Nach einer holprigen Veröffentlichungszeit, die durch mehrere Verschiebungen und die Corona-Pandemie geprägt wurde, erscheint der Geheim-Tipp nun auf Blu-ray im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment. Wer den Titel auch gerne im 4K Format schauen möchte, sollte bei Apples iTunes Store oder Amazon Prime Video die Augen offen halten - eine physische Ultra HD-Fassung ist leider bisher noch nicht in Sicht. Warum der Film aber auf jeden Fall einen Blick wert ist, beschreiben die nachstehenden Zeilen.

Story

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Geknebelt erwacht eine Gruppe bunt zusammengemischter US-Bürger mitten auf einer Lichtung im Wald. Eine riesige Transportbox in der Mitte des Grün beherbergt neben einem kleinen Schweinchen auch den Schlüssel zu den Knebeln und jede Menge Waffen. Die werden auch schnell benötigt, wird die Gruppe doch schon bald von einigen wohlhabenden Geschäftsleuten unter der Führung von Athena Stone (H. Swank) bis aufs Blut gejagt. Zunächst glauben die Jäger mit ihrer Auswahl leichte Beute gemacht zu haben, fallen die Opfer doch der Reihe nach auf die gestellten Fallen herein. Doch mit Crystal Creasey (B. Gilpin) bekommen die Verfolger einen äußerst hartnäckigen Gegner, die gar nicht daran denkt, kampflos aufzugeben. Um zu Überleben bleibt ihr nichts anderes übrig, als selbst zur Jägerin zu werden und ihre Peiniger zur Rechenschaft zu ziehen.
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Die treibenden Motoren hinter diesem Horror-Thriller, der mit einer ordentliche Portion Satire angerichtet wurde, sind die beiden Produzenten Jason Blum und Damon Lindelof. Das Duo wählte für die Umsetzung des Films Craig Zobel auf den Regie-Stuhl, welcher die teils bitter-böse Abrechnung mit Leuten, die im Internet für Falschmeldungen sorgen, knallhart inszenierte. Beim Cast setzte man auf relativ unverbrauchte Gesichter, von denen Hillary Swank noch die bekannteste Schauspielerin sein dürfte. Der Film nimmt sich zunächst keine große Zeit für Erklärungen und wirft den Zuschauer lieber direkt mitten ins Geschehen. Dabei gelingt es den Machern immer wieder einige gut getarnte falsche Fährten auszulegen, um den Zuschauer niemals im Klaren über die nächsten Schritte zu lassen. Dabei ist man sich erst einmal völlig unsicher, was überhaupt als nächstes passiert, stellt sich doch anfänglich niemand der gezeigten Personen als Hauptcharakter heraus. Dies passiert hier mit ziemlicher Verzögerung, weshalb es bis dahin doch die ein oder andere Überraschung geben wird. Ab hier lässt sich der ein oder andere leichte Spoiler nicht verhindern, weshalb potentielle Zuschauer, die sich auch weiterhin überraschen lassen wollen, den nächsten Abschnitt überspringen sollten. Zunächst wird also jeder vermeintliche Hauptakteur, einer nach dem nächsten, ins Jenseits geschickt. Jedoch "kristallisiert" sich bald mit Betty Gilpin in der Rolle der Crystal eine zentrale Figur heraus und der Film nimmt nochmals so richtig Fahrt auf. Crystal weiß sich nämlich durchaus gegen ihre Peiniger zu Wehr zu setzen und erarbeitet sich fortan Stück für Stück einen Weg Richtung Freiheit. Auf ihrem Weg durch das kroatische Hinterland stößt sie dabei immer wieder auf Kontakte, die sich mal als freundlich, mal als feindlich herausstellen sollen. Auch hier kann man sich weiterhin niemals sicher sein, wen sie da vor genau sich hat. Um aus dem Schlamassel zu entkommen, bleibt ihr mit der Zeit nichts anderes übrig, als sich zur Organisatorin des Jagd-Spektakels vorzuarbeiten und diese dann zu Fall zu bringen. Doch bis es soweit ist, steht noch einiges an Arbeit vor Crystal.
