TKKG Blu-ray

Original Filmtitel: TKKG

Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
96 Minuten
Veröffentlichung:
21.11.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Viele von uns sind mit den Abenteuern von Tarzan (beziehungsweise Tim), Karl, Klößchen und Gabi quasi aufgewachsen, und auch wenn mir persönlich die Konkurrenzdetektive auf Rocky Beach immer besser gefallen haben, hatte die Clique aus Deutschland doch einen entscheidenden Vorteil für einen Film- und Fernsehjunkie wie mich: Es gab sie auch auf dem Bildschirm und der Leinwand. Zum einen hätten wir da die recht erfolgreiche ZDF-Fernsehserie aus den 1980er Jahren, die mich stets vor den Fernseher gezogen hat. 1992 schafften es die Detektive sogar auf die Leinwand, und der Film „Ein Fall für TKKG: Drachenauge“ ist auch heute noch ein echtes Highlight. Der 2006 entstandene „Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine“ hingegen konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Doch das ist ja jetzt alles „Schnee von Gestern“, denn jetzt bringt Warner Home Video den neuen „TKKG“-Film auf den Heimkinomarkt. Dieser wurde von Robert Thalheim in Szene gesetzt und zeigt uns die Anfänge der Jugendbande. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Mit Tim (I. Moutaoukkil) und Willi (L. Germeno) treffen auf dem Internat zwei Jungen aufeinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten und sich dennoch anfreunden. Während Tim aus armen Verhältnissen stammt und den Weg auf das Internat nur dank eines Stipendiums finden konnte, sind Willis Eltern wohlhabend. Eines Tages wird Willis Vater entführt und zudem eine wertvolle Statue gestohlen. Als die beiden Jungs davon erfahren, beginnen sie gemeinsam Ermittlungen anzustellen. Die Jungs entdecken dadurch nicht nur, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als sie ursprünglich dachten, sondern sie schließen auch neue Freundschaften mit dem intelligenten Außenseiter Karl (M. S. Gelke) und der cleveren Polizistentochter Gaby (E.-L. Schimpf). Gemeinsam verfolgen Sie eigene Ermittlungen, denn sie sind der Auffassung, dass die Polizei einer falschen Spur folgt. Langsam decken sie eine Verschwörung auf und formen sich immer mehr zu einer Bande, der TKKG... Basierend auf der Jugendromanserie „Ein Fall für TKKG“, einer der hierzulande kommerziell erfolgreichsten Buchreihen, die von Rolf Kalmuczak unter dem Pseudonym Stefan Wolf verfasst wurde, erzählt uns Regisseur Robert Thalheim die bislang unbekannte Entstehungsgeschichte der Jugenddetektivbande TKKG. Das Drehbuch dazu stammt von Peer Klehmet, der bereits die Drehbücher zu den neuen „Fünf Freund“-Filmen verfasst hatte – man sollte also davon ausgehen, dass der Mann weiß wie man langlebige Jugendserien für die Leinwand adaptiert.
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Der Film wirkt dabei ein wenig so, als würde er versuchen, die aus heutiger Sicht unmöglichen Fremdschäm-Momente der Vorlage wieder auszubügeln. Wenn man alte TKKG-Hörspiele hört oder Bücher liest, stolpert man über Situationen, Ausdrücke und Geschlechterbilder, die jedem Gleichstellungsbeauftragten auf die Barrikaden bringen würden. Wie dort mit Migranten, „Pennern“ und „Zigeunern“ umgegangen wurde, mag zwar in den 1970er Jahren an der Tagesordnung gewesen sein, geht heute aber natürlich überhaupt nicht mehr. Und so wird der athletische Mädchenschwarm Tim mit Ilyes Motutaoukkil besetzt, der in „Bibi & Tina: Tohuwabohu Total“ noch einen syrischen Flüchtling gespielt hat. „Klößchen“ wird von dem deutsch-italiener Lorenzo Germeno gespielt, welcher dem „Sohn reicher Eltern“ einen zunächst etwas unsympathischen Anstrich verleiht, der aber mehr und mehr in die Charakterisierung herüber driftet, die wir gewohnt sind. Die Rolle des Computergenies Karl wurde passenderweise mit „Jugend Forscht“-Gewinner und Mathematikgenie Manuel Santos Gelke besetzt, der aktuell auch in der Hauptrolle des Otto in der Realfilmadaption von „Benjamin Blümchen“ zu sehen ist. Bleibt noch Gabi, das Mädchen der Gruppe. Hier dürfen wir uns über Emma-Louise Schimpf aus den Maggi-Kochstudio Werbespots freuen, welche der Gabi zahlreiche neue Facetten verleiht. Ihr Charakter bekommt hier deutlich mehr zugetraut als es in der Vorlage der Fall war. Statt schmückendes Beiwerk oder „Jungfer in Nöten“ ist die neue Gabi tough, mutig und handwerklich begabter als ihre drei männlichen Gegenparts. Abgesehen davon harmonieren die vier Darsteller ganz phantastisch und spielen ganz ohne Startschwierigkeiten – fast so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Da uns hier eine Ursprungs-Geschichte kredenzt wird, müssen sich die vier erst einmal aneinander herantasten, was dem Film einen zusätzlichen Reiz verleiht. Natürlich darf auch die klassische Detektivgeschichte nicht fehlen. Diese setzt sich sogleich aus mehreren bereits bekannten Geschichten zusammen, fügt sich aber zu einem interessanten Ganzen und erschafft damit zugleich etwas halbwegs Neues.
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Das Einzige was hier stört ist, dass (wie in fast allen deutschen Jugendfilmen der letzten Zeit) die Erwachsenen als Witzfiguren und Abziehbilder fungieren, die von den Kindern, beziehungsweise Jugendlichen, locker „in die Tasche gesteckt“ werden. Milan Peschel spielt als „Blinder Hellseher“ wieder mal den Zwielichtigen Schurken und Hauptverdächtigen, Trystan Pütter stolpert als komplett unfähiger und lächerlicher Komimissar Glockner mehr schlecht als recht durch die Landschaft, Antoine Monot, Jr. Ist als Hermann Sauerlich, Klößchens Vater, ebenfalls nur eine Witzfigur und Tom Schilling spielt den Lehrer und tritt damit in die Fußstapfen von Jörg Pleva. Die Fokussierung auf die Hauptfiguren ist dabei allerdings nicht weiter schlimm, denn immerhin fungieren diese als Identifikationsfiguren fürs Publikum, und dieses darf bei dem Neustart durchaus gemischt sein. Erwachsene werden hier vermutlich ebenso viel Spaß haben wie Kinder, denn der Film bietet für jeden etwas – bis hin zum bekannten Titelsong und diversen Anspielungen. Damit ist Robert Thalheim etwas gelungen, dass seine beiden Vorgänger mit ihren Filmen nicht ganz hinbekommen haben: Ein Film, der generationsübergreifend begeistert. Es wäre großartig, wenn man sich auch so viel Mühe mit einer Neuadaption der „Drei Fragezeichen“ geben würde, zumal manche Szene (beispielsweise die Besprechung in der „Base“) sehr stark an die drei Detektive aus Rocky Beach erinnern.

