Der Hexentöter von Blackmoor (Limited Edition) (2 Blu-ray + 2 Bonus DVD + CD) Blu-ray

Original Filmtitel: Il trono di fuoco (1970)

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Disc-Informationen
Extended Cut, deutsche Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 5 Discs, BD (2x), DVD (2x), Audio-CDs (1x), enthält Audio-CD, enthält Bonus-Disc, Extras in HD (teilweise), Digipak,
Falsche Laufzeitangabe für die Integral-Fassung beim Backcover!, Die Englischen Untertitel für die Internationale Fassung, Geschnittene Szenen werden auf dem Backcover nicht angegeben!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Digipak in Sonderverpackung
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsche Kinofassung:
Deutsch PCM 2.0 (Mono)

Internationale Fassung:
Deutsch PCM 2.0 (Mono)
Englisch PCM 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsche Kinofassung:
Ohne Untertitel

Internationale Fassung:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
79 Minuten
Veröffentlichung:
09.07.2020
 
STORY
5
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Als Vincent Price Ende der 1960er Jahre unter der Regie von Michael Reeves als „Der Hexenjäger“ durch das Land zog um unschuldige Frauen (und hin und wieder auch ein paar Männer) publikumswirksam anzuklagen, zu foltern und anschließend hinzurichten, ahnte wohl niemand welche Blüten dieses Genre in den nächsten Jahren sprießen lassen sollte. Bereits im Folgejahr erschien mit „Mark of the Devil“ aka „Hexen bis aufs Blut gequält“ eine Art Blaupause für den, nennen wir ihn „Hexploitation“-Film, der vor allem blutgierigen Sadisten die Münder wässrig machte. Nun erscheint im Vertrieb von Koch Films mit „Der Hexentöter von Blackmoor“ ein weiterer Klassiker des Genres, der mit Christopher Lee vor und Kult-Regisseur Jess Franco hinter der Kamera auftrumpfen kann. Der Film erscheint erstmals in HD und enthält in der hier besprochenen Limited Edition sämtliche Schnittfassungen des Films und als Sahnehäubchen obendrauf auch noch den Soundtrack auf einer gesonderten Audio CD. Was der Film indessen zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Discs in technischer Hinsicht schlagen, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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England im 17. Jahrhundert: George Jeffreys wurde vom Königshaus zum Obersten Richter ernannt. Und damit zum ersten Hexenjäger des Landes, der mithilfe seiner nicht minder sadistischen Folterknechte ein grausames Regiment führt. Politische Widersacher fallen ihm genau so zum Opfer wie junge Frauen, die er als Hexen in die Flammen schickt, vor allem dann, wenn sie sich ihm nicht fügen wollen. Ein falsches Wort, und der Scheiterhaufen brennt! (Pressetext Koch Media) Die unzähligen, schnell und billig abgedrehten Filme des Spaniers Jess Franco erfreuten vor allen Dingen ein eingefleischtes Genrepublikum, welches die Schandtaten des Filmemachers mitunter kultisch feiert. Egal ob Drittes Reich, Frauengefängnisse, oder von Vampiren, Zombies und anderen Kreaturen heimgesuchte Ortschaften: Stets war irgendwo Platz für Vergewaltigungen, Misshandlungen und jede Menge nackter Haut. Kein Wunder also, dass Franco sich auch dem Hexen-Genre zuwandte, immerhin war das Genre prädestiniert für Misshandlungen und Sadomasochistische Bilder.
