Baba Yaga (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: Yaga. Koshmar tyomnogo lesa

Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Russisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
93 Minuten
Veröffentlichung:
12.06.2020
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STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Jedes Land auf der Welt hat seine eigenen Mythen und Märchen, auch wenn sich viele dabei im Kern der Sache eigentlich gleichen. So auch bei der russischen bzw. slawischen Figur "Baba Yaga", welche wohl der Hexe aus dem deutschen Märchen "Hänsel & Gretel" der Gebrüder Grimm am ähnlichsten ist. Denn auch die ost-europäische Sagen-Gestalt hat es auf kleine Kinder abgesehen. Eben jene Figur erhält nun eine Verfilmung in ihrem Heimatland, dessen Heimkino-Veröffentlichung auf Blu-ray in den deutschen Breitengraden durch Capelight Pictures erfolgt und die sich in ihrer Erzählweise vornehmlich an Jugendliche bzw. Erwachsene richtet. Ob die Schauermär dem heimischen Zuschauer dabei genügend Spannung bieten kann, oder ob sie doch niemanden hinter dem Ofen hervorlockt, soll mit dem nachstehenden Review ergründet werden.

Story

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Der junge Egor (O. Chugunov) zieht mit seinem Vater, seiner Stiefmutter und der frischgeborenen Schwester in eine noble Wohngegend. Da die Stiefmutter ein wenig am "Baby-Blues" nach der Schwangerschaft leidet, soll das Kindermädchen Tatyana (S. Ustinova) für Entlastung im Haushalt sorgen. Doch mit ihrem Auftreten häufen sich mysteriöse Dinge im Haus und Egor wird plötzlich von Alpträumen geplagt. Als dann noch seine kleine Schwester spurlos verschwindet und sich die Eltern erst gar nicht an deren Existenz erinnern, kann es nur eine Erklärung dafür geben: die Hexe Baba Yaga hat sich in der Gestalt des Kindermädchens das Baby geholt. Zusammen mit seinen Schulfreunden Dasha (G. Golubeva) und Anton (A. Zhigulin) macht sich Egor auf in den nahegelegenen Wald, um seine Schwester aus den Klauen der Hexe zu befreien.
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In letzter Zeit nimmt das Angebot an russischen Produktionen merklich zu, vor allem im Grusel- und Psycho-Thriller Bereich kann man dies spüren. Wenn die Filme auch in Sachen Ausstattung und Technik durchaus mit "Hollywood"-Produktionen mithalten können, so merkt man doch spätestens bei den meisten Darstellern, sowie den Dialogen und der Art und Weise, wie eine Geschichte erzählt wird, dass hier noch große Unterschiede bestehen. So auch in der hier vorliegenden Schauermär, welche von der Geschichte her ein interessantes Thema für Genre-Fans bietet und in die Kerbe von Filmen wie "Lloronas Fluch" oder "The Bride" schlägt - zumindest möchte einem dies ein Hinweis auf dem Cover weißmachen. Auch einige Anspielungen auf die erfolgreiche Stephen King Adaption "Es" sind nicht ganz von der Hand zu weißen, spielen doch auch hier Kinder und deren Ängste eine große Rolle. Doch leider geht es hier zunächst etwas konfus zu: Die Grenzen zwischen Traum und wirklich verwischen recht oft, zudem will nicht ganz erklärt werden, warum Eltern von jetzt auf gleich vergessen, dass sie Kinder hatten. Aber dies ist wahrscheinlich auch einfach eine "Tatsache", die man bei solchen Gruselfilmen als gegeben hinnehmen muss. Die unbekannten Jung-Darsteller machen ihre Sache dabei aber im Rahmen der relativ dünnen Storyline recht gut und überzeugen solide in ihren Rollen. Das kann man von den erwachsenen Darstellern weniger behaupten, welche alle recht unsympathisch, unnahbar und kühl herüberkommen. Auch an den Erziehungsmethoden sieht man hier, dass man es weniger mit einem Film aus dem recht freien Europa, sondern eher mit den klischeemäßigen strengen Methoden der Russen zu tun hat. Hier herrscht Zucht und Ordnung nach alter Schule, was nicht ganz zur ansonsten modernen Ausrichtung des Films passt. Die Erwachsenen spielen aber zum Glück eh nur eine untergeordnete Rolle in der Geschichte, deren Fokus eher auf den Jung-Mimen liegt.
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Doch wieviel Grusel, Horror oder Schrecken liegt nun in der Märchen-Adaption? Insgesamt hält sich diese eher etwas in Grenzen. Sicher, es gibt hier und da einige gelungene Jump-Scares, ebenso sind auch die Handlungsorte im Wald recht ansprechend umgesetzt. Die titelgebende Hexe Baba Yaga wurden zudem optisch sehr gut in Szene gesetzt und hat mit ihrem speziellen "High-Heel" schon etwas. Doch ihre Darstellung im Finale erinnert dann doch eher an eine Trickfigur aus einem Musik-Video und überzeugt daher weniger. Warum man hier nicht weiterhin auf praktische Effekte gesetzt hat, bleibt ein Rätsel. Der Grusel spielt sich insgesamt auch eher in den Köpfen der Zuschauer ab, die Darstellung von Gewalt hält sich hier also stark in Grenzen. So bleibt unter dem Strich ein Film, den man sich zwar gut einmal anschauen kann, den man aber auch nicht unbedingt gesehen haben muss. Dazu bietet er zwischendurch einfach eine zu konfuse und zerfahren Handlung, ebenso nur mäßige Spannung. Zudem läuft die Geschichte recht vorhersehbar ab und ist relativ frei von Überraschungen. Schade, an dieser Stelle zeigt sich dann doch deutlich, dass die Filmemacher im fernen Osten noch einen großen Nachholbedarf haben, um mit ihren Kollegen aus "Hollywood" mithalten zu können.

