Unterleuten - Das zerrissene Dorf (TV Mini-Serie) (Limited Digipak Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Unterleuten - Das zerrissene Dorf

Label:
Vertrieb:
Schauspieler:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Digipak im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
270 Minuten
Veröffentlichung:
12.03.2020
Serie abgeschlossen:
Ja
 
STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nachdem mich Anfang des Jahres die zweite Staffel von „Bad Banks“ ebenso - wenn nicht noch mehr - fesselte als die erste, war ich sehr neugierig, was uns die deutsche Serienlandschaft im Jahr 2020 präsentiert. Eines der ersten großen Projekte ist der ZDF-Dreiteiler „Unterleuten“, der nun für das Heimkino veröffentlicht wurde.

Story

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In Unterleuten leben sie zusammen, 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung: Wende-Gewinner und Wende-Verlierer. Freunde, Feinde, Nachbarn und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Und dann sind da die aus dem Westen: der Traum von der eigenen Pferdezucht, der Schutz der Umwelt und eine seltene Vogelart treibt sie hierher, sie wollen aus Berlin in die idyllische Provinz. der Windkraft-Konzern Vento Direct seinen Plan vorstellt und ein Investor aus Bayern auftaucht, der den Einwohnern ihr Land ein zweites Mal entziehen will, bleibt in Unterleuten kein Stein auf dem anderen und am Ende scheint jeder gegen jeden zu kämpfen. Da bin ich nun angelangt, am Ende der 270 Minuten, die sich der ZDF-Dreiteiler „Unterleuten“ für seine Erzählung nimmt. Drei Folgen in Spielfilmlänge scheinen nach einer Menge Holz, doch irgendwie bleibt am Ende trotzdem ein Gefühl das etwas fehlt. „Unterleuten“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh, den ich zwar nicht gelesen habe, der mit seinen fast 700 Seiten die einzelnen Figuren aber vermutlich noch etwas besser beleuchten dürfte. Am Ende bleibt auch ein Gefühl der Leere, denn all das was sich im Laufe der ersten beiden Folgen aufbaut, wird zu einem eher unbefriedigten Finale geführt. Das ist vermutlich auch ganz genauso gewollt, aber gefühlt wird der Zuschauer für seine Geduld, die ihm die Geschichte definitiv abverlangt, nicht belohnt.
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Bevor ich jetzt zu viel vorwegnehme, versuche ich die gesamte Geschichte und die Figuren mal etwas zusammenzufassen. Unterleuten erzählt von verschiedenen Personen, aus verschiedenen Zeiten, mit verschiedenen Zielen, verschiedenen Ansichten und verschiedenen Eindrücken. Der angekündigte Windpark bringt das oberflächlich funktionale Dorfgeschehen ins Wanken. Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, auf jeden einzelnen einzugehen, für mich kristallisieren sich drei größere Stützen heraus. Der Chef der Ökologika, Rudolf Gombrowski, will seine Firma retten und hat daher mithilfe des Bürgermeisters diese Initiative unterstützt. Leider hat die Sache einen Haken und er besitzt zu wenig Land. Um als tragbar für die Windräder zu sein, braucht er volle zehn Hektar, statt seiner acht. Diese verbliebenden 2 Hektar besitzt das junge Paar Linda und Frederik. Sie will allerdings einen Reiterhof damit aufbauen, doch dieses Vorhaben ist nicht nur für Grombowski, sondern auch für seine geschäftliche Konkurrenz in Form eines Investors nicht tragbar. So steht plötzlich die neu hinzugezogene Linda im Zentrum des Interesses, was sie sich definitiv zu Nutze zu machen weiß. Der dritte im Bunde ist Kron, der Erzfeind von Grombowski, die eine düstere Vergangenheit verbindet. Darüber hinaus sind aber nicht nur sie, sondern auch andere Leute im Dorf mehr oder weniger betroffen, werden hineingezogen oder halten sich bewusst aus den Konflikten heraus.
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Eines kann man aber schonmal festhalten, der Cast leistet wirklich gute Arbeit und bringt die jeweiligen Figuren mit großer Überzeugung auf die heimischen Bildschirme. Viele namhafte Darsteller haben sich unter der Regie von Matti Geschonneck versammelt und bilden gemeinsam mit den ländlichen Kulissen von „Unterleuten“ diesen so prägenden Sommers des Dorfes gekonnt rüber. Die Autorin Juli Zeh war nach Sichtung der ersten Folge jedenfalls überzeugt von den Machern und der Umsetzung der TV-Serie. Stellenweise tauchen allerdings Konflikte auf, die nie wirklich zu Ende erzählt werden. Von einer toten Katze, bis hin zu einem entführten jungen Mädchen, bleibt die Serie einem konkreten Antworten schuldig. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass man betonen will, wie viele verschiedene Sichtweise es auf die Geschehnisse gibt. Für die einen sind Täter und Opfer sofort klar, Gerüchte werden gestreut und das Dorf glaubt eben was es glauben will. Der Schuldige ist sofort ausgemacht, doch die Wahrheit eben nicht. Natürlich erzählt das auch was über uns Menschen und wie wir in einer Gesellschaft teilweise agieren und reagieren. Da wird der Freundin von der Cousine von Nebenan vielleicht mehr Glauben geschenkt als polizeilichen Ermittlungen. Leider werden auch einzelne Handlungsstränge der Figuren fast etwas plötzlich aufgelöst, was die Verteilung etwas unrund macht. Vor allem die Geschichte um Linda findet leider ein recht plumpes Ende.
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Womöglich hätte man schon innerhalb der zweiten Folge einen klaren Wendepunkt markieren müssen und die Zeit für Szenen aufwenden, die die Handlung mehr voranbringen, als beispielsweise die Suche nach einem vermissten Kind. Inszenatorisch wurde auf hohem Niveau gedreht, solides Handwerk, ohne besondere Ausreißer. Für das Fernsehen in eine passende Form gegossen sozusagen, hier wäre etwas mehr Mut zum Risiko spannend gewesen anstatt auf Nummer Sicher zu gehen. Am Ende bleibt also leider eine TV-Serie auf ordentlichem Niveau, die man recht schnell wieder vergisst. Vielleicht ist das bei dem Buch nicht der Fall, darüber bilde ich mir kein Urteil.

