The Woman Trilogy (Limited Collector's Edition) (3 Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Offspring + The Woman + Darlin' (Triple Feature)

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Disc-Informationen
Uncut, 3 Discs, BD (3x), 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Media Book,
Offspring + The Woman 4K Master!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1, 2.00:1, 2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
283 Minuten
Veröffentlichung:
25.09.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Ursprünglich beabsichtigte Capelight Pictures bereits zum Jahresbeginn die „Woman Trilogy“ auf Blu-ray und Ultra HD Blu-ray zu veröffentlichen. Weil in diesem Jahr viele Produkte später als geplant veröffentlicht werden, ist es auch wenig verwunderlich, dass die beiden Boxsets nun erst im Herbst den Kaufhandel erreichten. Capelight Pictures blieb allerdings nicht untätig und hat den Release in Sondereditionen vorbereitet. „The Woman Trilogy“, die aus den Filmen „Beutegier“, „The Woman“ und „Darlin'“ besteht, wurde in HD und in 4K jeweils im limitierten Mediabook ausgewertet. "Beutegier" hat dabei auch nach erneuter Prüfung keine FSK-Freigabe erhalten, weswegen man die Mediabooks weiterhin mit dem SPIO/JK-Siegel "Keine schwere Jugendgefährdung" anbieten muss. Das schließt allerdings die Verfügbarkeit bei diversen Händlern aus. Bei Amazon oder direkt im Capelight-Shop können die Sondereditionen aber weiterhin bestellt werden. Außerdem hat man mitgeteilt, dass es sich bei "Beutegier" und "The Woman" aufgrund des 4K-Transfers um neue Blu-rays und nicht um Neuauflagen handelt. Was die Filme zu bieten haben und wie sich die Blu-ray Discs in technischer Hinsicht schlagen, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Offspring - 6/10 The Woman - 8/10 Darlin - 5/10
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In den Wäldern von Dead River in Maine lebt seit Jahren eine Kannibalenfamilie, welche immer wieder mal aus den Wäldern herauskommt und sich auf die Jagd nach frischem Fleisch und frischem Blut in Form von Babys macht, welche die Sippe gesund und lebendig halten sollen. Nachdem die Kannibalen bis auf eine Frau (Pollyanna McIntosh) komplett ausgelöscht wurden, schlägt sich die Frau alleine durch, und gerät so in die Fänge des sadistischen Familienvaters Chris Cleek (S. Bridgers), der sie im Schuppen einsperrt und zivilisieren möchte. Allerdings hat der Vater ebenfalls einige Leichen im Keller, und so gelingt der Frau letztendlich die Flucht, wobei sie Darlin, die jüngste Tochter des Hauses, mitnimmt. Jahre später landet ebendiese Darlin (Lauryn Canny) vor den Toren eines Krankenhauses, wodurch sie in die Hände des Bischoffs (Bryan Batt) und der Nonne Jennifer (Nora-Jane Noone) gerät, welche das komplett verwilderte Mädchen für ihre Zwecke einsetzen. Doch die Frau ist bereits auf dem Weg um „ihr Mädchen“ zu befreien...
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1980 veröffentlichte Jack Ketchum seinen Debutroman „Beutezeit“ (Originaltitel: „Off Season“), in welchem eine Kannibalenfamilie ihr Unwesen an der Ostküste von Maine trieb. Elf Jahre später legte Ketchum die Fortsetzung seines Romans nach, der die Grundlage für die hier vorliegende Filmreihe, genauer gesagt für den ersten Film „Beutegier“ aka „Offspring“ lieferte. Der Streifen von Regisseur Andrew van den Houten blieb der Romanvorlage dabei sehr treu, was unter anderem darauf zurückzuführen war, dass Autor Jack Ketchum das Drehbuch zum Film selbst verfasste (und wie üblich seinen kleinen Cameo-Auftritt im Film absolvierte).
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So kompromisslos brutal und deutlich in der Gewaltdarstellung wie Ketchums Bücher ist auch der erste Film. Wenn die Kannibalen über die ahnungslose Familie herfallen, dann ist das schon ganz harter Tobak, der vor allem jungen Eltern an die Nieren gehen wird. Das Problem des Films besteht in erster Linie darin, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt, wobei der erste Teil nie den Weg auf die Leinwand gefunden hat, wodurch einige Beweggründe und Charaktere ein wenig undurchsichtig bleiben. Vor allem Sheriff Peters, der vor elf Jahren mit dem Kannibalenstamm aneinandergeriet, bleibt in der Verfilmung sehr blass. Generell ist „Offspring“ primär auf die Zurschaustellung von Ekeleffekten aus, und in dieser Hinsicht leistet er ganze Arbeit – auch wenn dadurch im Endeffekt ein im Gedächtnis bleibender, aber eben kein „guter“ Film entsteht.
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Ketchums dritter Roman der Reihe, „Beuterausch“, lieferte dann 2011 die Grundlage für den von Regisseur Lucky McKee inszenierten zweiten Teils der Filmreihe, der unter dem Originaltitel „The Woman“ erschien. Diesmal rückt die einzig überlebende Kannibalenfrau aus dem ersten Teil in den Fokus, und wird vom Jäger zum Opfer. Diese wird erneut von Pollyana McIntosh gespielt, die als roter Faden der hier vorliegenden Trilogie fungiert, und auch die beste darstellerische Leistung der gesamten Reihe abliefert. Die zum Beginn der Reihe 30 jährige Schottin erhielt für die Darstellung der Frau in „Offspring“ sowohl den „Fright Meter Award“ als auch den „Toronto After Dark Film Festival Special Award“, jeweils als „Beste Schauspielerin“.
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Der zweite Teil „The Woman“ ist indessen auch der Höhepunkt der Reihe, schon alleine deshalb, weil er kein konventioneller Horrorfilm ist, der sich über seinen Blutgehalt oder die Anzahl seiner Schockmomente definiert. In völliger Umkehrung des gewohnten Schemas eines Backwood-Slashers (Normalbürger geraten in die Fänge degenerierter Hinterwäldler), wird hier die scheinbar „normale“ Familie zum Täter, indem sie sich in jeder nur denkbaren Form an einem hilflosen Opfer vergeht. Im Laufe des Films wird dem Zuschauer deutlich, dass sich hinter der polierten Fassade der Musterfamilie ein nahezu bodenloser Abgrund aus Tyrannei und häuslicher Gewalt verbirgt. Vater Cleek entpuppt sich zunehmend als Psychopath, der seine Familie ebenso tyrannisiert, wie die Frau in seinem Keller. Dabei profitiert der Film von einer Riege durchweg erstklassiger Schauspieler, die den zunehmenden Wahnsinn innerhalb der Familie absolut überzeugend transportieren.
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Den Abschluss der Trilogie bildet der von der Trilogie-Hauptdarstellerin Pollyana McIntosh geschriebene „Darlin“, bei dem die Darstellerin auch den Regieposten übernahm. Dieser Teil basiert nicht auf einer Romanvorlage von Jack Ketchum, ist aber in puncto Sozialkritik durchaus ebenbürtig. Hier wird die Verlogenheit der Kirche, Missbrauch und Sexismus gnadenlos angeprangert, allerdings hält sich der Film dafür mit dem Gewaltgrad enorm zurück. Leider ist der Film eine sehr unausgegorene Angelegenheit, denn die zahlreichen Witzchen, auch wenn es sich dabei um sehr schwarzen Humor handelt, sind total unangebracht, und auch der Feminismus, der hier förmlich mit der Brechstange hereingeprügelt wird, ist völlig unnötig, hatte man doch in den ersten beiden Filmen zur Genüge bewiesen dass Frauen stark und unabhängig sein können. Alles in allem ist die Reihe durchaus sehenswert, allerdings nur für ein eingefleischtes Genrepublikum. Allen anderen dürfte wohl der zweite Film „The Woman“ völlig ausreichen, zumal er als einziger Film der Reihe wirklich gut ist und auch eigenständig funktioniert.

