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Hexen hexen (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: The Witches (2020)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1
Tschechisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Tschechisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
104 Minuten
Veröffentlichung:
25.11.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der britische Schriftsteller Roald Dahl war nicht nur für eine Vielzahl teilweise äußerst makabrer Kurzgeschichten für Erwachsene verantwortlich, die oftmals den Weg auf den Bildschirm oder die Leinwand fanden und sogar Filmemacher wie Quentin Tarantino inspirierten, sondern er war auch der Schöpfer wunderbarer Kindergeschichten, die ebenfalls die Vorlage für Filme wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Matilda“ oder „Der fantastische Mr. Fox“ bildete. Auch der schwarzhumorige Roman „Hexen hexen“ stammt aus seiner Feder, und viele werden sich an die gelungene Verfilmung des Stoffes aus dem Jahr 1990 erinnern (welcher zum aktuellen Zeitpunkt leider noch immer nicht auf Blu-ray Disc erhältlich ist!). Nun bringt Warner Home Video die Neuverfilmung des Stoffes, welche bereits vor einem Jahr als kostenpflichtiger Stream zur Verfügung gestellt worden war als Blu-ray Disc in den deutschen Kaufhandel. Was der Film zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

1967 zwingt der tragische Unfalltod seiner Eltern den kleinen Luke (J. Bruno) zu seiner Großmutter (O. Spencer) in den kleinen Ort Demopolis in Alabama zu ziehen. Der Junge liebt seine Oma innig und noch mehr ihre schaurig schönen Märchen. Allerdings glaubt Ma Potts eines Tages ein vermehrtes Aufkommen von Hexen in Demopolis wahrzunehmen und schickt den Jungen für ein paar Tage sicherheitshalber in ein schickes Hotel am Meer. Dort findet parallel eine Versammlung eines dubiosen Frauenvereins unter der Leitung der schnippischen Ms. Eva Ernst (A. Hathaway) statt, deren erstes Meeting Luke zufällig beobachtet. Zu seinem großen Schrecken, stellt sich die Versammlung als der Welt größtes Zusammenkommen von Hexen heraus und Ms. Ernst als die Großmeisterhexe. Gemeinsam arbeiten sie an einem teuflischen Plan, alle Kinder der Erde in Mäuse zu verwandeln. Doch noch bevor Luke imstande ist jemanden zu warnen, wird er von der Schar entdeckt und gemeinsam mit seinem Freund Bruno (C.-L. Eastwick) in Mäuse verwandelt. In so kleiner Form gelingt es ihnen zwar den Klauen der teuflischen Frauen zu entkommen, doch wie sollen sie in so kleinen Körpern die Menschheit vor dem Plan der Hexen retten?
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Der hier vorliegende Film ist bereits die zweite Verfilmung des Romans von Roald Dahl, und die erste Verfilmung von Nicolas Roeg aus dem Jahr 1990 genießt völlig zurecht ein sehr hohes Ansehen, nicht nur, weil mit Anjelica Houston die Rolle der Oberhexe spielte, sondern auch und vor allem, weil „Jim Henson Prodctions“ maßgeblich an den Trickeffekten beteiligt war, und die Mäuse damit zum Leben erweckte. Nun nahm sich Robert Zemeckis dem Stoff an, änderte hier und dort ein wenig ab, passte dort und da ein wenig an, und setzt auf moderne Tricktechnik, um die Mäuse mit einer Persönlichkeit auszustatten, die den entsprechenden Darstellern gerecht wird. Das kann man gutheißen, oder aber verteufeln, aber letztendlich ist dies ein Zeichen der Zeit, und grundsätzlich ist an Fortschritt wohl kaum etwas auszusetzen, ansonsten hätten die Filme von Michel Bay und Roland Emmerich keinerlei Daseinsberechtigung. Die neue Hauptantagonistin Anne Hathaway erhielt für ihre Darstellung indessen sowohl die Goldene Himbeere als Schlechteste Schauspielerin, als auch eine Nominierung für den Nickelodeon Kids Choise Award als „Beste Schauspielerin“ – womit klar wäre, wie unterschiedlich die jeweiligen Zuschauer die Performance der Oscar-, Emmy- und Golden Globe-Preisträgerin empfinden. Grundsätzlich ist diese nicht schlecht, kränkelt aber ein wenig am (zugegebenermaßen gelungenen) Overacting und der totalen Überzeichnung der von ihr dargestellten Figur. Als Gegenpart agiert die wunderbare Octavia