Jay and Silent Bob Reboot Blu-ray

Original Filmtitel: Jay and Silent Bob Reboot (2019)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 5.1
Polnisch (Voice-Over) DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Niederländisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
106 Minuten
Veröffentlichung:
02.04.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die beiden drogendealenden Kult-Figuren Jay und Silent Bob von Regisseur und Drehbuchautor Kevin Smith, der Silent Bob zudem verkörpert, sind seit rund 25 Jahren die heimlichen Stars zahlreicher Filme und Musikvideos. In der Komödie "Jay und Silent Bob schlagen zurück", die leider hierzulande immer noch nicht auf Blu-ray erschienen ist, wurden die beiden von Nebenfiguren zu Hauptfiguren befördert, und nun, 13 Jahre nach ihrem letzten Realfilmauftritt in "Clerks II", erleben Jay und Silent Bob in Zeiten von Reboots, Remakes, Sequels und Prequels endlich ihr großes Comeback. "Jay & Silent Bob Reboot" erscheint nun ohne vorherige Kinoauswertung direkt auf Blu-ray Disc im einfachen Keep Case von Universal Pictures Home Entertainment. Ob sich der Film lohnt, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Durch einen fiesen Trick wurden Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) ihrer Namen beraubt, da ein Filmstudio ein Reboot der auf ihnen basierenden Comicadaption „Bluntman and Chronic“ unter der Regie des verfickten Kevin Smith plant. Und so machen sich Jay (wie einst Frodo unter dem Tarnnamen „Underhill“) und sein Hetero-Lebenspartner Silent Bob erneut auf nach Hollywood, um die Dreharbeiten zu verhindern und ihre Namen zurückzuerobern. Dabei treffen sie nicht nur auf zahlreiche frühere Weggefährten, sondern werden auch noch mit der 18jährigen Milly (Harley-Quinn Smith) konfrontiert, der Tochter der ehemaligen Juwelendiebin Justice (Shannon Elzabeth)... Da Hollywood die Ideen ausgehen werden nur noch Remakes und Reboots produziert (ja, das ist ein erheblicher Unterschied, wie wir gleich zu Anfang von Jason Lee in seiner Paraderolle des Slackers Brodie aus „Mallrats“ erfahren) und so springt auch Kultregisseur Kevin Smith auf diesen Zug auf und präsentiert mit seinem neuen Film sowohl ein Reboot seines vorletzten „New Jersey Films“ „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ und gleichzeitig die vermutlich treffendsten Parodie auf dieses um sich greifende Phänomen. Dabei ist der Film, wie man es von Kevin Smith-Filmen gewohnt ist, bis oben hin gespickt mit Wortwitzen, genialen Dialogen, Anspielungen auf die Popkultur und zahlreiche politisch komplett unkorrekte Gags. Hierbei zieht er nicht nur die Branche und die Comicwelt (mit Ausnahme von Marvel!) kräftig durch den Kakao, sondern nimmt sich selbst, seine Filme und natürlich auch seine Freunde und Familie gleich gehörig mit auf die Schippe. Dabei ist es von enormem Vorteil wenn man sich im „View Askerniverse“ auskennt, denn es tauchen nicht nur zahlreiche Figuren aus früheren Kevin Smith Filmen auf, man wird auch immer wieder mit Situationen, Anspielungen und Parodien für seine langjährige Treue belohnt, was den Film zu einem wundervollen Sammelsurium macht, bei dem man als Fan voll auf seine Kosten kommt.
