Rambo: Last Blood Blu-ray

Original Filmtitel: Rambo: Last Blood

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
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STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
10
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Action-Haudegen Sylvester Stallone kehrt in (einer) seiner (beiden) Paraderolle(n) John Rambo zurück und macht, wie gewohnt, keine Gefangenen. 11 Jahre nach dem letzten und 37 Jahre nach dem ersten Teil der Reihe legt sich John Rambo dieses Mal mit einem mexikanischen Drogenkartell an. Der mittlerweile fünfte Teil der Reihe, "Rambo: Last Blood" entstand unter der Regie von Adrian Grunberg und wird nun von Universum Film auf Blu-ray in diversen Verpackungsvarianten ausgewertet, darunter auch im limitierten Steelbook. Der Titel erscheint darüber hinaus auch noch in 4K-Auflösung auf Ultra HD Blu-ray. Das ursprünglich angedachte Release-Datum (14. Februar 2020) wurde um zwei Wochen vorverlegt, was merkwürdig ist, schließlich hat der Film am Ende dann doch noch ordentlich Herz und passt damit doch eigentlich wie die Faust aufs Auge zum Valentinstag. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Über zehn Jahre sind vergangen, seitdem der Vietnamveteran John Rambo (S. Stallone) seinem selbstgewählten Exil in Südostasien den Rücken kehrte und nach Hause ging, um zu versuchen den Krieg und das Töten hinter sich zu lassen. Tatsächlich gelang ihm der Schritt in die Gesellschaft und er führt ein zwar zurückgezogenes, aber nicht gänzlich menschenleeres Leben in Arizona. Dort begibt sich eines Tages die junge Gabrielle (Y. Monreal), eine Bekannte Johns, über die Grenze nach Mexiko, um dort ihren Vater aufzuspüren. Statt ihren Erzeuger zu finden, gerät sie jedoch in die Hände des Kartells des Verbrecherkönigs Hugo Martinez (S. Peris-Mencheta), dessen größte Einnahmequellen Drogen und Menschenhandel sind. Begleitet von der Journalistin Carmen Delgado (P. Vega), deren Schwester ebenfalls in die Fänge der Kidnapper geriet, macht sich Rambo auf den Weg nach Mexiko, um Gabrielle zu retten und mit dem Kartell endgültig aufzuräumen... Der Film, der die Geschichte um den traumatisierten Vietnamveteranen John Rambo, die vor knapp 40 Jahren begann, nun mutmaßlich zu Ende erzählt, beginnt recht gemächlich und fühlt sich nicht so recht nach einem Rambo-Film an. Zum einen fehlt natürlich das typische Kriegsschauplatz- oder Dschungel-Setting, wobei man an dieser Stelle nicht vergessen darf, dass auch der erste Teil der Reihe nicht in irgendeinem Kriegsgebiet, sondern in einem Wald auf amerikanischem Boden spielte. Seine Gegner damals waren auch keine Soldaten, Söldner oder ähnliches, sondern fiese Gesetzeshüter und „besorgte Bürger“. Diesmal bekommt er es mit dem mexikanischen Drogenkartell zu tun, welches der amtierende US-Präsident Donald Trump zur Terrororganisation erklären möchte, womit Rambo es zumindest pro forma mit amerikanischen Staatsfeinden zu tun hat. Aber auch so bleibt kein Zweifel daran, dass diese fiesen Verbrecher es verdient haben, dass John Rambo über sie kommt – aber: Ist das überhaupt so?
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Jein, denn Rambo möchte eigentlich nur ein friedliches und ruhiges Leben leben, und wäre da nicht die Enkelin seiner Haushälterin, die unversehens in die Hände eines Menschenhändlerringes gerät, hätte Rambo auch weiterhin sein Pferd gepflegt und die Tunnelanlagen unter seiner Ranch in Schuss gehalten, auch wenn ihm genau das immer wieder zusetzt – ein echter Vietnamveteran kann halt nicht aus seiner Haut. Und so reist der inzwischen sichtlich gealterte Rambo nach Mexiko um den Kartell-Halunken zu zeigen wo der Hammer hängt – Wortwörtlich! Die Jagd nach den Entführern erinnert indessen deutlich mehr an Filme wie „Taken – 96 Hours“ und Konsorten, und weniger an die Filme der Rambo-Reihe. Auch schwingt der Film ordentlich die Rassismuskeule, denn alle Mexikaner sind böse, korrupt, menschenverachtend und brutal. Aber dem Vorwurf, dass die Rambo-Filme rassistisch und menschenverachtend sind, musste sich bisher jeder der Filme stellen, von daher spielt es wohl keine große Rolle.
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Die Hauptaction spielt sich indessen wieder auf amerikanischem Boden und vornehmlich in den letzten 20 Minuten ab, und von hier an fühlt man sich auch endlich wieder wie in einem Rambo-Streifen, denn der Kampf, den der Veteran rein Zahlenmäßig nicht gewinnen kann, geschieht auf typische Rambo-Art überwiegend aus den Hinterhalt. Immerhin war Rambos Spezialität schon immer der Guerilla-Kampf. Yeah! Und offenbar wissen die Mexikaner nicht, dass man einer Ratte niemals in den Bau folgen darf. Zum Glück für die Zuschauer, denn nun folgt ein Schlachtfest vom Allerfeinsten. Schade nur, dass das Rambo-Gefühl erst am Schluss aufkommt. Und ja, hier liegt auch der Hund begraben, denn gerade die zahlreichen ruhigen Momente des Films passen so überhaupt nicht zu dem, was man von einem Rambo-Film erwartet. Wären nicht die Flashbacks und der Name der Hauptfigur hätte man den Film auch mit einem X-beliebigen Alternativtitel versehen könnten. Da der Name nun aber gewisse Erwartungen weckt, die der Film nicht zur Gänze erfüllen kann, stieß er damit so manchem Fan vor den Kopf.
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Der Film ist also Vieles: Ein nachdenkliches Drama, ein Thriller, ein Entführungs- und Racheactioner, und sogar ein bisschen Home-Invasion – wobei er leider nahezu keinerlei Charakterzeichnung oder Tiefgang aufweist, aber das war bei den Vorgängern (bis auf Teil 1) auch nicht der Fall. Trotzdem machen ihn all diese Mängel nicht automatisch zu einem schlechten Film. Man sollte also einfach das Hirn ausschalten und genießen, vorausgesetzt, man hat für derlei Filme etwas übrig. Denn das, was dem Film an Tiefgang und Charakterzeichnung fehlt, macht er durch Gewalt und Logiklöcher wieder wett. Und wie eingangs bereits erwähnt: Am Ende hat er sogar Herz!

