Die Farbe aus dem All - Color Out of Space Blu-ray

Original Filmtitel: Color Out of Space

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Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
111 Minuten
Veröffentlichung:
30.04.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Seien wir ehrlich: Der einstige Superstar Nicolas Cage hat in den letzten 15 Jahren überwiegend in miesen Filmen mitgewirkt, wodurch sein Gesicht auf dem Cover in gewisser Weise schon eine leicht abschreckende Wirkung auf manchen Filmfan hat. Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel. Eine dieser Ausnahmen war im letzten Jahr die psychedelische Gewaltorgie „Mandy“, wobei auch dieser Film eher... sagen wir „speziell“ war. Nun agiert der ehemalige Actionstar in der Verfilmung einer H.P.Lovecraft-Geschichte, und diese sind, ähnlich wie „Mandy“, ebenfalls eher etwas außerhalb der Norm. Die Chancen standen also gut, dass man sich „Die Farbe aus dem All“ von Regisseur Richard Stanley (dessen Vita ebenfalls nicht sonderlich beeindruckend ist) durchaus ansehen konnte. Ob das auch zutrifft, und wie sich die Blu-ray Disc von Koch Films in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Ein Meteoriten-Einschlag verwandelt das neue Zuhause von Nathan Gardner und seiner Familie in einen Alptraum aus schillernden Farben. Denn nicht nur die Pflanzenwelt ihres ländlichen Idylls beginnt sich unter dem Einfluss des außerirdischen Organismus zu verändern, auch die Tierwelt bleibt von Mutationen nicht verschont. Für die Gardners beginnt ein verzweifelter Kampf gegen das Ding aus einer anderen Welt und gegen den Wahnsinn, der in dessen Umfeld um sich greift... (Pressetext Koch Films)
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Eines vorneweg: Ja, „Die Farbe aus dem All“ ist einer der besseren Filme mit Cage, zumindest wenn wir uns in diesem Jahrtausend bewegen. Das liegt allerdings weniger an dem Darsteller, als vielmehr an der tollen Geschichte, die hier nahe an der Grenze des Möglichen umgesetzt wurde. Ein großes Problem, dass fast alle Lovecraft-Geschichten aufweisen, ist, dass man die Worte nicht gut in Bilder umwandeln kann. Zum einen beschreibt Lovecraft in vielen seiner Werke Wesen, deren bloßer Anblick den menschlichen Verstand in den Wahnsinn treibt, was sich schlichtweg schlecht darstellen lässt. In „Die Farbe aus dem All“ kommt Lovecraft ohne solche Wesen aus, dafür bekommen die Figuren der Geschichte eine Farbe zu sehen, die in der Natur, beziehungsweise in unserem Sonnensystem, nicht existiert. Die letzte von den insgesamt sieben (!) Verfilmungen des Stoffes setzte die Geschichte kurzerhand in Schwarzweiß um, aber Regisseur Richard Stanley geht einen anderen Weg, und präsentiert uns grelle Lilatöne, welche die Figuren und den Zuschauer gleichermaßen mit ihrer Intensität schlicht überwältigen. Auch eine gute Lösung, die zudem – aufgrund der grellen Farben und psychedelischen Bilder – stellenweise ein wenig an „Mandy“ erinnern, was ganz gewiss ein gutes Stück Kalkül gewesen sein dürfte. Wer allerdings mit „Mandy“ nichts anzufangen wusste kann trotzdem beruhigt aufatmen, denn ganz so verrückt, abgefahren und psychedelisch ist „Die Farbe aus dem All“ nämlich nicht. Gar nicht! Überwiegend bleibt der Film sehr konventionell, allerdings bleibt er gerade deswegen auch nicht wirklich lange in Erinnerung. Das größte Manko ist das Fehlen der Atmosphäre, denn gerade das ist es, was die Geschichten von Lovecraft im Kern ausmacht. Ein unheilvolles, sich ständig steigerndes Gefühl der Hilflosigkeit und Angst, und dieses vermag der Film leider nicht in dem Umfang zu transportieren, wie es wünschenswert gewesen wäre.
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Der Film fängt recht langsam an und nimmt dann aber, vor allem im letzten Drittel, ordentlich Fahrt auf und zeigt uns abscheuliche Mutationen und kombiniert gekonnt Ekel mit Mitleid, ähnlich wie David Cronenberg zu seinen besten Zeiten. Mittendrin Nicolas Cage der langsam aber sicher den Verstand verliert, aber dennoch nicht an seine Glanzleistung aus „Mandy“ heranreicht, sondern weitestgehend in mittelmäßigen Leistungen feststeckt. Die übrigen Darsteller bleiben ebenfalls eher unauffällig, seien es Joely Richardson als Mutter, die erst nach ihrer Konfrontation mit der mysteriösen Kraft ein wenig interessanter wird, Brendan Meyer als Sohn (hätte man ihn weggelassen, es wäre niemandem aufgefallen!) oder Elliot Knight als Hydrologe Ward Phillips (mit dem, für Lovecraft-Verfilmungen unverzichtbarem, „Miskatonic University Shirt), der für den Zuschauer als Identifikationsfigur des außenstehenden Beobachters fungiert. Die Einbeziehung von Tommy Chong als dauerbreiter Eremit war zwar ein cleverer Schachzug, aber auch hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Einzig Madeleine Arthur als Lavinia bleibt positiv in Erinnerung, auch wenn es nicht ganz nachzuvollziehen ist, warum sie bereits am Anfang des Films entsprechend gefärbte Haarsträhnen besitzt und im Wald Beschwörungen murmelt, während auf ihrem Nachttisch das legendäre „Necronomicon“ liegt – es sei denn, sie hat die mysteriöse Kraft heraufbeschworen und das Unheil damit verursacht, aber das bleibt, wie vieles, reine Spekulation.