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Wir dürfen uns also auf ein Wiedersehen mit vielen bekannten und liebgewonnen Figuren freuen, die allesamt von ihren ursprünglichen – teilweise inzwischen sehr berühmten – Stars verkörpert werden. Als da wären zum Beispiel der eben bereits erwähnte Jason Lee als Brody, Ben Affleck und Joey Lauren Adams als Holden und Alyssa aus „Chasing Amy“, Brian O'Halloran als Dante Hicks und Matt Damon als Loki aus „Dogma“. Des weiteren bekommen wir Gastauftritte von Justin Long („Tusk“), Jason Biggs (dem „Kuchenficker“) und James Van Der Beek („Dawson's Creek“), Chris Hemsworth, Robert Kirkman, Stan Lee und Kevin Smiths Ehefrau Jennifer Schwalbach (aus „Clerks 2“) zu sehen. Seine Tochter Harley-Quinn Smith dürfen wir indessen in einer Hauptrolle erleben, wobei sie sich permanent über diesen dämlichen Regisseur Kevin Smith beschwert, der seine Tochter permanent vor die Kamera zerrt, während Silent Bob alles nur mit (zugegeben teilweise etwas übertriebenen) Gesichtsausdrücken und Gesten kommentiert. Herrlich! Selbst Kifferlegende Tommy Chong und das Duo Method Man und Redman aus „So High“ geben sich kurz die Ehre, und wer sich unter der Maske des neuen Bluntman verbirgt, ist ebenfalls ein genialer Seitenhieb. Besonders schön ist auch der Cameoauftritt von Stan Lee, der zwar nicht mehr an den regulären Dreharbeiten teilnehmen konnte, es aber dennoch in den Film geschafft hat. Lasst euch überraschen.
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Dabei ist die Entstehungsgeschichte fast schon eine traurige Angelegenheit. Kevin Smith erlitt im Jahr 2018 einen Herzinfarkt, der ihn beinahe umgebracht hätte. In der Folge stellte er seine Ernährung um, nahm massiv ab, und brachte den hier vorliegenden Film in aller Schnelle auf den Weg, quasi als „eigene Grabrede“, wie er in seiner typischen Schwarzhumorigen Art einmal sagte. So ist es also auch kein großes Wunder, dass die Dialoge nicht ganz so geschliffen sind und tiefgründig über das Leben und das Sein philosophiert wird, wie wir das aus früheren Werken wie „Clerks“, „Dogma“ oder „Chasing Amy“ her gewohnt sind. Auf diesen Umstand und seine Ernährungsumstellung weist Smith im Film auch mehrfach hin, so dass der Film in vielen Punkten fast schon ein wenig autobiografisch wirkt, wenn auch mit einem permanenten Augenzwinkern. Aber da es sich hier ohnehin in erster Linie um ein „Reboot“ von „Jay and Silent Boy Strikes Back“ handelt, und dieser bereits reichlich albern und nicht melancholisch-nachdenklich war, geht das wohl in Ordnung. Auch dass einige Gags des Vorgängerfilms quasi 1:1 kopiert werden, möchte man dem Film nicht ankreiden, da dies bei Reboots ohnehin Gang und Gäbe ist. Trotz eines kleinen Durchhängers im Mittelteil ist der Unterhaltungswert also enorm hoch. Zwar sitzt nicht jeder Gag, mancher macht nur in der Originalsprache Sinn („Kevin kann warten“), aber im allgemeinen ist das Reboot gelungen, vor allem, weil es sich erfreulich wenig ernst nimmt. Ein erstklassiger Fanjob!