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,40:1 vor und ist, bis auf wenige Ausnahmen, phantastisch. Die Schärfe spielt in der absoluten Oberliga und bildet in Nahaufnahmen haufenweise Kleinstdetails sauber ab, aber auch Panoramaaufnahmen können in dieser Hinsicht voll und Ganz überzeugen. Ein wahrer Augenschmaus. Dazu kommen satte, brillante Farben, die zwar weitestgehend aufgrund diverser Filter nicht mehr sonderlich natürlich aussehen, dafür aber perfekt zum Gesamteindruck passen. Der Kontrast ist perfekt eingestellt und lässt das Bild stellenweise dreidimensional wirken, besonders während heller Tageslicht-Aufnahmen, wie etwas der Schwenk über die verbauten mexikanischen Städte oder der Flug über Rambos Ranch am Ende. Der Schwarzwert kommt vor allem im letzten Filmviertel zum Tragen und ist ebenfalls makellos und sauber, ohne dabei Details zu verschlucken. Einzig die stellenweise deutlich erkennbaren CGI-Effekte am Ende stören das Gesamtbild ein wenig, aber das hat weniger mit der Bildqualität zu tun und beeinträchtigt diese in keiner Weise.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in Dolby Atmos mit Dolby TrueHD 7.1 Kern vor. Optional lassen sich deutsche Untertitel zuschalten. Von Anfang an zeigt sich die Akustik als Phänomenal und lässt bereits vor der Titeleinblendung das Heimkino beben. Wir erleben ein Gewitter mit dazugehörigem Sturzbach, untermalt von einem bombastischen Soundtrack der zusätzlich den Subwoofer fordert wie kaum ein anderer Titel – und der Zuschauer ist mittendrin. Die Akustik ist ein echtes Brett! Dieser grandiose Einstieg bleibt aber zum Glück keine Ausnahme, auch wenn der Film über lange Strecken eher ruhiger abläuft. Das Finale zeigt dann nochmals was akustisch möglich ist und beschallt den Zuschauer mitten im Tunnelkampf von allen Seiten. Und trotz alledem bleiben die Dialoge jederzeit gut verständlich, auch wenn man sich zunächst an die neue Stimme der Hauptfigur gewöhnen muss, was leider ein wenig schwer fällt, da Thomas Danneberg, Slys Stammsprecher, gesundheitlich nicht mehr in der Lage war dem Helden seine Stimme zu leihen. Stattdessen wird Stallone, wie schon in „Escape Plan 3“ und „Creed 2“ von dem großartigen Jürgen Prochnow synchronisiert, allerdings passt die Stimme leider nicht ganz, und bei allem gebotenen Respekt wäre es sinnvoll, einen etwas passenderen Sprecher zu suchen. Ein großartiger Ersatz wäre beispielsweise der Werbe- und Off-Sprecher Christopher Karatsonyi, dessen Stimmliche Ähnlichkeit zu Thomas Danneberg (und zu Randolf Kronenberg als Eddie Murphy) schlichtweg verblüffend ist.

