Der Unsichtbare (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: The Invisible Man (2020)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch Dolby TrueHD 7.1
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1
Türkisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
124 Minuten
Veröffentlichung:
09.07.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
10
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Vor einiger Zeit plante Universal Pictures ein großes Filmuniversum, in welchem sich die klassischen Monster aus der Glanzzeit des Studios tummeln sollten. Ähnlich wie bei Marvels Avengers Filmen sollten hier Dracula, Frankensteins Monster, Jeckyll und Hyde und eben auch der Unsichtbare ihr Unwesen in ein und dem selben Universum treiben und später auch aufeinandertreffen Aus dem sogenannten „Dark Universe“ wurde allerdings Nichts, nachdem der erste Titel „Die Mumie“ mit Tom Cruise an den Kinokassen grandios scheiterte. Also entschloss man sich die einzelnen Monster in Solofilmen auf das Publikum loszulassen, und so entstand unter der Regie von Leigh Whannell die hier vorliegende Neuauflage von H.G.Wells „Der Unsichtbare“, welcher von Blumhouse produziert wurde, was immerhin schon mal eine gewisse Qualitätsgarantie darstellt (auch wenn es von hier ebenfalls schon einige Rohrkrepierer gab). Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc aus dem Hause Universal Pictures Home Entertainment in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Nur knapp entkam Cecilia Kass (E. Moss) den Fängen ihres gewalttätigen Freundes, dem Millionär und Wissenschaftler Adrian Griffin (O. Jackson-Cohen) und brach infolgedessen alle Brücken zu ihm ab. Umso überraschender erreicht sie allerdings kurz darauf die Nachricht des offenkundigen Selbstmordes ihres Ex und die Erbschaft eines Teils seines nicht unerheblichen Vermögens. Endgültig dem Terror Adrians entkommen und gesegnet mit dessen Geld, beginnt Cecilia ihr Leben mit Hilfe ihrer Schwester Caitlin (H. Dyer) und ihres Jugendfreundes Ben (A. Hodge) langsam wieder in den Griff zu bekommen, bis sie eines Nacht beginnt seltsame Dinge wahrzunehmen. Schleichend beginnt der Verdacht in ihr aufzukeimen, dass Adrian möglicherweise doch nicht tot ist, sondern es ihm irgendwie gelungen ist, sich selbst unsichtbar zu machen und auf diese Weise Cecilia weiterhin zu terrorisieren. Doch der Versuch Beweise für diese These zu finden, entfremdet sie immer mehr von ihrer Familie – und bringt diese in tödliche Gefahr...
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Wenn der Filmtitel bereits den Plot verrät, ist das normalerweise nicht sonderlich förderlich für die Spannung. Hier erleben wir dass es dennoch funktionieren kann. Trotzdem wäre es weitaus cooler gewesen, wenn der Zuschauer eben NICHT über die genauen Hintergründe informiert wäre, sondern erst nach und nach erfahren hätte, was sich vor ihm auf der Leinwand oder dem Bildschirm abspielt. Immerhin ist es Regisseur und Drehbuchautor Leigh Whannell gelungen der altbekannten Story ein völlig neues Leben und einen neuen Plot einzuhauchen, und den (ursprünglich auch bereits) wissenschaftlichen Kontext komplett neu zu definieren. Der Unsichtbare ist auch hier ein Wissenschaftler dem es gelungen ist sich den Augen der Menschheit zu entziehen, allerdings stellt er das völlig anders an. Während der „echte“ Doktor Griffin aus Wells Vorlage und der darauf basierenden Verfilmung von 1933 mit den Problemen seiner Unsichtbarkeit zu kämpfen hat und darüber zuerst kriminell und dann wahnsinnig wird, ist der neue Griffin bereits von Anfang an ein manipulativer Tyrann, der seiner Frau (oder Freundin) übel mitspielt, und nach seinem vermeintlichen Tod das Leben zur Hölle macht. Der neue Unsichtbare ist also kein Monster im klassischen Sinne, sondern höchstens in übertragener, menschlicher Hinsicht, was die Sache für die Beteiligten natürlich keineswegs einfacher macht, und für die Zuschauer sogar um einiges interessanter.
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Und so zieht Leigh Whannell bereits in den ersten Minuten die Spannungsschrauben an und lässt dem Zuschauer keine Minute zum durchatmen, denn selbst wenn es für die Protagonistin Cecilia scheinbar bergauf geht, weiß es der Zuschauer doch besser und ahnt Schreckliches. Darstellerin Elisabeth Moss spielt ihre Rolle aber auch absolut überzeugend und man kauft ihr die Angst und Verzweiflung in jeder Minute ab. Die übrigen Darsteller, darunter Aldis Hodge als Cecilias Jugendfreund und Storm Reid als dessen Tochter, bleiben ebenfalls positiv in Erinnerung, werden aber von der hervorragenden Performance der Hauptdarstellerin locker an die Wand gespielt. Und somit ist „Der Unsichtbare“ nicht zuletzt dank einigen wirklich guten Ideen und überraschenden Wendungen ein durch und durch gelungener Film geworden, der sich wunderbar in die Erfolgsgeschichte von Produzent Jason Blum einreiht und auf weitere Titel in dieser Art hoffen lässt.