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und hinterlässt einen ganz hervorragenden Eindruck. Dank der enormen aber nicht übertriebenen Schärfe lässt sich gut erkennen wie Alt die Darsteller, die wir seit Jahrzehnten verfolgen, inzwischen geworden sind. Die Farbgebung ist überwiegend sehr natürlich und warm, und dank der sauberen Farben entsteht ein wundervoller Look, der uns gleich wieder zurück in die 1990er und die ersten Jahre dieses Jahrtausends versetzt. Der Kontrast ist gut eingestellt und auch der Schwarzwert kann überwiegend als gut bezeichnet werden, auch wenn er stellenweise nicht wirklich Schwarz, sondern dunkelblau ausschaut. Aber da der Film ohnehin überwiegend im Hellen spielt, spielt das nur eine untergeordnete Rolle. In den wenigen dunklen Szenen neigt das Bild ab und an ein wenig zur Rauschbildung.

Tonqualität

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Während der englische Originalton in verlustfreiem dts-HD Master 5.1 auf die Disc gepresst wurde liegt die deutsche Sprachfassung (ebenso wie die französische und polnische) in dts 5.1 vor. Optional lassen sich Untertitel in zahlreichen Sprachen zuschalten.
Akustisch lässt sich allerdings nur selten ein Mehrwert der englischen Sprachfassung feststellen, denn leider verfügt der Film nur über sehr wenige Surroundeffekte und auch der Subwoofer wird quasi nicht genutzt. Das Hauptaugenmerk des Film liegt, wie bei den meisten Filmen von Kevin Smith, auf den Dialogen, und diese werden glasklar und perfekt verständlich wiedergegeben. Die eingespielten Musikstücke sorgen hie und da für ein wenig Raumklang, allerdings wird auch hier nicht wirklich auf die Tube gedrückt. Alles in allem ist die deutsche dts-Tonspur also vollkommen ausreichend für diesen Titel. Die deutsche Synchronfassung entstand im CSC-Studio in Hamburg unter der Regie von Robert Kotulla und nach einem Dialogbuch von Manuel Karakas. Auch wenn sich, wie üblich, nicht alle Wortspiele 1:1 übertragen lassen wurde hier sehr gute Arbeit geleistet. Auch die Auswahl der Sprecher ist exzellent. So dürfen wir uns über den fantastischen Simon Jäger über Jason Mewes freuen, Tobias Meister leiht Kevin Smith (der hier, da er sich auch selbst spielt, deutlich häufiger zu hören ist als üblich) seine Stimme und auch die zahlreichen Gaststars wurden von ihren Stammsprechern synchronisiert, darunter Größen wie Tommy Morgenstern, Tobias Kluckert, Kim Hasper, Sonja Spuhl, Christian Stark und Jan-David Rönfeldt.

Ausstattung

- Das „Jay and Silent Bob“ Haar Reel (1:38 Minuten) - Längere Fassung des Interviews (58:54 Minuten) - Pannen und verpatzte Szenen (9:57 Minuten)
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Das Bonusmaterial besteht leider lediglich aus drei Punkten, Hier wäre, gerade mit Hinsicht auf die lange Wartezeit auf diesen neuen Ausflug ins „View Askerniverse“, mitunter etwas Mehr wünschenswert gewesen. Interessante Einblicke bieten hier lediglich die Interviews mit Cast und Crew, wobei sich die Frage stellt, was „längere Fassung des Interviews“ bedeutet, da keine „normale“ oder „kurze“ Fassung im Bonusmaterial zu finden war. Witzig sind auch die verpatzte Szenen, wobei es sich hier fast ausschließlich um Versprecher und Lachanfälle seitens der Darsteller handelt, was allerdings gehörig Laune macht. Zu guter Letzt dürfen wir noch dabei zusehen wie Jay und Silent Bob permanent die Haare gerichtet werden, weil sich wieder mal irgendwo irgendeine Strähne verirrt hat. Nett, aber mehr auch nicht.

Fazit

Bild und Ton der Blu-ray Disc aus dem Hause UPHE sind technisch einwandfrei ausgefallen und erlauben sich keinerlei Patzer. Zwar hätte man akustisch ein wenig mehr auffahren können, aber letztendlich bewegt sich alles im Grünen Bereich. Der Bonussektor ist leider ebenfalls nicht ganz so umfangreich ausgefallen wie man es sich vielleicht erhofft hätte. Der Film hingegen ist ein wahres Fest für Fans von Jay und Silent Bob, beziehungsweise für Fans von Kevin Smith. Mit zahlreichen Wortwitzen, Anspielungen auf die eigene Person, die eigenen Filme und die Popkultur im Allgemeinen belohnt der Film vor allem jene, die von Anfang an dabei sind und damit aus dem Grinsen kaum herauskommen. Für Neulinge ist der Film allerdings weniger geeignet, da er sich primär über sich selbst und seine Vorgänger lustig macht, und wenn man die nicht kennt, wird man über vieles nicht lachen können, da man es einfach nicht versteht. Für Fans allerdings ist dieses „Reboot“ genau das, worauf wir seit dreizehn Jahren (nämlich seit „Clerks 2“) warten. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 3,75 Punkten
 
STORY
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BILDQUALITäT
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TONQUALITäT
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EXTRAS
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