Bildqualität

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Bildtechnisch ist der Look der Serie sehr ausgeglichen, die Farben bewegen sich im kontrastarmen gelblichen, grünlichen Bereich. Die Kamera ist dabei sehr statisch angelegt und bleibt oft nah an den jeweiligen Figuren. Das Bild ist technisch makellos und kommt im vollen Bildformat von 16:9 daher, die Serie lief auch so und in Full-HD bereits im TV, doch auf der Blu-Ray sieht sie nochmal besser aus. Vor allem die knackige Schärfe in den Gesichtern der Darsteller und bei Landschaftsaufnahmen ist ein echter Hingucker.

Tonqualität

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Die deutsche Tonspur liegt leider nur in Dolby Digital 2.0 vor. Auch wenn sich Insgesamt vieles auf der Dialogebene abspielt, ist das für eine solche Produktion normalerweise kein Standard. Dennoch ist der Klang technisch absolut sauber und ADR-Aufnahmen (additional voice recording) fügen sich toll ins Gesamtgeschehen ein. Wenn der gelungene aber dennoch zurückhaltende Soundtrack einstimmt, tut es ihm der Subwoofer gleich und schwingt mit, die Mischung selbst ist passend, die Stimmen sind jederzeit klar und deutlich verständlich.

Ausstattung

Leider enthält die Disc keine weiteren Extras.

Fazit

„Unterleuten“ ist am Ende leider keine deutsche Serie, die lange im Gedächtnis hängen bleibt. Auch wenn die Figuren viele Konflikte und Ballast aus der Vergangenheit mitbringen und das Dorf als solches eine interessante Kulisse bietet, wirkt der Fokus selbst nicht immer passend gesetzt. Trotz eines tollen und glaubwürdig spielenden Ensembles, bleibt am Ende leicht überdurchschnittliche Serienkost. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

Samsung 65“ – UE65RU7099UXZG – 4K Teufel e300 Digital Anlage (5.1 Dolby Surround) Playstation 4 Pro
geschrieben am 06.04.2020

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