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The Texas Chainsaw Massacre (1974) (Limited Retro Edition im VHS Design) Blu-ray

Original Filmtitel: The Texas Chain Saw Massacre

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (2x), enthält Bonus-Disc, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Sonderverpackung
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch DTS 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS 2.0
Englisch DTS 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
84 Minuten
Veröffentlichung:
28.06.2019
The Texas Chainsaw Massacre (1974) (Limited Retro Edition im VHS Design) Blu-ray Review
Story
 
9
Bildqualität
 
7
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
9
Gesamt *
 
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 10.07.2019
Vor einigen Jahren wurde nach massiven Anstrengungen der Turbine Media Group der jahrzehntelang verbannte Kultfilm „Blutgericht in Texas“ aka „The Texas Chainsaw Massacre“ aus den Kellern der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien freigekämpft. Einige Zeit später brachte Turbine auch die Fortsetzung „The Texas Chainsaw Massacre 2“ wieder an das Licht der Öffentlichkeit, und auch für die aktuellste Fortsetzung des Franchise, das von den Inside-Regisseuren Alexandre Bustillo und Julien Maury inszenierte Prequel „Leatherface“ sicherte sich das Label die Rechte. Alle drei Filme über die kannibalistische Familie Sawyer erhalten nun eine erneute Auswertung in Form einer „VHS-Retro Edition“, und wir werfen nun einen Blick auf Tobe Hoopers bahnbrechendes Original, das oft kopiert doch nie erreicht wurde.

