Leatherface (2017) (Limited Retro Edition im VHS Design) Blu-ray

Original Filmtitel: Leatherface (2017)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Sonderverpackung
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 7.1
Englisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
87 Minuten
Veröffentlichung:
28.06.2019
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
6
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Vor einigen Jahren wurde nach massiven Anstrengungen der Turbine Media Group der jahrzehntelang verbannte Kultfilm „Blutgericht in Texas“ aka „The Texas Chainsaw Massacre“ aus den Kellern der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien freigekämpft. Einige Zeit später brachte Turbine auch die Fortsetzung „The Texas Chainsaw Massacre 2“ wieder an das Licht der Öffentlichkeit, und auch für die aktuellste Fortsetzung des Franchise, das von den Inside-Regisseuren Alexandre Bustillo und Julien Maury inszenierte Prequel „Leatherface“ sicherte sich das Label die Rechte. Alle drei Filme über die kannibalistische Familie Sawyer erhalten nun eine erneute Auswertung in Form einer „VHS-Retro Edition“. Nun werfen wir einen Blick auf "Leatherface" in dem sich das Regisseursduo Alexandre Bustillo und Julien Maury der Vorgeschichte des grauenvollen Ledergesichts aus Tobe Hoopers Kultfilm widmet.

Story

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In den 1960er Jahren wird in Texas die Tochter des örtlichen Sheriffs Hal Hartman (S. Dorff) getötet. Für den Mord an dem Mädchen wird der jüngste Sprößling der Familie Sawyer in die Nervenheilanstalt eingewiesen und verbringt dort seine gesamte Kindheit. Erst mitten in den 1970er Jahren bricht der Teenager mit drei anderen Patienten und mit einer entführten Krankenschwester im Gepäck aus dem Sanatorium aus. Prompt hängt sich der rachsüchtige Gesetzeshüter, der auch nach 10 Jahren noch immer nicht über den Tod seiner Tochter hinweg ist, an die Fersen der Entflohenen, die wiederum auf ihrer Flucht eine Blutspur hinterlassen, die letztlich den jungen Sawyer zu dem Monster macht, das später allen nur noch als Leatherface bekannt ist... Mit „Leateface“ erzählt das französische Regisseursduo Alexandre Bustillo und Julien Maury – welches bereits für den Genreklassiker „Inside“ verantwortlich war – die Vorgeschichte des grauenvollen Ledergesichts aus Tobe Hoopers Kultfilm. Ein neuer Film aus dem „TCM“-Universum muss sich stets an zwei Größen messen lassen – zum einen an dem bahnbrechenden Originalfilm von Tobe Hooper, und zum anderen an dem ebenfalls sehr gelungenen, von Michael Bay produzierten Remake aus dem Jahr 2003. Das Remake bekam seinerzeit selbst eine Fortsetzung, bei der die Ursprünge der menschenfressenden Familie aus Texas erzählt wurde, allerdings handelt es sich bei „Leatherface“ um ein Prequel zum Originalfilm, was man bereits daran erkennt, dass es sich bei den Hinterwäldlern um die Familie Sawyer, und nicht um die Familie Hewitt (aus dem Remake) handelt. In so fern kommen sich die beiden Prequels also nicht in die Quere.
