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Die Drei Tage des Condor (Remastered) Blu-ray

Original Filmtitel: 3 Days of the Condor

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten),
4K Master!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch PCM 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Englisch PCM 2.0
Französisch PCM 2.0
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Region:
A, B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
117 Minuten
Veröffentlichung:
19.11.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nicht selten entstehen in Hollywood zwischen Regisseur und Schauspieler Freundschaften, welche zu mehrfachen gemeinsamen Projekten führen. Zu einem dieser Duos gehörte Regisseur Sidney Pollack und Hollywoodstar Robert Redford, die besonders in den 1970 Jahren des Öfteren zusammenarbeiteten. Eine dieser Produktionen brachte 1975 den Agenten-Thriller "Die drei Tage des Condors" hervor, welcher, nach einigen Blu-ray Veröffentlichungen, zuletzt 2020 eine Überarbeitung im Rahmen seines 4K Ultra HD Release erfuhr. Diese war dann jedoch erst einmal nur im Steelbook verfügbar, doch dies sollte sich dann mit einem knappen halben Jahr Versatz ändern, sodass nun auch eine normale Keep Case Fassung den Handel erreichte. Was diese im Detail zu bieten hat, soll anhand des nun folgenden Reviews ermittelt werden.

Story

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Mitten in New York betreibt die CIA eine getarnte Außenstelle zur Analyse von international erschienen Literatur. Joe Turner (R. Redford) ist einer des achtköpfigen Teams, der hier seinen Dienst schiebt. Als er eines Tages aus der Mittagspause zurückkehrt findet er sämtliche Kollegen ermordet vor. Er sucht daraufhin Hilfe bei seinen Vorgesetzen in Langley, gerät aber am ausgemachten Treffpunkt in eine Falle. Alles deutet also auf einen Maulwurf in den eigenen Reihen hin. Auf seiner Flucht findet er Unterschlupf bei der Fotografin Kathy (F. Dunaway), welche ihm bei seinen Ermittlungen fortan zur Seite steht. Turner versucht die Hintermänner des Verbrechens ausfindig zu machen, gerät dabei aber selbst ins Visier des Auftragskiller Joubert (M. von Sydow). Dieser beseitigt im Auftrag der CIA unliebsame Mitwisser, denn die Geheimorganisation steckt weit tiefer in den Machenschaften, als sie offen zugeben will.
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Der Agenten-Thriller basiert auf dem Roman "Die sechs Tage des Condors", welcher von dem amerikanischen Autor James Grady erdacht wurde. Und nein, hierbei handelt es sich um keinen Schreibfehler, der filmischen Adaption sind wirklich die Hälfte der Tage zum Opfer gefallen. Sidney Pollack steuerte mit seinem Werk einen Beitrag zur "New Hollywood" Bewegung bei, zu welcher auch das Paranoia- und Verschwörungs-Kino zählt. Beiträge dieser filmischen Epoche modernisierten das Hollywood-Kino der damaligen Zeit und schrieben sich auf die Fahne, gesellschaftskritische Themen in ihren Geschichten aufzuarbeiten. Der Bereich der Agentenfilme machte es sich dabei zur Aufgabe, geheime Projekte und Machenschaften von großen, oftmals auch staatlichen Organisation an die Öffentlichkeit zu bringen. Im hier vorliegenden Thriller traf es die CIA, welche seinerzeit die US-Medien infiltrierte, um die öffentliche Meinung zu kontrollieren. Die Hauptrolle übernahm Robert Redford, der hier als Analyst zu sehen ist. In seiner zunächst recht lockeren und unbedarften Art unterscheidet er sich von den sonst üblichen Agenten, welche man zumeist aus Action-Filmen kennt. Denn Roberts' Joe Turner ist ein Schreibtischhengst und steckt seinen Kopf am liebsten den ganzen Tag in Bücher. Als vielbelesener Typ ist er daher auch ein echter Gewinn für die Abteilung. Dennoch kommt seine etwas flapsige Art nicht bei jedem