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Der Film ist dabei nichts für Zartbesaitete, denn die Gewaltdarstellung ist hier äußerst explizit: Explodierende Köpfe und Körper, sowie Schuss- und Stichwunden werden hier sehr deutlich gezeigt. Nicht selten werden die Tötungsszenen aber von (schwarzem) Humor begleitet, sodass man sich das ein oder andere Schmunzeln trotz heftigem Gore-Faktor nicht verkneifen kann. Humor kommt auch durch die zahlreichen makabren Sprüche der Jäger zum Vorschein. Doch auch Crystal, die sich mit völliger Gelassenheit und Geduld durch die Reihen kämpft und dabei immer wieder den ein oder anderen coolen Spruch heraushaut, kommt der ein oder andere Lacher zustande. Ja, hier hat man wirklich das weibliche Pendant zu John McClane gefunden. Die Macher setzten aber eben nicht nur auf Gewalt und flotte Sprüche, sondern geben auch jede Menge Seitenhiebe auf die aktuelle Internet-Kultur. Zentrale Message lautet hier natürlich, dass man nicht alles glauben sollte, was im "World Wide Web" von sich gegeben wird. Ebenso sollte man damit rechnen, dass man eben vielleicht doch nicht ganz so anonym im Netz ist, auch wenn man sich noch so hinter einem einfallsreichen Nicknamen verstecken mag. Irgendwo gibt es immer einen, der an die richtigen Kontaktdaten kommt. Hinzu gesellen sich viele Anspielungen auf klassische Geschichten, in denen sich unscheinbare Gegner als ernstzunehmende Konkurrenten herausstellen. Und gerade solche Dinge spornen den ein oder anderen dann erst recht zu unfairen Mitteln an. So vergehen die knapp 90 Minuten dann auch wie im Fluge, hier kommt wirklich keine Langeweile auf - ganz im Gegenteil. Dabei fällt es dann auch wenig ins Gewicht, dass außer Betty Gilpin und Hilary Swank niemand des anzahlmäßig großen Cast, wesentlich in Erinnerung bleibt. Doch auch trotz kurzer Auftritte machen Schauspieler wie Emma Roberts, Ike Barinholtz und Ethan Suplee auf Seiten der Gejagten, wie auch Amy Madigan, Reed Birney, Steve Coulter oder Steve Mokate bei den Jägern, eine gute Figur. Sie passen alle hervorragend in ihre jeweiligen Rollen und tragen somit bestens zur Unterhaltung bei. Dass ein Horrorfilm nicht einfach nur irgendwelche blutigen Tötungsszenen aneinanderreihen muss und dabei auf die immer gleichen Klischees setzt, beweist dieser Film hier sehr gut. Die beiden Hauptcharaktere entpuppen sich als Kontrahenten auf Augenhöhe, deren Gründe für ihr Handeln durchaus plausibel erklärt werden, weshalb man auch ein Stückweit nachvollziehen kann, weshalb die Jäger überhaupt zur Aktion schreiten. Um unsicheren Käufern noch ein Argument zu liefern, könnte man noch einen Vergleich zum ebenfalls sehr unterhaltsamem "Ready or Not" ziehen, in dem sich ebenfalls ein vermeintlich leichtes Opfer über sich hinaus entwickelt, dabei nicht kampflos aus dem Leben scheiden möchte und daher das Blatt wendet, um gegen ihre Angreifer vorzugehen. Survival-Horror und Revenge-Thriller Fans sollten also "The Hunt" auf jeden Fall eine Chance geben - sie werden sicherlich nicht enttäuscht.