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Der Film beginnt genau so, wie man es von ihm erwartet: Eine Dinnerszene, bei der ein armer Teufel von der Menschenfressersippe verhackstückelt wird; Genau so feiert man den Sawyers nun mal einen Kindergeburtstag! Kurz darauf bekommt die wahnsinnige Meute ein weiteres Pärchen in die Finger, nur handelt es sich dabei dummerweise um die Tochter des Sheriffs, der von nun an eine private Fede mit den Sawyers, insbesondere mit dem zukünftigen Ledergesicht Jedidiah ausficht. Dieser wird, zu seiner eigenen Sicherheit, von der Mutter getrennt, und in eine Anstalt verfrachtet, wo man ihm einen neuen Namen verpasst. Jahre später bricht der inzwischen zum Teenager herangewachsene Bursche mit einigen weiteren Irren aus der Anstalt aus, und macht sich auf den Weg nach Hause. Der Clou dabei: Der Zuschauer weiß nicht, bei welchem der Entsprungenen es sich um dem kettensägenschwingenden Irren aus dem später spielenden „Blutgericht“ handelt. Aber eigentlich ist das den meisten Zuschauern ohnehin irgendwie egal. Leider muss man nämlich sagen, dass sich dieser neue Ausflug ins texanische Hinterland bei weitem nicht so sehr nach TCM anfühlt wie das Remake und dessen Prequel, und auch der vor einigen Jahren erschienene „Texas Chainsaw 3D“ versprühte mehr von dem Gefühl des klassischen TCM. „Leatherface“ ist zwar kein schlechter Film, im TCM-Universum allerdings mag er nicht so recht ins Bild passen. Eigentlich handelt es sich hier nämlich um ein Roadmovie, das einerseits an Oliver Stones „Natural Born Killers“, und andererseits ein wenig an Rob Zombies „The Devils Rejects“ erinnert, aber nur wenig mit Hoopers oder Bays Kettensägenmassaker zu tun hat. Lediglich bei der Anfangsszene und dem bluttriefenden Finale fühlt sich der TCM-Fan wirklich wieder wie zu Hause. Unterwegs macht das Ganze natürlich auch Spaß, aber eben auf eine andere Art und Weise.
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Gorehounds kommen bei der Reise erwartungsgemäß dennoch auf ihre Kosten, denn – zumindest in der ungekürzten Version von Turbine Medien – wird gesägt, gemeuchelt und malträtiert was das Zeug hält, und neben einigen sehr geschmacklosen Szenen ist auch noch eine Nekrophilie-Szene mit an Bord. Mahlzeit! Unglücklicherweise schleichen sich hie und da dennoch ein paar eintönige Längen ein, denn auch wenn die Mörderbande auf ihrer Flucht eine deutliche Blutspur hinter sich herzieht, sind ein paar Meilen auf dem Weg etwas zu blutleer. Die Darsteller machen ihre Sache ganz ordentlich, allerdings wird ihnen auch nicht wirklich viel abverlangt. Neben zahlreichen eher unbekannten Gesichtern bekommen wir noch Stephen Dorff in einer wirklich verachtenswert guten Performance als texanischer Sheriff zu sehen, und als Mutter Sawyer darf Lili Taylor einen erneuten Ausflug ins Horrorgenre wagen. Die neue VHS-Retro-Edition enthält den Film selbstverständlich in seiner ungekürzten Version, die von der Juristenkommission der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (JKSpio) „Keine schwere Jugendgefährdung“ attestiert bekam.