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Wenn sich nun also ein Filmemacher wie Jess Franco dem Inquisitionsgericht widmet, dann geht es wohl ordentlich zur Sache – sollte man meinen. Aber tatsächlich ist dem nicht so. Statt Folterungen, Qualen und nackten Frauen bekommen wir ein Historendrama zu sehen, in welchem der brutale oberste Richter alle Feinde des Königs eliminiert, während die Rebellen auf dem Vormarsch sind um den Monarchen und seine Schergen zu stürzen. Der deutsche Titel weckt indessen völlig falsche Erwartungen, denn erstens ist Lordrichters Jeffreys kein Hexenjäger, kein Inquisitor oder sonstiges, sondern einfach „nur“ der Oberste Richter seiner Majestät, und als solcher richtet sich sein Augenmerk primär gegen die Feinde der Krone. Echte Hexenprozesse gibt es hier keine, und das obwohl gleich in der ersten Szene Frauen ekstatisch um ein Feuer und eine Puppe herumtanzen und diese mit Nadeln spicken, womit wir mehr „Hexenaktivitäten“ zu sehen bekommen als in den meisten „echten“ Inquisitionsfilmen. Oh, und ganz nebenbei: Der Ort (oder was auch immer) Blackmoor wird im Film ebenfalls mit keiner Silbe erwähnt, klingt aber zumindest schön geheimnisvoll. Auch mit der Zurschaustellung von Auspeitschungen, Streckungen, Hinrichtungen und anderen Abscheulichkeiten, hält sich Franco sehr zurück. Lediglich am Anfang gibt es ein „hochnotpeinliches Verhör“ und eine (sehr mager) inszenierte Hexenverbrennung zu sehen, aber selbst hier beschränken sich die Folterungen auf ein Minimum. Dafür gibt es zum Ende hin eine Szene, in der eine Angeklagte kurz vor ihrer Hinrichtung aus heiterem Himmel sinnlich das knallrote Blut vom nackten und geschundenen Leib einer Mitgefangenen ableckt – warum auch immer! So ganz konnte Franco dann wohl doch nicht aus seiner Haut.
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Durch die zahlreichen Geldgeber verfügte Franco über ein für ihn enormes Budget, wodurch er sich die Mitarbeit zahlreicher namhafter Darsteller sichern konnte. Allen voran Sir Christopher Lee, der in der Rolle des historisch belegten Lordrichters Jeffrey auftrat, und den Film damit vor der Belanglosigkeit rettet. Die übrigen Darsteller sagen brav ihre Texte auf, werden aber nicht richtig gefordert, was vor allem bei großen Darstellern wie Maria Schell, Hans Hass und Maria Rohm ein wenig traurig ist. Francos Stammschauspieler Howard Vernon wirkt als Folterknecht sogar recht verloren und albern. Was man dem Film allerdings zugute halten muss ist, dass er sehr viel wertiger und professioneller ausschaut als die meisten anderen Werke des Regisseurs. Das Budget sorgte für schöne Kulissen, tolle Kostüme und ein paar Schlachtszenen, die ganz ordentlich aussehen. Die unterschiedlichen Schnittfassungen des Films beinhalten unterschiedliche Szenen, die entweder den Fokus auf Gewalt und Sex, oder eben auf die historische Handlung legen. Vor allem in der ursprünglichen deutschen Fassung wurden zwar „nackte Tatsachen“ gezeigt, die in der internationalen Schnittfassung fehlen, dafür fielen etliche Handlungselemente der Schere zum Opfer. Auch inhaltlich unterscheiden sich die Fassungen von Anfang an, vom Finale ganz zu schweigen. Die nur auf DVD enthaltene Integralfassung zeigt hingegen mutmaßlich alles, und ist unterm Strich vermutlich die zu präferierende Fassung, auch wenn hier immer wieder englische und spanische Szenen mit deutschen Untertiteln auftauchen. Das Set von Koch Media enthält glücklicherweise alle Schnittfassungen und ist somit für alle, die den Film in ihrer Sammlung haben möchten, die ideale Wahl.

