Four Rooms (Limited Mediabook Wattierte Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Four Rooms

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
98 Minuten
Veröffentlichung:
05.10.2019
 
STORY
9
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Es gibt zu beinahe jedem großen Fest einen oder mehrere Filme, wobei mancher Feiertag mehr (Weihnachten) und mancher Feiertag weniger Beachtung spendiert bekommt. Im Jahr 1995 trafen sich vier talentierte Filmemacher, darunter auch das Regie-Wunderkind Quentin Tarantino und sein texanischer Busenfreund Robert Rodriguez, welche ein Jahr später den hochgelobten Kultfilm „From Dusk till Dawn“ auf die Kinoleinwände brachten, und kreierten einen Film, der von einem Pagen in der Silvesternacht handelt. „Four Rooms“ (der alternativ auch als „Silvester in fremden Betten“ vermarktet wurde!) wurde bereits 2012 von Studiocanal auf Blu-ray Disc veröffentlicht und erscheint, zusammen mit anderen Filmen von Tarantino, in Form eines wattierten Mediabooks von '84 Entertainment. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Ted (T. Roth) tritt ausgerechnet zu Silvester seinen neuen Job als Page des Hotels „Mon Signor“ an. Ob Hexenzirkel, psychopathische Ehemänner, zwei nervenaufreibende Kids oder die durchgedrehten Penthousegäste. Ted hat sich sicherlich auf einen harten Arbeitstag eingestellt, doch die Realität sieht noch weitaus schlimmer aus…
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Vier Regisseure, vier Geschichten, vier ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Dieser Episodenfilm schwankt inhaltlich ein wenig, aber das bleibt nicht aus, wenn sich vier kreative Köpfe, die im Grunde genommen recht unterschiedlich sind, zusammensetzen und einen Film kreieren. Verbunden werden die Geschichten durch den großartig aufspielenden Tim Roth, der als neuer Hotelpage in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun hat, um den Gästen ihre Wünsche zu erfüllen. Die erste Geschichte ist eine romantische Hexenstory, wobei der gute Ted hier als Glückspilz bezeichnet werden kann, darf er doch „Die fehlende Zutat“ im Hexengebräu (der Zirkel tagt natürlich in der Honeymoon-Suite, und nutzt die große Wanne in der Mitte des Raums als Hexenkessel) erbringen. Und dieser Zirkel besteht fast ausschließlich aus „Eye Candy“: Valeria Golino, Madonna, Sammi Davis, Alicia Witt und natürlich Ione Skye, die unserem guten Ted den Kopf verdreht. Das Drehbuch zu dieser Episode stammt von Allison Anders, die auch die Regie übernahm und den „feministischen“ Einschlag in den Film zaubert, ohne dass es dabei nach „Frauenquote“ aussieht.
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Die Glücksfee bleibt dem guten Ted allerdings nicht lange hold, denn bereits in der nächsten Episode von Alexandre Rockwell gerät er mitten in einen handfesten Ehestreit zwischen Jennifer Beals und David Proval und entpuppt sich dabei als „Der Falsche Mann“. Diese Episode ist Spannung pur, weil man im Grunde genommen nicht weiß, was das verrückte Paar da überhaupt treibt, und wie Ted aus dieser unangenehmen Situation wieder herauskommen soll. Diese Episode ist an sich vielleicht die schwächste, aber dennoch packend und unterhaltsam. In Episode 3 bekommt Ted es mit den Kindern von Antonio Banderas und Talyn Tomita zu tun, welche er als Babysitter beaufsichtigen soll, was allerdings gar nicht so leicht ist, denn erstens sind „Die Ungezogenen“ alles andere als Pflegeleicht, und dann birgt das Zimmer an sich noch ein ungemütliches Geheimnis. Diese Episode von Robert Rodriguez bietet surrealen Slapstick, für die der Regisseur berühmt und berüchtigt zugleich ist.
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Quentin Tarantino steuerte die vierte, letzte und im Grunde genommen beste Episode bei, wobei er nicht nur hinter sondern auch als Hauptdarsteller der Episode vor der Kamera agiert. „Der Mann aus Hollywood“ feiert dabei mit seinen Freunden und einer gehörigen Menge „Kristall“ ein rauschendes Fest und benötigt Ted als Schiedsrichter einer Wette, die auf einer Geschichte von Roald Dahl fußt. Tarantino parodiert sich in dieser Episode selbst (er redet auch in einer Tour durch, während Bruce Willis (der nirgendwo genannt wird weil er aus Gefälligkeit auf seine Gage verzichtete und damit gegen die Regeln der SAG verstieß) im Hintergrund mit seiner Exfrau am Telefon streitet) und inszeniert diese Episode als dialoglastiges Erzählstück voller Spannung und Sarkasmus – und natürlich hagelt es hier auch wieder haufenweise Popkultur-Zitate. Alle vier Geschichten sind sehr unterhaltsam, witzig, tragen die jeweilige Handschrift des entsprechenden Regisseurs und fügen sich somit zu einem locker-leichten Potpourri zusammen. Tim Roth als Hotelpage Ted zeigt hier – durchaus mit Hang zur Übertreibung – was für ein großartiges Talent in ihm steckt, und bewegt sich locker zwischen den sehr unterschiedlichen Geschichten hin und her. Bei „Four Rooms“ handelt es sich um ein zu Unrecht unbekanntes Kleinod, das es sich zu entdecken lohnt.

