Düstere Legenden 2 Blu-ray

Original Filmtitel: Urban Legends: Final Cut

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, enthält DVD Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
98 Minuten
Veröffentlichung:
12.03.2020
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STORY
5
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nachdem Mitte der 1990er Jahre das Slasher-Genre erneut einen Aufschwung erfuhr, stellten sich alsbald auch Ableger erfolgreicher Genre-Beiträge ein. Neben "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" baute man auch die "Düsteren Legenden" zu einer Filmreihe aus. Die erste Fortsetzung landete jedoch zunächst 2001 auf dem Index - hier scheinen die Prüfer seinerzeit wohl einen schlechten Tag gehabt zu haben. Immerhin korrigierte man dies, indem die längst überfällige Index-Streichung im Oktober 2019 erfolgte und man hier sogar gerechterweise eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erteilte. Auch diesem Film spendierte Nameless Media wieder eine strenglimitierte Mediabook-Auflage. Nun erscheint jedoch die Fortsetzung auch noch einmal im Vertrieb von Sony Pictures Home Entertainment, welche den Slasher in einer normalen Amaray-Fassung anbieten. Ob die Fortsetzung den Erstling dabei toppen kann, zeigt das nachstehende Review.

Story

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Am Campus der Alpine University sind die Studenten der Filmhochschule mit den Arbeiten an ihren Abschluss-Projekten beschäftigt. Eine mögliche Auszeichnung mit dem renommierten Hitchcock-Award würde für den Gewinner den großen Sprung nach Hollywood bedeuten. Auch Amy Mayfield (J. Morrison) steht mitten in den Dreharbeiten zu einem Horrorfilm, der auf düsteren Legenden basieren soll. Der plötzliche Freitod des talentierten wie beliebten Kommilitonen Travis (M. Davis) löst jedoch bei allen Schülern Entsetzen aus. Dessen Zwillingsbruder Trevor (M. Davis) glaubt jedoch nicht an einen Selbstmord und stellt zusammen mit Amy Nachforschungen an. Es soll jedoch nicht lange dauern, bis es weitere Tote unter den Studenten gibt: ein mysteriöser Fremder, getarnt mit einer Fechtmaske, dezimiert Amys Filmteam einen nach dem anderen. Wird es ihr und Trevor gelingen, den Täter zustellen und dem brutalen Morden ein Ende zu setzen?
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Um eine direkte Fortsetzung handelt es sich beim ersten Ableger der Düsteren Legenden nicht. Vielmehr greift man nur das Grundthema auf und verlegt es an eine andere Universität. Somit kommt es dann auch, dass man es mit einem komplett neuen Cast zu tun bekommt, lediglich Loretta Devine darf wieder in der Rolle der Sicherheitsbeamtin auftreten - ihr Charakter Reese wurde nach den Ereignissen des ersten Teils an die Alpine University versetzt. Inhaltlich versucht man wieder ein ums andere Mal, den Zuschauer aufs Glatteis zu locken. Dies beginnt direkt schon mit dem Einstieg in den Film, der dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangt: hier wird nämlich in "bester" C-Movie-Manier eine Slasher-Sequenz gezeigt, bei deren schlechtem Niveau man sich schnell im falschen Film wähnt. Hier, soviel sei vorab schon mal empfohlen, bloß nicht abschalten, denn wie sich im weiteren Verlauf herausstellen soll, handelt es sich hierbei um einen "Film im Film". Durch den Handlungsort der Filmhochschule kommt es nämlich des Öfteren zu solchen Spielereien, in dem man versucht den Zuschauer durch verschiedene Blickwinkel auf die falsche Fährte zu locken. Passiert dieser Abschnitt nun real, oder handelt es sich wieder um das Projekt