Der Honiggarten - Das Geheimnis der Bienen Blu-ray

Original Filmtitel: Tell It to the Bees

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Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
108 Minuten
Veröffentlichung:
10.01.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Schaut man sich die aktuellen Neuveröffentlichungen an, wird man von Sequels, Prequels, Remakes, Reboots oder überladenen Filmuniversen mit Superhelden, Sternenkriegern, Dämonen oder wütenden Männern in schnellen Autos geradezu totgeschlagen. Aber es gibt sie noch, die neuen, alleinstehenden Filme, die uns tief bewegen, überraschen und begeistern, und das ganz ohne Explosionen, schnelle Autos, Dämonen oder Superkräfte. Einen dieser Filme stellen wir ihnen heute vor. Mit "Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen" von Regisseurin Annabel Jankel bringt Capelight Pictures nun die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Fiona Shaw auf den Heimkinomarkt. Was das außergewöhnliche Liebesdrama mit Oscar-Preisträgerin Anna Paquin und Holliday Grainger in den Hauptrollen zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Schottland im Jahr 1952: Die Ärztin Jean Markham (A. Paquin) übernimmt in ihrer einstigen Heimstadt die Praxis ihres Vaters. Als sie den jungen Charlie (G. Selkirk) als Patient bei sich aufnimmt, freundet sie sich mit ihm an und bringt dem Kleinen die Bienenzucht bei. Den Bienen konnte Jean schon in frühester Kindheit ihre Geheimnisse anvertrauen. Und ein Neues wird schon bald dazustoßen, denn als sie Charlies Mutter Lydia (H. Grainger) kennenlernt, verlieben sich die beiden Frauen ineinander und beginnen eine leidenschaftliche Beziehung. Eine Beziehung, für die ihr konservatives Umfeld noch nicht im Entferntesten dazu bereit ist, diese zu akzeptieren… Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autorin Fiona Shaws, nimmt sich allerdings zahlreiche Freiheiten gegenüber der Vorlage, was sich insbesondere zum Ende hin bemerkbar macht. Wer also eine werkgetreue Adaption erwartet, der wird mitunter enttäuscht sein. Aus diesem Grund betrachten wir den Film als eigenständiges Werk und verzichten auf Vergleiche mit der Vorlage, was in den meisten Fällen ohnehin besser ist.
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Der Film nimmt sich viel Zeit seine Figuren, die Welt und die Gesellschaft in der sie leben vorzustellen und führt den Zuschauer behutsam an die Situation heran. Erzählt wird das Ganze vom – inzwischen Erwachsenen – Charlie, der die Katastrophe zum Handlungszeitraum erst ins Rollen bringt, und uns nun aus dem Off die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt. Dabei sieht er das Ganze nach wie vor mit den Augen eines Kindes, wodurch die Geschichte einiges an zusätzlichen Emotionen verliehen bekommt. Der Film handelt im Grunde genommen von der Liebe, allerdings von einer Liebe, die so wie sie war nicht sein durfte, weil die Zeit – oder besser die Menschen in der Umgebung der Protagonisten – noch nicht reif dafür war. In unserer heutigen, scheinbar toleranten und aufgeklärten Zeit, mag das Unverständnis der Nebenfiguren nur schwer nachvollziehbar sein, aber dank der deutlichen Bilder gelingt es Regisseurin Annabel Jankel ein nachvollziehbares Sittengemälde der Landbevölkerung in den 1950er Jahren auf die Leinwand zu bringen.
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Das Erzähltempo des Films ist dabei sehr gemächlich, beinahe schon hypnotisch, wodurch die wundervollen Bilder, die phantastische Musik und natürlich das grandiose Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen perfekt zur Geltung kommen und nicht von irgendwelchem Brimborium überschattet werden. Generell darf man die Leistung der beiden Aktricen Anna Paquin und Holliday Grainger als hervorragend bezeichnen. Selbst ohne große Dialoge gelingt es den Beiden dem Zuschauer ihre Gefühle, ihre Ängste und ihre innige Liebe zu vermitteln. Einzig das Finale mag nicht so recht passen, und zwar nicht nur, weil es von dem Romanende abweicht, sondern weil es schlichtweg unnötig und inkonsequent ist. Hier entsteht ein wenig der Eindruck, als wolle die Regisseurin unbedingt noch einen „Draufsetzen“, was allerdings nur bedingt gelingt und schlussendlich einiges Kaputtmacht. Dummerweise verzettelt sich der Film mit zunehmender Laufzeit in unnötigen Klischees, aber vermutlich gehört dies ein stückweit dazu, auch wenn es erfrischend gewesen wäre, wenn man mal einen Film ohne solche zu sehen bekommen würde. Dennoch ist „Der Honiggarten“ ein wundervoller Film, der obendrein durch seine tollen Kulissen und Kostüme begeistert, und genau das richtige für einen düsteren, verregneten Tag darstellt, auch wenn man einiges an innerer Kraft braucht, um ihn bis zum Ende durchzustehen. Es empfiehlt sich daher eine Packung Taschentücher bereit zu halten.

