Hitcher - Der Highway Killer Blu-ray

Original Filmtitel: The Hitcher (1986)

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Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber (meist nur bei Erstauflage)
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
97 Minuten
Veröffentlichung:
03.07.2020
 
STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nachdem Nameless Media den Kultfilm „Hitcher, der Highway Killer“ bereits im Dezember 2018 in Form unterschiedlicher Mediabooks mit strenger Limitierung auf den Markt gebracht hat, erscheint der Film nun auch in einer regulären Keep-Case-Verpackung, welche sowohl das Booklet als Beilage enthält und auch ansonsten der im Mediabook enthaltenen Blu-ray Disc entspricht. Der einzige Unterschied ist wohl, dass man bei Filmjuwelen/Al!ve auf die zusätzliche und inhaltsgleiche DVD verzichtet hat. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Auf regennasser Straße sammelt Jim Halsey (C. T. Howell) eines Nachts den Anhalter John Ryder (R. Hauer) auf. Eine mehr als schlechte Entscheidung, denn Ryder ist ein gesuchter Serienmörder und Jim soll sein nächstes Opfer werden. Mit knapper Not gelingt es Jim jedoch den Mörder aus seinem Wagen zu befördern und zu fliehen. Doch Ryder hat mit dem jungen Mann noch nicht angeschlossen und eröffnet die Jagd auf ihn. Neben und auf dem Highway hinterlässt er eine blutige Spur, die Jim ins Visier der Polizei geraten lässt, wodurch er für den Psychopathen zur leichten Beute werden soll... Als der Film seinerzeit in die Kinos kam wurde er alles andere als gefeiert. Die Kritiker schimpften über fehlende Charakterisierung, übertriebene Brutalität und eine durch und durch unlogische Handlung. Trotzdem (oder gerade deswegen) wurde der Film im Laufe der Zeit zu einem wahren Publikumserfolg und wird heute teilweise kultisch verehrt. Im Jahr 2002 folgte eine wenig erfolgreiche Fortsetzung und 2007 ein solides Remake mit Sean Bean in der Rolle des geheimnisvollen Highwaykillers namens John Ryder. Aber egal wie gut Sean Bean diese Rolle auch verkörpert, er ist trotz allem nicht mehr als eine (zwar gelungene) Kopie des Originalen Killers, der hier phänomenal von Rutger Hauer dargestellt wird.
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Trotz aller Liebe muss man natürlich sagen dass die Kritiker damals gar nicht so falsch lagen, denn all die oben aufgezählten Mängel weist Robert Harmons Film tatsächlich auf. Die beiden Hauptfiguren Jim Halsey und John Ryder haben keinerlei Hintergrundgeschichte, entwickeln sich im Laufe der Handlung nicht fort und scheinen beide gar nicht wirklich zu existieren, zumindest lässt sich nichts über sie sagen. Sie sind einfach nur da – Täter und Opfer, Katz und Maus, aber gerade diese fehlenden Hintergrundgeschichten machen den Film andererseits ein wenig zugänglicher, könnte doch jeder Zuschauer selbst in der Rolle des Opfers stecken, und jeder Anhalter auf der Straße könnte ein psychopathischer Killer sein. Die übertriebene Gewalt ist inzwischen, zumindest zum Teil, schon Salonfähig geworden, zumindest geizen Filmemacher heute nicht mehr mit der Zurschaustellung abscheulicher Gräueltaten, und die FSK winkt inzwischen manchen Titel ohne Beanstandung durch, so dass vielen Gorehounds das, was sie hier zu sehen bekommen, bestenfalls ein müdes Schmunzeln abzuringen vermag. Andererseits darf man nicht vergessen dass es sich hier um einen sehr gering budgetierten Film aus den 1980ern handelt, und die Effekte alle noch handgemacht waren und die Zuschauer damals noch wirklich schockierten. 
Bleiben die Logiklöcher. Die haben sich bis heute natürlich kaum geschlossen und lassen sich auch nicht wirklich schönreden. Noch immer taucht Ryder überall dort auf wo sich der gute Jim gerade hinbewegt – aber hey, letztendlich ist das hier eine Art Horrorthriller, und dass Killer in solchen Filmen immer dort auftauchen wo sie gerade auftauchen wollen, hat uns doch eigentlich noch nie gestört. Stellt sich die Frage: Macht das alles den Film schlecht? Oder: Kann man heute, knapp 35 Jahre später, noch immer etwas mit dem Film anfangen? Ja, das kann man. Zum einen natürlich aus nostalgischen Gründen, weil der minimalistische Film uns damals so gut unterhalten hat und heute mit all seinen Kanten, dem Dreck und der simplen Inszenierung Erinnerungen an die „gute Alte Zeit“ wachruft, und zum anderen weil hier noch echte Handwerkskunst zum Einsatz kam, das Optimum aus den begrenzten Möglichkeiten herausgeholt wurde. Selbst wenn man den Film heute zum ersten Mal sieht zieht er einen sofort in seinen Bann, weil die Spannungskurve stetig ansteigt, nie nachlässt, und die Story geradlinig auf den Höhepunkt zusteuert. Der größte Faktor warum der Film damals wie heute funktioniert ist allerdings der Titelheld Rutger Hauer. Dieser spielt den Psychopathen so verdammt charismatisch, dass man ihn an Jims Stelle ebenfalls mitgenommen hätte, wenn er so verloren am Straßenrand gestanden hätte. Und so schließt ich der Kreis, denn schon schlüpft man in die Rolle des Opfers und sieht sich einem erbarmungslos sadistischen Raubtier ausgesetzt, vor dem es kein Entkommen gibt – Logiklöchern sei Dank.

