Apocalypse Now (Limited 40th Anniversary Edition) (Limited Steelbook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Apocalypse Now - Final Cut

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 4 Discs, BD (4x), enthält Bonus-Disc, Extras in HD (teilweise),
inkl. Kino-, Redux- und Final-Cut Version
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Final Cut Blu-ray:
Deutsch Dolby TrueHD 5.1
Englisch Dolby Atmos
Englisch DD 2.1

Redux-Fassung Blu-ray:
Deutsch Dolby TrueHD 5.1
Englisch Dolby TrueHD 5.1
Englisch DD 5.1
Englisch DD 2.1

Kinofassung Blu-ray:
Deutsch DD 2.0
Englisch DD 5.1
Englisch DD 2.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
183 Minuten
Veröffentlichung:
24.10.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
10
 
Ausstattung
10
 
Gesamt *
9
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit einer losen Adaption der Joseph Conrad Erzählung 'Herz der Finsternis' von 1899, schuf Regisseur Francis Ford Coppola 1979 den Anti-Kriegsfilm 'Apocalypse Now', welcher nach ersten kontroversen Kritiken über die Zeit zu einem Meisterwerk der Filmgeschichte heranreifte. Anlässlich des 40. Geburtstags dieses Klassikers, ließ es sich der Meister selbst nicht nehmen, den Film noch einmal inhaltlich wie technisch zu überarbeiten und ihn mit einer Fülle an neuem Bonusmaterial als 'Final Cut' neu zu veröffentlichen. Nachdem es besonders für den deutschen Heimkinomarkt immer wieder auf Grund von Problemen bei der Ton-Erstellung - man fertigte für die finale Schnittversion extra eine neue Dolby Atmos Tonspur an - zu Verschiebungen kam, erscheint nun die langersehnte Veröffentlichung in einem vollgepackten Set, das neben dem neuen Final Cut ebenfalls über die Kinoversion und die schon seit 2001 verfügbare Redux-Langfassung verfügt. Und als wäre dies nicht schon genug, wird das Ganze mit einem neuen Blu-ray Transfer versehen und erstmals auch in 4K Ultra HD veröffentlicht. In wie weit sich die einzelnen Versionen aus dem Hause Studiocanal unterscheiden und welche Neuerungen es auf technischer Seite gibt, bringt das nachstehende Review zu Tage.