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und fängt die dargestellte Zeit perfekt ein. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem sehr guten Niveau, erreicht allerdings selbst bei Nahaufnahmen keine Spitzenwerte. Hier könnte man allerdings von einem gewollten Stilmittel sprechen, da das etwas weichere Bild deutlich besser zum Gezeigten passt. Die Farben sind angenehm und sehr natürlich, dabei überwiegend in warme Herbstöne getaucht, was dem Film zusätzlich an Atmosphäre verleiht. Der Kontrast kann, ebenso wie der Schwarzwert, als gut bezeichnet werden.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in dts-HD Master Audio 5.1 mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln auf der Disc vor. Obwohl es sich bei „Der Honiggarten“ um einen Film der leisen Töne handelt brauchen wir nicht auf eine teilweise hervorragende Räumlichkeit zu verzichten. Die Aufnahmen aus der Fabrik setzen beispielsweise auf wuchtige Umgebungsgeräusche die im krassen Kontrast zum entspannten Garten stehen, wo wir auch akustisch von den Bienen umschwirrt werden. Abgerundet wird das Ganze durch eine verträumt schöne Musikuntermalung von Claire M. Singer. Einziges Manko sind leider die Dialoge, die ein wenig zu dumpf erklingen und gerade in Puncto Zischlaute nicht zur Gänze überzeugen können. In der deutschen Synchronfassung bekommen wir über den Hauptakteuren die fähigen Sprecher Alice Bauer, Berenice Weichert, Marieke Oeffinger und Sven Gerhardt zu hören.

Ausstattung

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Das Bonusmaterial besteht lediglich aus rund 12 Minuten an Interviews, die zwar einen gewissen Informationsfaktor besitzen, sich aber primär mit der Geschichte und ihren Figuren auseinandersetzen. Des weiteren bekommen wir einige Trailer zu sehen und die Erstauflage wurde mit einem Wendecover ausgestattet.

Fazit

Aus technischer Sicht kann die blaue Scheibe aus dem Hause Capelight als Grundsolide bezeichnet werden. Das Bild ist angenehm und passt auch farblich perfekt zur dargestellten Zeitepoche. Selbst Akustisch bekommen wir einiges geboten, allerdings klingen die Dialoge etwas zu dumpf. Im Bonusmaterial dürfen wir uns einige Ansichten der an der Produktion beteiligten Darsteller und Filmemacher anhören. Der Film ist ein bezauberndes und bittersüßes Sittengemälde der 1950er Jahre, welches zum einen durch die phantastische Ausstattung und zum anderen dank der großartigen Darstellerinnen punkten kann. Wäre da nicht das etwas unpassende Finale und die teilweise etwas zu klischeebelastete Handlung, wäre dies ein Perfekter Film. Aber so wie er ist ist er dennoch durchaus sehenswert und wird an dieser Steller wärmstens empfohlen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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7 von 10

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