Der Pass - Staffel 1 Blu-ray

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Disc-Informationen
Uncut, 2 Discs, BD (2x), 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Digipak
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Digipak im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
480 Minuten
Veröffentlichung:
05.12.2019
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Skandinavische Thriller, ob im Buch-, Kino-, oder Fernsehformat, erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Die eisige Kälte, die schönen Kulissen und nicht zuletzt das entschleunigte Tempo, welches trotzdem atemlose Spannung verspricht, zieht immer mehr Zuschauer in ihren Bann. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir auch in Deutschland und Österreich wunderbar verschneite Pässe haben, und genau hier spielt sich die von Sky eigenproduzierte Serie „Der Pass“ ab, die vor einiger Zeit von Eye See Movies im Vertrieb der AV-Visionen GmbH auf den Markt gebracht wurde. Was die Serie zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Discs in technischer Hinsicht schlagen, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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In den verschneiten Bergen, auf einem Grenzstein zwischen Deutschland und Österreich liegt eine seltsam inszenierte Leiche. Beide Länder schicken Ermittler: die junge Ellie Stocker aus Berchtesgaden und Gedeon Winter von der Kripo Salzburg. Stocker übernimmt hochmotiviert ihren ersten großen Fall, während Winter, ein desillusionierter Zyniker, die Ermittlungen am liebsten ganz auf seine deutsche Kollegin abschieben würde. Zwischenmenschliche Spannungen sind vorprogrammiert. Aber die zwei müssen kooperieren. Denn es geschehen weitere Morde. Und sie tragen die gleiche Handschrift. Schnell steht fest, dass ein Serienmörder am Werk ist. Nach der Beschreibung eines überlebenden Opfers entsteht eine Phantomzeichnung des Täters. Sie zeigt die teuflische Fratze eines Krampus, eines jener furchterregenden Begleiter des heiligen Nikolaus, die unartige Kinder bestrafen. Verfolgt der Mörder womöglich eine Mission? Schockierende Audionachrichten, die bei einem Journalisten eingehen, erhärten diesen Verdacht. In jeder von ihnen ist die Rede von der "roten Jahreszeit". (Pressetext AV-Visionen GmbH) Die deutsch-österreichische Koproduktion erinnert an die skandinavische Erfolgsserie „Bron“, die hierzulande unter dem Titel „Die Brücke – Transit in den Tod“ veröffentlicht wurde, und sowohl von dem Amerikanern, als auch in Form einer britisch-französischen sowie einer russisch-estnischen Version neuadaptiert wurde. Allerdings ist „Der Pass“ dann letztendlich doch ein wenig mehr als ein simples Remake, was auch sehr gut ist, denn irgendwann hat man wohl alle Facetten einer Geschichte bis aufs Maximum ausgereizt – wobei das noch nie ein ernsthaftes Problem für die Filmindustrie war – selbst wenn stets die Unterschiede der beteiligten Länder hervorgehoben wurden und für dementsprechende Abwechslung sorgten.
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Mit unglaublicher Spannung werden in den acht Episoden, die eine jeweilige Laufzeit von 42 bis 57 Minuten besitzen, sowohl die Ermittler, die mit ihren unterschiedlichen Ambitionen zu kämpfen haben, als auch der Täter porträtiert, wobei gerade zweiteres den besonderen Reiz der Geschichte ausmacht. So ist dem Zuschauer die Identität des „Krampusmörders“ zwar bereits ab der dritten Episode bekannt, aber das schmälert die Spannung nicht – im Gegenteil. Hier bekommen wir tiefe Einblick in die Beweggründe, das Handeln und die Psyche eines Wahnsinnigen geboten, und man merkt der Serie an, dass die Autoren hier von dem Fallanalytiker Alexander Horn beraten wurde, der zum Gründungsteam des Pilotprojektes „Täterprofiling“ des Polizeipräsidiums München gehört, und einen messerscharfen Blick für derartige Charaktere und deren Beweggründe besitzt. Darüber hinaus bekommen wir auch noch einen Einblick in die Sitten und Gebräuche der Landbevölkerung von Bayern und Österreich, wobei insbesondere das Krampusbrauchtum eine gewichtige Rolle spielt, und sogar die Lokalpolitik wird kurz angeschnitten. Hervorzuheben sind auch und vor allem die darstellerischen Leistungen und die Charakterisierung der einzelnen Figuren der Handlung. Zum einen hätten wir die Ermittler, gespielt von der Berlinerin Julia Jentsch und dem Wiener Nicholas Ofczarek, die beide – wie auch der restliche Cast – nicht nur über weitreichende Film- und Fernseh-, sondern auch über Theatererfahrungen verfügen, und ein Schauspiel zeigen, dass ihresgleichen sucht. Während die von Jentsch gespielte deutsche Ermittlerin sportlich und engagiert, gleichzeitig aber auch zerrissen und von Selbstzweifeln geplagt auftritt spielt Ofczarek seinen „Wiener in Salzburg“ pessimistisch, desillusioniert, schnoddrig und vor allem von einer unheilvollen Vergangenheit belastet, wodurch die Handlung zusätzlich an Zündstoff gewinnt. Anfangs erscheint er als abgewrackter Grantler, aber ab einem gewissen Punkt hat er Blut geleckt und zeigt sich von seiner erbarmungslosen Ermittlerseite. Da wird gebrüllt, geflucht, geschimpft, aber auch geweint und verzweifelt – eine grandiose Darstellung!
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Neben den tollen Darstellen und der spannenden Story sind vor allem die Kulissen ein echtes Highlight, denn die verschneiten Berge, Wälder und Täler wirkt märchenhaft geheimnisvoll und gleichermaßen tödlich gefährlich. Hierdurch entsteht zusätzlich eine enorme Atmosphäre, die nicht etwa bald abgenutzt wirkt, sondern von Episode zu Episode gehalten und gesteigert wird, wodurch die Serie einen enormen Sog entwickelt, der man sich als Genrefan nur schwerlich entziehen kann. Für alle Fans von skandinavischen Thrillern, aber auch für Freunde der Erfolgsserie „True Detective“ ist „Der Pass“ daher ein kleiner Geheimtipp, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Wer bisher deutsche Krimis nur durch den „Tatort“ erlebte, sollte sich auf etwas gefasst machen.