Bildqualität

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Das feinkörnige Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und wurde seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2012 offensichtlich nicht verändert. Die Schärfe bewegt sich auf einem guten, aber eben nicht auf einem Top-Niveau, ist der DVD aber um Längen überlegen! Kleinere Details lassen sich vor allem in Nahaufnahmen erkennen, im Allgemeinen gehen sie allerdings unter. Die Farben sind je nach Episode mal mehr mal weniger natürlich, aber jederzeit sehr kräftig und sauber. Der Kontrast ist gut eingestellt, allerdings allgemein ein kleinwenig zu dunkel. Dunkle Stellen verschlucken dabei hin und wieder ein paar Details und weiße Flächen wirken eher gräulich. Filmfehler, altersbedingte Mängel und ähnliches sind dafür sehr selten, und abgesehen von einem leichten Bildrauschen, welches insbesondere in dunkleren Szenen auffällt, gibt es nicht wirklich viel zu beanstanden. Trotzdem wäre es wünschenswert dieses Kleinod in einer neuen Restauration zu sehen.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in dts-HD Master 5.1, sowie in französischer Sprache in dts-HD Master 2.0 mit optional zuschaltbaren Untertiteln in den drei Sprachen auf der Disc vor. Die hinteren Kanäle werden dabei etwas zu selten ins Geschehen mit einbezogen, allerdings handelt es sich hier ja auch nicht um einen Actionknaller, sondern um ein dialoglastiges Kammerspiel. Combustible Edisons Soundtrack – insbesondere das geniale Titelstück „Vertigogo“ - sticht dabei sehr brachial und klangvoll aus dem Sound heraus und sorgt für den einen oder anderen instrumentalen Ohrwurm. Die Dialoge sind dabei jederzeit sehr gut verständlich und klingen frisch und sauber. Die Originalfassung des Films enthält übrigens Szenen, die in der deutschen Fassung fehlten. An diesen Stellen schaltet die deutsche Fassung in den Originalton und blendet deutsche Untertitel ein. Die gelungene deutsche Synchronfassung entstand unter der Regie und nach einem Dialogbuch von Beate Klöckner bei der renommierten FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH in München. Hierin werden die bekannten Gesichter von fähigen Sprechern wie Frank Lenart, Marina Köhler, Martin Umbach, Carin C. Tietze und Co. synchronisiert.

Ausstattung

Hier geht’s zum Unboxing des dem Review zugrunde liegenden wattierten Mediabooks. - 16-seitiges Booklet mit Text von Christoph N. Kellerbach - Dokumentation: „Four Directors, Four Friends, Four Rooms“ (20:18 Minuten) - Featurette (6:04 Minuten) - Original-Trailer (2:06 Minuten) - Deutscher Trailer (1:55 Minuten)
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Featurette, welches im Grunde genommen die Kurzfassung der oben erwähnten Dokumentation darstellt. Hierin erfahren wir ein paar Hintergründe über die Entstehung des Films und dürfen den Filmemachern über die Schulter schauen. Dazu bekommen wir noch die Trailer zu sehen. Leider liegt das gesamte Bonusmaterial in Standartauflösung und dementsprechend minderer Qualität vor, ist aber zumindest deutsch untertitelt.

Fazit

Bild und Ton der Blu-ray Disc sind nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, können aber dennoch noch als Gut durchgewunken werden. Die Schärfe hätte etwas besser sein können, der Kontrast ist auch nicht ganz optimal, und akustisch gibt es ebenfalls nicht viel zu berichten, was in diesem Fall allerdings – zumindest zum Teil – auf das Genre zurückzuführen ist. Das Bonusmaterial ist informativ, allerdings ebenfalls etwas zu mager. Dafür ist das wattierte Mediabook eine feine Sache, die sich nicht nur gut in der Sammlung macht, sondern bereits jetzt eine kleine Rarität darstellt. Der Film selbst ist die perfekte Begleitung für einen Silvesterabend, kann aber auch an jedem anderen Tag des Jahres genossen werden. Erstaunlicherweise ist dieses Kleinod relativ unbekannt, dabei liefern die vier Regisseure jeweils kleine Meisterwerke ab, und die geballte Starpower tut ihr übriges. Für Fans der Regisseure Tarantino. Rodriguez, Anders und Rockwell ist dieser Episodenfilm eine absolute Empfehlung – und nicht nur für die! (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 06.11.2019

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