Werner - Beinhart! (Limited Steelbook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Werner - Beinhart!

Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD HR 5.1
Deutsch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
93 Minuten
Veröffentlichung:
05.09.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Bislang konnten Fans der Bölkstofftrinkenden Comicfigur Werner "nur" auf die letzten beiden Kinoproduktionen "Werner – Gekotzt wird später!" und "Werner – Eiskalt" auf Blu-ray zurückgreifen. Doch nun veröffentlichte Rechteinhaber Constantin Film erstmals den ersten deutschen Animationsfilm um die kultige Comicfigur, welcher 1990 Millionen von Kinogängern vor Lachen Tränen in die Augen trieb: "Werner – Beinhart!". Der Film von Gerhard Hahn, Michael Schaak und Niki List entstand nach den Comicbüchern von Werner-Erfinder Rötger Feldmann alias Brösel, der auch gleich noch bei den Realfilmsequenzen von "Werner – Beinhart!" die Hauptrolle übernahm. Die Erstauflage der Blu-ray Premiere erscheint dabei im limitierten Steelbook. Ob der Film auch heute noch begeistert, und wie die technische Seite der Blu-ray Disc ausgefallen ist, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Comic-Zeichner Brösel (R. Feldmann) befindet sich in der Gefangenschaft von König Griesgram (I. Stangl). Wenn er es nicht schafft, den mies gelaunten Despoten zum Lachen zu bringen, wird er mit dem Tode bestraft. So beginnt Brösel Geschichten aus seinem Leben aufzuschreiben. Seine Jahre als Lehrling, ungewöhnliche Fußballspiele auf einem Wochenmarkt, Ärger mit der TÜV-Prüfstelle und andere aberwitzige Anekdoten…
Werner-Beinhart-Reviewbild-02.jpg
Die Werner-Comics des Zeichners Brösel erfreuten sich in den 1980er und 90er Jahren größter Beliebtheit und besaßen bereits vor dem Film einen gehörigen Kultcharakter und erfreute sich einer treuen Fangemeinde, welche allerdings durch den ersten Kinofilm noch gehörig Zuwachs bekam. Rund 5 Millionen Zuschauer wollten die Abenteuer von Werner, dem schnoddrigen Installateurlehrling auf der großen Leinwand sehen, und so wurde der Film zum dritterfolgreichsten Kinofilm des Jahres und zweiterfolgreichsten Deutschen Film seiner Zeit. Dabei war der Film inhaltlich nicht einmal so besonders, sondern setzte sich aus mehr oder weniger lose verbundenen Szenen aus diversen Büchern von Brösel zusammen, wobei die „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“-Geschichte den Löwenanteil des Films einnimmt. Um die Zeichentrickszenen miteinander zu verbinden wurde eine banale wie im Kern überflüssige Rahmenhandlung mit realen Darstellern kreiert, die selbst von den Hardcore Fans als „störend“ empfunden wurden. Dabei sind diese Szenen im Kern nicht sehr viel schlechter als die Zeichentricksequenzen, und bieten neben Anspielungen auf zeitgenössische Popkultur auch einige Filmparodien und ganz brauchbare Gags. Das Schauspiel allerdings ist nicht ganz das Gelbe vom Ei, und eigentlich wollte man ja auch viel lieber den Werner sehen, weshalb bei den folgenden Filmen auf Realfilm-Szenen verzichtet wurde. Lediglich beim letzten Film „Werner: Eiskalt“ wurde wieder auf diesen Mix gesetzt.
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Die Realfilm-Szenen außen vor gelassen bekommen wir einen rundum perfekten Film, der vor Albernheiten, Anarchohumor und Coolness nur so strotzt. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet „Werner - Beinhart!“ als „...künstlerisch kompletten Fehlschlag“, andere kritisierten den Anal- und Fäkalhumor, und wenn man das ganze nüchtern betrachtet (wörtlich wie übertragen), dann ist „Werner – Beinhart!“ wirklich nur eine Aneinanderreihung von peinlichen Szenen, totalem Fremdschäm-Humor und jeder Menge albernem Witz, der zumeist unter der Gürtellinie platziert ist. Aber auf der anderen Seite traf der Film genau den Nerv der Zeit, und gilt – nicht nur in der Biker und Malocherszene, aber besonders dort – als absoluter Kultfilm – und das bis heute! Und womit? Mit Recht! Denn das, was der junge Werner in seinen Lehrjahren als „Gas, Wasser, Scheiße“-Installateur mitmacht, was er beim TÜV erlebt und wie man ihm im Krankenhaus die Ruhe nimmt, ist zwar sehr überspitzt dargestellt, aber irgendwie doch mitten aus dem Leben gegriffen. Legendär ist beispielsweise das Fußballspiel, das Werner mit einem eingeworfenen Ball auf einem Wochenmarkt veranstaltet und Bölkstoff trinkend von seinem Fenster aus kommentiert. Die Szene wurde ähnlich auch in „Werner: Gekotzt wird später“ nochmals aufgegriffen, konnte aber nicht die Klasse und den Humor des Originals erreichen. Ich weiß noch wie ich damals im Kino saß, und das gesamte Publikum fast durchgedreht ist, ähnlich dem Publikum im Film. Und auch Meister Röhrich mit all seinen Marotten, die pingelige Frau Gloer, der arbeitsscheue Geselle Eckart, der aggressive Biker-Präsi oder die Krankenhaus Putzfrau die nach ihrer Kollegin „Elfrieeedee“ ruft... all diese Szenen machen „Werner – Beihart!“ zu einem absoluten Pflichtfilm für alle, die einfach nur mal entspannt ablachen wollen.

