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Die Insel des Dr. Moreau Blu-ray

Original Filmtitel: The Island of Dr. Moreau (1977)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
99 Minuten
Veröffentlichung:
31.05.2019
Die Insel des Dr. Moreau Blu-ray Review
Story
 
5
Bildqualität
 
8
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
1
Gesamt *
 
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 18.07.2019
Bereits drei Mal wurde „Die Insel des Dr. Moreau“ von H.G. Wells für die Leinwand adaptiert: Das erste Mal 1932 von Erle C. Ketnon unter dem Titel „Insel der verlorenen Seelen“ mit Charles Laughton und Bela Lugosi und zuletzt 1996 als „DNA – Experiment des Wahnsinns“ von John Frankenheimer mit Marlon Brando, Val Kilmer und David Thewlis. Die hier vorliegende zweite der insgesamt drei Verfilmungen entstand im Jahr 1977 unter der Regie von Don Taylor und trug auch in Deutschland den gleichen Titel wie die Romanvorlage. Der Film wird nun im Vertrieb von NewKSM auf Blu-ray Disc veröffentlicht. Was diese zu bieten hat, und wie sich der Film mit Burt Lancaster und Michael York rund 40 Jahre nach seiner Uraufführung schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

In einem Rettungsboot kann sich der Schiffbrüchige Andrew Braddock (Michael York) gerade noch an das Ufer einer Insel retten, nur um kurz darauf von unheimlichen Tiermenschen angegriffen zu werden. In letzter Sekunde findet er eine Einfriedung, in welcher der mysteriöse Dr. Moreau (Burt Lancaster) mit seinem Assistenten Montgomery (Nigel Davenport) lebt, und unchristliche Experimente mit den Tieren der Insel anstellt. Gemeinsam mit der schönen Maria (Barbara Carrera) plant Braddock die Flucht von der Insel, doch Moreau hat ganz andere Pläne mit dem ungebetenen Gast… Ich muss gestehen dass ich diesen Film in erster Linie aus nostalgischen Gründen sehen wollte, denn ich habe ihn in meiner Jungend wirklich oft und gerne angesehen, konnte mich aber aus irgendeinem Grund kaum noch an irgendwelche Einzelheiten erinnern. Zur Einstimmung habe ich mir auch vorher noch die Romanvorlage von H.G. Wells zu Gemüte geführt – was vielleicht ein Fehler war, wenn man es genau betrachtet. Der Film hält sich in der ersten Filmhälfte im Großen und Ganzen nah an die Vorlage und lässt nur hie und da ein paar Einzelheiten weg und fügt dafür andere Elemente (wie etwa die Figur der Maria) in die Handlung ein, und ändert unverständlicherweise den Namen des Protagonisten. Die weibliche Nebenrolle wurde vermutlich hinzugefügt um einerseits etwas fürs männliche Auge zu bieten und andererseits ein zusätzliches Handlungselement für die Figur des Schiffsbrüchigen Braddock zu liefern, dessen Schicksal in der zweiten Filmhälfte erheblich von der im Roman abweicht, wodurch der Film zu einer reinen Freakshow verkommt und sämtliche sozial- und gesellschaftskritischen Ansätze der Vorlage über Bord wirft. Das letzte Drittel der Vorlage fehlt gar völlig, und so fällt beinahe alles, was Wells mit seiner Geschichte sagen wollte, mehr oder weniger unter den Tisch. Nimmt man den Film für sich und löst ihn von der Vorlage, bekommt man einen leidlich spannenden Abenteuerstreifen im Stil der 1970er Jahre zu sehen. Die Hintergründe und Geheimnisse der Insel kommen recht schnell ans Tageslicht, was den Film komplett seiner Spannung beraubt. Viele Überraschungen gibt es nicht, und in erster Linie lebt der Film von seinen schönen Naturaufnahmen, den (zur damaligen Zeit) perfekten Tiermonster-Masken und dem charismatischen Hauptdarsteller Burt Lancaster, der trotz alledem etwas hinter seinen darstellerischen Möglichkeiten zurückbleibt. Aber das scheint irgendwie ein Fluch der Rolle des Dr. Moreau zu sein, denn weder Charles Laughton konnte 1932 in dieser Rolle sein Talent im vollen Umfang zum Einsatz bringen, und über das Totalversagen des ansonsten grandiosen Marlon Brando in dieser Rolle in der 1997er-Version werfen wir am besten einen ganz, ganz dicken Mantel des Schweigens. Dabei bietet die Rolle theoretisch enormes Potential, allerdings hat es bislang noch kein Regisseur geschafft, der Vorlage ein entsprechendes filmisches Gegenstück entgegenzusetzen. Auch Michael Yorks Darstellung kann nicht wirklich als überzeugend bezeichnet werden, und die im Roman nicht vorkommende weibliche Hauptrolle, gespielt vom ehemaligen Fotomodell Barbara Carrera, ist im Kern völlig überflüssig, aber wenigstens ganz nett anzuschauen. Nett anzuschauen sind auch die bereits erwähnten Tiermenschen-Masken, die von John Chambers kreiert wurden, der bereits für die Masken in den alten „Planet der Affen“-Filme zuständig war. Inzwischen weiß ich übrigens, warum ich mich nicht mehr an Einzelheiten des Films erinnern konnte: Er bietet einfach nichts, was einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ihn als schlecht zu bezeichnen wäre sicherlich falsch, aber gut trifft es leider auch nicht. Inhaltlich kratzt der Film zu sehr an der Oberfläche und verlässt sich zu sehr auf seine Effekte (von denen es, neben den Masken, kaum welche zu sehen gibt) und die großen Namen des Autors und der beiden Hauptdarsteller. Unterm Strich genügt das alles aber leider nicht, und so ist „Die Insel des Dr. Moreau“ ein Film, den man sehen kann oder es eben sein lässt – es macht eigentlich keinen großen Unterschied. Da Hollywood ohnehin seit Jahren die Ideen ausgehen und die technischen Möglichkeiten inzwischen enorm fortgeschritten sind sollte man eventuell hier mal über ein Remake nachdenken, das sich dann aber deutlich näher an der Vorlage orientieren sollte und keine unnötigen Zusätze in die Handlung einbringt.

