Der letzte Bulle - Der Kinofilm Blu-ray

Original Filmtitel: Der letzte Bulle

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Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
100 Minuten
Veröffentlichung:
28.05.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mick Brisgau ist wieder da. „Der Letzte Bulle“ durfte seit 2010 in fünf Staffeln mit insgesamt 60 Folgen Ohrfeigen verteilen, fluchen, rauchen, und politisch unkorrekt und angenehm Retro diverse Fälle lösen, bevor er dann 2014 in Rente geschickt wurde. Dank Regisseur Peter Thorwarth erlebte er im letzten Jahr jedoch ein Reboot, und zwar gleich auf der großen Leinwand. Nun erscheint bei Warner Home Video auch die Heimkinoversion, die zu den wenigen Neuheiten gehört, die noch nicht der aktuellen Verschiebungswelle zum Opfer gefallen sind. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Der wenig zimperliche Polizist Mick Brisgau (Henning Baum) erwacht nach 25 Jahren aus dem Koma. Für den Macho hat sich in der heutigen Welt einiges verändert. Sein Team wird von einer Frau (F. Kasumba) geleitet und sein neuer Partner Andreas (Maximillian Grill) ist ein Spießer, wie er im Buche steht – und zu allem Überfluss auch noch der Ehemann seiner damaligen Lebensgefährtin (S. Neu) und Ziehvater von Micks Tochter Isabelle (L. Brill). Kein Wunder also, dass Mick den Mann, der ihm sein Leben und seine Familie weggenommen hat, endlich finden und seiner gerechten Strafe zuführen möchte. Doch dabei stößt er in ein wahres Hornissennest aus Gewalt, Drogen und Korruption… Warum macht man einen Film zu einer abgesetzten TV-Serie? Dafür gibt es freilich viele Gründe, etwa weil die Fanbase danach verlangt, oder weil die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, oder aber, weil man aus dem Franchise noch Geld herausdrücken kann. Im Fall von „Der Letzte Bulle“ dürfte wohl noch ein anderer Grund vorgeherrscht haben, denn Regisseur und Drehbuchautor Peter Thorwarth liebt seine Heimat, den Ruhrpott, und widmete ihm einen Großteil seines filmischen Schaffens. Die Serie „Der Letzte Bulle“ tut dies ebenfalls, und auch wenn die letzte Staffel größtenteils in Köln gedreht wurde, atmen Hauptfigur und Handlung doch die Essenz des Ruhrgebiets aus. Warum man bei dem Kinoreboot der Serie, deren letzte Episode gerade einmal 5 Jahre zurückliegt, allerdings erneut die Ursprungsgeschichte nochmal erzählt, erschließt sich wohl nicht ganz – funktioniert aber auf seine Art trotzdem ganz gut.
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Damit sich gleich ein „Willkommen Zuhause“-Gefühl einstellt setzt Thorwarth auch auf die aus der Serie bekannten Gesichter, zumindest was die beiden Hauptfiguren angeht. Mick wird nach wie vor von Hennig Baum gespielt, und dieser spielt nicht, sondern er IST der „letzte Bulle“, weshalb man sich auch schwerlich jemand anderen in dieser Rolle vorstellen kann. Sein ungleicher Partner Andreas, der nun quasi wieder bei Null anfängt und sich mit dem bärbeißigen Bullen arrangieren muss, wird wieder von Maximilian Grill gespielt, und Tatjana Clasing ist wieder in der Rolle der Kneipenwirtin Uschi zu sehen. Der restliche Cast wurde hingegen ausgetauscht, beziehungsweise wurden komplett neue Figuren eingefügt und andere gestrichen. Darüber hinaus bekommen wir, wie in der Serie, zahlreiche Gaststars zu sehen, darunter Ralf Möller, Danielle Rizzo, Christian Kahrmann, Leonie Brill, Chris Tall und Florence Kasumba, die einem breiten Publikum als Ayo aus dem MCU-Filmen bekannt sein dürfte. Erfreulicherweise handelt es sich bei dem Kinoreboot nicht um eine 1:1-Neuadatpion der Serie, sondern um eine neue Story, die lediglich die Ausgangssituation beibehält. So wurden beispielsweise die Figurenverhältnisse leicht geändert (Micks Partner Andreas nun nicht mehr der Freund von Micks Tochter, sondern der Ehemann dessen Frau, was aber mindestens genauso gut funktioniert und für einige zusätzliche Lacher sorgt, etwa wenn die beiden sich als Väter der „gemeinsamen“ Tochter vorstellen), und auch Micks Erwachen aus dem Koma ist ein wenig realistischer geraten, wenn auch nicht viel. Die Grundprämisse, dass ein raubeiniger „Old-School“-Polizist in der modernen Welt, von der er kaum etwas weiß, zurechtkommen muss, und mit seinen Machoallüren einerseits aneckt und andererseits erfolgreicher ist, wurde indessen beibehalten und funktioniert auch hier tadellos. Und auch wenn der Film einige Gags mehr oder weniger wieder aufwärmt, so bietet der technische Fortschritt der letzten Fünf Jahre immer noch genügend Zündstoff für einige neue, zeitgemäße Einlagen.
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Die Handlung dreht sich primär darum, wer Mick denn nun den verhängnisvollen Kopfschuss verpasst hat – und warum. Hierbei bekommen wir spannende und witzige Szenen im steten Wechsel zu sehen, und auch wenn uns von vorneherein klar ist, dass Mick ganz bestimmt nichts passieren wird, gerät er doch häufig in Situationen, die auch aus einem Hollywood-Actionfilm stammen könnten. Alles in allem packt Thorwarth den Film bis obenhin voll mit sehenswerten Momenten: Bandenkriege, Korruption, Mord und Totschlag, und selbst einen kleinen AFD-Seitenhieb kann sich Thorwarth nicht verkneifen, auch wenn dieser ein wenig gezwungen wirkt. Die Kinoadaption ist damit absolut gelungen, erzählt eine in sich geschlossene Geschichte, und ist damit sowohl für Fans als auch für Neueinsteiger geeignet. Wer die Serie mochte wird auch seinen Gefallen an dieser Kinoadaption finden, und wer bislang noch nichts von Mick gesehen hat, der sollte hier unbedingt mal einen Blick riskieren.