der Filmschaffenden? Leider wird dieser Kniff aber über die Gesamtlaufzeit doch recht häufig verwendet. Zudem ändert sich später der Blickwinkel insofern, dass der Zuschauer vor dem Bildschirm weiß, dass die Ereignisse real bzw. fiktiv sind, die Charaktere aber nun als die Unwissenden dargestellt werden. So ertappt man sich daheim auf der Couch mehrfach dabei, dass man den tumben Darstellern auf die Sprünge helfen möchte, um sie endlich von "ihrem Leid" zu erlösen. Konnte man im Erstling noch über aufstrebende Jungstars verfügen, so schaut das in der Fortsetzung doch etwas anders aus - hier hat das Talent doch deutlich nachgelassen. Mit Jennifer Morrison und Matthew Davis (hier sogar in einer Doppelrolle unterwegs) gestalten sich die Hauptrollen Amy und Trevor doch recht charakterlos und keiner der beiden will so recht sympathisch rüberkommen. Während sie zu sehr auf bedauernswertes Mauerblümchen macht, gibt er den geheimnisvollen Unbekannten, der stets versucht im Hintergrund zu bleiben. Ihnen zur Seite stellte man Kollegen wie Joey Lawrence, Anson Mount, Eva Mendes oder Anthony Anderson, die allesamt noch auf Anfänger-Niveau agieren. Einzig Jessica Cauffiel in der Rolle des Blondchens Sandra muss man ein gewisses Talent absprechen, denn so "schlecht" (im Sinne einer klischeebehafteten "Blondine") muss man erst mal spielen können. Bei den weiteren Darstellern handelt es sich dann wie so oft in diesem Genre um Mitglieder der "zehn kleinen Jägermeister", die einer nach dem anderen vom mysteriösen Killer ins Jenseits befördert werden. Dieser entpuppt sich dann am Ende recht konstruiert und etwas weit hergeholt - ganz so glaubwürdig (immer unter Berücksichtigung des Horror-Genres) wie im Vorgänger passt das hier alles nicht zusammen.
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Bleibt also zu hoffen, dass man bei aller inhaltlichen Belanglosigkeit wenigstens bei den Slasher-Momenten Gore-Fans etwas bieten kann. Anfänglich gelingt dies auch gut und man muss dem Film zunächst einen gesteigerten Gewaltgrad gegenüber dem Auftakt der Filmreihe bescheinigen. Die Legende der geklauten Niere wird hier recht blutig umgesetzte. Im Grunde wäre das dann aber nur der einzige Abschnitt, der halbwegs als Begründung für die damalige Indizierung in Betracht kommen würde. Alles Weitere hält sich nämlich doch relativ in Grenzen und liefert nur leichten Grusel-Faktor. Insofern ist es nur mehr als gerecht, dass der Film, nach aktuellen Sehgewohnheiten, vom Index gestrichen wurde und nun auch an Interessierte ab 16 Jahren verkauft werden darf. Dies bedeutet aber eben auch, dass Slasher-Fans hier nicht allzu viel erwarten sollten. Der Film fällt definitiv in die Kategorie "Teenie-Horror" und versucht zudem mit einer Menge Humor zu punkten. Aber auch dies will leider selten gelingen, sind die verwendeten Gags doch meistens recht platt und überzogen. Dies trifft besonders auf die beiden nerdigen "Requisiten-Heinis" Stan und Dirk zu, welche von Anthony Anderson und Michael Bacall gespielt werden. Bei den zweien dreht sich alles um zweideutige Bemerkungen und Horror-Effekte. Das geht einem dann nach einer Weile doch ein wenig auf die Nerven. Da muss man schon eher schmunzeln, wenn Sicherheitsbeamtin Reese wieder einen zynischen Oneliner vom Stapel lässt. Nein, insgesamt bleibt diese Fortsetzung doch hinter den Erwartungen und somit auch hinter ihrem Vorgänger zurück. Das ein dritter Teil seinerzeit als Direct-To-DVD Variante erschien und bisher noch nicht auf Blu-ray erhältlich ist, sagt dann leider alles über den weiteren Verlauf der Filmreihe aus.