Spencer als liebevolle Großmutter, die eine private Fehde mit den Hexen ausficht, und dabei eine wunderbare Figur macht, allerdings ebenfalls etwas zu oberflächlich charakterisiert wird. Gerade die Tatsache dass sie sich als Schwarze Frau im Amerika der 1960er behaupten muss hätte so viele Möglichkeiten geboten, die allesamt ungenutzt verstreichen. Ein weiterer Glücksgriff stellt Stanley Tucci als griesgrämiger Hotelchef dar (in der Erstverfilmung wurde diese Rolle noch von Rowan „Mr.Bean“ Atkinson verkörpert) und die Erzählstimme im Original stammt von Chris Rock (in der Deutschen Version hören wir hier seinen Standardsynchronsprecher Oliver Rohrbeck), welcher für seine Leistung für den NAAC Image Award nominiert wurde.
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Dennoch sind die Änderungen gegenüber der Vorlage in einigen Fällen zumindest fragwürdig, wenn nicht sogar „daneben“. Dass die Handlung unsinnigerweise von Großbritannien nach Amerika und die Handlungszeit in die 1960er verlegt wurde, kann man grundsätzlich als künstlerische Freiheit interpretieren, aber dass die Hauptfiguren Schwarz sind – was für sich genommen auch kein Problem darstellt und im Fall der Großmutter, die statt einer norwegischen Hexenexpertin nun eine Art Voodoo-Priesterin ist, sogar (zumindest für Amerikanische Zuschauer und ihre Ignoranz allem „Fremden“ gegenüber) durchaus Sinn ergibt – gibt dem Ganzen im Zusammenspiel mit der dargestellten Zeit einen bitteren Beigeschmack. Umso tragischer, dass Zemeckis dann darauf verzichtet, den damals vorherrschenden Rassismus in einem brauchbaren Umfang in die Handlung einzubauen, aber Vergangenheitsbewältigung ist für Amerikaner ohnehin eine schwierige Sache, erst recht, wenn der Fehler auf der eigenen Seite zu finden ist. Andererseits verzichtet der Film aber NICHT darauf, eigenen Rassismus zu pflegen, wenn es um die Darstellung der „Bösen“ Hexen geht. Die böse Oberhexe spricht mit einem deutlichen osteuropäisch anmutenden Akzent, und auch Kleidung und das allgemeine Erscheinungsbild sämtlicher Antagonisten ist sehr antisemitisch geprägt – dürfte aber dem Autor, der selbst immer wieder mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wurde, sicherlich gefallen haben. Warum unbedingt auch noch ein zusätzlicher weiblicher Kindercharakter in die Handlung integriert werden musste, bleibt wohl ein Geheimnis, lässt sich aber vermutlich durch den aktuell vorherrschenden Feminismus erklären – auch hier gilt es schließlich eine Frauenquote zu erfüllen. Dabei stehen Frauen – Gute wie Böse – in diesem Film absolut im Mittelpunkt. Generell hält sich die Verfilmung aber größtenteils an die literarische Vorlage und verzichtet auf übertriebene Masken, die den ersten Film zwar extrem beliebt machten, aber im Kern unsinnig waren. Hier klappt die Oberhexe stattdessen ihren Kiefer weit auf, war zwar einerseits ein wenig albern ausschaut, aber trotzdem sehr gruselig ist und eher der Beschreibung aus dem Roman entspricht. Die neuen Handlungselemente hingegen sorgen für ein paar spannende Momente, die selbst Kennern der Vorlage und der Erstverfilmung etwas Neues bieten.

Bildqualität

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Optisch hinterlässt die Blu-ray Disc einen soliden Eindruck, erreicht allerdings erstaunlicherweise nicht einmal annähernd Referenzniveau. Tatsächlich hat es sogar den Anschein, als wäre der Stream qualitativ ein wenig besser ausgefallen. Die Schärfe bewegt sich im oberen Mittelfeld und bildet in Nahaufnahmen auch kleinste Details sauber ab, allerdings kommen hierdurch die Spezialeffekte auch besser zum Vorschein. Die Mäuse sind ganz deutlich als Animationen zu erkennen, schauen aber ganz ordentlich aus. Positiv zu bemerken ist, dass die Mäuse hier klar den Charakter und die Gesichtszüge ihrer menschlichen Äquivalente besitzen – was aufgrund der heutigen Tricktechnik auch so zu erwarten war. Die Farben sind satt und kräftig, teilweise etwas zu übersteigert, aber bei einem Fantasyfilm geht das in Ordnung. Der Kontrast ist ebenfalls ordentlich eingestellt, allerdings hätte gerade der Schwarzwert etwas mehr Kraft vertragen.