Story

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Zu Zeiten des Vietnam-Krieges 1969 erhält Captain Willard (M. Sheen) den Geheimauftrag nach Kambodscha zu reisen und hier den abtrünnig gewordenen Colonel Kurtz (M. Brando) aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Denn der desertierte Kurtz soll mit unmenschlichen Methoden mitten im Dschungel sein eigenes Reich gegründet haben und hier immer mehr Soldaten in seinen Bann ziehen. Um verborgen nach Kambodscha zu gelangen, soll Willard zusammen mit der vier köpfigen Crew eines Patrouillen-Boots den Fluss hinauffahren. Doch die anstrengende Reise führt die Männer geradewegs durchs Kriegsgebiet, in dem hinter jeder Flussbiegung eine neue Gefahr lauert. Je tiefer das Boot in den Dschungel eindringt, umso mehr drohen Willard und seine Männer dem Wahnsinn des Krieges zu verfallen, denn überall um sie herum herrscht nur noch Tod und Zerstörung. Wird Willard bei all dem Schrecken seinen eigentlichen Auftrag noch durchführen können?
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Der Zuschauer lernt Captain Willard, der wirklich erstklassig von Martin Sheen dargestellt wird, zu einem Zeitpunkt kennen, zu dem er schon stark von den Ereignissen des Krieges gezeichnet ist. Unter Wahnvorstellungen leidend und dem Alkohol verfallen vegetiert er in einem Hotelzimmer einsam seinem nächsten Auftrag entgegen. Doch so sehr er sich zu diesem Zeitpunkt auch eine neue Aufgabe herbeisehnen mag, so sehr soll er es am Ende seiner Reise bereuen, diese angenommen zu haben. Von seinem Vorgesetzten Colonel Lucas, welcher von Harrison Ford verkörpert wird, erhält er schließlich die Geheim-Mission, einen desertierten Colonel in den Tiefen des Kambodschanischen Dschungels ausfindig zu machen. Dass er den gesuchten Kurtz, der später von Marlon Brando in Szene gesetzt wird, nicht nur dingfest machen soll, sondern dass er diesen sogar exekutieren soll, macht Willard stutzig: Was kann dieser hochdotierte Soldat angestellt haben, dass seine Vorgesetzten zu solch drastischen Mitteln greifen? Auf seiner langen Reise studiert Willard daher Einsatzberichte und Memos, welche ihm die Person des Kurtz näherbringen. Durch gesprochene Monologe aus dem Off erfährt der Zuschauer dann immer wieder Willards Gedanken und erhält einen Einblick in dessen Psyche. Pflichtbewusst und mit dem klaren Ziel vor Augen begibt sich Willard dann auf das Boot und tritt zusammen mit einer eingespielten Crew die lebensverändernde Reise an. Zur Crew gehören Kommandant Chief Phillips, welcher durch Albert Hall gespielt wird, der Surf-Champion Lance B. Johnson, dargestellt durch Sam Bottoms, sowie der Saucier Jay 'Chef' Hicks, gespielt durch Frederic Forrest, und der gerade einmal 17-jährigen Tyrone 'Clean' Miller, der von dem jungen Lawrence Fishburn in Szene gesetzt wird. Die Truppe könnte also nicht unterschiedlicher sein, doch sobald die Kugeln um sie herum fliegen, eint sie nur noch ein Ziel: Überleben!
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Dies soll jedoch nicht einfach werden, ist der Vietcong doch für seine Guerilla-Methoden bekannt: versteckt in den Bäumen entlang des Flusses, getarnt als Bauern oder schippernde Händler, muss bei jedem Kontakt mit dem schlimmsten gerechnet werden. Dementsprechend angespannt ist auch die Lage an Bord des Patrouillen-Boots. Doch auch gegen die eigene Psyche müssen die Soldaten kämpfen, denn was sie im Krieg erleben, könnte teils nicht surrealer sein. Da wäre zum Beispiel mit Colonel Kilgore der Befehlshaber der ersten US-Luftkavallerie, welcher herrlich schräg von Robert Duvall gespielt wird. Unerschrocken treibt er seine Männer zum äußersten, nur um sie am Ende des Tages mit einer Beach-Party am Strand zu entlohnen. So ist die Freude des Surf-Anfängers Kilgore auch groß, als er auf Surf-Ass Lance B. Johnson trifft. Dafür lässt er den Ranghöheren Willard und dessen Geheim-Auftrag auch schnell einmal links liegen, nur um fortan mit Lance über Surfboards fachsimpeln zu können. Dabei könnte Willard die Hilfe von Kilgore gut gebrauchen, um auf dem von Feinden blockierten Weg vorwärts zu kommen. 'Glücklicher Weise' reizt Kilgore ein ideales Surfgebiet, weshalb er sich mit einer Armee von Helikoptern auf den Weg macht, um ein Dorf von seinen Bewohnern zu befreien. Mit Surfbrettern am Bug, lauter Musik im Anschlag geht es dem Feind dann an den Kragen, der sich jedoch wehren weiß. Hier kommt es immer wieder zu aberwitzigen Situationen und Dialogen, welche im starken Kontrast zum Kriegstreiben stehen. Ebenso denkwürdig soll es bei einer Truppenbetreuung mit Playmates zugehen, denen die kleine Truppe auf der Insel Hau Phat beiwohnen darf. Im Gegenzug dazu erwartet sie im letzten Außenposten vor der Grenze zu Kambodscha wieder das nackte Entsetzen, steht dieser doch unter starkem Beschuss. Auf einer französischen Plantage tanken die von den Kämpfen schon stark gezeichneten Soldaten dann noch einmal Kraft, bevor sie auf Kurtz und seine Untergebenen treffen - eine Begegnung, nach der nichts mehr so sein wird, wie es früher war.