Bildqualität

Das feinkörnige Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und schaut überraschend gut aus. Wenn man bedenkt dass es sich hier um einen rund 35 Jahre alten Low-Budget-Streifen handelt, fallen einem beim Endresultat wortwörtlich die Augen aus dem Kopf. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem hohen Niveau und bildet Szenen- und Einstellungsweise auch kleinere Details sauber und scharf ab. Die Farben sind überwiegend sehr natürlich. Hin und wieder kommen dezente Grün- und Blaufilter zum Einsatz, wodurch das Bild, trotz der Hitze der Wüste, doch noch recht kühl wirkt. In manchen Stellen wirkt das Bild ein wenig grindig, aber das passt perfekt zum Film. Der Kontrast ist gut eingestellt, allerdings neigen gerade helle Flächen dazu leicht zu überstrahlen. Trotzdem ist der Schwarzwert anständig und satt. Altersbedingte Mängel sind quasi nicht vorhanden.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master 5.1, sowie zusätzlich in einer deutschen 2.0 Stereoabmischung auf der Disc vor. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Die deutsche 5.1 Tonspur klingt erstaunlich räumlich und hält allerhand Surroundeffekte bereit, etwa deutlich wahrnehmbaren Regen am Anfang oder aber Motorengeräusche, Dialogfetzen und so weiter und so fort. Alles in allem bekommen wir hier eine sehr dynamisch abgemischte Tonspur mit gut verständlichen Dialogen, sauberer Musik und ordentlichen Tiefen auf die Ohren. Die deutsche Synchronisation entstand bei der Cine Adaption GmbH in München und lässt bekannte Sprecher wie Klaus Kindler über Rutger Hauer, Norbert Gastel über Jeffrey DeMunn, Madeleine Stolze über Jennifer Jason Leigh und Pierre Peters-Arnolds erklingen.

Ausstattung

- Audiokommentar von Regisseur Robert Harmon und Drehbuchautor Eric Red - Szenespezifischer Audiokommentar - Dokumentation "The Hitcher: How Do These Movies Get Made?" (38:06 Minuten) - Deutscher Trailer (2:24 Minuten) - Englischer Trailer (2:24 Minuten) - Teaser 1 (1:11 Minuten) - Teaser 2 (1:28 Minuten) Im Bonusbereich finden wir einen Audiokommentar von Regisseur Robert Harmon und Drehbuchautor Eric Red, sowie ein szenenspezifischer Audiokommentar – allerdings nach wie vor ohne Untertitel. Ein echtes Highlight ist der 2003 von Jörg Bauer inszenierte Doku-Kurzfilm „The Hitcher: How Do These Movies Get Made?“, der auch in dieser Version wieder seinen Weg auf die Disc gefunden hat. Darüber hinaus bekommen wir ein informatives Booklet mit Texten von Robert Mörchen, diverse Teaser und Trailer, sowie ein Wendecover serviert. Obendrein steckt die Keep-Case-Hülle in einem Pappschuber auf dem sich ebenfalls kein FSK-Siegel befindet. Dieses wurde mittels Aufkleber auf die Umverpackung gepickt und kann mit selbiger entsorgt werden.

Fazit

Bild und Ton der blauen Scheibe aus dem Hause Filmjuwelen erstrahlen in einem weitaus besseren Licht als man es bei einem rund 35 Jahre alten Low-Budget-Film für möglich halten würde. Das Bild ist ausgesprochen angenehm, die Surroundtonspur überraschend dynamisch und räumlich, und auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen, auch wenn gegenüber früheren Veröffentlichungen nichts Neues hinzugekommen ist. Der Film ist ein gut gealtertes Stück Terrorkino vom Feinsten und vor allem wegen seinem grandiosen Hauptdarsteller sehenswert. Logiklöcher hin oder her, „Hitcher“ bietet atemlose Spannung, gut gemachte Goreeffekte und das alles völlig schnörkellos und minimalistisch. Zu Recht ein Kultfilm, auch wenn dieser Begriff zuweilen fast schon inflationär verwendet wird. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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8 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 03.07.2020

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