Deranged - Geständnisse eines Nekrophilen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray

Original Filmtitel: Deranged (1974)

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Disc-Informationen
Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Media Book,
Limitiert auf 222 Exemplare!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
84 Minuten
Veröffentlichung:
27.05.2019
Deranged - Geständnisse eines Nekrophilen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray Review
Story
 
8
Bildqualität
 
9
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
10
Gesamt *
 
9
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 29.05.2019
Der Fall des Grabräubers, Leichenschänders und Mörders Ed Gein inspirierte zahlreiche Autoren und Filmemacher, darunter Robert Bloch, der die Geschichte in seinem, von Alfred Hitchcock verfilmten, Roman „Psycho“ verarbeitete, oder aber auch Tobe Hooper, dessen Meisterwerk „Blutgericht in Texas“ (The Texas Chainsaw Massacre) auf eben diesen Vorkommnissen basiert. Im gleichen Jahr in dem Tobe Hooper sein Ledergesicht und die Familie Sawyer auf das Publikum losließ erschien auch ein weiterer, deutlich kleinerer und bis heute eher unbekannter Film, der auf dem gleichen Fall basiert, sich dabei aber wesentlich näher an den Fakten orientiert. Dieser Film mit dem Titel „Deranged – Geständnisse eine Nekrophilen“ erscheint nun, pünktlich zum 45 Jährigen Jubiläum, in Form von drei unterschiedlichen und limitierten Mediabooks im Vertrieb von Wicked Vision Media, und was uns hier erwartet, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Nach dem Tod seiner Mutter bringt Ezra ihren Leichnam vom Friedhof nach Hause. Er umsorgt die Verstorbene und spricht mit ihr. Leider fällt die alte Dame immer mehr auseinander und so ist Ezra gezwungen, „Ersatzteile“ zu besorgen, um sie zu erhalten. Anfangs plündert er nur die Gräber frisch Verstorbener, doch bald wendet er sich den Lebenden zu. Immer mehr Frauen verschwinden in der kleinen Gemeinde. Als die Polizei dem irren Ezra schließlich auf die Schliche kommt, steht ihr in seiner Scheune eine grauenvolle Entdeckung bevor. (Pressetext Wicked Vision Media) Bei „Deranged“ handelt es sich nicht um einen Horrorfilm im herkömmlichen Sinn, sondern eher um eine Art Biografie, bei welcher zwar die Namen und der Handlungsort geändert wurden, man sich aber ansonsten akribisch an die tatsächlichen Begebenheiten des Falles Ed Gein gehalten hat. Der dokumentarische Charakter wird zudem durch einen Moderator untermauert, der immer wieder ins Bild tritt und das Geschehen kommentiert und sich dabei direkt an den Zuschauer richtet, während er von den Figuren im Film nicht wahrgenommen wird.
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Obwohl die Taten des „Plainfield Ghouls“, wie man Ed Gein – der in diesem Film in Ezra Cobb umbenannt wurde – abscheulicher kaum sein könnten, geht der Film damit recht nüchtern um und verzichtet auf eine reißerische Inszenierung. Tatsächlich wirken manche Szene sogar ausgesprochen komisch, allerdings auf eine sehr eigenwillige Art, bei der dem Zuschauer das Lachen schnell im Halse stecken bleibt. Die Bilder werden dabei von einer fast einschläfernden und doch eindringlichen Orgelmusik unterlegt, die das Gesehene noch ein wenig unangenehmer machen. Horrorelemente im herkömmlichen Sinn besitzt „Deranged“ ebenso wenig wie klassische Gruselelemente, und Spannung kommt aufgrund des – zumindest in Amerika – allgemein bekannten Verlaufs der Taten ebenfalls nicht auf. Dafür bietet der Film aber einige ausgesprochen unappetitliche Szenen und abscheuliche Kulissen. Umso erstaunlicher ist es, dass der Film in der hier vorliegenden ungekürzten Version von der FSK mit einer Freigabe „ab 16 Jahren“ versehen wurde, denn auch wenn die Leichen, die Ezra zerlegt und damit seine Wohnung dekoriert, eindeutig als Puppen zu erkennen sind, so sehen diese doch reichlich unappetitlich aus, und die berühmt-berüchtigte (in der ursprünglichen Version nicht enthaltene) Szene, in der Ezra mit einem Löffel zuerst die Augen aus den Höhlen einer ausgegrabenen Leiche entnimmt, um ihr kurz darauf den Schädel aufzusägen und das Gehirn zu entnehmen, dürfte dem einen oder anderen durchaus der Magen umdrehen. Special-Effects Guru Tom Savini, der hier noch am Anfang seiner Karriere stand, zeigte in diesen und anderen Szenen bereits sein handwerkliches Geschick, das ihn bis heute zu einem Meister seiner Zunft macht.
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Maßgeblich für das Gelingen des Film ist allerdings Roberts Blossoms Schauspiel. Seine Darstellung des Ezra Cobb als simpel gestrickten, desorientierten und schlicht und ergreifend „geistesgestörten“ Mann ist derart glaubwürdig und eindringlich, dass man sich nur wundern kann, warum der Mann nicht viel häufiger vor der Kamera zu sehen war. Obwohl man um die Taten des Mannes weiß und gezwungen ist Zeuge derselben zu werden, schafft er es den Leichendieb verletzlich und mitleiderregend wirken zu lassen.