Bildqualität

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Das klare und fehlerfreie Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und ist dabei sehr hochwertig und harmonisch. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem guten bis – je nach Ausleuchtung und Einstellung – sehr guten Niveau, ohne irgendwelche Ausfälle. Die Farben sind leicht ins erdige verschoben und wirken dadurch sehr warm, wobei die Natürlichkeit weitestgehend erhalten bleibt. Der Kontrast ist gut eingestellt und lässt das Bild szenenweise (Schwenk über das Internatsgelände und die Kamerafahrten über Köln) sehr plastisch wirken. Der Schwarzwert kann leider nicht immer überzeugen und hätte etwas satter sein dürfen, aber hierbei handelt sich schon um „Jammern auf hohem Niveau“.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutschem dts-HD Master 5.1 mit optional zuschaltbaren xxx Untertiteln auf der Disc vor. Obendrein gibt es eine Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte. Akustisch bleibt der Film leider etwas zu unauffällig. Zwar bekommen wir ein paar nette Surroundeffekte, aber diese halten sich leider in sehr engen Grenzen. Das gleiche gilt für den Subwoofer, der quasi überhaupt nicht beansprucht wird, aber das liegt natürlich auch ein wenig an den fehlenden Möglichkeiten. Der Sountrack von Anton Feist und Uwe Bossenz setzt auf coole Synthesizer-Sounds und bringen auch das bekannte „TKKG, die Profis in Spe“-Thema mit sich. Coll! Die Dialogverständlichkeit ist größtenteils gut, was nicht auf jeden deutschen Film zutrifft. Bei manchen Darstellern muss man allerdings etwas genauer hinhören.

Ausstattung

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Neben dem Trailer bekommen wir lediglich noch drei kurze Werbefilmchen zu sehen, die mit ihren Überschriften „Die Welt von TKKG“, „Die Handlung“ und vor allen Dingen „Making of“ mehr versprechen als sie halten. Keiner dieser drei Beiträge überschreitet die drei-Minuten-Grenze und setzt sich aus kurzen Filmausschnitten und belanglosen Interviewfetzen zusammen, die mehr Werbecharakter als Informationswert besitzen. Sehr, sehr schade, vor allem, da dadurch auch die Gesamtwertung negativ beeinträchtigt wird.

Fazit

Bild- und Ton der blauen Scheibe aus dem Hause Warner fallen sehr hochwertig aus. Das Bild ist alles in allem sehr gut mit geringen Einschnitten, akustisch bleibt der Film genrebedingt etwas zu unauffällig, aber durchaus harmonisch. Leider zieht das dürftige Bonusmaterial die Gesamtwertung sehr nach unten. Der Film bietet perfekte Unterhaltung für die ganze Familie und liefert Generationsübergreifende Unterhaltung für alle Altersklassen. Die Neuauflage der Kultserie ist spannend, witzig und actionreich geraten und glücklicherweise befindet sich der zweite Teil bereits in der Mache. Schade nur, dass die „Drei Detektive“ aus Rocky Beach nicht mit einem so gelungenen Film in die Kinos gebracht wurden, denn den hätte ich persönlich noch lieber gesehen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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7 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 2,75 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
1.0

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