Bildqualität

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Das klare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und schaut sehr hochwertig aus, womit bereits optisch eine klare Differenzierung zur TV-Serie vorliegt. Die Schärfe bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau, erreicht allerdings nur selten echte Spitzenwerte. Immerhin lassen sich kleinere Details jederzeit gut erkennen, und in Nahaufnahmen trumpft das Bild mit einer sehr angenehmen und sauberen Kleinstdetailwiedergabe. Die Farben sind angenehm und weitestgehend natürlich, wobei hin und wieder dezente Filter eingesetzt wurden um dem Bild eine bestimmte Stimmung zu verpassen. Der Kontrast ist ebenfalls gut eingestellt und auch der Schwarzwert kann sich sehen lassen, auch wenn es hier ein bisschen tiefer hätte sein dürfen.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher Sprache in dts-HD Master 5.1 vor. Optional bekommen wir auch noch eine Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte sowie deutsche Untertitel geboten. Akustisch bleibt der Film leider eine wenig unauffällig. Wenn man von der Musik einmal absieht bleiben die hinteren Kanäle fast überwiegend stumm, dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten, denn der Film verfügt stellenweise über tolle Actionsequenzen. Der Soundtrack wartet hingegen mit tollen Musikstücken auf, die einen bunten Mix „der 80er, 90er und von heute“ bieten, und lässt das Heimkino ein ums andere Mal ordentlich rocken. Die Dialoge sind dabei jederzeit glasklar verständlich und breiten sich über eine breite Bühne hinweg aus.

Ausstattung

- Audiokommentar - Dokumentation: Henning Baum – Knallhart herzlich (43:34 Minuten) - Deleted/Extended Scenes (5:18 Minuten) - Outtakes(2:38 Minuten) - Musikvideo „Real Wild One“ (4:21 Minuten) - Making-of Visual Effects (2:06 Minuten) - 13 Interviews mit Cast und Crew - Trailer - Wendecover mit alternativem Artwort
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Im Bonussektor bekommen wir einen Audiokommentar mit Regisseur Peter Thorwarth und den beiden Hauptdarstellern Henning Baum und Maximilian Grill zu hören, der informativ und kurzweilig zugleich ist. Im weiteren Bonusmaterial dürfen wir uns über eine ausführliche und exklusive Dokumentation über Henning Baum freuen, welche nicht auf den Film beschränkt ist, sondern uns den Menschen und Schauspieler etwas näher bringt. Darüber hinaus bekommen wir noch ein paar Entfernte und erweiterte Szenen zu sehen, dürfen über ein paar Versprecher und verpatzte Aufnahmen lächeln und bekommen anhand von „Vorher-Nachher“-Montagen gezeigt, wie viel unerwartetes CGI im Film enthalten ist. Zu guter Letzte gibt es noch haufenweise kleiner Interviewschnipsel (teilweise unter einer Minute), wobei diese fast schon Werbecharakter haben, da nicht wirklich viel verraten, aber dafür umso mehr gelobt und gefeiert wird – allerdings auf überwiegend witzig-charmante Weise. Das Wendecover kommt nicht nur ohne lästiges FSK-Siegel, sondern mit einem alternativen Artwork.

Fazit

Die technische Seite der Blu-ray Disc aus dem Hause Warner ist alles andere als Old-School, sondern präsentiert sich voll auf der Höhe der Zeit. Messerscharfe Bilder, knallige Farben, fetziger Sound – und das Bonusmaterial kann sich auch sehen lassen. Der Film selbst ist glücklicherweise mehr als ein simpler Neuaufguss einer bekannten Geschichte, sondern bringt genügend neuer Ideen ein, um sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger gleichermaßen zu begeistern. Und dank des funktionalen Rezepts der Serie funktioniert auch der Film sehr gut. Ein neues „Bang, Boom, Bang“ ist „Der Letzte Bulle“ zwar nicht, aber im Rahmen der Möglichkeiten wurde das Ultimo herausgeholt. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 4,50 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
3.0

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