Bildqualität

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Das makellose Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und schaut überwiegend hervorragend aus, auch wenn man die Fernsehherkunft nicht ganz verschleiern kann. Die Schärfe bewegt sich fast durchgängig auf einem guten Niveau und erreicht, gerade bei hell erleuchteten Außenaufnahmen, fast schon Referenzniveau, während es in dunkleren Bereichen auch hin und wieder etwas weicher wird. Hier lässt sich auch ein minimales Bildrauschen nicht von der Hand weisen, dass zwar nicht sonderlich stört, aber letztendlich die Höchstwertung verhindert. Die Farben sind ebenfalls sehr kräftig, wenn auch aufgrund diverser Filtereinsätze nicht immer ganz natürlich – aber dafür wird mit den kalten Farben eine großartige, beklemmende Stimmung erzeugt, die einen bis ins Mark frösteln lässt. Der Kontrast ist, wie bereits vermutet, sehr gut eingestellt lässt das Bild sehr lebendig wirken, auch wenn der Schwarzwert in dieser Hinsicht nicht immer ganz zu überzeugen weiß.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher Sprache in dts-HD Master 5.1 auf der Disc vor und bewegt sich ebenfalls auf einem unerwartet hohen Niveau. Optional lassen sich deutsche Untertitel für Hörgeschädigte zuschalten, während die deutschen Untertitel für die Dialoge des Wiener Kommissars (und einigen anderen Nebenfiguren) fest eingebunden sind – allerdings nicht immer und nicht in jeder Episode, was sehr merkwürdig ist, da er ständig mit relativ starkem Dialekt spricht. Da dies aber nicht für jeden Zuschauer ein Problem darstellt, sind die nicht ausblendbaren Untertitel in diesen Passagen ein kleines Ärgernis. Noch ärgerlicher ist, dass die Untertitel spezifische Begriffe nicht übersetzen und in einem Fall aus einer "10" eine "20" machen. Aufgrund der Thematik ist hier zwar kein Effektfeuerwert zu erwarten, aber dennoch bekommen wir haufenweise Surroundeffekte, die uns mitten ins Geschehen hineinziehen. Hervorzuheben ist außerdem der grandiose Score von Jacob Shea (produziert, unter anderem, von Hans Zimmer!), der die wundervollen Bilder perfekt untermalt und so gut und stimmig ist, dass ich mich hier über eine separate Musiktonspur sehr gefreut hätte. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich und die Abmischung ist allgemein sehr dynamisch und harmonisch. Mehr kann von einer TV-Produktion nicht erwarten, im Gegenteil. Die Erwartungen wurden bei diesem Produkt sogar ein kleinwenig übertroffen.

Ausstattung

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Die Veröffentlichung erfolgt in einem 2-Disc-Digipack mit einem 12-seitigen Booklet, in dem sich neben einer Charakterübersicht auch noch ein knapper Episodenguide und ein Kommentar der Regisseure befindet. Im Bonusmaterial der Discs erwarten uns vier Interviews die insgesamt zwar informativ ausfallen, aber nicht den Einblick in die Produktion gewähren den man sich wünschen würde. Hier hätte man etwas mehr erwartet. Obendrein bekommen wir eine Handvoll Trailer.

Fazit

Bild- und Ton der TV-Produktion sind sehr hochwertig und auf einem hohen Niveau, auch wenn es nicht ganz zur Höchstwertung reicht. Das Bild ist, bis auf ein paar kleinere Mankos in dunkleren Bildbereichen, makellos und der Ton ist so hochwertig und gelungen wie man es von einer Produktion dieser Art erwarten kann – vielleicht sogar ein kleinwenig besser. Das Bonusmaterial hätte allerdings ein wenig umfangreicher ausfallen können. Die Serie selbst besticht durch eine Atemlose Spannung, großartige Darsteller und eine wunderbare Kulisse. Für Fans von skandinavischen Krimis ist diese deutsch-österreichische Gemeinschaftsproduktion von daher eine absolute Empfehlung. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Philips 55PUS8601/12 Panasonic TX-L47ETW60 Denon dbt-3313ud Sony BDV-N9200WB Teufel Theater 500 THX 7.1 mit 4 Dipol Speakern
geschrieben am 07.03.2020

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