Bill & Ted retten das Universum Blu-ray

Original Filmtitel: Bill & Ted Face the Music

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
92 Minuten
Veröffentlichung:
03.12.2020
 
STORY
5
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
30 Jahre lang mussten die Fans der beiden Headbanger Bill und Ted auf die Fortsetzung der beiden beliebten Science-Fiction Komödien „Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit“ und „Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft“ warten, und als es dann endlich so weit war, schlossen die Kinos aufgrund der Corona-Pandemie – wobei für den Film ohnehin nur eine begrenzte Kinoauswertung in Deutschland geplant war. Stattdessen wanderte der Titel sogleich in das Programm der Streamingplattformen hinein, während als Verkaufsstart des optischen Mediums ursprünglich der 12. November 2020 angepeilt war, und anschließend auf Dezember verschoben wurde. Nun endlich steht der Titel im Vertrieb von Warner Home Video auf Blu-ray und DVD jeweils als Standard Edition in den Verkaufsregalen, und ob sich das Warten gelohnt hat, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Beinah 30 Jahre sind seit ihrem Sieg beim Battle of the Bands vergangen, doch noch immer hat sich Bills (A. Winter) und Teds (K. Reeves) Traum vom Weltverändernden Song noch nicht erfüllt. Stattdessen haben sie Ärger mit ihren Frauen Joanna und Elizabeth (J. Mayes & E. Hayes) und ihre Töchter Thea und Billie (S. Weaving & B. Lundy-Payne) drohen ebenso große Taugenichtse zu werden wie ihre Väger. Doch dann landet Rufus Tochter Kelly (K. Schaal) mit schlechten Neuigkeiten aus der Zukunft vor ihren Füßen: Ohne ihren Song ist nicht nur die Erde dem Untergang geweiht, sondern das gesamte Universum – und um ihn zu schreiben bleiben ihnen nur noch 78 Minuten. Zum Glück steht den beiden eine Telefonzelle zur Verfügung, die sie an jeden Punkt in Raum und Zeit bringen kann, um sich Beistand und Inspiration bei den Meistern der Musik zu holen... Als großer Fan der ersten beiden Filme war es natürlich ein kleines Fest als es hieß, die „Wilden Hengste“ kehren zurück. Der Film selbst bringt jedoch rasch Ernüchterung mit sich, denn natürlich sind Bill und Ted inzwischen älter geworden, hängen mit ihrer geistigen Entwicklung allerdings nach wie vor in den 1990er-Jahren fest. Das hätte echt witzig werden können, ist aber bereits nach kürzester Zeit ein bodenloses Fass voller Fremdscham, denn wenn die beiden sichtlich gealterten Möchtegern-Rocker auf Jung machen, dann geht das leider komplett in die Hose. Ein Mittfünfziger der sich wie ein Teenager aufführt kann funktionieren (siehe „American Beauty“) oder aber, wie hier, eben nicht. Vielleicht liegt es auch daran das gerade Keanu Reeves inzwischen durch ikonische Rollen wie „John Wick“ und Neo aus den „Matrix“-Filmen einen komplett anderen Background hat als es noch vor 30 Jahren der Fall war. Und wenn Reeves hier auf Teenager macht, während das Gesicht eine ganz andere Geschichte erzählt, dass wirkt das nur noch sehr, sehr traurig. Generell scheint der Darsteller nicht so Recht bei der Sache zu sein, und sagt seine Texte eher lustlos auf, wohingegen sein Filmpartner Alex Winter sichtlich froh ist, dass man ihn mal wieder auf der Leinwand sieht.
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Leider ist auch die eigentliche Handlung sehr dünn, und wenn Bill und Ted auf der Suche nach dem Song, der das Universum rettet, ihre zukünftigen Ichs aufsuchen, um ihnen den Song, den selbige ja schließlich geschrieben haben müssen, abzuluchsen, dann wird es von Minute zu Minute nur noch peinlicher. Weitaus cooler, wenn auch alles andere als Neu, ist hingegen der parallel laufende Handlungsstrang mit den beiden Töchtern der Beiden, die ebenfalls mit einer Zeitmaschine unterwegs sind, und die größten Musiker der Geschichte einsammeln um eine Band auf die Beine zu stellen. Shootingstar Samara Weaving und Brigette Lundy-Paine machen hier eine wesentlich bessere Figur in den Rollen der leicht verpeilten Zeitreisenden als ihre Film-Väter, und beim Einsammeln von Größen wie Mozart, Jimmy Hendrix und Louis Armstrong sorgen sie zumindest für ein wenig frischen Wind. Die beiden treten in die Fußstapfen der Titelhelden und füllen diese mit Leichtigkeit aus, was allerdings auch zu einem Teil daran liegt, dass diese ihr Erbe durch ihren peinlichen Auftritt in diesem Film selbst zu einem großen Teil demontieren. Als Fan kann man sich den Film natürlich trotzdem geben, schon alleine wegen der zahlreichen Anspielungen auf die ersten beiden Filme. Die beiden treffen erneut auf Tod – und William Sadler gehört auch hier wieder ganz klar zu den wenigen Highlights des Films – sind wieder einmal in der Hölle, und auch Missy (Amy Stoch) ist wieder mit einem neuen Partner am Start, und sorgt damit für noch weiterreichende familiäre Verwirrungen.