Bildqualität

Offspring – 6/10 The Woman – 8/10 Darlin – 8/10
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Das Bild der ersten beiden Filme der Trilogie liegt im Ansichtsverhältnis von 1,78:1 vor und wurde jeweils neu abgetastet. Der grobkörnige „Offspring“ hatte diese Neuauflage auch bitter nötig, immerhin war die Österreichische Import-Blu-ray Disc alles andere als gut. Sehr viel besser fällt das Bild hier allerdings auch nicht aus – was vermutlich daran liegt, dass man einen Kuchen der erst einmal versalzen ist kaum neu backen kann. So bewegt sich die Schärfe zwar auf einem besseren Niveau als bisher, erreicht aber zu keiner Zeit Werte, die man als „Gut“ bezeichnen könnte. Die Farben sind ein wenig natürlicher und frischer, allerdings schauen dunkle Flächen noch immer sehr türkis aus. Bei „The Woman“ hält sich die Verbesserung ebenfalls in Grenzen, allerdings muss hier konstatiert werden, dass die Erstauflage bereits sehr gut war. „Darlin“ hingegen liegt in einem anderen Ansichtsverhältnis vor als seine Vorgänger (2,00:1) und besitzt auch einen etwas anderen, weitaus sterileren Look. Die Schärfe ist hier gut, die Farben ein wenig entsättigt, aber alles in allem gibt es hier nicht viel auszusetzen.

