Joker (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: Joker (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch DD 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Englisch Dolby Atmos
Englisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
122 Minuten
Veröffentlichung:
12.03.2020
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STORY
9
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit dem Thriller-Drama "Joker" inszenierte Regisseur Todd Phillips die vermutlich ungewöhnlichste Interpretation des wohl berühmtesten Batman-Antagonisten und überzeugte damit Kinopublikum wie Kritiker gleichermaßen. Der Film und sein Hauptdarsteller Joaquin Phoenix konnten bereits zahlreiche Filmpreise einheimsen, darunter den Golden Globe und den Goldenen Löwen von Venedig und 2 Oscars, wobei er mit 11 Nominierungen einer der heißesten Anwärter auf die begehrteste Filmtrophäe Hollywoods war. Nun bringt Warner Home Video den Titel auf den heimischen Heimkinomarkt, und der Käufer hat dabei die Wahl zwischen der Blu-ray und der 4K auf Ultra HD Blu-ray, jeweils in einfachen Keep Cases oder als limitierte Steelbook-Editionen. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Wie wird man zu einem Verrückten? Entsteht Wahnsinn durch Sozialisation, psychische Belastungen und schlechte Erfahrungen oder sind manche Menschen einfach böse? Arthur Fleck (J. Phoenix) ist ein sozialer Außenseiter, ein Muttersöhnchen, ein Wirrkopf und er hat kein Glück in den wirtschaftlich harten Zeiten der 1980er-Jahre in den USA. Nachdem er in seinem Job als Auftrags-Clown scheitert, will er es mit einem Bühnenprogramm versuchen. Doch auch hier schlägt dem talentlosen Arthur nur Hass entgegen. Seine neue Bekanntschaft Sophie (Z. Beetz) findet Arthur gar nicht schlecht, doch als Mann an ihrer Seite will sie ihn auch nicht. Als auch noch sein Vorbild, der Moderator Murray Franklin (R. De Niro), auf Arthur aufmerksam wird und sich über ihn lustig macht, bricht in Arthur etwas aus, mit dem niemand gerechnet hätte… der Joker. Viele Kontroversen gab es um „Joker“. So warfen einige selbsternannte Sittenwächter dem Film vor psychische Krankheiten zu idealisieren oder gar Terrorismus zu befürworten – oft ohne den Film überhaupt gesehen zu haben. So wird dem Zuschauer schon nach den ersten Minuten klar, dass Arthur Fleck keineswegs zu einem tragischen Helden emporgehoben wird. Nein, der Mann ist ein armer Tropf, völlig abgedriftet in eine eigene Welt, die ständig mit der Realität kollidiert. Klar, und dann kommt es eben irgendwann zum großen Knall. Dabei stellt „Joker“ viele unangenehme Fragen, die manchen Menschen Angst machen, weil sie ihr eigenes Weltbild prüfen müssen: Ist es vielleicht eben nicht nur das gestörte Individuum, das plötzlich zum Schrecken aller durchknallt, sondern auch die Gesellschaftsstruktur an sich, die an Problemen krankt? „Joker“ weigert sich dogmatische Antworten zu geben, sondern stellt derartige Fragen.
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Das gipfelt in einem Dialog zwischen Arthur alias Joker und dem Moderator Murray Franklin, in dem beide Seiten gute Argumente haben – aber der eine sie mit emotionaler Rohheit vorträgt und der andere mit sachlicher Nüchternheit. Keine der beiden Seiten liegt völlig falsch, doch die Ereignisse im Finale des Films spiegeln in erschreckender Weise auch die politischen Umbrüche wider, die nicht nur die USA, sondern derzeit auch Deutschland betreffen. Es wird deutlich, dass manchmal Gefühle überwiegen und die Menschen zu dunklen Taten verleiten – egal wie sehr der Verstand dagegen spricht. Dabei ist „Joker“ ein harter Brocken: Ja, es gibt in wenigen, kleinen Momenten Anflüge von Humor, doch generell ist dieser Film von einer Tristesse geprägt, die man in dieser Form selten in einer großen Hollywood-Produktion erlebt. Getragen wird der gesamte Film dabei von Hauptdarsteller Joaquin Phoenix, der völlig zurecht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und sich auf eine Stufe mit Heath Ledger stellen darf.
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Somit sollte man sich keine Illusionen machen: „Joker“ ist in gewisser Weise eine unangenehme Erfahrung, ein Film der die Sinne mit brodelnder, düsterer Stimmung überschwemmt und kritische Fragen aufwirft, die sich mancher Zuschauer lieber nicht stellen würde. Doch dann als Reaktion mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist falsch. Glücklicherweise hat der Film sowohl seitens des Publikums als auch der Kritik die Würdigung bekommen, die er verdient. Wenn man etwas ankreiden kann, dann ist es vielleicht das besonders zu Anfang extrem gemächliche Pacing, das „Joker“ zu einem „Slow Burn“ macht. Auch fühlt sich der Film eher wie ein klassisches Arthouse-Drama an und nicht wie eine Comicverfilmung. Wer zudem auch noch die Quasi-Vorlage „King of Comedy“ gesehen hat, erkennt stark die Inspiration – fast schon ist „Joker“ ein Remake. Doch das alles schmälert die Qualität dies Films kaum, so dass der wahnsinnige Clown nur knapp an der Höchstnote vorbeischrammt.