Bildqualität

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Bunt ist das Dasein und Granatenstark – und das Gleiche gilt auch für das Bild der hier vorliegenden Blu-ray Disc. Die Farben sind, je nach Setting, wirklich brillant und strahlend. Vor allem Locations wie die Hölle können hier vollends überzeugen, und auch das große Finale schaut verdammt gut aus. Derweil bewegt sich die Schärfe auf einem hohen Niveau und zeichnet auch kleinere Details sauber ab, was allerdings nicht immer wirklich gut ist, denn so sieht man wie Alt Alex Winter und Keanu Reeves tatsächlich sind, auch wenn letzterer irgendwie merkwürdig aussieht, fast so, als hätte er sich liften lassen. Vielleicht liegt es aber auch nur am fehlenden Bart. Leider fallen dadurch auch die teilweise mäßigen Masken der beiden in ihren unterschiedlichen Lebensstadien deutlicher auf. Der Kontrast ist sauber, der Schwarzwert in Ordnung und auch ansonsten ist das Glasklare Bild sehr ordentlich. Hier gibt es absolut nichts zu meckern.

Tonqualität

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Lediglich der englische Originalton liegt in dts-HD Master 5.1 vor, während die anderen Sprachfassungen, darunter auch die deutsche, „nur“ in Dolby Ditigal 5.1 auf die Disc gepresst wurden. Oftmals macht es keinen großen Unterschied, hier ist selbiger aber enorm, was sich in beinahe allen Bereichen widerspiegelt. Zum einen klingt der deutsche Ton sehr schwach auf der Brust, ist deutlich leiser und der Bass ist quasi auch kaum vorhanden, was besonders am Ende negativ auffällt. Die Dialoge sind zwar jederzeit gut verständlich, klingen aber leider ebenfalls sehr unspektakulär. Die Surroundeffekte, wovon es leider auch nicht so viele gibt wie erwartet, dümpeln nur so dahin, sorgen aber hie und da für ein wenig Raumklang. Alles in allem ist die deutsche Synchronfassung also technisch bestenfalls mittelmäßig.
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Entstanden ist die deutsche Version im CSC-Studio Hamburg unter der Dialogregie von Robert Kotulla, welcher im Film auch über Anthony Carrigan als Killerroboter Dennis Caleb McCoy zu hören ist. Leider wurde – vermutlich aus Kostengründen – auf Benjamin Völz, den beliebten und langjährigen Standartsprecher von Keanu Reeves, verzichtet. Stattdessen wurde Christian Stark verpflichtet, der objektiv betrachtet auch eine ganz gute Arbeit leistet, und die Rolle so verpeilt und daneben spricht wie Reeves sie spielt. Damit ist Stark der dritte Sprecher, den wir über Reeves als Ted hören, welcher im ersten Teil noch von Andreas Fröhlich, und in der Fortsetzung von Gedeon Burkhard synchronisiert wurde. Auch Bill, gespielt von Alex Winter, erhielt eine neue Stimme. Nach Jan Odle und Charles Rettinghaus bekommen wir nun Martin May zu hören, welcher ebenfalls einen soliden Job macht. Der restliche deutsche Sprechercast, unter anderem bestehend aus Kaya Marie Möller über Samara Weaving (welche die Australierin bereits in „Guns Akimbo“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ synchronisierte), Volker Hanisch über William Sadler als Tod, Nadine Schreier über Kristen Schaal und Simona Pahl über Erinn Hayes sind ebenfalls nicht schlecht, allerdings wirkt vieles sehr gezwungen, was jedoch nicht unbedingt ausschließlich auf die Sprecherqualitäten zurückzuführen ist, sondern auch ein gutes Stück weit der Geschichte und den Dialogen geschuldet sein dürfte.