Bildqualität

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Die optische Umsetzung der Märchen-Adaption ist hingegen sehr gut gelungen. Das Bild ist durchweg scharf und bietet sehr viele Details, welche vor allem nachher in der Waldhütte zum Vorschein kommen. Wie es sich für einen Gruselfilm gehört, kann der Schwarzwert vor allem in den vielen dunklen Szenen überzeugen und verhindern, dass Details verloren gehen. In der modernen Wohngegend bietet man zahlreiche Akzentfarben, zum einem bei den teils bunt gestalteten Außenfassaden der Neubauten, aber auch bei den nächtlichen Farbwechsel-Spielen in der Straßen-Beleuchtung. Diese machen zwar nicht wirklich Sinn, denn wer möchte schon sich ständig ändernde Farben von außen vorgesetzt bekommen, visuell macht dies aber einen gelungenen Eindruck. In Close-Ups kommen feine Schmutzpartikel in den Gesichtern der Jugendlichen, sowie feine Härchen und Sommersprossen zum Vorschein. Insofern bekommt man hier eine durchaus moderne Umsetzung geboten, an der es nichts Wesentliches auszusetzen gibt.

Tonqualität

Folgende beiden Tonspuren liegen auf der Blu-ray vor: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Russisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Auch die akustische Begleitung kann sich hier sehr gut hören lassen und punktet vor allem in Sachen Dynamik. Diese zieht in den Grusel-Momenten immer wieder an und unterstützt die Szenerie mit gelungenen Surround-Effekten. Diese bedienen sich meist bei klischeehaften Knarren der Türen, Klopfgeräuschen oder dumpfen Schritten und flüsternden Stimmen. Hier passt dies aber wie die Faust aufs Auge und gehört einfach zu so einer Geschichte. In den Dialogpassagen bleibt es hingen recht effektlos, hier konzentriert man sich primär auf den Center-Kanal, wodurch es immerhin auch zu keinen Problemen bei der Verständlichkeit kommt. Der Subwoofer wird oftmals mit sehr tiefen Salven miteinbezogen und geht somit durch Mark und Bein. Ein stichprobenartiger Test mit der russischen Originalspur lässt keine nennenswerten Abweichungen auffallen. Die deutsche Synchronisation liefert hier durchaus motivierte Sprecher, welche dem Film die passende Atmosphäre verleihen. Auch hier gibt es somit keine weiteren Beanstandungen.

Ausstattung

Die Extras bestehen lediglich aus einer Ansammlung von Trailern: - Deutscher Trailer (1:22 Min.) - Trailershow: A Tale of Two Sisters, Polaroid, The Inhabitant, Chroniken der Finsternis - Die Trilogie
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Ein Making-Of, Interviews oder etwas zur Historie der "Baba Yaga" gibt es leider nicht, was sich dann negativ auf die Gesamtbewertung auswirkt. Die Blu-ray wird in einem schwarzen Amaray-Case geliefert und verfügt über ein Wendecover ohne FSK-Logo.

Fazit

Die Film-Adaption der russischen Märchenfigur bietet solide Spannung, aber auch eine teils konfuse Erzählform. Zwar liefern die Jung-Darsteller dabei eine solide Darbietungen, ihre erwachsenen Begleiter bleiben jedoch durchweg unsympathisch. Die Spannung hebt und senkt sich immer wieder, das Finale leidet dann unter billigen Computer-Tricks. Dabei bietet die Idee zur Geschichte eigentlich sehr gutes Potential, welches man hier aber nur ansatzweise ausschöpft. An der technische Seite gibt es hingegen nicht auszusetzen, hier bietet man sowohl bei der detaillierten und scharfen bildlichen Darstellung, als auch bei den passenden Effekten auf allen Surround-Kanälen, eine moderne Umsetzung, die sich nicht vor anderen Blockbuster-Filmen verstecken muss. Punktabzug gibt es leider für das Fehlen einiger Extras, hier bietet man lediglich ein paar Trailer und sonst nichts. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 13.07.2020

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