Bildqualität

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Die optische Präsentation des Titels zeigt sich von einer sehr modernen Seite. Das Bild, welches in einem Ansichtsverhältnis von 2.39:1 vorliegt und damit wieder über schwarze Balken am oberen und unteren Bildschirmrand verfügt, ist äußerst klar und detailreich. Die durchweg digitale Produktion verzichtet dabei auf künstlerische Effekte und zeigt ein sehr natürliches Bild, welches vor allem auch in den vielen Außenszenen mit schönen Panaromen glänzen kann. In Close-Ups kommen stets feine Härchen und Grübchen in den Gesichtern der Protagonisten zum Vorschein, ebenso sieht man hier jedes dünne Rinnsal des roten Lebenssaftes oder aufgeschürfte Hautpartien. Bei den Schauplätzen gab man sich ebenfalls viel Mühe, hier sei zum einen eine liebevoll gestaltete Tankstelle, sowie das finale Manor (welches keines ist

Tonqualität

Folgende Tonspuren werden auf der Blu-ray angeboten: - Deutsch DTS-HD High Resolution 7.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 7.1 - Italienisch DTS 5.1 - Türkisch DTS 5.1 - Ungarisch DTS 5.1 - Polnisch DTS 5.1
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Beim Ton liefert man Zuschauern der deutschen Synchronisation - welche bei der Berliner Synchron GmbH unter der Dialogregie von Hannes Maurer entstanden ist - auf dem Papier eine leicht beschnittenes Format, welches sich aber im Test nicht vor der unkomprimierten englischen Original-Fassung verstecken muss. Nennenswerte Unterschiede in Sachen Pegel und Dynamik gibt es hier nämlich nicht. Ein richtiges Effektfeuerwerk sollte man aber bei keiner der beiden Hauptspuren erwarten: Zwar werden bei Action-Szenen die umherliegenden Kanäle immer wieder dezent mit eingebunden, mehr als ein paar umherpfeifende Kugeln und durch die Luft schnellende Pfeile gibt es hier jedoch nicht. Selbst bei Explosionen von Granaten oder dem Mündungsfeuer größerer Kaliber hat der Subwoofer nicht viel zu tun. Hier hätte es gerne noch etwas mehr sein dürfen. Dafür sind die Dialoge aber stets klar zu verstehen, sodass es an dieser Stelle wenigstens keine Probleme gibt. Etwas mehr als "zweckmäßig", aber nicht besser als "solide" - so, lässt sich die Vertonung unter dem Strich zusammenfassend beschreiben.

Ausstattung

Das spärliche Bonus-Material hat lediglich die folgenden drei Features zu bieten: - Die Gestaltung von "The Hunt" (5:04 Min.) - Aufschlüsselung der Todesszene (2:36 Min.) - Athena vs. Crystal: Jägerin oder Gejagte? (2:42 Min.)
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Begonnen wird mit einer kurzen Zusammenfassung des Films, in dem noch einmal die wichtigsten Eckpunkte genannt werden. Danach widmet man sich einigen der Todesszenen und wie diese in Szene gesetzt wurden. Hier wird auch auf die Wahl der Kostüme und Farben im Film eingegangen. Im letzten Beitrag steht dann der Endkampf der beiden Hauptprotagonistinnen im Fokus, welche den aufwendigen Stunt selbst drehten. Hierfür wurde hart trainiert und alle Szenen durch choreographiert. Interessant ist dabei, dass man mit der Küche den Handlungsort speziell um den Kampf herum designt hat, damit dieser effektvoll und stimmig zum Tragen kommt. Größere Interviews bekommt man leider nicht, weshalb das Bonus-Material zwar interessant, aber auch sehr schnell durchgeschaut ist. Schade, da hätte man sich ruhig ein wenig mehr Zeit nehmen können.

Fazit

Ein feines Gespür für Sozial-Kritik, gepaart mit brutaler Action und flotten Sprüchen macht den Horror-Thriller zum Geheim-Tipp für Survival-Horror und Revenge-Thriller Fans. Die kurzweilige Unterhaltung mit zwei tollen Hauptdarstellerinnen trägt ebenso dazu bei und lässt den Film wie im Flug vergehen. Während das Bild fast ohne nennenswerte Beanstandungen daher kommt, hätte die Vertonung doch noch etwas effektvoller ausfallen können - gerade der Subwoofer hätte hier etwas prägnanter eingebunden werden dürfen. Das Bonus-Material bietet zwar einige interessante Informationen, ist auf Grund der kurzen Laufzeit aber schnell durchgeschaut. Der Film selbst überzeugt aber dennoch und sollte definitiv eine Chance beim nächsten Filmabend erhalten. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 31.08.2020

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6 Bewertung(en) mit ø 3,96 Punkten
 
STORY
4.2
 
BILDQUALITäT
4.5
 
TONQUALITäT
4.5
 
EXTRAS
2.7

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