Lock Up - Überleben ist alles (Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: Lock Up

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Niederländisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
108 Minuten
Veröffentlichung:
19.09.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Publisher Studiocanal beschert seinen Backkatalogtiteln von Zeit zu Zeit ein Upgrade auf das 4K Ultra HD Medium, bei dem man freundlicher Weise auch gleich deren Blu-ray Pendant mit überarbeitet und diese dann mit einem neuen Transfer versieht. Zu diesen Kandidaten gehört auch der hier vorliegende 'Knast-Thriller' mit Action-Star Sylvester Stallone und Donald Sutherland in den Hauptrollen. Der Film erfuhr zwar schon einige Blu-ray Veröffentlichungen, hier auch in diversen Mediabook-Varianten, doch durch die Überarbeitung für das Ultra HD Upgrade soll man nun auch die Full HD Variante in einer verbesserten Qualität bei Bild und Ton erhalten. Ob dies zum Anlass des 30-jährigen Geburtstag des Films würdig gelungen ist, kann dem nachstehenden Review entnommen werden.

Story

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Um seinem Ziehvater kurz vor seinem Tode noch einen Besuch abzustatten, brach der wegen einer Bagatelle inhaftierte Frank Leone (S. Stallone) seinerzeit vorzeitig aus dem Gefängnis aus. Doch trotz vorheriger guter Führung bringt ihm dies fünf zusätzliche Jahre hinter Gittern ein. Davon sind nun noch knapp 6 Monate über und Frank freut sich schon darauf, endlich ein gesittetes Leben mit seiner großen Liebe Melissa (D. Fluegel) beginnen zu können. Eines Nachts stehen jedoch einige Vollzugsbeamte vor seiner Zellentür und fertigen ihn mit harten Bandagen zu einer Überführung ab. Hintermann des Ganzen ist sein ehemaliger Gefängnisdirektor Drumgoole (D. Sutherland), der niemals verwunden hat, dass ihm Frank damals entwischte. Das letzte halbe Jahr in Haft soll daher für Frank zur Hölle auf Erden werden. Im neuen Gefängnis angekommen, versucht sich der friedliebende Frank aus allem rauszuhalten, um ja seine baldige Entlassung nicht zu gefährden. Doch wie lange kann er den Schikanen und Provokationen durch Drumgoole und seinen Schergen standhalten?
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Der Auftakt des Films nimmt sich erst einmal etwas Zeit, um den Charakter von Frank Leone, gespielt durch Sylvester Stallone, vorzustellen. Bei Frank handelt es sich um einen liebenswürdigen Kerl, der trotz seiner kräftigen Statue eher den unteren Weg geht, als in einer Konfrontation seine Kräfte zur Schau zu stellen. Dies war jedoch einmal anders, denn als Teenager galt er als Troublemaker, der jedoch von seinem Ziehvater auf die richtige Bahn gebracht werden konnte. Sein Heil fand er dabei im Basteln an Motoren und Autos. Als sein Herr das zeitliche segnet, möchte er ihm noch einmal die letzte Ehre erweisen, doch dieses Gesuch wurde von seinem damaligen Gefängnisdirektor Drumgoole, herrlich fies von Donald Sutherland in Szene gesetzt, abgelehnt. Da Frank seinem Ziehvater aber viel zu verdanken hat, nimmt er das Risiko und die damit verbundenen Konsequenzen auf sich und flüchtet aus dem Gefängnis. Ein Ereignis, dass sich auch in den Medien hochspielen sollte. Doch auf Grund der ehrenvollen Hintergründe kommt es anders als gedacht: Frank bekommt zwar eine zusätzliche Strafe, die er in einer besseren Einrichtung absitzen darf. Drumgoole's Laufbahn ist hingegen danach zu Ende - ein Ereignis, dass der Direktor niemals überwinden soll und daher von Rachegefühlen zerfressen wird. Kurz vor Franks endgültiger Entlassung verlegt Drumgoole ihn daher wieder zu sich ins Gefängnis und lässt ihn von Mitarbeitern und einigen Insassen stetig schikanieren. Bei Letzteren stellt sich gerade Gangführer Chink, welcher von Sonny Landham verkörpert wird, als harter Brocken heraus. Er versucht ständig bei jeder Gelegenheit den ruhigen Frank aus der Reserve zu locken, damit dieser ein weiteres Mal straffällig wird und nochmals länger einsitzen muss. Ein Unterfangen, dass gar nicht so einfach zu sein scheint, durchschaut Frank dieses Spiel natürlich schnell. Währenddessen beginnt Frank unter den Insassen auch Freunde zu finden, denn der quirlige Dallas, gespielt von Tom Sizemore, kann ihm durch seine internen Beziehungen einen Job besorgen - und zwar als Mechaniker in der Gefängnis-Werkstatt. Diese wird durch Eclipse geführt, welcher durch Frank McRae gespielt wird und der erstmal nicht begeistert von einem neuem 'Mitarbeiter' ist. Nachdem er jedoch bei einem Football-Spiel auf dem Gefängnisgelände erleben musste, dass sich alle gegen Frank verschworen haben, gibt er ihm eine Chance. Zusammen mit dem Sonnyboy First Base, gespielt von Larry Romano widmen sie sich einem großen Projekt, an dem alle ihren Spaß zu haben scheinen. Doch es dauert natürlich nicht lange, bis Drumgoole davon Wind bekommt und nun endlich eine schwache Stelle bei Frank gefunden zu haben scheint. Es kommt wie es kommen muss, denn nachdem die Provokationen des Direktors immer persönlicher werden, muss Frank sich zur Wehr setzen. Doch einmal entfesselt, gibt es für ihn kein Halten mehr...
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In weiteren Rollen sind zum Beispiel John Amos als harter, aber verständnisvoller Captain Meissner, Jordan Lund als sadistischer Wärter Manly oder Darlanne Fluegel als Franks Geliebte Melissa, zu sehen. Im Rahmen ihrer Charaktere mache sie alle einen guten Job und überzeugen auf ganzer Linie. Einen kurzen Gast-Auftritt hat auch Danny Trejo als Gangmitglied und Schläger. Auch wenn der Film einige harte Knast-Momente hat, stellt er aber genauso die Freundschaft zwischen den Männern in den Vordergrund. Gerade ihr gemeinsames Projekt schweißt sie immer weiter einander und stärkt ihren Zusammenhalt. Erst gegen Ende zieht der Gewaltgrad etwas an, in dem die Gang um Chink und die sadistischen Wärter zur Hochform auflaufen. Warum der Film allerdings in Zeiten, in denen selbst ein 'Tanz der Teufel' nun ab 16 Jahren gesehen werden darf, immer noch eine Freigabe ab 18 besitzt, bleibt ein Rätsel. Hier möchte man sich wahrscheinlich nur die Neuprüfung sparen, die der Thriller aber durchaus mit einer niedrigeren Freigabe bestehen sollte. Denn die meisten Schlägereien und Folter-Strafen, die hier zu sehen sind, werden heutzutage wohl niemanden mehr abschrecken. Mit einer Freigabe ab 16 könnte man sicherlich einige Zuschauer mehr erreichen und vor allem die Kaufabläufe im Online-Handel deutlich einfacher gestalten. Sei's drum - der Film selbst bietet spannenden Unterhaltung, die einen sympathischen Sylvester Stallone zeigt, welcher sichtlich Spaß an seiner Rolle hatte. Insgesamt ein wirklich guter Vertreter des 1980/90er Jahre Action-Kinos.