Bildqualität

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Da es sich bei dieser Version um ein Repack handelt hat sich technisch nichts verändert. Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2.40:1 vor und orientiert sich an dem dreckigen, erdigen Look der Vorgängerteile. Die Schärfe bewegt sich dabei auf einem sehr anständigen Niveau, und bildet gerade in Nahaufnahmen haufenweise Kleinstdetails ab – wobei es sich stellenweise um Details handelt, die man eigentlich gar nicht so unbedingt sehen möchte. Das Bild wurde deutlich mit Braun- und Sepiafiltern bearbeitet, wodurch auch dieser Teil den typischen TCM-Look erhält. Allgemein ist das Bild sehr düster, wobei in dunkleren Bereichen auch hin und wieder ein Bildrauschen auftritt, das aber nicht weiter negativ auffällt. Allerdings zieht das Bild bei schnellen Bewegungen etwas nach, und in dunkleren Bereichen werden hin und wieder ein paar Details verschluckt. Abgesehen davon gehen der saubere Schwarzwert und der gut eingestellte Kontrast vollkommen in Ordnung.

Tonqualität

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Der Ton befindet sich in deutscher und englischer Sprache im Format dts-HD Master 7.1, sowie zusätzlich in einer 2.0 Stereo-Abmischung auf der Disc. Darüber hinaus werden deutsche und englische Untertitel angeboten. Die Tonspuren sind alles in allem sehr hochwertig und verfügen über eine sauber abgemischte und fein differenzierte Dynamik, in welcher auch die leisen Töne gut zur Geltung kommen. Leider klingen die Dialoge der deutschen Synchronfassung ein klein wenig muffig und dumpf, sind aber im Großen und Ganzen jederzeit gut verständlich. Die hinteren Kanäle werden in einem guten Umfang ins Geschehen mit einbezogen und können insbesondere bei actionlastigen Szenen (Beispiele: Ausbruch aus der Anstalt, Überfall auf das Diner) überzeugen. Auch der Subwoofer bekommt hin und wieder ein wenig zu tun, insbesondere dann, wenn die Kettensäge zum Einsatz kommt, oder aus allen Rohren gefeuert wird. Der stimmungsvolle Soundtrack von John Frizzell sorgt zusätzlich für Gänsehautmomente. Die gelungene deutsche Synchronfassung entstand nach einem Dialogbuch und unter der Regie von Manuel Karakas bei der Metz-Neun Synchron Studio- und Verlags GmbH und setzt auf fähige und bekannte Stimmen wie die von Matthias Keller, Marcus Off und Claudia Urbschat-Mingues.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing der dem Review zugrundeliegenden Sonderedition. - Die Entstehung a) Making of „Leatherface“ (13:20 Minuten) b) Promo-Feature (5:10 Minuten) c) Hinter den Kulissen (12:42 Minuten) - 6 Entfernte Szenen (21:04 Minuten) - 13 Interviews (96:50 Minuten) - Trailer - TCM Trailershow Auch in puncto Bonusmaterial blieb alles beim Alten. Lediglich das Booklet, das im Steelbook enthalten war, wurde der VHS-Edition nicht mehr beigelegt, dafür wurde das Set um Poster und die Film-DVD mit identischen Extras ergänzt, wobei sich hier nicht ganz der Sinn des Ganzen erschließt, da den ersten beiden Teilen auch keine DVD beigelegt wurde.
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Das umfangreiche Bonusmaterial erlaubt einen kleinen Blick hinter die Kulissen und wartet mit einem ausführlichen Booklet auf, welches bei den Mediabook-Versionen eingearbeitet und bei der Steelbook-Version beigelegt wurde. Das Promo-Feature ist genau das, was der Name erahnen lässt, und das knapp 13-minütige „Hinter den Kulissen“ Feature ist lediglich ein unkommentierter Blick auf die Dreharbeiten. Mehr Substanz haben da die Interviews mit den Darstellern, den beiden Regisseuren, dem Drehbuchautoren Seth M. Sherwood, dem Produktionsdesigner Alain Bainee, dem Kameramann Antoine Sanier, dem Make-Up-Künstler Oliver Afonso und dem Produktionsleiter Les Weldon. Leider wurden die Interviews nicht deutsch untertitelt, weshalb an dieser Stelle ein paar Punkte abgezogen werden müssen. 4 entfernte Szenen, sowie ein alternativer Anfang und ein alternatives Ende, runden das Gesamtpaket ab. Obendrauf gibt es noch einen ganzen Sack voll Trailer zum Film und den beiden Vorgängertiteln. Erwähnenswert ist auch, dass das uns überlassene Limited Steelbook ohne FSK, beziehungsweise SPIO/JK-Siegel auskommt. Die „Altersfreigabe“ befindet sich auf einem oben und unten überlappenden Pappeinleger, auf welchem sich auf der Rückseite die Produktinformationen (und die Limitierungsnummer) befinden. Das eigentliche Steelbook trägt vorne lediglich den Filmtitel, auf der Rückseite befindet sich das blutige Blatt einer Kettensäge und die Innenseite verfügt über einen Schwarzweiß-Druck einer Filmszene.

Fazit

Der aktuelle Ausflug ins Hinterland schaut aus wie die früheren Teile des Franchise, nur eben etwas sauberer. Das Bild ist stark eingefärbt, dabei von guter Schärfe und hoher Detailsichtbarkeit. Der Ton kann sich ebenfalls hören lassen und wartet mit einigen netten Highlights auf. Leider sind die Dialoge etwas zu dumpf. Im Bonussektor finden sich haufenweise Hintergrundinformationen – nicht nur zum Hauptfilm, sondern auch zu den vorherigen Titeln aus dem TCM-Universum. Aus welchem Grund allerdings bei einem großen Teil des Bonusmaterials auf Untertitel verzichtet wurden bleibt ein ungeklärtes Ärgernis. Der Film selbst bietet bluttriefende Unterhaltung, die sich allerdings nur selten nach TCM anfühlt, aber deswegen nicht gleich schlecht ist. Dennoch hat mir persönlich die Origin-Geschichte des Ledergesichts aus den Michael Bay Remakes besser gefallen. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Fans der Reihe sollten allerdings unbedingt einen Blick riskieren. (Michael Speier)
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7 von 10

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