You Might Be the Killer Blu-ray

Original Filmtitel: You Might Be the Killer

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
88 Minuten
Veröffentlichung:
23.10.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Ein Ferien-Camp, turtelnde Betreuer und ein maskierten Killer, der es auf eben jene abgesehen hat. Moment mal, die Story kennt man doch - hier kann es sich doch eigentlich nur um einen der Horrorfilme schlecht hin handeln, oder sollte es hier etwa nicht um "Freitag der 13." gehen? Fast richtig geraten, denn der hier vorliegende Slasher stellt letztendlich eine Hommage an den Klassiker dar, die jedoch moderner ausgerichtet ist, über deutlich mehr Humor verfügt und oben drauf zusätzlich noch genügend Eigenständigkeit besitzt. Der Film (inklusive deutscher Tonspur) war bisher nur als Import über Österreich erhältlich, lag hier aber immerhin in gleich sechs (!) schicken Mediabooks vor. Die Amaray-Variante hat es nun auch nach Deutschland geschafft, was man Indeed Film bzw. der Al!ve AG zu verdanken hat. Warum nun Fans des oben genannten Klassikers - aber auch Horror-Fans im Allgemeinen - hier durchaus ein Auge riskieren sollten, klären die nachstehenden Zeilen.

Story

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Mitten in einer Sumpflandschaft liegt das Ferien-Camp "Clear Vista", welches schon seit Jahrzehnten im Besitz von Sam's (F. Kranz) Familie ist. Als Leiter des Camps setzt Sam Jahr für Jahr auf gute Freunde, die den Kindern den Sommer versüßen sollen. Doch die diesjährigen Vorbereitungen werden von schrecklichen Ereignissen überschattet, denn das Camp wird von einem maskierten Killer heimgesucht, der es auf die Animateure abgesehen hat. Auf der Flucht vor dem Killer sucht Sam per Handy Rat bei seiner besten Freundin Chuck (A. Hannigan), den diese auf Grund ihres großen Interesses an Horrorfilmen auch sehr gut geben kann. Fortan führt Chuck Sam durch dessen schrecklichste Nacht, um herauszufinden, wer hinter der Maske des Killers steckt und all die brutalen Morde begeht. Wenn man den Internet-Recherchen Glauben schenken darf, dann entstand die Idee zum Film in einem einfachen Chat über Slasher-Filme zwischen den beiden Autoren Sam Sykes und Chuck Wenig, an dessen Ende beide schon ein grobes Storyboard vor Augen hatten. Mit einem geringen Budget setzte man dann die Idee in die Tat um und bannte eine humorvolle Hommage an "Freitag der 13", aber auch an diverse andere Horror-Klassiker, auf Film, die man mit viel Liebe zum Genre gestaltete. Die Hauptrollen besetzte man mit Fran Kranz und Alyson Hanningan, die als beste Freunde Sam & Chuck die gemeinsame Leidenschaft für Horrorfilme teilen. Während des ganzen Films sind die beiden immer über das Handy verbunden und leisten sich so Hilfestellung. Dies bedeutet dann, dass Fran Kranz die Action übernimmt und quer durchs Unterholz und das Familieneigene Ferien-Camp stolpert, während Chuck von ihrer Arbeit in einem Elektromarkt aus seelischen Beistand leistet. Warum Sam seine zehn Betreuer und Freunde vor Ort gegen sich hat, klärt sich leider viel zu früh im Film. Denn bereits nach knapp 20 Minuten wird schon enthüllt, wer schlussendlich hinter der hölzernen Maske des Killers steckt. Die restliche Stunde bekommt der Zuschauer dann in diversen Rückblicken erklärt, wie es zur Ausgangssituation gekommen ist. Doch keine Bange, auch wenn man sicherlich noch deutlich mehr aus der Geschichte hätte machen können - man bewahrt sich auf dem Weg zum Finale (und auch in diesem selbst) schon noch den ein oder anderen Twist, um die Story mit genügend Überraschungen zu spicken und sie nicht allzu vorhersehbar zu gestallten.