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Knapp zwei Jahre lange drehte Francis Ford Coppola unter realen Bedingungen im Dschungel, was der Crew und den Schauspielern alles abforderte. Krankheiten, Wetterbedingungen und die politisch angespannte Lage sorgten immer wieder für große Hürden. Dennoch gelang ihm ein Werk, das aus der perfekten Mischung von Action, Spannung, Dramatik und Humor besteht. Schon seinerzeit entsandt eine Langfassung, die man aber zu Gunsten der damaligen Seh-Gewohnheiten stark kürzte, woraus dann der heutzutage als Kino-Fassung bekannte Schnitt entstand. Nachdem sich dann über die Jahrzehnte Langfassungen auch im Kino etablierten, entschloss sich Coppola 2001, die mit knapp 200 Minuten laufende Redux-Version zu erstellen. Ein Mammut-Projekt, welche aber die Geschichte des Films mit zahlreichen erweiterten Szenen aufwertet und zu einer runderen Sache machte. Anlässlich des 40. Jahrestages des Klassikers wollte man jedoch noch einmal etwas Besonderes auf die Beine stellen. Denn schon damals war der Film für seine Fortschritte in der Kino-Technik bekannt. Daher entschloss sich Coppola erneut, eine überarbeitete Fassung des Films heraus zu bringen. Diese sollte mit einer Laufzeit von knapp 175 Minuten zwischen Kino- und Redux-Version liegen. Es wurden einige Szenen um-arrangiert, ein größerer Abschnitt komplett gelöscht und ein anderer stark verkürzt. Liest man sich den kompletten, sehr detaillierten Schnittbericht im Netz durch, so kommt man eigentlich zum Schluss, dass der nun neu entstandene Final-Cut ein gesunder Mix aus den bisher erhältlichen Varianten ist. Das hier vorliegende Review entstand inhaltlich auf Basis der Redux-Version, welche dem Rezensenten an genau den überarbeiteten Stellen des Final-Cuts, dann auch etwas zu langatmig wurde. Insofern hat Copolla an den richtigen Stellen angepackt. Auch wenn man ihm die Streichung eines Abschnittes, bei dem Willard und seine Männer ein zweites Mal auf die Playmates treffen, ankreiden könnte, sie auf Grund Zeiten von '#metoo-Bewegungen' entfernt zu haben - die eigentliche Geschichte wird davon jedoch in keiner Weise berührt. Ebenso mit einem kürzeren Abendessen auf der französischen Plantage, welches um einige Dialoge gekürzt wurde. Gerade dieser Abschnitt stand seit jeher in Verruf - unterbricht er doch die spannungsgeladene Szenerie, die kurz vor dem Aufeinandertreffen mit Kurtz aufgebaut wurde. Hier sollte der Zuschauer wahrscheinlich noch einmal Zeit zum Durchatmen vor dem Finale bekommen, jedoch geht dieses extrem auf Kosten der Atmosphäre.
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Trotz einer Laufzeit von immer noch knapp drei Stunden hätte der Film trotzdem noch ruhig etwas länger laufen können. Denn die eigentliche Konfrontation mit Kurtz macht nur die letzte halbe Stunde aus. Hier hätte man gerne noch mehr von der sehr guten Darstellung Marlon Brandos gesehen und dessen Charakter ruhig noch etwas ausbauen können. Aber vielleicht gehört gerade das Geheimnisvolle dieses Mannes zu den Dingen, welche dessen Person so übermächtig erscheinen lassen. Einiges erfährt man zwar indirekt durch die Erzählungen des dort lebenden Fotografen, der durch Dennis Hopper dargestellt wird. Dennoch hätte man gerne genauer gewusst, wie Kurtz sich sein Reich erschaffen hat. Hier kann man sich nur einige Dinge selbst zusammenreimen, wenn man auf die Set-Bauten und Bildsprache achtet. Gerade letztere ist ein heimlicher Star des Films, vermittelt sie doch oft mehr, als Worte sagen könnten. Nichtsdestotrotz verliert der Film auch mit 40 Jahren auf dem Kerbholz nichts von seiner Faszination und gehört auch heute noch zum Besten, was die Filmwelt zu bieten hat. Selten vergingen knapp drei Stunden so schnell wie hier, bei dem bis auf einige wenige Stellen, keine Langeweile aufkommt - und eben die sind im Final-Cut auch nicht mehr vorhanden - weshalb zumindest für den Rezensenten diese neue Schnittfassung auch die derzeit empfehlenswerteste ist.

