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Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Für mich sind nur zwei Filme über Ip Man zu erwähnen. Ip Man der erste Teil der Reihe, der für mich ein Genre Meisterwerk ist und “The Grandmaster“ von Kar-wai Wong, der eine Liebeserklärung an die Kung-Fu Mentalität ist und an Bruce Lee und Ip Man. “Ip Man:1“und “Ip Man Zero“ sind Biopics, die eher die realistischen Sachen von Ip Man darstellen. Die anderen Teile benutzen nur den Name des Protagonisten. Hauptsächlich wollte man Kampfszenen zeigen und die Handlung wurde zur Nebensache. Ein vierter Film einer Reihe verlange ich nie. Bisher gibt es nur einen vierten Film einer Reihe wo mir gefällt und das ist “Lethal Weapon:4“ ansonsten fällt mir keinen weiteren ein. “Ip Man:4“ ist zugeben für ein Teil vier gut, hier hat man vieles wieder umgestellt. Mit dem richtigen Ip Man hat das nicht mehr viel zu tun! Ip Man wäre um diese Zeit viel älter gewesen und von seiner Krankheit gezeichnet gewesen. Der Film liess sich somit alle Freiheiten um diese Person. Hier wollte man das Vermächtnis von Bruce Lee weiterführen, und das gelang nur wenige Filme die das versuchten. “Ip Man:4“ ist einer davon. Logisch! ist der Film in allen Bereichen übertrieben,aber “Ip Man:4“ will gar kein biografischer Film sein, sondern nur ein Martial-Arts Film mit Hommagen an Ip Mans Liebe für seinen Sport. Mit Scott Adkins hätte der Film kein besseren Gegner für Donnie Yen gefunden werden können. Die Kampfszenen sind gut aber seit dem zweiten Teil hat die Reihe eine komische Kameraführung, bei den Fights, zu langsame Zeitlupen und zu lange auf der Luft und so! Ansonsten kann man “Ip Man:4“ sich gut anschauen, und für Martial-Arts Fans super geeignet ist.
Ip Mans Sohn ist nicht ganz so diszipliniert und fliegt wegen diverser Prügeleien von der Schule. Ip Man sieht die schulische Zukunft seines Sprösslings daraufhin in den USA und begibt sich dorthin, um eine geeignete Schule zu finden. Für eine Aufnahme braucht sein Sohn jedoch eine Empfehlung, und ausgerechnet der Anführer des ortsansässiger Kung Fu-Meisterrates verweigert ihm diese, da Ip Mans Schüler Bruce Lee in den USA mehr Aufsehen erregt, als den Kung Fu-Meistern lieb ist. Aber nicht nur das: aufgrund einer Schulstreitigkeit der Tochter des besagten Meisters gerät Ip Man zwischen die Fronten der Chinesen und eines sadistischen und rassistischen Marines, der noch dazu ganz ordentlich Karate kann..
Mit „The Finale“, also Ip Man 4, findet eine mittlerweile legendäre Martial Arts-Kinosaga ihr würdiges Ende. Der Witwer Ip Man, wiederum verkörpert von Donnie Yen, ist mittlerweile schwerkrank, vom Krebs gezeichnet und will nur noch seinem pubertierenden Sohn auf die rechte Bahn helfen. Aber „The Finale“ ist natürlich nicht nur Familiendrama, sondern auch Kampfkunstfilm, und allerlei Kämpfe bestimmen das Geschehen. Am beeindruckendsten fand ich jedoch nicht die Fights von Ip Man, sondern den des Bruce Lee-Darstellers gegen den Karateka. Im Gegensatz zum Erstling, der noch am meisten Bodenhaftung besaß kommt auch der vierte Teil nicht ohne Wire Fu aus, das wird allerdings nur wenig eingesetzt. Nach wie vor finde ich es verblüffend, wie Donnie Yen die ganzen Moves ausführen kann, ohne auch nur das geringste bisschen das Gesicht zu verziehen. Scott Adkins tut im Rahmen seiner schauspielerischen Fähigkeiten was er kann, allerdings nicht ohne gehörig zu overacten: sein Gunnery Sergeant kennt wohl keine Emotionen außer Hass und Wut.
Leider muss man sagen, dass „Ip Man 4“ sehr stark Partei ergreift und auf eine objektive Schilderung der tatsächlichen Verhältnisse zwischen Chinesen und Amerikanern in San Francisco verzichtet. So wird durch die chinesische Brille betrachtet jede Aggression von Amerikanern ausgehend geschildert; und so entsteht eine beinahe schon ärgerliche einseitige Darstellung, in der die Chinesen grundsätzlich Opfer sind. Das muss man als Zuschauer ausblenden können.
Das Bild der Blu-ray ist tadellos. Alle Parameter sind einwandfrei, und so besticht das Bild mit hoher Schärfe und Tiefenschärfe. Auch Kontrast, Schwarzwert und Plastizität sind gut, ohne Bäume auszureißen.
Der Sound ist leider nur Durchschnitt. Die Tonspur klingt in allen Belangen verhalten, und so sind Bass und Dynamik eher mau. Auch die Surroundkulisse und die direktionalen Effekte sind eher mäßig. Schade drum.
Extras habe ich nicht angesehen, ich vergebe mal 3 Durchschnittsbalken. Die Scheibe hat ein Wendecover.
Mein persönliches Fazit: die „Ip Mans“ sind definitiv die besseren Kampfkunstfilme der jüngeren Vergangenheit, setzen sie sich doch parallel zum Kampfgeschehen in jedem Teil mit damaligen politischen Themen auseinander, in der Chinesen in irgendeiner Form benachteiligt wurden. Das hebt diese Filme von den üblichen Prügelorgien ab. Dennoch gilt es festzuhalten, dass die „Ip Men“ mit jedem Teil qualitativ etwas abnahmen, der vierte jedoch wieder etwas besser ist als der Vorgänger. Der erste Film ist nach wie vor in der Sammlung, die anderen drei müssen nicht in der Sammlung sein.