Bildqualität

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Das feinkörnige Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und schaut mehr als ordentlich aus. Die Schärfe bewegt sich überwiegend auf einem hohen Niveau und bildet auch kleinere Details sauber ab. Die meisten (teilweise sehr) unscharfen Einstellungen sind auf Fokussierungsfehler des Ausgangsmaterials zurückzuführen und fallen daher nicht negativ ins Gewicht. Die Farben sind kräftig und stabil, vor allem das knallrote Blut in den wenigen Folterszenen kommt hier sehr gut zur Geltung. Der Kontrast ist anständig eingestellt und lässt auch dunklere Flächen in einem guten Licht dastehen. Altersbedingte Mängel sind indessen sehr selten und fallen in keinem nennenswerten Umfang ins Gewicht. Kurz gesagt: So gut wie hier hat der Film vermutlich noch nie zuvor ausgesehen und wird in absehbarer Zeit mutmaßlich auch nicht besser aussehen.

Tonqualität

Der Ton der deutschen Kinofassung liegt in deutscher Sprachfassung in LPCM 2.0 vor und verzichtet auf Untertitel. Die internationale Fassung verfügt über eine deutsche und eine englische Tonspur und die auf DVD enthaltene Version lässt sich ebenfalls in deutscher und englischer Sprache abspielen, wobei sich hier sowohl englischsprachige als auch spanische Sequenzen im Film befinden, die separat deutsch untertitelt sind. Darüber hinaus verfügen sowohl die Internationale als auch die Integral-Fassung optional zuschaltbare deutsche Untertitel. Der deutsche Ton klingt bei allen Filmfassungen gleich gut und harmonisch. Die Dialoge klingen frisch und klar und sind jederzeit gut verständlich. Die Umgebungsgeräusche und der Soundtrack von Bruno Nicolai vermischen sich sehr angenehm, wobei die Dialoge klar priorisiert werden. Die deutsche Synchronfassung entstand unter der Regie und nach einem Dialogbuch von Karlheinz Brunnemann in Berlin und lässt den bekannten deutschen Schauspieler Heinz Drache über Christopher Lee in der Titelrolle erklingen. Heinz Petruo lieh Howard Vernon seine Stimme, Maria Rohm wurde von Ursula Herwig und José Maria Prada von Arne Elsholtz synchronisiert. Maria Schell spricht sich kurzerhand selbst, und ferner bekommen wir noch Lothar Blumhagen, Joachim Kemmer, Gerd Martienzen und Kurt Mühlhardt zu hören.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing der dem Review zugrundeliegenden Limited Edition. - Einleitung von Filmpapst Christian Kessler (4:37 Minuten) - Zusätzliche Szenen (6:17 Minuten) - Dokumentation "Franco-Phibes" über Jess Franco (65:19 Min.) - Integrale Fassung (104:08 Minuten) - Deutsche Super-8-Fassung (31:40 Minuten) - Trailer - TV-Spot - Bildergalerie - Soundtrack-CD
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Ganze fünf Discs enthält das Paket von Koch, allerdings könnte man, wenn man böse wäre, von einer Mogelpackung sprechen. Auf der Blu-ray Disc mit der deutschen Filmfassung (die lediglich über deutschen Ton und keinerlei Untertitel verfügt) befinden sich neben dem Film lediglich noch eine kurze Einleitung mit dem Filmhistoriker Christian Kessler (der hier vollmundig als „Filmpapst“ angekündigt wird, aber der Filmtitel selbst verspricht uns ja auch einen „Hexentöter“) und eine Handvoll Trailer. Ach ja, ein paar zusätzliche Szenen gibt es hier ja auch noch, aber die finden sich samt und sonders auch in der in der Box enthaltenen Integral-Fassung wieder. Auf der zweiten Blu-ray Disc, die den Film in der internationalen Fassung enthält, befindet sich hingegen überhaupt kein Bonusmaterial. Die beigelegte Bonus-DVD beinhaltet eine interessante Dokumentation über Jess Franco und die deutsche Super-8-Fassung des Films, und auf der zweiten DVD befindet sich dann noch die Integral-Fassung in deutscher und englischer Sprache, die wir hier einfach mal als Bonusfeature aufführen. Das Material der beiden DVDs hätte man ohne Verlust auch auf die Blu-ray Discs packen können, und vielleicht hätte hier sogar eine einzelne Disc gereicht, aber 5 Discs klingen natürlich deutlich besser.
5 Discs? Ja! Denn neben den beiden Blu-rays und den den beiden DVDs befindet sich auch noch der Soundtrack zum Film auf Audio-CD mit in dem Set.

Fazit

„Der Hexentöter von Blackmoor“ zeigt sich in der 5-Disc Limited Edition von seiner besten Seite. Das Bild ist angemessen Scharf mit satten, kräftigen Farben und akustisch ist alles sehr harmonisch und gut verständlich abgemischt. Das Bonusmaterial ist hingegen sehr dürftig und künstlich auf unnötig viele Discs verteilt. Immerhin schaut die Edition ganz nett aus und enthält auch noch den Soundtrack auf einer Audio-CD. Der Film selbst ist für Franco-Verhältnisse überdurchschnittlich, was allerdings nicht bedeutet dass es sich hier um einen guten Film handelt. Wer ein Hexenfolter-Gore-Fest erwarete sollte besser Abstand von dem Titel nehmen, denn statt blutiger und abscheulicher Folger erwarten den Zuschauer hier eine Mischung aus Historiendrama und Liebesfilm, in welchem zwar auch gefoltert wird, aber eben nur sehr sparsam. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

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