Lara (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: Lara (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
98 Minuten
Veröffentlichung:
23.04.2020
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Wenn man sich für seinen zweiten Film ganze 7 Jahre Zeit lässt, steigen unmittelbar damit auch die Erwartungen. Regisseur Jan-Ole Gerster gelang 2012 mit seinem Langfilmdebüt „Oh Boy“ ein echter Überraschungshit. „Lara“ könnte man irgendwie auch als „Oh Mother“ bezeichnen, denn die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.

Story

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Eigentlich hätte Lara Jenkins (C. Harfouch) einen Grund zu feiern, denn sie begeht gerade ihren 60. Geburtstag. Stattdessen beginnt sie ihren Tag aber in gewohnter Form mit einer Zigarette und einem Tee, und das obwohl an ihrem Ehrentag auch noch ihr Sohn Viktor (T. Schilling) einen wichtigen Auftritt hat. Am gleichen Tag gibt er ein großes Solo-Klavierkonzert und präsentiert dort seine eigene Komposition. Lara ist jedoch nicht eingeladen, stattdessen aber Viktors Vater Paul (R. Bock) mit dessen neuer Lebensgefährtin. Lara kämpft gegen die Ablehnung an und hat sich selbst die letzten verfügbaren Konzertkarten gesichert, um sich doch noch ein Geburtstagsgeschenk zu machen. Mit den eingangs erwähnten Parallelen meine ich natürlich nicht, dass Jan-Ole Gerster hier seinen eigenen Film kopiert, aber er ist ein Regisseur, der seine ganz eigene Handschrift hat. Diese ist auch in „Lara“ wiederzufinden. Damit meine ich vor allem die Art und Weise wie der Film erzählt ist. Statische Kameraeinstellungen, wenige Schnitte, selbst wie Figuren miteinander sprechen und umgehen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass „Lara“ ebenfalls an einem einzigen Tag spielt und die Hauptfigur über allen anderen steht. Somit ist der Film vor allem eine Charakterstudie, vielleicht auch eine Beziehungsstudie.
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Ich empfinde „Lara“ vor allem als einen Film, der viel über Gefühl funktioniert. Wir begleiten diese uns nie wirklich erschließenden Figur zwar von Anfang bis Ende und fühlen uns trotzdem unglaublich weit weg. Wir können diese Lara nie greifen, wir erfahren nur in Teilen etwas über ihre Vergangenheit und es wird weitgehend auf ausschweifende Exposition der Situation verzichtet. Wir als Zuschauer sollen anhand ihrer Handlungen erkennen, was in ihr vorgeht oder wie sie zu ihrem Sohn steht. Im Kern habe ich mich des Öfteren aber immer wieder gefragt: „Interessiert mich das eigentlich?“. So richtig konnte ich diese Frage auch am Ende des Filmes nicht beantworten und ich glaube das muss jeder für sich. Die Eingangssequenz beginnt zugegeben etwas platt: Laras Wecker klingelt, sie wacht auf und stellt sich ans Fenster, sie könnte springen und ihrem Leben ein Ende setzen. Kurz darauf klopft die Polizei bei ihr und die ersten Worte, die wir von ihr Hören, entlarven wir direkt als Lüge. So oder so ähnlich verlaufen die weiteren Szenen im Film, auch als sie ihren ehemaligen Arbeitgeber oder ihren ehemaligen Musiklehrer besucht. Beide Beispiele vereinen dann vor allem eines, hat sie für sich und ihr Leben die falschen Prioritäten gesetzt? Die Antwort auf diese Frage, könnte ihr Sohn Viktor sein, der von Tom Schilling gespielt wird.
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Im weiteren Verlauf konzentriert sich alles auf die Beziehung der Beiden und auch hier bekommen wir nur eine Ahnung davon, wie sie ihre gemeinsame Vergangenheit bewältigt haben. „Lara“ sieht uns als Zuschauer somit in der Pflicht bestimmte Lücken zu füllen, gibt uns aber immer wieder Hinweise an die Hand. Beispielsweise als sie auf einen jungen Schüler ihres ehemaligen Musiklehrers trifft und wie sie daraufhin mit ihm umgeht. Lara ist bestimmend, Lara ist aber auch verletzlich und Lara ist einerseits von sich überzeugt und steckt andererseits voller Selbstzweifel. Kurzum: Lara ist menschlich.

Bildqualität

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Das Bild ist auf einem hohen Niveau, durch die Farbgebung von bräunlichen, gräulichen Tönen hat es einen sehr geerdeten Look. An den Kontrasten und der Lichtsetzung sieht man, das hier auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet wurde. Auch wenn die Kamera optisch etwas einfach gestrickt ist, sind die statischen Bilder tadellos. Aufgefallen ist mir der etwas weichere Look, der hier und da ein wenig Schärfe vermissen lässt. Vermutlich hängt das auch mit den anamorphen Linsen zusammen, die für Lara verwendet wurden. Der Look des Filmes im Gesamten überzeugt.

Tonqualität

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Die deutsche Tonspur liegt in DTS-HD MA 5.1 vor und ist ebenfalls fehlerlos, außerdem wird auch eine Hörfilmfassung angeboten. Insgesamt spielt sich vieles auf der Dialogebene ab, wobei die hinteren Boxen und auch der Subwoofer nicht so viel zu tun haben. Dennoch wird ein angenehmes räumliches Klanggefühl erzeugt. Wenn der gelungene aber dennoch zurückhaltende Soundtrack einstimmt, tut es ihm der Subwoofer gleich und schwingt mit, die Mischung selbst ist passend, die Stimmen sind jederzeit klar und deutlich verständlich.

Ausstattung

Als Extras sind recht kurze Featurettes dabei, die sich stellenweise inhaltlich wiederholen. Im Kern steht das „Making-Of“, das allerdings nur ca. 5 Minuten Laufzeit hat uns aber immerhin etwas mehr an den Gedanken des Regisseurs und seiner Darsteller zum Stoff teilhaben lässt.

Fazit

„Lara“ ist ein ruhiger, melancholischer Film, der als Charakterstudie fungiert und uns an einem Leben teilhaben lässt, das vielleicht nie gelebt wurde und im Hintergrund immer wieder die Frage stellt: „Habe ich die Chance verpasst und die falschen Entscheidungen getroffen?“. Im Zentrum steht eine distanzierte Mutter-Sohn-Beziehung, die man selbst nach dem Ende nicht greifen kann. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Samsung 65“ – UE65RU7099UXZG – 4K Teufel e300 Digital Anlage (5.1 Dolby Surround) Playstation 4 Pro
geschrieben am 14.05.2020

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