Story

Fünf junge Menschen verirren sich mitten in Texas auf der Suche nach dem Haus der Großeltern zweier Jugendlicher. Während der Fahrt nehmen sie einen Anhalter mit, der sie zu einem Landsitz führt, der ein ehemaliger Schlachthof war. Die Jugendlichen ahnen noch nicht, dass für sie bald die Hölle auf Erden beginnt, denn im angeblichen Landsitz wartet eine Horde degenerierter Kannibalen auf sie... Der Film warb und wirbt damit auf einer wahren Begebenheit zu beruhen – was auch, zumindest zum Teil, den Tatsachen entspricht, wobei die wahre Begebenheit hier sehr ausgeschmückt wurde. Wie bei Alfred Hitchcocks „Psycho“, einigen Motiven aus „Schweigen der Lämmer“ oder ganz besonders bei „Deranged“ aus dem Jahr 1974 basiert die Grundidee von Tobe Hoopers „Kettensägenmassker“, beziehungsweise „Blutgericht in Texas“ oder eben „The Texas Chain Saw Massacre“ auf dem Fall des Serienmörders Ed Gein, der bis heute Filmemacher und Buchautoren zu Geschichten inspiriert.
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Das „Kettensägenmassaker“ geht allerdings noch einen Schritt weiter und präsentiert uns nicht etwa einen geistig verwirrten Einzeltäter, sondern eine ganz Familie von degenerierten Rednecks, die im Hinterland von Texas auf ihre Opfer lauern und diese verspeisen, beziehungsweise anderweitiger Verwendung als Dekoration oder in Form von Möbelstücken und Kleidung zuführen. Das ikonischste Mitglied der Familie ist dabei ganz klar das von Gunnar Hansen gespielte „Ledergesicht“ – in Original Leatherface – ein hünenhafte Kerl mit Hammer und der Kettensäge, der gern die Haut seiner Opfer als Maske trägt. Bis dieser allerdings zu Werke geht lernen wir erst einmal eine Gruppe junger Leute kennen, die vom Unglück verfolgt werden und somit in die Fänge der Familie Sawyer und letztendlich in deren Kochtopf geraten. Darstellerisch leisten die damals unbekannten Schauspieler beachtliches, allen voran Marilyn Burns als Sally. Am besten bleibt jedoch der etwas nervige Franklyn, gespielt von Paul A. Partain, in Erinnerung, der als invalider Rollstuhlfahrer nicht wirklich wegrennen kann, und eines der denkwürdigsten Schicksale des Films erleidet. Legendär ist auch die Endszene, in der die letzte Überlebende zum Dinner mit der Familie genötigt wird – eine Szene, die nicht nur dem Zuschauer, sondern auch den Darstellern mächtig zusetzte. Die Anspannung, die Intensität und die Stimmung dieser Szene ist unvergleichlich, die Atmosphäre ist derart angespannt, und man kann als Zuschauer förmlich „riechen“ was die verzweifelte Heldin riecht. Die Szene erhielt Einzug in die Popkultur und wurde zuletzt im aktuellen Ableger der „Resident Evil“-Spielereihe mit einer Hommage geehrt. Das Besondere ist indessen die Gewaltdarstellung, denn auch wenn sich jeder der den Film gesehen hat daran „erinnert“ wie die Kettensäge die Opfer zerteilt, jeder noch die Bilder des eindringenden Fleischerhakens im Kopf hat, so hat doch niemand wirklich diese Bilder „gesehen“, denn die grafische Gewalt bleibt größtenteils aus, vermutlich weil es schlichtweg zu teuer war, sie glaubhaft darzustellen. Bei der 13 Jahre später entstandenen Fortsetzung sah das da schon ganz anders aus, aber dazu an anderer Stelle mehr. Tobe Hooper blendet in seinem ersten Kettensägenmassker immer dann ab, wenn es wirklich zur Sache geht – oder es steht jemand genau im Weg, so dass das Schlimmste vor dem Zuschauer verborgen wird, wodurch die Bilder dessen, was sich da gerade abspielt, im Kopf entstehen, wo sie noch deutlich grausamer und schrecklicher ausfallen, als es auf der Leinwand überhaupt möglich wäre. Hooper gelang es mittels der Suggestion einen Film zu erschaffen, der in der Erinnerung der Zuschauer weitaus brutaler war als sein Remake, welches im Gegenzug alle Gräueltaten in Nahaufnahme zeigt. Ein direkter Vergleich zwischen Original und Remake findet sich übrigens im Bonusmaterial. Dieses Feature wurde angefertigt, um die Beschlagnahmung des Titels aufheben und ihn vom Index streichen zu lassen. Ja, dieser Film ist gemein, der Film ist fies, der Film ist purer Terror – und genau das ist es auch, was ihn zu einem Meisterwerk macht. Man spürt, fühlt, erleidet all das, was den armen Seelen zustößt, und man verzweifelt mit ihnen, denn ein Entkommen gibt es nicht, oder ist zumindest sehr unwahrscheinlich. Nach diesem Film wurden zahlreiche Fortsetzungen und Prequels auf den Weg gebracht, und Michael Bay produzierte ein recht gelungenes Remake unter der Regie des deutschen Regisseurs Marcus Nispel mit Jessica Biel in der Hauptrolle, welches ebenfalls mit einem Prequel bedacht wurde. Die grafische Gewalt mag in allen Filmen höher gewesen sein, aber keiner der späteren Filme konnte auch nur Ansatzweise die Stimmung erzeugen und beim Zuschauer ein derartiges Gefühl der Beklemmung auslösen wie dieses Original von Tobe Hooper.

Bildqualität

Das grobkörnige Bild liegt im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,78:1 vor und holt das Optimum an Qualität aus dem Originalmaterial heraus, zumindest was das Medium Blu-ray angeht. Dazu wurde zunächst ein 4k-Scann des ursprünglich auf 16 Millimeter gedrehten und auf 35mm aufgeblasenen Filmmaterials angefertigt, und diese Mühe machte sich wahrlich bezahlt. Man darf natürlich nicht vergessen dass es sich hier um einen sehr preiswert gedrehten Film handelt, der inzwischen satte 45 Jahre auf dem Buckel hat, insofern sollte man also auch keine Wunder erwarten. Die Schärfe bewegt sich dennoch auf einem Niveau, die man sicherlich nicht für möglich gehalten hätte, wenn man den Film in einer seiner früheren Veröffentlichungen gesehen hat. Kleinere Details sind zwar auch hier nur selten zu erkennen, aber im Rahmen des Möglichen wurde hier getan was man tun konnte. Das Filmkorn blieb gut erhalten und verleiht dem Film seinen besonderen Reiz – dreckig, kernig, authentisch! Die Farben sind sauber und anständig, dabei weiterstgehend natürlich und vor allem nicht so matschig und verwaschen wie man das von vorherigen Veröffentlichungen des Titels gewohnt ist. Wohlgemerkt: Die Rede ist nicht von den Veröffentlichungen aus dem Hause Turbine, denn das, was wir hier in der VHS-Retro Verpackung bekommen, ist NICHTS Neues. Es handelt sich hierbei lediglich um ein Repack der vorherigen Edition, die beispielsweise als Mediabook von Turbine im Handel erhältlich ist.