Tonqualität

Der Ton liegt, wie bei Warner leider fast schon üblich, nur im englischen Originalton in unkomprimiertem dts-HD Master 5.1 vor. Die deutsche Tonspur bekommt hingegen nur eine Dolby Digital 5.1 Tonspur spendiert, die sich zwar hören lassen kann, aber dennoch ein kleiner Wermutstropfen ist. Alles in allem ist die deutsche Tonspur harmonisch abgemischt, auch wenn die Dialoge üblicherweise leicht priorisiert werden, dafür aber jederzeit gut verständlich sind. Die Surroundeffekte sorgen in einigen Szenen (exemplarisch seien hier die Versammlung der Hexen, die Verfolgungsjagten durch das Hotel und die Luftschächte und das Finale im Speiseraum genannt) für einen großartigen Raumklang, der sich ansonsten etwas zu sehr zurückhält. Der Soundtrack von Alan Silvestri passt hervorragend zur Stimmung und verfügt über manche Themen, die einem lange im Ohr bleiben, aber mit der Ouvertüre von Stanley Myers aus der Erstverfilmung kann er sich leider nicht messen. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der RC Production Kunze und Wunder GmbH & Co. KG in Berlin unter der Regie und nach einem Dialogbuch von Sven Hasper. Hierin bekommen wir hervorragende Sprecher wie Martina Treger über Octavia Spencer, Marie Bierstedt über Anne Hathaway, Lutz Mackensy über Stanley Tucci und den bereits erwähnten Oliver Rohrbeck als Erzähler. Erstaunlicherweise befindet sich auch noch eine tschechische Dolby Digital 5.1 Tonspur (und entsprechende Untertitel) auf der Disc, allerdings keine weiteren Sprachfassungen. Warum ausgerechnet eine tschechische Tonspur mit auf den Datenträger gepresst wurde, weiß vermutlich nur Warner selbst.

Ausstattung

- Hexen hexen: Making Of (6:26 Minuten) - Roald Dahl: Die Geschichte hinter Hexen hexen (5:07 Minuten) - Hexen hexen: Nummer-86-Retard-Maustransformator Zaubertrank (0:55 Minuten) - Verpatzte Szenen (1:28 Minuten) - 5 nicht verwendete Szenen (6:03 Minuten)
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Das Bonusmaterial der Blu-ray Disc ist nicht nur sehr übersichtlich, sondern leider auch relativ nichtssagend. Hinter dem vollmundig als „Making Of“ angepriesenen Feature verbirgt sich ein Zusammenschnitt auf Film- und Behind-the-Scenes-Szenen, gepaart mit haufenweise Interviewausschnitten, die kaum etwas über die Produktion verraten. Das Gleiche gilt für das Feature über Roald Dahl, welches ebenfalls nur sehr oberflächlich auch die ursprüngliche Geschichte und die für den Film vorgenommenen Änderungen eingeht. Das Feature über den Zaubertrank ist dann ebenfalls nicht viel mehr als ein Werbefilmchen mit Szenen und Interviewschnippseln. Leider sind selbst die Outtakes eine reine Selbstdarstellungsshow, die nur wenige echte „verpatzte Szenen“ zeigt, sondern mehr über diese redet. Schade! Die nicht verwendeten Szenen sind auch nicht der Rede wert und ein Wendecover gibt es ebenfalls nicht.

Fazit

Der Film bietet eine interessante Neuinterpretation der literarischen Vorlage und wird dieser Größtenteils gerecht, muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, hie und da ein wenig zu voreingenommen, oberflächlich und unterschwellig rassistisch zu sein. Ganz davon abgesehen fehlt bei aller technischer Perfektion das Herz der Erstverfilmung, und auch wenn diese Neuverfilmung nicht schlecht ist, kommt sie doch keineswegs an das Original heran. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

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geschrieben am 25.11.2021

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