Die Braut des Satans (Hammer Edition Nr. 26) (Limited Mediabook Edition) (Cover C) Blu-ray

Original Filmtitel: To the Devil a Daughter

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Disc-Informationen
Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.66:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
93 Minuten
Veröffentlichung:
30.08.2019
 
STORY
5
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
6
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit „Die Braut des Satans“ bringt Anolis einen weiteren Titel der legendären Hammer-Filmproduktionsgesellschaft auf den Markt, der seinerzeit völlig unterging und auch heute nur einem sehr eingeschränkten Kreis bekannt sein dürfte, und das obwohl Genre-Urgestein Christopher Lee und US-Star Robert Widmark gegeneinander um die Seele der blutjungen Nastassja Kinski kämpfen. Der Titel, der als einziger Film von Hammer mit einem deutschen Co-Produzenten (der Terra Filmkunst) und zum Teil in Deutschland entstand, wird hier erstmals auf DVD beziehungsweise Blu-ray Disc in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen einer preisgünstigen Keep-Case-Variante und drei unterschiedlichen limitierten Mediabooks. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Der Schriftsteller und Okkultistikexperte John Verney (R. Widmark) wird von seinem Freund Henry Beddows (D. Elliott) um Hilfe gebeten, da sich dessen Tochter Catherine (N. Kinski) in den Fängen einer Satanssekte befindet, die unter der Führung des Exkommunizierten Priester Pater Michael (C. Lee) agiert. Die Sekte sieht in Catherine die Auserwählte, welche von Satan höchstpersönlich geschwängert den Antichrist auf die Welt bringen soll... „Die Braut des Satans“ entstand im Jahr 1976 und war der einzige Horrorfilm der Londoner Hammer-Filmgesellschaft, der mit deutschen Co-Produzenten entstand. Zugleich war es für lange Zeit der letzte Kino-Horrorfilm der legendären Produktionsgesellschaft, bis diese 2011 unter neuer Führung wieder ins Geschäft einstieg.
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Viele behaupteten damals, dass „Die Braut des Satans“ den Todesstoß für das renommierte Studio gewesen sei, was allerdings nicht ganz den Tatsachen entspricht. Nichtsdestotrotz kann dieser Eindruck durchaus entstehen, denn „Die Braut des Satans“ ist alles andere als ein guter Film. Dabei versuchte man einfach nur auf die damals populär werdende Okkultismus-Schiene aufzuspringen – allerdings mit wenig Erfolg. Trotz des Mitwirkens von Christopher Lee, dem amerikanischen Superstar Richard Widmark und Klaus Kinskis Tochter Nastassja wirkt der Film über lange Strecken sehr unmotiviert und langatmig.
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Das Einzige was Hammer immer beherrschte und auch hier auszuspielen weiß ist die packende und unheilvolle Atmosphäre, wobei es in dieser Hinsicht auch deutlich bessere Filme der Gesellschaft gibt. Christopher Lee hingegen hinterlässt den Eindruck, als handle es sich bei seiner Mitwirkung um eine Pflichtarbeit, die er zwar souverän aber mit wenig Spaß vollführte. Das Gleiche gilt für Widmark, der zumeist skeptisch oder ängstlich, zuweilen aber auch trotzig-wütend in die Kamera guckt, als würde er einfach nur den Drehanweisungen folgen, ohne selbst viel Eigeninitiative zu ergreifen. Lediglich Nastassja Kinski kauft man die Rolle der unschuldigen und hilflosen „Maid in Nöten“ ab, was allerdings zum Teil an ihrem Alter, und zum Teil an ihrer Geschichte liegen könnte, und mit dem „Satan“ hatte sie ja ohnehin immer viel zu tun. Inhaltlich erinnert der Film ein wenig an Roman Polanskis Film „Rosemaries Baby“, beziehungsweise an Ira Levins Romanvorlage, allerdings entstand diese 15 Jahre nach der Romanvorlage von „Die Braut des Satans“, welche der britische Autor Dennis Wheatley lieferte. Plagiatsvorwürfe sind von daher an dieser Stelle vollkommen ungerechtfertigt. Doch auch wenn der Film nicht unbedingt in der oberen Liga der Hammer-Filme zu verorten ist (sondern eher im unteren drittel), ist er immer noch interessant und spannend genug, um den einen oder anderen Fan in seinen Bann zu ziehen. Immerhin ist er keine totale Gurke, und auch wenn es deutlich bessere Filme zu diesem Thema gibt, so gibt es doch auch unzählige Titel, die noch weitaus schlechter sind.