Ich liebe die IP man-Filme...mit Donnie Yen. Beginnend mit dem ersten Teil, der mich damals aus den Socken gehauen, gefolgt von Sequels und Spin-Offs, die mal gut und mal nicht so gut waren. Mit IP man 4: The Finale kriegt man den langerwarteten Schluss der Saga. Wie schon in allen vorherigen Teilen ist vieles hier Fiktion, historisch inkorrekt und überdramatisiert von der Handlung und den Kampfsequenzen. Schon seit dem ersten Film war das so und das ist vollkommen ok, weil das Herzstück dieser Reihe immer Donnie Yen als IP man war und auch hier gläzt er wieder in seiner Rolle. Er verkörpert die Ehre, Klasse und Zurückhaltung des echten Meisters von Bruce Lee. Genau deswegen funktioniert der letzte Teil dieser Reihe auch für mich. Das einzige was mich immer gestört hat war der immer gegebene Patriotismus. Der ist auch hier wieder präsent, stört mich aber nicht mehr, weil das schon immer irgendwie Teil der Reihe war. Die Kampfsequenzen sind klasse gefilmt und der Film schafft es die richtigen emotionalen Fäden zu ziehen. Einzig und allein Scott Adkins fand ich total überzeichnet. Man könnte meinen, dass er eine überdrehte rassistische Version von Uri Boyka spielt. Trotzdem finde ich, dass die Story von IP man ein würdevolles Ende bekommen hat.
Die Präsentation ist klasse. Das Bild überzeugt durch sehr gute Schärfe und Feindetails. Farblich ist das ganze stimmig, genauso wie der Kontrast und der Schwarzwert ist sehr gut. Die deutsche Soundqualität ist echt richtig gut. Ich war positiv überrascht. Zwar ist die Synchro an der einen oder anderen Stelle bedürftig. Beispielsweise wenn englisch geredet wird aber man hat schon schlimmeres gehört. Abgesehen davon ist der Mix gelungen. Schläge und Kicks haben es in sich. Die Musik mit den treibenden Percussions usw. liefern auch anständigen Bass ab. Alles ist ausgewogen und nichts ist zu laut oder zu leise.
Die Extras sind der einzige Kritikpunkt. Auf den ersten Blick möge man meinen, dass die Extras nach etwas klingen. Ich habe gedacht, dass die interessant klingenden Extras ausführlich sind. Es handelt sich hierbei aber nur um rund 2-minütige Featurettes, die kaum was brauchbares über den Film oder die Reihe preisgeben.
Der krönende Abschluss der Ip Man Serie und jeder einzelne Film ist meiner Ansicht nach ein Meisterwerk mit Action geladenen Kampfszenen und rührender Story.
Anders als bei den letzten 3 Teilen bin ich dieses Mal richtig enttäuscht was die Qualität und Dynamik der deutschen Tonspur angeht.
Die Synchro ist absolut einwandfrei, aber es fehlt der gewisse Pfiff bei den Kampfszenen. Verglichen mit der originalen Chinese TrueHD Atmos 7.1 aus der US UHD Disc wirkt die deutsche Spur total mau. In der Analyse bei Audacity kann man es genaustens erkennen wie da gepfuscht wurde wenn man die einzelnen Kanäle direkt miteinander vergleicht. Abgesehen davon ist der Film dennoch sehr zu empfehlen.
Es wird definitiv nicht der letzte Ip Man Film sein, aber der letzte mit Donnie Yen in seiner Paraderolle. Man merkt von Anfang an, dass er hier würdevoll Abschied nehmen will. Die Stimmung ist Melanchonisch und immer wieder gibt es ruhige Momente wo er an seine Fehler aus der Vergangenheit zurück denkt. Trotzdem muss gesagt sein, in Sachen Story ist es der am einfachsten gestrickte Ip Man Film, dazu mit jeder Menge Klischee, vor allem das die Darstellerung der Amis angeht, ist es mega Klischee pur und versucht diese auch gerne in einem möglichst schlchtem Licht darzustellen, während die Chinesen nur die Armen Opfer sind, aber egal die Sache dient eh nur dazu möglichst viele tolle Fights einzubauen und hier muss ich sagen gibt es jede Menge tolle Fights wo auch jeder mal glänzen kann. "Bruce Lee" hat direkt zu Anfang tolle Momente und auch Scott Adkins trotz Full Metal Jacket Drill Seargant Klischee hat jede Menge Fightszenen. Das Finale ist dann gewohnt sehr souverän gemacht und eines Ip Man würdig, wobei man stellenweise schon das Wirework erkennt. Das Ende sorgt noch mal für Gänsehaut als man auf das Leben von Ip Man zurückblickt, sprich auf die Ereignisse der vergangenen Filme. Klasse gemacht. Aber so unterhaltsam der Film ist, es ist leider an sich der schwächste Teil der Reihe. Martial Arts Fans werden den Film natürlich weiterhin dank der herausragenden Fights feiern.
Das Bild ist sehr gut, mit kräftigen Farben, wobei von der Schärfe stellenweise etwas weich gefiltert
Im O-Ton wird zum großteil auf englische gesprochen, hier ist der Ton recht kraftvoll mit gutem Raumklang.
Das Bonusmaterial ist komplett in HD und sieht mehr aus als es eigentlich ist, sind allesamt nur Minifeatures
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6/10 Punkten