Tonqualität

Offspring – 6/10 The Woman – 9/10 Darlin – 8/10
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Akustisch bewegt sich die Reihe auf einem sehr hohen Niveau, das deutlich besser ist, als man es von solchen Filmen erwarten würde. Während der erste Film noch recht frontlastig ausfällt kann gerade der zweite Teil der Reihe mit einem geschlossenen und kraftvollem Panorama und zahlreichen räumlichen Effekten punkten, wobei die spärlich eingesetzte Musik teilweise etwas zu laut eingespielt wird, und somit für einen „Hallo Wach“-Effekt sorgt. Die Dialoge sind jederzeit gut und klar verständlich, allerdings ist die Qualität der Synchronisation etwas wechselhaft. Der erste Teil der Reihe bildet hier das Schlusslicht, während „The Woman“ und „Darlin“ qualitativ sehr hoch angesiedelt sind.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing des der Rezension zugrunde liegenden Mediabooks.
Offspring: - 2 Audiokommentare - Interview mit Pollyanna McIntosh und Andrew van den Houten - "Fly on the Wall" – Hinter-den-Kulissen Dokumentation - "Progeny: The Birth of Offspring" – Making-of - "First Stolen’s Bailout" – Featurette - Erweitertes Interview mit Autor Jack Ketchum - Restaurations-Bildvergleich - 8 Webisode-Featurettes - Trailer The Woman: - 4 Audiokommentare - „Dad on the Wall" – Hinter-den-Kulissen Dokumentation von Mike McKee - Malam Domesticam" – Making-of - "Meet the Maker" – Featurettes - Entfallene Szenen - "Mi Burro" Kurzfilm von Zach Passero (produziert von Lucky McKee - "Darlins Dream" Entfallene Traumsequenz - Trailer Darlin': - Entfallene Szene - Musikvideo - Trailer
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Das Bonusmaterial fällt von Titel zu Titel ein wenig unterschiedlich umfangreich aus. Während „Darlin“ außer einem Musikvideo und dem Trailer zum Film nichts weiter zu bieten hat, warten die ersten beiden Filme mit unterschiedlichen Audiokommentaren, interessanten Features, Entfallenen Szenen und mehr auf. Vor allem die zahlreichen Audiokommentare, welche eine Fülle an interessanten Informationen bereithalten, sind ein echtes Highlight. Bei „Beutegier“ aka „Offspring“ bekommen wir obendrein noch einen Vergleich zwischen der alten und der restaurierten Version zu sehen.

Fazit

Die drei Filme der „The Woman“-Trilogie in einem Mediabook – das haben sich Fans sicherlich gewünscht. Mehr noch wünschte man sich eine Verbesserung der Qualität des ersten Films „Offspring“, die auch angepriesen und umgesetzt wurde. „Ein ganz neues Filmerlebnis“, wie es uns vollmundig versprochen wurde, ist die neue Restauration allerdings nicht geworden. Ein wenig besser, ja, aber weit entfernt davon als „Gut“ bezeichnet zu werden. Die anderen beiden Titel lassen indessen kaum zu wünschen übrig. Akustisch bewegen sich alle drei Filme auf einem soliden Niveau, wobei der zweite Teil erheblich positiv hervorsticht. Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen, wobei der letzte Teil der Reihe ein wenig mager ausgestattet ist. Die Filme erzählen eine mehr oder minder durchgängige Geschichte über eine Frau, die unter Kannibalen aufwächst, zunächst Urlauber angreift, später selbst in Gefangenschaft gerät und letztendlich ihr „Kind“ aus den Fängen der Kirche retten muss. Eine Wandlung der Hauptfigur ist dabei kaum zu beobachten, dafür bieten alle drei Filme kompromisslose Sozialkritik mit teilweise verstörenden Bildern und überbordender Brutalität, wobei diese von Film zu Film mehr und mehr abnimmt. Für Fans sind die Filme durchaus zu empfehlen, für den Durchschnittsgucker eher nicht. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

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