Bildqualität

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Das körnige Bild liegt im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und ist – kurz gesagt – atemberaubend. Zwar darf man nicht vergessen das wir es hier mit einem 45 Jahre alten Low Budget Titel zu tun haben, und so ganz lässt sich diese Tatsache auch nicht verbergen, aber gemessen an den Möglichkeiten wurde hier ohne Frage das Optimum aus dem Material herausgeholt. Die Schärfe bewegt sich stellenweise auf einem Topniveau und bildet Szenenweise winzige Kleinstdetails wie Hautporen und Härchen ab, allerdings ist die Fokussierung nicht immer ganz optimal, wodurch unscharfe Bilder keine Seltenheit sind, was jedoch auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen ist und demnach kein Qualitätsmanko darstellt. Die Farben sind satt und kräftig, dabei sehr natürlich und angenehm – wodurch das knallrote Blut besonders gut zur Geltung kommt. Altersbedingte Mängel wie Beschädigungen, Verschmutzungen oder Ähnliches sucht man derweil vergeblich. Die hohe Bewertung ergibt sich aus der Tatsache dass der Titel weitaus besser aussieht, als man es erwarten würde, und ist nicht mit aktuellen Titeln ähnlicher Bewertung gleichzusetzen!

Tonqualität

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Der Film liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master 2.0 vor und verfügt über optional zuschaltbare deutsche und englische Untertitel. Die deutsche Synchronfassung klingt genauso frisch und sauber wie das Bild aussieht. Die Dialoge sind jederzeit glasklar verständlich, die eindringliche Musik von Carl Zittrer klingt ebenfalls sauber, und die Hintergrundgeräusche gliedern sich perfekt ins Geschehen ein. Die englische Tonspur hat dabei den Vorteil ein wenig authentischer zu klingen, wobei es qualitativ kaum einen Unterschied gibt.