gut an, was ihn allerdings nicht weiter stört. Seine heile Welt gerät jedoch gehörig aus den Fugen, als er eines Tages aus der Mittagspause ins Büro zurückkehrt und sämtliche Kollegen erschossen vorfindet. Als wäre das nicht schon genug, scheint man es auch auf ihn abgesehen zu haben, denn als er telefonisch über seinen Vorgesetzten Kontakt zum CIA-Hauptquartier aufnimmt, bestellt man ihn zu einem Treffpunkt in einer Seitengasse, wo er jedoch nur knapp einem Mordanschlag entgehen kann. Auf seiner Flucht durch die Stadt nimmt er die ahnungslose Kathy, gespielt von Faye Dunaway, als Geisel und schlüpft bei ihr unter. Unbeholfen startet er von dort aus auf eigene Faust Recherchen, die ihn bis zu den obersten Reihen der CIA bringen. Die Geheimdienst-Organisation selbst scheint hinter dem Anschlag zu stecken und hetzt dem entlaufenen Agenten nun ihrerseits den Auftragskiller Joubert, in dessen Haut mit Max von Sydow eine weitere Hollywoodgröße schlüpft, auf den Hals. Turner bekommt also alle Hände voll zu tun, zum einen nicht selbst Opfer des Killers zu werden, zum anderen aber die Hintermänner des Anschlags auf seine Kollegen zu entlarven.
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Die Geschichte läuft dabei in der Regel recht ruhig ab und bietet insgesamt nur wenig Action. Der Fokus liegt hier klar auf den Ermittlungsarbeiten und den Verstrickungen innerhalb der CIA. Redford agiert dabei sehr wechselhaft: Ist sein Auftakt als flapsiger Agent noch sehr sympathisch, entwickelt er sich während der Entführung einer zufällig ausgewählten Fotografin eher als rücksichtsloser Unsympath. Dieser Abschnitt im Film ist aus heutiger Sicht wirklich unglücklich gelungen, wird Faye Dunaway hier doch alles andere als würdig behandelt. Ohne dass sie überhaupt etwas mit der Sache zu tun hat, wird sie von Redford durch die Gegend geschubst, gefesselt und mit kurzen und knappe Macho-Sprüchen abgespeist. Warum sie sich, soviel muss einfach an dieser Stelle gespoilert werden, nachher auch noch in den Kerl verknallt, ist schleierhaft. Dies kann man wohl nur dem Stockholm-Syndrom zuschreiben, nachdem sich einige Opfer im Verlaufe ihrer Pein doch dem Entführer positiv zuwenden. Wie dem auch sein, glücklicher Weise zieht sich dieser Abschnitt nicht allzu sehr in die Länge, was man leider von den schleppenden Ermittlungsarbeiten nicht unbedingt behaupten kann. Hier kommt es doch immer wieder zu einigen Abschnitten, in denen man auf der Stelle tritt, kaum etwas Neues liefert und somit den Zuschauer irgendwie unbefriedigt zurücklässt. Da hilft es auch wenig, dass sich Turner im Handumdrehen zum "Super-Spion" entwickelt und plötzlich riesige Telefon-Anlagen "hacken" kann. Überhaupt lässt einen die technische Ausstattung heute eher etwas schmunzeln, auch wenn sie für die damaligen Verhältnisse "State of the Art" war: Massige Computer und Schaltzentralen für die Kommunikation sowie drahtige Apparate, welche Bücher einlesen bzw. einscannen konnten - alles Relikte der guten alten 70er. Bis zum recht unspektakulären Finale, das einem zudem mit einem unbefriedigenden, wenn auch vermutlich "traurig aber wahren" Ende zurücklässt, braucht es dann ein wenig Sitzfleisch. Vielleicht mögen die damaligen Verschwörungstheorien für den deutschen Durchschnittszuschauer, zu denen sich der Rezensent dieser Zeile in diesem Falle auch zählen würde, auch einfach ein wenig undurchsichtig erscheinen, auch wenn man mit heutigem Wissen natürlich nicht abstreiten kann, dass es solche Dinge damals gab und heute vermutlich noch in größerem Ausmaß geben wird. Durchgängige Spannung kann der Film nach seinem gelungenen Auftakt leider dann aber nicht bieten, dies verhindern die "Auf" und "Abs" in der Erzählweise. Eine etwas straffere Inszenierung hätte dem Titel vermutlich daher sehr gutgetan.