Bildqualität

- 1,85:1; 1080p
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Das glasklare Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und schaut so gut aus, wie man es von einer aktuellen Big-Budget Produktion erwartet. Nahaufnahmen, und hiervon gibt es reichlich, bestechen mit einer Flut an Kleinstdetails. Besonders hervorzuheben ist hier der finale Auftritt in der Fernsehshow, bei der man das Gewebe der Kleidung förmlich fühlen kann. Allerdings ist auch gerade diese Szene teilweise schon etwas überschärft, was sich in den Konturen von Robert De Niros Gesicht negativ bemerkt macht – aber das ist zum Glück eine absolute Ausnahme. Die Farben orientieren sich am Stil der 1980er Jahre, atmen aber zugleich eine Art pessimistische Depression aus, denn von den kunterbunten Knallfarben der 80er kann man hier weit und breit nichts sehen. Dafür sind die Farben jederzeit sehr natürlich und sauber. Der Kontrast ist optimal eingestellt und lässt das Bild stellenweise dreidimensional aussehen.

Tonqualität

- Deutsch Dolby Atmos - Untertitel / Die Tonspuren der Blu-ray hat Warner Home Entertainment für die Ultra HD Blu-ray übernommen: Der Ton liegt also in deutscher und englischer Sprache in Dolby Atmos (deutsch mit Dolby TrueHD 7.1 Kern, englisch nur mit Dolby Digital Plus 7.1 Kern), sowie zusätzlich in beiden Sprachen in Dolby Digital 5.1 mit optional zuschaltbaren deutschen und englischen Untertiteln für Hörgeschädigte auf der Disc vor.
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Obendrein gibt es auch noch eine deutsche Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte.
Auch wenn es sehr erfreulich ist, dass man uns hier eine verlustfreie deutsche Dolby Atmos Tonspur spendiert, hätte man es sich in diesem speziellen Fall auch sparen können, denn die oberen Kanäle werden in keinem nennenswerten Umfang angesteuert, und selbst die hinteren Lautsprecher bringen nur selten etwas wirklich Hörenswertes ins Heimkino. Hier und da heult eine Polizeisirene, es klappern Schlüssel, und natürlich sorgen auch die Massenszenen für einiges an Raumklang, aber alles in allem bleibt der Film fast ausschließlich auf die vorderen Kanäle beschränkt, kann in dieses Hinsicht aber voll Punkten. Die grandios-düster-pessimistische und völlig zu Recht oscarprämierte Cello-Musik von Hildur Guðnadóttir sorgt für ordentlich Druck, wobei der restliche Film in dieser Hinsicht eher zurückhaltend bleibt. 
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Interopa Film GmbH in Berlin unter der Dialogregie und nach einem Dialogbuch von Tobias Meister und ist ausgesprochen gelungen, auch wenn das unterdrückte Lachen von Joaquin Phoenix im Original etwas beängstigender und leidender klingt als Tobias Kluckerts deutsches Version.

Ausstattung

- Die Evolution des Jokers (1:25 Minuten) - Joker: Making-of (22:25 Minuten) - Bitte begrüßen sie Joker (2:44 Minuten) - Joker: Eine Chronik des Chaos (3:04 Minuten)
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Es sei vorweg erwähnt, dass diese Edition über KEIN Wendecover verfügt. Ansonsten besteht das Bonusmaterial im Kern aus einem sehenswerten und auch einigermaßen informativen Making-of und drei eher belanglosen und als Werbefilmchen einzustufenden Kurzfeatures. Im Großen und Ganzen geht das in Ordnung, allerdings hätte man hier deutlich mehr abliefern können und müssen, um einem Film wie diesem gerecht zu werden.

Fazit

Bild und Ton der blauen Scheibe aus dem Hause Warner erfüllen mühelos die Erwartungen, die man an eine aktuelle Produktion wie die hier vorliegende stellt. Das Bild ist sauber und knackescharf, der Ton überzeugt ebenfalls, allerdings hätte es in diesem speziellen Fall keine Dolby Atmos Tonspur sein müssen. Das Bonusmaterial ist leider ein wenig dürftig und hätte ebenfalls etwas umfangreicher und vor allem informativer sein dürfen. Der Film selbst ist ein zweischneidiges Schwert. Als Film, als Drama, als Gesellschaftsstudie ist „Joker“ ein phantastischer Film, der alle Facetten abdeckt und dank der grandiosen Leistung seines Hauptdarstellers fast restlos überzeugen kann. Ins Batman- oder DC-Universum passt der Film allerdings nicht hinein, und wer eine Orign-Story von Batmans ultimativer Nemesis erwartet, der wird nur bedingt glücklich nach dem Abspann sein. Trotzdem sollte man sich diesen Film keineswegs entgehen lassen, denn auch wenn er den Wettlauf um den Oscar als Bester Film verpasst hat, so ist er doch einer der Besten Filme der letzten Jahre, und das ohne Wenn und Aber. (Michael Speier, André Westphal)
(weitere Reviews anzeigen)

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8 von 10

Testgeräte

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8 Bewertung(en) mit ø 4,09 Punkten
 
STORY
3.9
 
BILDQUALITäT
4.9
 
TONQUALITäT
4.9
 
EXTRAS
2.8

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