Bildqualität

Werner-Beinhart-Reviewbild-04.jpg
Das Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor. Die verbindenden Realfilm-Szenen wirken ein wenig zu glatt und zu sauber, so dass der Anschein entsteht, dass hier mit Filtern gearbeitet wurde. Die Schärfe bewegt sich auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau, erreicht aber erwartungsgemäß keine Spitzenwerte. Die Farben sind ebenfalls etwas zurückhaltend, aber jederzeit natürlich. In dunklen Bereichen rauscht es ein wenig, aber ansonsten gibt es kaum etwas auszusetzen. Und vermutlich werden die meisten die Realszenen eh wegdrücken. Die Zeichentricksequenzen sind hingegen astrein, sehr farbintensiv und so scharf, dass man die einzelnen Pinsel- und Bleistiftstriche sieht. Einfach nur traumhaft. Dazu kommen satte Farben, ein gut eingestellter Kontrast und ein tiefer Schwarzwert. Mehr geht nicht! Bleibt noch zu erwähnen das altersbedingte Mängel, Verschmutzungen, Beschädigungen und Ränder von Bierflaschen fast vollständig entfernt wurden, so dass der Film besser ausschaut als bei seiner Erstaufführung im Kino.

Tonqualität

Werner-Beinhart-Reviewbild-05.jpg
Der Ton liegt in deutscher Sprache in dts-HD High Resolution 5.1, sowie in Dolby Digital 2.0 mit optional zuschaltbaren Untertiteln für Hörgeschädigte auf der Disc vor. Auch wenn die Verlockung groß ist den Film auf allen Kanälen zu hören empfiehlt es sich hier auf die „antiquierte DVD“ Dolby Digital 2.0 Tonspur umzuschalten, da diese etwas differenzierter, dynamischer und allgemein angenehmer klingt. Die 5.1 Abmischung verteilt den Ton zwar auf sämtliche Lautsprecher, geizt allerdings mit hörenswerten Highlights und lässt lediglich bei der Musik eine gute Räumlichkeit aufkommen. Allerdings sind die Dialoge in dieser Version ein wenig leiser abgemischt. Der Subwoofer kommt leider bei keiner der beiden Versionen richtig zur Geltung, dabei wären die Rockmusikeinlagen und die dröhnenden Motoren der Mopets prädestiniert für satten Sound. Die Sprecher der Zeichentrickfiguren sind inzwischen ebenso legendär wie die Figuren selbst: Hauptfigur Werner wird von Torfrock Frontsänger Klaus Büchner gesprochen, und es ist quasi unmöglich einen Werner Comic zu lesen und eine andere Stimme zu hören. „Brösels“ Bruder Andi Feldmann spricht Meister Röhrich, wobei es sich ähnlich verhält wie bei der Hauptfigur. Ferner bekommen wir noch Kulle Westphal, Raymond Voß, Jan Fedder, Benno Hoffmann und Lilo Wanders zu hören.

Ausstattung

Hier geht’s zum Unboxing-Video der diesem Review zugrunde liegenden Steelbook-Erstauflage.
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Das Bonusmaterial besteht leider lediglich aus einem Audiokommentar mit Animationssequenzregisseur Michael Schaak. Hierin erzählt er in lässiger Manier von den Dreharbeiten und offenbart ein paar Geschichten aus dem Nähkästchen. Trotz des hohen Unterhaltungs- und Informationswerts des Kommentars ist der Bonussektor damit reichlich mager ausgefallen. Bei der langen Wartezeit hätten die Fans sich sicherlich ein wenig mehr gewünscht.

Fazit

Bild – Sauber, Ton – Ordentlich... das muss kesseln im Gebälk, das muss knacken in die Ohrn... und ja – diese Blu-ray Disc hat es geschafft, den knapp 30 Jahre alten Film aussehen und klingen zu lassen, als wäre er gerade erst produziert worden. Lediglich die Extras sind etwas mau – hier wäre doch bestimmt mehr möglich gewesen, Meister. Der Film ist nach wie vor Kult und wird wie guter Wein von Jahr zu Jahr besser – zumindest was die Zeichentricksequenzen angeht. Die Realfilm-Szenen sind so überflüssig wie eh und je, aber sie gehören nun mal dazu, und wer sie gar nicht mag kann sie jetzt einfach wegdrücken. Das ging zwar auch schon vorher bei der DVD, aber is doch Banane. Goiler Film, noch immer. Wenn ihr noch die DVD daheim habt – hau wech die Scheiße. Die hat kein TÜV mehr! Darauf erst mal eine ordentliche Pulle Bölkstoff. Prost! (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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7 von 10

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2 Bewertung(en) mit ø 3,50 Punkten
 
STORY
3.5
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.5
 
EXTRAS
2.0

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