Bildqualität

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Alle drei Schnittfassungen wurden für die Neuauflage überarbeitet, sodass alle Varianten verbessert wurden. Zwar ist die entstandene Bildqualität an manchen Stellen etwas schwankend, überwiegt im Großen und Ganzen aber mit einer erstklassigen Qualität - zumindest, wenn man sie in den Kontext des Filmalters setzt. Das technisch bedingte Filmkorn tritt mal mehr, mal weniger in Erscheinung, auch einige Unschärfen konnten nicht vollkommen beseitig werden - diese treten oftmals in den Randbereichen auf. Da man aber akribisch das Bild überarbeitet hat, es sogar komplett mit einer neuen Farbmischung versah, kann davon ausgegangen werden, dass mehr einfach nicht aus dem Ausgangsmaterial herauszuholen war. Da aber hervorragende Abschnitte überwiegen, kann die generelle Umsetzung als sehr gelungen betrachtet werden. Gerade einige Naturaufnahmen bieten traumhafte Panoramen, bei denen vor allem Sonnenuntergänge hervorzuheben sind. Durch die neue Farbgebung ist schwarz wirklich schwarz, auch wenn hier und da Details im Dunkeln verloren gehen. Dies wurde aber auch teilweise bewusst so gestaltet, um den düsteren Look der Kriegsatmosphäre zu erreichen. In Close-Ups sieht man die kleinen Wunden, aber auch Bartstoppel und Hautgrübchen der Protagonisten. Durch den Einsatz von verschiedenen Kamera-Typen kommt es hier und da zu einigen bildlichen Unterschieden, die jedoch nicht allzu störend wirken. Unter dem Strich haben die Macher hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet - immer im Hinterkopf, dass der Film 40 Jahre alt ist.

Tonqualität

Auf Blu-ray sind die verschiedenen Schnittfassungen mit folgenden Tonspuren unterlegt: - Deutsch Dolby True HD 5.1 (Final-Cut & Redux) - Englisch Dolby Atmos (Final-Cut) - Deutsch Dolby Digital 2.0 (Final-Cut & Kino) - Englisch Dolby True HD 5.1 (Redux & Kino) - Englisch Dolby Digital 5.1 (Restaurierter Originalmix von 1979) (Kino) - Englisch Dolby Digital 2.0 (Redux)
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Bei den Tonformaten fällt es schwer den Überblick zu behalten, gerade weil diese im Menu nicht alle angezeigt werden. Denn auf der Disk, welche die Redux- und Kino-Fassung enthält, werden im Ton-Menu nur die Tonspuren der Kino-Fassung angezeigt. Startet man den Film hingegen in der Redux-Fassung, bekommt man für diese, doch noch andere Tonspuren angeboten, wenn man während des Abspielens das Ton-Menü aufruft. Der Film war seinerzeit einer der ersten, welche über einen 5.1 Mix verfügten. Der nun vorhandene deutsche Dolby True HD 5.1 Ton hat es dann wirklich in sich - hier hätte man nie und nimmer geahnt, was aus einem 40 Jahre alten Streifen noch herauszuholen ist. Permanente Effekt-Verteilung über die hinteren Lautsprecher, seien es der erstklassige Soundtrack, aber auch die Kampfgeräusche, Wettereffekte oder das Zirpen und Rascheln des Dschungels sind hier stets präsent. Kommt es dann zu Gefechten, sausen Kugeln und Leuchtgeschosse um einen herum, dass es eine Freude ist. Explosionen werden kräftig wiedergegeben, auch wenn der Bass hier gerne noch ein Ticken tiefer hätte gehen können. Im Vergleich zur englischen Originalspur wirkt die deutsche Synchronisation diesmal etwas satter und wuchtiger - etwas, dass heutzutage doch sehr selten ist. In einigen Kampf-Szenen gehen Teile der Dialoge etwas unter, was allerdings auch bewusst gewählt sein könnte: bei einer Sound-Abmischung die 9 Monate verschlang, sollte so etwas nämlich ausgeschlossen sein.