Bildqualität

Das dezent körnige Bild liegt im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und hinterlässt einen sehr anständigen Eindruck, ohne dabei wirkliche Jubelstürme auszulösen. Die Schärfe bewegt sich, insbesondere bei Nahaufnahmen, auf einem sehr guten Niveau und bildet viele kleine Feinheiten sauber ab, die in der Halbtotalen allerdings eher Seltenheitswert besitzen. Trotzdem kommen, je nach Einstellung, die zahlreichen Details der Dschungelkulisse gut zur Geltung, und auch die satten und kräftigen Farben leisten hier ihren Beitrag, obwohl diese zwar hie und da etwas zu dezent ausfallen, dafür aber sehr natürlich wiedergegeben werden. Der typisch-erdige Look der 1970er-Genrefilme passt hier ganz perfekt und vermittelt genau die richtige Atmosphäre. Altersbedingte Mängel, Verschmutzungen oder Beschädigungen konnten in keinem nennenswerten Maße festgestellt werden.

Tonqualität

Der Ton befindet sich in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master 2.0 auf der Disc. Optional lassen sich deutsche und englische Untertitel zuschalten. Aufgrund der 2.0 Abmischung lässt sich nicht allzuviel über die Tonspuren sagen – aber das, was wir zu hören bekommen, klingt sauber und ordentlich. Rauschen, knarzen oder ähnliches stört den Filmgenuss zwar nicht, dafür klingt die deutsche Synchronfassung etwas dumpf und matt. Außerdem haben wir das typische „Manko“, dass die Dialoge im direkten Verhältnis zu dominant abgemischt wurden, was allerdings im Umkehrschluss dafür sorgt, dass die Dialoge jederzeit gut verständlich bleiben. Die deutsche Synchronfassung ist, was die Sprecher betrifft, dafür ganz hervorragend und setzt auf bekannte Stimmen fähiger Sprecher wie Thomas Danneberg, Heinz Petruo, Susanna Bonasewicz und Edgar Ott.

Ausstattung

Im Bonusmaterial finden wir leider lediglich den Trailer zum Film, sowie eine Handvoll Filmographien der Darsteller in Textform, was bereits zu DVD-Zeiten nicht mehr wirklich up-to-date war.

Fazit

Bild und Ton der blauen Scheibe aus dem Hause NewKSM geben weder Anlass zur Kritik, noch treiben sie dem Zuschauer Freudentränen in die Augen. Anständig, ordentlich und sauber – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Lediglich das Bonusmaterial hätte etwas üppiger ausfallen dürfen. Der Film selbst lebt zum einen von seinen tollen Locations und zum anderen von den guten Masken der Tiermenschen, aber alles in allem bietet er den Zuschauern leider nicht allzu viel, was ihn im Endeffekt leider zu einem nur bedingt empfehlenswerten Film macht. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
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Die Kaufempfehlung der Die Insel des Dr. Moreau Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

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Die Insel des Dr. Moreau Blu-ray
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