Ausstattung

Hier geht es zum der Review zugrunde liegenden Mediabook-Unboxing-Video:
  • 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Christoph N. Kellerbach
  • Audiokommentar mit Tom Savini und Calum Waddell
  • Audiokommentar mit Jörg Buttgereit und Dr. Gerd Naumann
  • Einleitung von Jörg Buttgereit (5:04 Minuten)
  • Interview mit Produzent Tom Karr (23:45 Minuten)
  • Deranged Chronicles: The Making of „Deranged“ (37:32 Minuten)
  • The Ed Gein Story: Producer Tom Karr on Location (20:47 Minuten)
  • Ed Gein - American Maniac: True-Crime-Dokumentation (24:32 Minuten)
  • Das Sequel, das keines war: Hinter den Kulissen von „Creep“ (3:58 Minuten)
  • „A Blossoming Brilliance“: Scott Spiegel über „Deranged“ (10:22 Minuten)
  • „Kannibale und Liebe“ – Mitschnitt des Theaterstücks von Jörg Buttgereit (25:08 Minuten)
  • Kurzfilm: „Ein Moment der Stille am Grab von Ed Gein“ (02:01 Minuten)
  • B-Rolls: Archivaufnahmen (3:36 Minuten)
  • Geschnittene Szene (1:27 Minuten)
  • 2 Teaser Trailer (1:42 Minuten)
  • Original-Kinotrailer (1:33 Minuten)
  • Alternativer Trailer (1:36 Minuten)
  • “Trailers from Hell“ mit Adam Rifkin (1:59 Minuten)
  • Trailer: “Kannibale und Liebe” (1:00 Minuten)
  • Trailer: “Nekromantik” (2:03 Minuten)
  • Trailer: “Nekromantik 2” (1:12 Minuten)
  • Bildergalerie (2:37 Minuten)
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Das 2-Disc Set (bestehend aus einer Blu-ray mit Film und Bonusmaterial sowie einer inhaltsgleichen DVD) bietet ein wahres Füllhorn an interessanten Hintergrundinformationen, die im Grunde genommen keine Wünsche offen lassen. Neben einer Einführung durch Nekromantik-Regisseur Jörg Buttgereit, der ebenfalls eine „sehr ungesunde“ Beziehung zu Ed Gein besitzt und der – gemeinsam mit Dr. Gerd Naumann – mittels eines informativen Audiokommentars durch den Film führt, bekommen wir einen weiteren Audiokommentar mit Special-Effekts Legende Tom Savini und Filmproduzent Calum Waddell zu hören, welcher erfreulicherweise deutsch untertitelt wurde und weitere interessante Hintergrundinformationen beinhaltet. Weiterhin erwarten den interessierten Zuschauer zahlreiche Interviews, Dokumentationen und „Hinter den Kulissen“-Material, welche nicht nur den Film selbst behandeln, sondern auch die wahren Hintergründe über den echten Ed Gein erläutern. Besonders sehenswert ist hier die knapp halbstündige Dokumentation „Ed Gein – American Maniac“. Da es sich bei den Dokumentationen um zeitgenössische Beiträge handelt, ist die Bild- und Tonqualität nicht immer ganz optimal, was aber an der inhaltlichen Qualität nicht das Geringste ändert.

Fazit

Die Bild- und Tonqualität der im Set enthaltenen Blu-ray Disc ist – gemessen an den Möglichkeiten – atemberaubend gut. Das Bild ist so scharf und sauber wie es nur sein kann und akustisch gibt es ebenfalls nicht das Geringste auszusetzen. Ein besonderes Schmankerl ist allerdings das umfangreiche Bonusmaterial, welches absolut keine Wünsche offen lässt. Der Film selbst ist eine Delikatesse, die jedoch den meisten Zuschauern bitter aufstoßen wird. Auch wenn „Deranged“ alles andere als ein Mainstream-Film ist, der vielen Zuschauern gewiss auf den Magen schlagen wird und die Spannungskurve aufgrund der bekannten Handlung und dem vorherbestimmten Ende sehr flach verläuft, ist der Film eine echte Genreperle, die zum einen dank der grandiosen schauspielerischen Leistung des Hauptdarstellers und zum anderen aufgrund der, aus heutiger Sicht vielleicht etwas altbacken wirkenden aber dennoch sehr unappetitlichen Effekte, in keiner gut sortierten Horrorfilmsammlung fehlen sollte. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der Deranged - Geständnisse eines Nekrophilen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

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Deranged - Geständnisse eines Nekrophilen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray
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