Ausstattung

Beim Bonus-Material überbietet man sich dann noch mal selbst und stellt mit über 9 Stunden Gesamt-Laufzeit verschiedenste Beiträge zusammen. Diese werden wie folgt auf zwei Blu-ray Disks verteilt: - Interview mit John Milius (49:45 Min.) - Ein Gespräch mit Martin Sheen und Francis Ford Coppola (59:26 Min.) - Fred Roos: Casting Apocalypse (11:43 Min.) - Radiosendung 'The Mercury Theater On The Air': Herz der Finsternis - 6.11.1938 (36:34 Min.) - The Hollowmen (16:56 Min.) - Die verlorene Szene 'Affen auf dem Sampan' (2:51 Min.) - Zusätzliche Szenen (26:08 Min.) - Zerstörung des Camps von Kurtz mit Credits (6:02 Min.) - Die Entstehung des 5.1-Sounds (5:51 Min.) - Der Überflug der Geisterhelikopter (3:55 Min.) - Apocalypse Now: Der Synthesizer-Soundtrack von Bob Moog - Der Schnitt von Apocalypse Now (17:55 Min.) - Die Musik von Apocalypse Now (14:44 Min.) - Das Sound-Design von Apocalypse Now (15:17 Min.) - Die Endgültige Mischung (3:07 Min.) - Apocalypse: Damals und heute (3:42 Min.) - Filmfestival Cannes, 2001: Francis Ford Coppola (38:34 Min.) - Strassengang auf dem Boot (4:07 Min.) - Die Farbpalette von Apocalypse Now (4:05 Min.) - Disc Credits
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John Milius wurde im April 2010 im Napa Valley von Francis Ford Coppola interviewet. Das Gespräch zwischen Martin Sheen und Francis Ford Coppola findet genau in dem Studio statt, in dem Sheen damals die Gespräche aus dem Off für den Film aufgenommen hat. Im nächsten Beitrag erinnert sich Fred Roos daran, wie die Castings für den Film seinerzeit verliefen. Er arbeitete schon bei 'Der Pate' mit Francis Ford Coppola zusammen. Danach gibt es einen knapp halbstündigen Radio-Mitschnitt, in dem Orson Welles zwei Kurzgeschichten, unter ihnen 'Heart of Darkness' vorstellt. Im Beitrag zu den Hollowmen bekommt man noch einmal einen philosophischen Beitrag von Kurtz, in dem er zu Bildern von Einheimischen spricht. Die verlorene Szene zeigt einige Äffchen, welche ein Boot gekapert zu scheinen haben. Nach einigen entfallenen Szenen gibt es die Zerstörung von Kurtz Camp zu sehen. Dieses alternative Ende wurde jedoch nie verwendet. Es entstand aus der Not heraus, da das extra erbaute Camp nach den Dreharbeiten wieder abgebaut werden musste. Also versah man es mit Sprengstoff, jagte es in die Luft und ließ dabei die Kameras laufen. Die Szenen liefen zwar mal in einer Abspann-Version, waren aber als eigenes 'Programm' gedacht - es sollte nicht zum Film gehören. Anschließend gibt Ioan Allen von den Dolby Labs Einblicke in die Entstehung des Multikanal-Tons. Welchen Aufwand man in den zu Anfangs im Film zu hörenden Helikopter-Sound steckte, erfährt man aus dem nächsten Bonus-Abschnitt. Weiter geht es mit einem Artikel über Bob Moog aus dem damaligen Contemporary Keyboard Magazin - jedoch nur in schriftlicher Form. Es folgen drei Beiträge zum Schnitt, der Musik und dem Sound-Design des Films, ehe man dann sieht, wie diese Komponenten zusammengesetzt wurden. Es folgt ein kurzer Einblick in die Entstehung der Redux-Version, bevor es dann zu den Filmfest-Spielen nach Cannes geht auf dem Francis Ford Coppola ein Interview gab. Der nächste Beitrag widmet sich der Crew des Bootes und lässt die Darsteller in Erinnerungen an die Dreharbeiten schwelgen. Das vorletzte Extra beschäftigt sich mit dem neuen Colorgrading des Films und zeigt, wie man die Farbdarstellung des Films überarbeitete. Abschließend gibt es dann noch eine schriftliche Aufstellung der an den Extras