Bildqualität

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Beim neuen Full HD Transfer konnte das Filmkorn verfeinert werden, auch wenn es dennoch stets deutlich zu erkennen ist. In einigen Szenen, in denen Dampf und Nebel auftreten, tritt das Filmkorn wieder etwas stärker in den Vordergrund. Doch in seiner Feinheit wirkt es aber glücklicher Weise nicht allzu störend, denn nur bei hellen Hintergründen kommt es zu leichtem Wuseln auf dem Bildschirm. Die Bildschärfe liegt auf einem sehr guten Niveau und bringt Tattoos der Insassen, feine Wandstrukturen in den Zellen, oder Bartstoppel in den Gesichtern der Protagonisten zum Vorschein. Die Farben wirken dabei sehr natürlich, wobei im Gefängnis zumeist er triste Töne vorherrschen. Am besten setzt sich hier noch ein flamme-rote Ford Mustang ab, wenn er durch den Matsch des Football-Feldes driftet. Dunkle Szenen in den Heizkellern der Anstalt, oder in der Einzelhaftzelle von Frank werden nur mit geringen Detailverlusten dargestellt. Der verbesserte Schwarzwert sorgt hier für eine satte Darstellung. Hin und wieder kommt es schon mal zu etwas weicheren Szenen, was auf Grund des Alters sicherlich zu verzeihen ist. Insgesamt kann sich der Titel somit sehr gut sehen lassen.