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und ist alles in allem sehr hochwertig. Man sollte allerdings das Heimkino nach Möglichkeit komplett abdunkeln, da viele Szenen in dunklen Räumen spielen, und das Bild alles in allem ebenfalls überwiegend etwas zu dunkel geraten ist. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem sehr guten Niveau und bildet auch kleinere Details sauber ab, ohne dabei übertrieben zu wirken. Die Farben sind dezent zurückhaltend und dennoch sehr natürlich. Der Kontrast ist allgemein gut eingestellt, allerdings ist das Bild – wie bereits erwähnt – allgemein etwas zu dunkel. Immerhin lässt sich so der Schwarzwert perfekt betrachten, und der bietet überwiegend gute Werte, verschluckt aber hie und da einige Details.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in Dolby Atmos (beide mit Dolby TrueHD 7.1 Kern) und zusätzlich in türkischer Synchronisation in Dolby Digital 5.1 auf der Disc vor. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten. Akustisch fährt der Film alles auf was man sich wünscht. Die zahlreichen Surroundeffekte lassen den Zuschauer tatsächlich denken, es wäre noch jemand mit im Raum. Aber nicht nur während der Übergriffe des Unsichtbaren, sondern auch ansonsten bietet die Disc eine grandiose Soundkulisse. Gleich am Anfang knallen die brechenden Wellen ordentlich durchs Heimkino, später peitscht uns der Regen um die ohren, im Restaurant hört man die anderen Gäste von hinten, und der Subwoofer bekommt auch ein ums andere gut zu tun, wenn auch primär durch drückende Soundeffekte, die dem Zuschauer bereits in den ersten Minuten eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Für die musikalische Untermalung zeichnete sich der britische Komponist Benjamin Wallfisch verantwortlich, der bereits die Soundtracks für Filme wie die beiden „ES“-Neuadaptionen von Andy Muschietti und „Lights Out“ komponierte. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke und lässt fähige und bekannte Sprecher wie Anna Griesebach, Nico Sablik, Leonhard Mahlich und Léa Mariage über den Darstellern erklingen.

Ausstattung

- Audiokommentar (optional u.a. deutsch untertitelt) - 9 Unveröffentlichte Szenen (13:24 Minuten) - Mehr von Moss (3:54 Minuten) - Die Vision des Regisseurs mit Leigh Whonell (10:50 Minuten) - Die Darsteller (5:24 Minuten) - Zeitloser Schrecken (3:04 Minuten)
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Das Bonusmaterial besteht aus einem informativen (und glücklicherweise optional untertitelten) Audiokommentar des Regisseurs und vier mehr oder weniger werbelastigen Features, die zum größten Teil aus Interviews bestehen. Immerhin bekommen wir hier ein paar weitere Hintergrundinformationen geboten, allerdings bleibt der Charakter von Promo-Material leider sehr vordergründig. Obendrein bekommen wir noch 9 unveröffentlichte Szenen zu sehen. Über ein etwaiges Wendecover kann mangels Ansichtsexemplars an dieser Stelle keine verbindliche Aussage getroffen werden.

Fazit

Die technische Seite der Blu-ray Disc aus dem Hause Universal Pictures Home Entertainment kann sich, im Gegensatz zur Titelfigur, absolut sehen lassen. Die Schärfe ist angenehm, die Farben sauber, man sollte den Film lediglich in einem sehr gut abgedunkelten Raum genießen. Hier kommt außerdem die großartige Dolby Atmos Tonspur gut zur Geltung und lässt nur wenig Luft nach oben. Schade dass das Bonusmaterial die Gesamtwertung ein wenig nach unten zieht. Der Film selbst ist eher High-Tech-Psychothriller als klassischer Horror, dafür ist der Film – im Rahmen der Möglichkeiten – deutlich glaubwürdiger als es eine 1:1 Adaption der berühmten Geschichte von Wells gewesen wäre. Ein toller Spannungsbogen der bis zum Ende anhält und mit einigen Überraschungen aufwarten kann – genau so adaptiert man einen Klassiker und gewinnt das Publikum für sich. Bleibt zu hoffen dass die kommenden Neuauflagen der klassischen Monster ebenso gut umgesetzt werden. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
3.0

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