Bildqualität

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Das glasklare und doch kinematografisch ansprechende Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und erfüllt alle Ansprüche, die man an eine aktuelle Produktion mit durchschnittlichem Budget stellt. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem sehr hohen Niveau und bildet je nach Einstellung auch haufenweise Kleinstdetails wie Hautporen, Schmutz- und Staubpartikel, Oberflächenstrukturen und ähnliches ab. Die Farben sind dabei – zumindest in den meisten Szenen – sehr natürlich und sauber, wenn auch überwiegend leicht gefiltert. Die Szenen mit „der Farbe“ sind indessen extrem knallig, stark und brillant, und gehören ganz klar zu den optischen Highlights der Disc. Der Kontrast ist nahezu perfekt eingestellt und lässt das Bild sehr lebendig wirken. Der Schwarzwert ist ebenfalls sauber und tief, verschluckt dabei aber glücklicherweise keinerlei Details, so dass auch (und vor allem) die dunkleren Szenen vollends zu überzeugen wissen.

Tonqualität

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Auch akustisch kann der Titel absolut überzeugen. Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master 5.1 vor. Optional lassen sich Untertitel in beiden Sprachen hinzuschalten. Fast permanent bekommt man aus den hinteren Lautsprechern irgendwelche Töne zu hören, sei es Musik, Umgebungsgeräusche oder aber, wenn „die Farbe“ wirkt, obskure Geräusche, Knurren, Ächzen und Ähnliches. Die Dialoge bleiben derweil jederzeit gut verständlich, hätten allerdings ein wenig klarer sein können. Der Subwoofer bekommt hie und da gut zu tun, ohne dabei auch nur annähernd an seine Grenzen zu kommen. Hier hätte es stellenweise ruhig etwas mehr sein dürfen. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Think Global Media GmbH in Berlin nach einem Dialogbuch und unter der Regie von Heiz Burghardt und setzt auf die bekannten Stimmen von Martin Keßler, Sebastian Fitzner, Jan Spitzer, Marie Hinze und Christin Marquitan. Auffällig ist, dass das Wort „Fuck“ in seinen verschiedensten Abwandlungen in der englischen Fassung ab einem bestimmten Punkt fast schon inflationär verwendet wird, während die deutsche Fassung deutlich länger handzahm bleibt.

Ausstattung

- Entfallene Szenen (12:56 Minuten) - Bildergalerie - Trailer Deutsch (2:17 Minuten) - Trailer Englisch (2:16 Minuten) - Wendecover Das Bonusmaterial ist leider etwas mager ausgefallen. Abgesehen von einer Handvoll entfallener Szenen und einer Bildergalerie bekommen wir nur noch den obligatorischen Trailer zum Film in deutscher und englischer Sprache zu sehen. Auch an ein Wendecover wurde gedacht. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, der kann sich bei der Mediabook-Version des Titels über eine randvolle Bonus-Disc freuen, welche nicht nur ein ausführliches Making Of, Aufnahmen und Interviews von der Weltpremiere in Toronto und zwei weitere interessante Features, sondern darüber hinaus auch noch insgesamt 6 Kurzfilme von Richard Stanley und Patrick Müller mit einer Gesamtlaufzeit von über 100 Minuten enthält.

Fazit

Bild- und Tonqualität der blauen Scheibe können sich absolut sehen und hören lassen, und bewegen sich erwartungsgemäß auf einem sehr soliden Niveau. Die knalligen Farben stechen besonders positiv heraus, und auch die gut umgesetzte Surroundspur tut ihres um den Zuschauer vollends in den Film eintauchen zu lassen. Leider ist das Bonusmaterial der Standard-Version sehr mager. Wer hier mehr möchte, der sollte unbedingt zur Mediabook-Version greifen. Der Film bietet eine nahezu perfekt umgesetzte Lovecraft-Story mit brauchbaren Darstellern und guten Ekeleffekten, aber die Stimmung hätte noch ein wenig unheilvoller sein müssen, um dem Werk des Meisters gerecht zu werden. Fairerweise muss man an dieser Stelle aber auch die relative Unverfilmbarkeit des Lovecraftschen Schaffens bedenken, welche Filmemacher seit Jahrzehnten an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt. Nichtsdestotrotz ist „Die Farbe aus dem All“ eine der besseren und vor allem werkgetreueren Adaptionen, und für Freunde des Besonderen auf jeden Fall einen Blick wert. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Philips 55PUS8601/12 Panasonic TX-L47ETW60 Denon dbt-3313ud Sony BDV-N9200WB Teufel Theater 500 THX 7.1 mit 4 Dipol Speakern
geschrieben am 17.06.2020

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2 Bewertung(en) mit ø 3,38 Punkten
 
STORY
2.5
 
BILDQUALITäT
4.5
 
TONQUALITäT
4.5
 
EXTRAS
2.0

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