Bildqualität

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Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 1,66:1 vor und hinterlässt allgemein einen relativ guten Eindruck – allerdings mit einigen Einschränkungen. Zum einen ist die Schärfe leider nicht immer ganz optimal, was jedoch überwiegend auf nicht ganz optimal fokussiertes Ausgangsmaterial zurückzuführen sein dürfte, was demnach zwar keinen Fehler beim Transfer bedeutet, im Endeffekt aber trotzdem suboptimal ausschaut. Die Farben sind sehr natürlich, aber für Filme der Hammer-Filmgesellschaft etwas zurückhaltend, was aber ebenfalls keinen Fehler darstellt, sondern so gewollt sein dürfte. Zum einen war diese Farbgebung zur Entstehungszeit üblich, und zum anderen passt das Ganze besser zur Handlung, als die teilweise knalligen Farben früherer Filme. Der Kontrast geht in Ordnung und auch der Schwarzwert ist gut, allerdings hapert es hier stellenweise ein wenig bei der Durchzeichnung. In dunkleren Bereichen versumpfen kleinere Details, allerdings hält sich dieses Manko erfreulicherweise in Grenzen. Das gleiche (in Grenzen halten) trifft auch auf altersbedingte Mängel, Verschmutzungen und Beschädigungen zu, die weitestgehend entfernt wurden, aber eben nicht völlig verschwunden sind.

Tonqualität

Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in dts HD-Master 2.0 mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln auf der Disc vor. Genau wie das Bild wurde auch der Ton in der mutmaßlich bestmöglichen Qualität auf die Disc gepresst, allerdings sind hier keine wirklichen Wunder zu erwarten gewesen. Zumindest klingen die Dialoge jederzeit gut verständlich und relativ frisch, auch wenn in dieser Hinsicht noch ein kleinwenig Luft nach oben gelassen wird. Die Dynamik ist dafür ganz hervorragend, die Abmischung gelungen und alles in allem gibt es nicht viel auszusetzen. In der deutschen Synchronfassung bekommen wir zahlreiche legendäre Sprecher zu hören, darunter Arnold Marquis, Christian Rode, Edgar Ott, Norbert Langer, Ina Patzlaff und Marianne Lutz.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing des dem Review zugrunde liegenden Mediabooks. - Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, Uwe Sommerlad und Volker Kronz
 - Dokumentation on: Dark Arts: Inside „To The Devil... A Daughter“ 
- Interview mit Synchronsprecher Christian Rode 
- Britischer Kinotrailer 
- Deutscher Kinotrailer 
- Super-8-Fassung 
- Amerikanische Radiospots 
- Amerikanisches Pressbook 
- Deutscher Werberatschlag 
- Bildergalerie
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Es ist inzwischen zur lieben Gewohnheit geworden dass Anolis seine Hammer-Titel mit einem Audiokommentar mit Filmhistoriker Dr. Rolf Giesen ausstattet, und auch hier werden wir wieder mit einem solchen verwöhnt. Wie immer plaudert „Dr. Horror“, diesmal gemeinsam mit Uwe Sommerlad und Volker Kronz, über alles Mögliche und lässt dem Zuhörer neben Hintergrundinformationen zum eigentlichen Film auch haufenweise Anekdoten und Hintergründe zur Zeitgeschichte und ähnlichen Titeln zukommen, wodurch der Film mitunter in einem ganz anderen Licht erstrahlt. Erfreulicherweise verfällt er dabei nicht in Lobhudelei, sondern zeigt auch ohne Blatt vor dem Mund die zahlreichen Mängel des Films auf. Dazu bekommen wir noch eine kurzweilige Dokumentaion über den Film zu sehen, dürfen der unlängst verstorbenen Synchron- und Hörspiellegende Christian Rode beim Interview zuhören und können uns zahlreiches Werbematerial und den Film in seiner damalilgen Super-8-Fassung zu Gemüte führen und dabei in Nostalgie schwelgen. Ganz nebenbei ist die stark gekürzte Super-8-Fassung auch deutlich schmissiger und weniger langatmig und besitzt dadurch mitunter einen höheren Unterhaltungswert als der Film in seiner eigentlichen Fassung.

Fazit

Wie wir das von den Veröffentlichungen aus dem Hause Anolis gewohnt sind bekommen wir auch hier eine mehr als würdige Veröffentlichung eines Klassikers geboten, der in Audiovisueller Hinsicht kaum zu wünschen offen lässt. Das Bild ist zwar nicht immer ganz optimal, aber das liegt vermutlich am Ausgangsmaterial und stellt daher keinen Fehler in der Restauration dar. Akustisch darf man natürlich auch keine Wunder erwarten, aber zumindest bekommen wir das Optimum am Möglichen geboten. Das Bonusmaterial ist, wie wir das bereits kennen, schon aufgrund des Audiokommentars mit Dr. Rolf Giesen, eine Quelle der Information für alle, die an dem Film und den Hintergründen interessiert sind. Der Film selbst ist leider nicht ganz so gelungen wie man es sich erhoffen würde, sondern kränkelt an allen Ecken und Enden. Die Story ist dünn und sehr an den Haaren herbeigezogen, die Spannung mäßig und die Darsteller schienen auch keine Rechte Lust gehabt zu haben. Für Komplettisten, Sammler und Nostalgiker ist „Die Braut des Satans“ natürlich trotzdem ein Pflichtkauf, und eine totale Gurke ist der Film ebenfalls nicht. Damals wie heute gab und gibt es zahlreiche weitere Titel die sich mit dem Thema befassen, welche deutlich unter dem Niveau dieser Produktion liegen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

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geschrieben am 27.09.2019

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