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Ganz gelingen mag dies zwar leider nicht, dennoch schafft es der Film stets, den Zuschauer bei der Stange zu halten und genügend Spannung zu erzeugen, sodass dieser wissen will, wie es nun schlussendlich ausgeht. Dabei muss man dem Film auch zu Gute halten, dass er die inhaltlichen Grenzen eines Horrorfilms gekonnt auslotet und hier größtenteils auf nachvollziehbare Situationen setzt. Hier hat man sich schon einige Gedanken gemacht, um innerhalb der Genre-Konventionen relativ "logisch" zu bleiben. Während also, wie schon erwähnt, Fran Kranz den etwas aktiveren Part übernimmt, ist Alyson Hanningan dazu verdonnert, hinter der Laden-Theke zu stehen, ein paar Fragen der umherstehenden Kunde zu beantworten und im Lager nach alten Horrorfilm-Aufzeichnungen zu suchen, um ihrem Telefon-Partner Hilfestellung zu leisten. Vor große Herausforderungen stellt man die Schauspielerin damit natürlich nicht, dennoch gelingt es dem einstigen Dummchen aus "American Pie" durchaus sehr gut, ihre Rolle des Horrorfilm-Nerds mit Leben zu füllen. Etwas mehr Arbeit hat da der Hauptdarsteller, dessen Rolle doch deutlich abwechslungsreicher gestaltet ist, was dieser aber ebenfalls sehr gut meistert. Den sympathischen, wenn auch leicht tollpatschigen Typen von nebenan nimmt man Kranz auf jeden Fall auf Anhieb ab. Für einen Horrorfilm ist der restliche Cast dann zwar Zahlenmäßig recht hoch angesetzt - immerhin treiben sich gleich zehn Animateure im Camp herum. Doch die Rollen von Schauspielern wie Brittany S. Hall, Jenna Harvey, Bryan Price oder Patrick R. Walker & Co. sind letztendlich nur auf eines ausgelegt: sie alle enden früher oder später als Opfer des maskierten Killers. Die Tötungsszenen haben es dabei teilweise echt in sich, auch wenn der Film hier meist recht schnell geschnitten ist. Gore-Fans kommen daher nur bedingt auf ihre Kosten, wird die Spaltung eines Schädels, das Herausquillen der Gedärme, sowie die ein oder andere Amputation doch ziemlich zügig in Szene gesetzt, ohne allzu lang auf der jeweiligen Szene zu verweilen. Die Effekte sind dabei durchaus ansehnlich gestaltet worden und können schon den ein oder anderen Ekelfaktor beim Zuschauer auslösen. Hier hat man es noch mit praktischen Effekten zu tun und nicht mit computergenerierten Blutlachen. Viele Tötungsszenen werden dabei auch von (schwarzem) Humor begleitet, weshalb der Film nicht nur etwas für die ganz Hartbesaitete ist. Auch wenn hier vielleicht nicht jeder Gag zu zünden weiß und auch die ganz großen Schenkelklopfer ausbleiben, Spaß macht das Ganze dann doch irgendwie. Ein wenig eignet sich der Film vielleicht auch als Trinkspiel, wenn man ihn in einer Runde mit Freunden schaut - denn jedes Mal, wenn man ein Zitat oder eine Szene aus einem anderen Horrorfilme erkennt, könnte man wieder zum Gläschen greifen. Doch auch hier sei schnell Entwarnung gegeben - sturzbesoffen wird man sicherlich nicht werden, denn der Film besitz auch genügend eigene Ideen und kupfert nicht nur ab. Ebenso ist man weit davon entfernt, eine reine Parodie zu sein. Sicher, vielleicht hätte die ein oder andere Chat-Runde mehr dem Film zu einer noch besseren Story verholfen - allein schon, wenn erst deutlich später aufgeklärt worden wäre, wer hinter der Maske steckt. Dennoch, die Mischung aus allem stimmt hier trotzdem und macht den Titel damit zu einem perfekten Kandidaten für den leicht verspäteten Halloween-Filmabend.

Bildqualität

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Ob es nun am geringen Budget liegt, oder ob man hier auch optisch die Hommage an alte Horror-Klassiker aufrechterhalten wollte - diese Frage lässt sich nicht mit Bestimmtheit klären. Das Bild ist nämlich ziemlich verrauscht - hier wuselt es an allen Ecken und Enden. Und auch wenn der Slasher zum Großteil im Dunkeln spielt, wird das Bild nie so richtig ruhig oder durchweg scharf. Ein Vergleich mit einer DVD wäre hier vermutlich etwas zu ungerecht, der Gedanke kommt einem dennoch ab und an. Durch die Sumpflandschaft und das nächtliche Szenario kommt auch nicht viel Farbe mit ins Spiel, dominieren hier doch dunkle Töne das Geschehen. Durch einige Taschenlampen, ein ausbrechendes Feuer oder die Laibchen der weiblichen Betreuer werden dennoch ein paar Akzente gesetzt. Der gelungenen Schwarzwert kann dann Detailverluste im Dunkeln zum großen Teil verhindern, wenn auch nicht komplett ausmerzen. Aber auch wenn sich das jetzt nicht allzu positiv liest: zur Low-Budget Produktion und dem Genre passt dies dann wieder irgendwie und verleiht dem Ganzen seinen persönlichen Charme. Dazu tragen dann auch einige Einblender bei, die zum Beispiel den Body-Count des Films festhalten oder einige Infos zu den gezeigten Personen bereithalten.