Tonqualität

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Der Ton befindet sich in deutscher und englischer Sprachfassung auf der Disc, jeweils als neu (nicht für diese Veröffentlichung!) gemasterter dts-HD Master 7.1 und als 2.0 Abmischung, wobei der deutsche Ton in Mono, der englische hingegen in Stereo vorliegt. Akustisch bekommen wir eine ähnliche Glanzleistung zu hören wie wir sie beim Bild zu sehen bekommen haben. Die hinteren Kanäle werden ein ums andere Mal ins Geschehen mit einbezogen, auch wenn sich diese Highlights ein wenig in Grenzen halten. Dafür kommt der verstörende „Soundtrack“ quasi von allen Seiten, und manche Szenen, überwiegend wenn die Gruppe das Haus erkundet, ziehen den Zuschauer mitten ins Geschehen hinein. Schön sind vor allem auch die Momente, wo man zuerst etwas von hinten hört, oder zu hören glaubt, und dann das Grauen tatsächlich über die Opfer hineinbricht. Für einen Film dieser Art – sagenhaft! Selbst der Subwoofer bekommt hin und wieder etwas zu tun, und die Dialoge sind jederzeit gut verständlich, klingen in der 2.0 Abmischung allerdings etwas frischer und sauberer. Der Originalton ist ebenfalls sehr hochwertig, allerdings klingt der deutsche Ton einen Hauch differenzierter und dynamischer. Die deutsche Synchronfassung entstand nach einem Dialogbuch und unter der Regie von Jürgen Clausen bei der Profilm GmbH Rolf G. Schuenzel in München. Zu hören bekommen wir ein paar auch heute noch bekannte Sprecher, wie zum Beispiel Michael Schwarzmaier, Johanna Mertinz, Michael Habeck und Thomas Haerin.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing der dem Review zugrundeliegenden Sonderedition. Das umfangreiche Bonusmaterial lässt kaum Wünsche offen und macht den wissbegierigen Zuschauer zu einem Experten, sofern er es denn wünscht. In insgesamt vier Audiokommentaren mit den Darstellern und dem Regisseur bekommen wir allerhand Hintergrundinformationen „aus erster Hand“ zu hören, die sich unter anderem mit den schrecklichen Drehbedingungen beschäftigen, aber auch viel über die Hintergründe erzählen. Wem das noch nicht genug ist, der hat die Gelegenheit anhand zahlreicher Dokumentationen, die teilweise in Spielfilmlänge und im Falle von „A Family Portrait“ sogar mit deutschem Voice-Over-Ton vorliegen, sich noch weiter in die Materie hineinzufressen. Neben den Dokumentationen, den Interviews, den geschnittenen Szenen und Outtakes (ja, sogar die gibt es!) bekommen wir noch Haufenweise Werbematerial zu sehen. Schade ist nur, dass die zweistündige Diskussionsrunde mit dem deutschen Ausnahme-Regisseur Jörg Buttgereit, in welcher heiß über Sinn und Unsinn und vor allem Hintergründe der deutschen Zensur und der FSK gesprochen wird, hier nicht mit enthalten ist.

Fazit

Die VHS-Retro Edition des Kultfilms bietet technisch nichts neues, sondern liefert lediglich das aus zahlreichen bekannte Material in neuer Verpackung ab. Da dieses aber hervorragend war und obendrein auch noch mit so viel Bonusmaterial ausgestattet war, dass es einem sprichwörtlich die Schuhe auszieht, gibt es daran absolut gar nichts auszusetzen. Zudem ist die Veröffentlichung ein echter Hingucker und dürfte so manchem Fan das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, auch wenn er den Titel schon in der einen oder anderen Version im Regal stehen hat. Der Film selbst ist ein unumstrittener Klassiker des Genres, der in keiner gutsortierten Sammlung fehlen sollte. Terror, Angst und Verzweiflung waren nie so spürbar wie in diesem Film, und keine der zahlreichen Fortsetzungen oder Remakes konnte jemals die Intensität dieses Originals erreichen! (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der The Texas Chainsaw Massacre (1974) (Limited Retro Edition im VHS Design) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

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