Ausstattung

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• Bill & Ted Face The Music auf der Comic-Con @Home (43:45 Minuten) • Bunt ist das Dasein (1:22 Minuten) • Ein sehr erfolgreiches Duo (1:17 Minuten) • Sozialer Beitrag (0:49 Minuten) • Zuhause des Todes (1:13 Minuten) Das einzig wirklich brauchbare Feature ist der Besuch der Comic-Con @Home. Moderiert wird das ganze von Kevin „Silent Bob“ Smith, der selbst ein flammender Verehrer der „Bill & Ted“-Filme ist, und sie gar als Inspiration seiner eigenen Schöpfungen betrachtet. Hier wird eine dreiviertelstunde munter drauflos geplaudert, wie man es von den Podiumsdiskussionen einer Comic Con her gewohnt ist – nur eben ohne Publikum und jeder bei sich daheim. Auch nicht sooo schlecht. Die übrigen Extras sind leider lediglich Werbefilmchen, die kaum bis überhaupt nichts über den Film und dessen Entstehung preisgeben. Zumindest ist „Zuhause des Todes“ ganz witzig geraten und macht Spaß. Ein Wendecover gibt es übrigens nicht.

Fazit

Während das Bild noch mit satten Farben und einer guten Schärfe punkten kann ist der Ton leider eher dürftig ausgefallen – zumindest in der deutschen Fassung. Dafür ist die Synchronisation besser als befürchtet, auch wenn die bekannten Darsteller nicht von ihren üblichen Sprechern synchronisiert wurden. Das Bonusmaterial enthält ein sehr cooles und eine Handvoll belangloser Features, was unter dem Strich zwar reicht, aber eben nicht mehr. Was den Film selbst angeht kann man nur sagen: Volle Kanne in die Hose gegangen, Hoschis. Das war leider nicht mal ansatzweise so cremig wie wir uns das nach 30 Jahren gewünscht hätten. Dünne Story, peinliche Figuren und wären da nicht Brigette Lundy-Paine und Samara Weaving als „Bill und Ted Jr.“, könnte man den Film gleich ganz vergessen. Was bei Ghostbusters nicht so richtig gut ankam funktioniert hier umso besser: Die Fackel wurde an Frauen weitergegeben, die ihren Vorbildern in Nichts nachstehen. Zumindest gibt es ein Wiedersehen mit einigen ikonischen Figuren der Vorgängerfilme, aber trotzdem kommt der Film nicht über die Mittelmäßigkeit heraus. Schade. (Michael Speier)
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6 von 10

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3 Bewertung(en) mit ø 3,92 Punkten
 
STORY
3.3
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
4.3
 
EXTRAS
3.0

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