Bildqualität

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In den 1970er Jahren natürlich noch komplett analog gedreht, entpuppt sich das stetig vorhandene Filmkorn als sehr erträglich, ist es doch recht fein und teils sehr unauffällig geraten. Zu Sidney Pollacks Stil gehörte hier, dass er den Film mit kürzeren Brennweiten drehte, sodass die Unschärfen in den Hintergründen durchaus bewusst in Kauf genommen wurden. Dies erfährt man unter anderem aus den Extras, sodass man eine schlechte Umsetzung ausschließen kann. Freilich bedeutet dies nun aber nicht, dass es auch jedem Gefallen wird, denn in einigen Einstellungen wirkt es schon etwas störend, wenn Schilder und Schriften aufgrund mangelnder Schärfe nicht richtig gelesen werden können. Leider wirkt sich dieses Stilelement auch auf Close-Ups aus, in denen feine Härchen oder Redfords markante Fältchen oftmals nur zu erahnen sind. Farblich setzt man auf natürliche Töne, dem auch ein sattes Schwarz zu Grunde liegt. Leider gelingt es aber auch diesem Klassiker nicht, in den dunklen Abschnitte Detailverluste zu vermeiden, weshalb es auch hier immer mal wieder zu komplett schwarzen und konturenlosen Bereichen kommt. Hin und wieder haben sich auch einige Grauschleier eingeschlichen, was vor allem bei Szenen am Abend bzw. in der Nacht auszumachen ist. In Anbetracht des Filmalters hat man aber wohl dennoch das bestmögliche aus dem Ausgangsmaterial heraus, sodass sich die Blu-ray immer noch sehr gut sehen lassen kann.

Tonqualität

Folgende Tonspuren sind vorhanden: - Deutsch PCM 2.0 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch PCM 2.0 - Französisch PCM 2.0
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Akustisch wird man von Beginn des Films direkt in die 1970er Jahre zurückversetzt: Die deutsche Stereo-Spur bietet hier die wohlbekannten klassischen Sound-Effekte bei Schusswaffen und Prügeleien, welche als Pate für diese Zeit stehen. Die Dialoge sind hier jedoch jederzeit sehr gut zu verstehen und sofern man mittig ausgerichtet zu seinen Lautsprechern sitzt, bildet sich auch ein guter Stereo-Klang ab. In den wenigen Actionszenen hätte er dennoch gerne etwas kräftiger sein dürfen, denn hier fehlt es den Schusswaffen doch am nötigen Druck. Neben einer Zweikanal-Spur liegt der englische Originalton auch im Mehrkanalformat vor. Dieser klingt ein wenig homogener und wärmer, fällt letztendlich die meiste Zeit aber auch sehr frontlastig aus. Da der Film insgesamt jedoch recht Dialoglastig ausgefallen ist, tut dies der Sache aber keinen Abbruch. Unter dem Strich also eine solide Umsetzung, der man altersentsprechend nicht mehr abverlangen kann.

Ausstattung

Der Bonus-Bereich bietet die folgenden beiden Features: - Audiokommentar mit Sidney Pollack - Dokumentation: Paranoia-Kino der 70er Jahre (18:58 Min.)
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Zunächst bietet sich die Möglichkeit, den kompletten Film inklusive Audiokommentar von Regisseur Sidney Pollack abzuspielen. In der anschließenden Dokumentation sinnieren die beiden Kino-Kritiker Jean-Baptiste Thoret und Rafik Djoumi über das Phänomen "New Hollywood" sowie das Paranoia und Verschwörungs-Kino der 1970er Jahre. Man schildert kurz noch einmal, dass es bei der "Operation Mockingbird" darum ging, dass der Geheimdienst CIA die US-Medien mit seinen Agenten infiltrierte, um die öffentliche Meinung zu kontrollieren. Zudem zieht man hier einige Parallelen zu aktuelleren Filmen wie "Matrix" oder Werken von David Fincher. Die beiden Kritiker sprechen dabei in ihrer Muttersprache Französisch, jedoch verfügt die Dokumentation auch über deutsche Untertitel.

Fazit

Der Agenten-Thriller liefert einen spannenden Auftakt, verpufft dann aber recht schnell und tritt oftmals auf der Stelle, ohne viel Neues zu bieten. Hautdarsteller Robert Redford will es dabei nicht durchweg gelingen sympathisch zu bleiben, was sich vor allem in einer weniger passenden Entführungsszene widerspiegelt. Das Paranoia- und Verschwörungs-Kino der 1970er Jahre ist dabei für weniger Eingeweihte etwas schwer zu durchschauen, sodass nicht immer alles direkt plausibel erscheint, aber dennoch wohl so gewesen ist. Technisch leidet die bildliche Umsetzung unter den eingesetzten Stilmitteln, welche durch die kürzeren Brennweiten leider keine optimalen Schärfewerte zu lassen. Nahe gelegene Schriften sind erst in der UHD-Fassung besser zu erkennen, ebenso wie feine Details erst in der ultra-hochauflösenden Version auszumachen sind. Das Bonus-Material bietet mit einem Audiokommentar und einer kurzen Dokumentation zum Film-Genre nur wenig Auswahl, liefert aber dennoch einige interessante Infos. Unter dem Strich also eine solide Umsetzung eines in die Jahre gekommenen Klassikers - nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 01.06.2021

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STORY
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BILDQUALITäT
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