Tonqualität

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Die Blu-ray verfügt über die folgenden Tonspuren: • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 Akustisch gesehen hält man sich auch ziemlich zurück und biete nur eine recht solide Umsetzung. Dies liegt vor allem an der recht front-lastigen Abmischung und dem meist ziemlich spärlichen Einsatz der Surround-Kanäle: Hier zwitschert schon mal ein Vögelchen von hinten, es knackt auch mal ein Ast im Wald oder es hallen Schritte hinter einem, das war es dann aber auch schon. Auch mit dem Soundtrack-Einsatz übertreibt man es hier nicht, dieser plätschert zumeist recht unauffällig vor sich hin. Die Dialoge sind dafür dann wiederum stets klar zu verstehen, was allerdings bei der ansonsten recht ruhigen Vertonung auch kein großes Kunststück mehr sein sollte. Im direkten Vergleich zwischen der deutschen Synchronisation - hergestellt durch das Berliner Synchronstudio "City of Voices" nach einem Drehbuch von Mini Moscowicz - und dem englischen Originalton, muss man der heimischen Tonspur eine etwas schlappere Präsentation attestieren. Hier hat der O-Ton dann doch die Nase leicht vorn, was Pegelstärke und Dynamik betrifft. Etwas mehr als Zweckmäßig, aber doch deutlich hinter seinen Möglichkeiten lautet hier das Gesamtfazit für die deutsche Ausgabe.

Ausstattung

Das Bonus-Material listet sich wie folgt: • Interview 1 (29:45 Min.) • Interview 2 (8:16 Min.) • Audiokommentar • Originaltrailer (1:31 Min.) • Deutscher Trailer (1:30 Min.) • Trailershow ◦ Trauma
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Der Hauptteil der Extras besteht aus zwei Interviews. Das erste mit den beiden Produzenten Brett Simmons und Griff Furst, sowie Drehbuch-Autor Thomas P. Vitale wurde durch Marc V. Ciafardini und Bryan Kluger, zwei Redakteuren des GoSeeTalk geführt. Hier quatscht man in lockerer Runde in einem Backstage-Bereich, was jedoch mit nicht ganz optimalem Sound versehen wurde, sodass man ein wenig seine Schwierigkeiten hat, alles ordentlich zu verstehen. Im zweiten Interview sieht man Hauptdarsteller Frank Kranz, der hier einen tieferen Einblick in seine Figur des Camp-Leiters Sam gibt. Leider verfügen die Interviews nicht über Untertitel - weder deutsche noch englische - sodass man auch hierdurch ein paar Verständnisprobleme bekommen kann, wenn man nicht sehr sprachversiert ist. Dies ist übrigens auch beim Audiokommentar der Fall, den man über das Ton-Menü auswählen kann. Zum Abschluss der Extras gibt es dann noch den deutschen und englischen Trailer, sowie einen Programmhinweis des Publishers. Die Blu-ray wird inklusive Wendecover geliefert und steckt in einem leicht transparentem schwarzen Amaray-Case.

Fazit

Von Fans, für Fans - der Slasher wurde von einem der Horror-Klassiker schlecht hin maßgeblich beeinflusst und zitiert diesen dann auch gleich an vielen Stellen. Aber auch anderen Genre-Produktionen huldigt man des Öfteren, weshalb man sich hier durchaus den Spaß machen könnte und bei jeder erkannten Hommage das Glas zum Salut erhebt. Dennoch bietet die Geschichte auch genügend Eigenständigkeit und einen gut durchdachten Inhalt, sodass man sich hier weit weg von einer einfachen Kopie oder einer reinen Parodie bewegt - immer bezogen auf die recht eng-gesteckten Genre-Konventionen. Technisch gesehen ist man leider nicht mit der Zeit gegangen und präsentiert lediglich solide Kost, was Bild und Ton betrifft. Während man sich bei der Optik noch auf den Charme alter Horror-Produktionen beziehen könnte, so ist die doch recht unspektakuläre Akustik nur als zweckmäßig zu bewerten - viel haben die Effekt-Kanäle hier nämlich nicht zu tun. Das Bonus-Material bietet dann lediglich ein paar Interviews, die allerdings unter schlechten Ton-Bedingungen und fehlenden Untertiteln zu leiden haben. Inhaltlich weiß der Film aber auf jeden Fall zu gefallen und sollte vor allem in der Sammlung von Jason Vorhees Fans nicht fehlen. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 16.11.2020

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