Tonqualität

Die Blu-ray bietet nachstehende Tonspuren zur Auswahl: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 - Französisch DTS-HD Master Audio 2.0
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Liest man die Angaben zu den Tonformaten, so mag zunächst auf Grund der modernen Mehrkanal-Spuren Freude aufkommen. Die Ernüchterung bei der deutschen Synchronisation erfolgt jedoch umgehend, denn von Mehrkanal kann hier nicht wirklich die Rede sein. Beim Anschauen wurden extra alle Lautsprecher abgelaufen, dennoch konnte letztendlich zu 90% nur etwas aus dem Center-Kanal wahrgenommen werden. Zwar klingt die heimische Sprachvariante weder muffig noch angestaubt, aber Umgebungsgeräusche oder ein Mittendrin-Gefühl beim lautstarken Footballspiel sucht man hier vergebens. Hier hat man wohl nur die damalige Stereospur hochgemixt, was aber nicht wirklich gut gelungen ist. Dass es bessergeht, zeigt dann die englische Original-Spur, welche mit einer deutlich hörbareren Räumlichkeit daherkommt. Als wenn sich plötzlich ein Scheunentor öffnet und mehr Klang ins Wohnzimmer dringt. Zwar liegen beide Fassungen gleich auf, was Pegel und Dynamik betrifft, durch bessere Einbindung der umherliegenden Kanäle punktet die englische Fassung aber mit mehr Atmosphäre. Schade, dass dies nicht auch bei der Synchronisation gelungen ist.

Ausstattung

Die folgenden, schon von anderen Veröffentlichungen bekannten Bonusbeiträge wurden erneut auf die Blu-ray gepackt: - Making-of (6:35 Min.) - Featurette: Sylvester Stallone (3:11 Min.) - Hinter den Kulissen (8:13 Min.) - Interview mit Sylvester Stallone (5:04 Min.) - Interview mit Donald Sutherland (0:21 Min.) - Interview mit Sonny Landham (0:42 Min.) - Interview mit John Amos (0:17 Min.) - Interview mit Darlanne Fluegel (0:42 Min.) - Originaltrailer (2:24 Min.)
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Das Bonus-Material lag schon den bisherigen Veröffentlichungen bei und bietet daher an dieser Stelle nichts Neues. Die Beiträge liegen noch in SD-Qualität und im 4:3 Format vor und verfügen größtenteils über deutsche Untertitel. Leider wiederholen sich einige Abschnitte immer wieder, da die recht kurzen Interview-Schnipsel auch schon in dem Making-of oder dem Featurette zu sehen waren. Die Hauptdarsteller geben noch einmal einen rudimentären Einblick in ihre Rollen, was jedoch zumeist schon aus dem Film selbst hervorging. Nett anzuschauen ist hingegen der Beitrag 'Hinter den Kulissen' in denen die Schauspieler zum ersten Mal das echte Gefängnis besuchen, welches später auch teilweise als Handlungsort dient. Ansonsten bietet das Material leider nur durchschnittliche Kost und ist schnell durchgeschaut.

Fazit

Ein sympathischer Sylvester Stallone, dem man deutlich den Spaß an seiner Rolle ansieht, in einem spannenden Gefängnis-Thriller, der jedoch unter heutigen Gesichtspunkten in seiner Gewaltdarstellung nicht mehr wirklich einer 18er Freigabe entspricht. Auch 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung beschert einem der Film einen unterhaltsamen Abend und kann vor allem durch seine bildliche Überarbeitung überzeugen. Beim Ton erhält man, zumindest als Zuschauer der deutschen Synchronisation, einen recht bescheidenen Mix, der nichts mit der Angabe im Menü zu tun hat. Denn statt einer Multikanal-Abmischung, ertönt hier fast alles aus dem Center-Lautsprecher. Dass es bessergeht, zeigt dann die englische Originalspur, welche bei gleichem Pegel mit einer deutlich höheren Räumlichkeit punkten kann. Auch beim Bonus-Material bietet man lediglich bekannte Kost, so dass einzig und allein ein Kaufanreiz durch das bessere Bild geboten wird. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 06.10.2019

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