Ausstattung

- Drawing Last Blood New Blood (7:43 Minuten) Something to Fight For (6:37 Minuten) Heaven Above – Hell Below (13:28 Minuten) Forged in Hellfire (13:10 Minuten) Nothing is Over (8:31 Minuten) - From First Note to Last Blood (17:20 Minuten) - Trailer (1:42 Minuten) - Trailershow
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Das Bonusmaterial besteht aus einem 5 teile unterteilten Making-Of/Behind-the-Scenes-Feature, welches die Hintergründe des Films und einige Szenen beleuchtet, und dabei immer wieder von Sylvester Stallone und anderen an der Produktion beteiligten dokumentiert wird. Leider geschieht dies ohne Untertitel, wodurch das gesamte Bonusmaterial für deutschsprachiges Publikum ohne Englischkenntnisse komplett wertlos ist, es sei denn, man möchte nur einen Blick hinter die Kulissen werfen, und reimt sich das, was man dort zu sehen bekommt, selbst zusammen. Das Feature „From First Note to Last Blood“ setzt sich mit dem großartigen Soundtrack auseinander, und zum Abschluss bekommen wir noch eine Handvoll Trailer geboten, darunter auch den zum Hauptfilm. Ein Wendecover gibt es hingegen nicht.

Fazit

Bild und Ton der blauen Scheibe aus dem Hause Universum Film sind großartig und über jeden Zweifel erhaben. Das Bild ist knackescharf und farbintensiv, wenn auch nicht immer ganz natürlich. Der Ton ist ein echtes Brett und feuert – insbesondere am Anfang und am Ende – aus sämtlichen Lautsprechern. So muss das sein! Bonustechnisch wird ebenfalls einiges geboten, allerdings sind die fehlenden deutschen Untertitel ein unnötiges Ärgernis, welches an dieser Stelle für einen Punktabzug sorgt. Der Film ist grundsätzlich solide, spannend, gleichzeitig ruhig und nachdenklich, haut im Finale dann aber doch noch ordentlich auf die Kacke. Wer allerdings einen Rambo-Film erwartet, der wird unter Umständen enttäuscht sein, denn abgesehen vom Namen der Hauptfigur und dem einen oder anderen Hinweis auf dessen Vergangenheit, ist hier nicht mehr viel von dem traumatisierten Vietnamveteranen übrig, der im Alleingang ganze Feindessarmeen niedergemäht hat. Trotzdem sehenswert, allerdings nur unter einem gänzlich anderen Gesichtspunkt als erwartet. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Philips 55PUS8601/12 Panasonic TX-L47ETW60 Denon dbt-3313ud Sony BDV-N9200WB Teufel Theater 500 THX 7.1 mit 4 Dipol Speakern
geschrieben am 31.01.2020

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8 Bewertung(en) mit ø 3,84 Punkten
 
STORY
3.4
 
BILDQUALITäT
4.8
 
TONQUALITäT
4.3
 
EXTRAS
3.0

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