Bildqualität

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Hatte der Filmreihen-Auftakt noch mit einigen Unschärfen und Schwankungen beim Kontrast zu kämpfen, so liegt der erste Ableger mit einer durchgängig guten Bild-Verarbeitung vor. Sicherlich kommt der knapp 20 Jahre alte Film ebenfalls nicht an aktuelle Produktionen heran, dennoch ist das Gesamtbild recht stimmig: ein guter Schärfewerte liefert grundsolide Details, die dank einem sehr guten Schwarzwert auch in den oftmals vorherrschenden dunklen Szenen größtenteils durchweg erhalten bleiben. Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2.39:1 vor und wird somit in den oberen und unteren Randbereichen durch schwarze Balken begleitet. Ein relativ feines Filmkorn ist stets vorhanden, fällt in der Regel jedoch nur bei unifarbenen bzw. hellen Hintergründen auf. Dies wirkt hier aber niemals störend und ist im Dunkeln fast nicht mehr wahr zu nehmen. Die handgemachten Effekte können sich wieder sehr gut sehen lassen, sodass klaffende Wunden doch recht lebensecht herüberkommen. Dies ist auch dem ausgewogenen Kontrastverhältnis zu verdanken, welches über natürliche Farbpalletten verfügt. Insofern macht sich insgesamt eine leichte Qualitätssteigerung gegenüber dem Vorgänger bemerkbar, ohne jedoch annähernd Referenzwerte zu liefern.

Tonqualität

Folgende Tonspuren stehen zur Auswahl: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Das Soundformat wechselt von Dolby True HD auf DTS-HD Master Audio und ist insgesamt ein wenig zu leise abgemischt. Dies gilt ausnahmsweise einmal auch für die englische Originalspur, in der einige Dialoge ohne eine Erhöhung des Gesamtpegels nicht einwandfrei zu verstehen wären. Etwas besser macht es da schon die deutsche Synchronisation, welche etwas Pegelkräftiger ertönt. Aber auch hier kommt man um eine dezente Anpassung der Gesamtlautstärke nicht herum, wird dann jedoch mit einer guten Surround-Kulisse belohnt, welche von Anfang an immer wieder die umherliegenden Kanäle passend mit einbezieht. Seien es Wetter-Effekte, wie Blitz und Donner, Türen-Quietschen oder ausströmende Ventile - hier wird für Atmosphäre gesorgt. Die Bass-Unterstützung erfolgt grundsolide - es bieten sich allerdings auch kaum Abschnitte an, bei denen ein tieffrequenter Einsatz nötig wäre. Insgesamt kann man also auch beim Ton im Vergleich mit dem Vorgänger punkten - dieser kam dann doch recht Effektarm daher.

Ausstattung

Das Bonus-Material bietet folgenden Beiträge: - Geschnittene Szenen (8:49 Min.) - Making-Of (3:35 Min.) - Gag Reel (5:00 Min.) - Trailer (3:33 Min.) - Audiokommentar mit Regisseur John Ottman - Geschnittene Szenen mit Audiokommentar
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Den Einstieg ins Bonus-Material liefern insgesamt sieben geschnittene Szenen, denen ein sehr kurzes Making-Of folgt. Dieses gleicht jedoch eher einem Werbetrailer und bietet nur einige kleine Interview-Häppchen, sowie rudimentäre Einblicke in die Dreharbeiten. Danach kann man sich dann noch einige Pannen vom Dreh und den deutschen Trailer zum Film anschauen. Insgesamt also eine mehr als durchschnittliche Ansammlung von Featurettes, die nicht wirklich etwas interessantes bieten. Die Extras verfügen dabei über deutsche Untertitel. Zur Verpackung gibt es keine weiteren Infos, da zu Testzwecken nur eine lose Disk vorlag.

Fazit

Die Fortsetzung der düsteren Legenden muss sich dann auch nach ihrer Index-Streichung hinter dem deutlich stärkeren Vorgänger einreihen. Der Cast agiert hier zu sehr auf Anfänger-Niveau und der vermehrte Einsatz von plattem Humor tut sein Übriges. Leider kann man auch Gore-Fans nur bedingt etwas bieten, da sich schlussendlich nur eine Szene als wirklich blutig herausstellt. Die Steigerungen gegenüber dem Filmreihen-Auftakt liefert man dann mit der technisch besseren Umsetzung, bei der man nun ein stimmigeres Bild und einen effektreicheren Ton liefert. Zwar ist letzterer etwas zu leise abgemischt, dies kann man jedoch schnell mit einem Dreh am Lautstärkeregler korrigieren. Beim Bonus-Material liefert man jedoch kaum Gründe zum Einschalten, sodass wohl nur Hardcore-Fans der Filmreihe hier etwas Interessantes finden werden. Schade, hier vergab man wieder einiges an Potential, welches einen modernen Slasher hätte ausmachen können. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 10.03.2020

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