beteiligten Personen. Bonus-Disk 2: - Hearts of Darkness: Reise ins Herz der Finsternis (96:00 Min.) - Q&A mit Francis Ford Coppola und Steven Soderbergh auf dem Tribeca Film Festival (47:34 Min.) Hinter den Kulissen (21:39 Min.) - Dutch Angel: Chas Gerretsen & Apocalypse Now (31:44 Min.) - Apocalypse Now - Die Restaurierung eines Mythos (2:50 Min.) - Eine 40-jährige Reise (2:21 Min.) - Sensual Sound (3:52 Min.) - Auszug aus dem Drehbuch von John Milius mit Anmerkungen von Francis Ford Coppola - Das Storyboard - Filmfotos - PR-Archiv
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Die Spielfilm-lange Dokumentation ' Hearts of Darkness: Reise ins Herz der Finsternis' zeigt unter welchen Bedingungen der Film entstanden ist. Wenn man bedenkt, dass die Dreharbeiten zunächst für 6 Wochen angesetzt waren, aus denen dann fast drei Jahre wurden, dann bekommt man schon eine kleine Vorstellung von dem, was einen nun erwartet. Weiter geht es mit einem Interview vom Tribeca Film Fest, bei dem Francis Ford Coppola Steven Soderbergh Rede und Antwort steht. Im Beitrag 'Hinter den Kulissen' erzählt Fotograf Chas Gerretsen, der die langanhaltenden Dreharbeiten 1975-1977 begleitete von seiner Person und seiner Arbeit vor Ort. Hier gibt es dann erwartungsgemäß viele Fotos zu sehen. Danach gibt es noch einmal einen kurzen Einblick in die Restaurierungsarbeiten, bei denen einige der daran beteiligten Personen ihre Aufgaben vorstellten. Anschließend sieht man anhand eines Filmausschnitts, welche technischen Verbesserungen der Film über Jahre durchlaufen hat. Im nachfolgenden Beitrag lernt man dann die Erfinder des Sensual Sounds kennen, welche noch einmal in den Erinnerungen ihrer Anfänge schwelgen. Danach kann man sich durch einige Drehbuchauszüge, Storyboards und Bilder des Films klicken. Im PR-Archiv findet man dann abschließend noch einige Originaltrailer, Radio Spots, Fotos und eine Poster Galerie. Hier hat man wirklich sehr informatives wie interessantes Material zusammengestellt, mit dem man alleine schon einige Film-Abende verbringen kann. Tiefer wird man in die Entstehung eines Films wohl nicht mehr miteinbezogen. Hinzu kommt noch ein Audiokommentar von Regisseur Francis Ford Coppola (nur in der Redux-Version), sowie eine neue Einführung des Regisseurs (nur beim Final-Cut).

Fazit

Mit sehr großem Aufwand huldigte man dem 40. Geburtstags des Film-Klassikers - eine neue Schnittfassung, komplette Überarbeitung des Bildes, sowie die Erstellung neuer Tonspuren, die sogar modernen 3D-Sound berücksichtigen. So stellt man sie die Restaurierung alter Filme vor - hier sollten sich ganz viele einmal eine Scheibe abschneiden - was hier geleistet wurde, wird oftmals bei aktuellen Blockbustern nicht geschafft. Inhaltlich zieht einen die Mischung aus Action, Spannung und Dramatik, gespickt mit feinem Humor schnell in ihren Bann und lässt einen über die gesamte Laufzeit nicht mehr los. Bild wie Ton sind gerade im Hinblick auf das Filmalter hervorragend gelungen und würdig umgesetzt. Nach dem Abspann bietet einem das riesige Angebot an Bonus-Beiträge noch jede Menge Möglichkeiten, um sich noch länger mit dem Klassiker zu beschäftigen. Fans des Films kommen hier vollends auf ihre Kosten - ihnen kann ein Upgrade nur empfohlen werden. Hier ist wirklich jeder Euro gut investiert. (Jörn Pomplitz)
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Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 31.10.2019

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