The Informer (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: The Informer (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Polizei- bzw. Gefängnis-Thriller sind eine feste Institutionen in der Kino-Landschaft. In jüngerer Vergangenheit lieferten Thriller der Marke "Shot Caller", "Brawl in Cell Block 99" sowie "Destroyer" oder "Black and Blue" spannende Beiträge zu diesem Genre. In eben diese Kerbe möchte auch die Adaption des Romans "Tre Sekunder" aus der Feder des Schwedischen Autoren-Teams Anders Roslund und Borge Hellström schlagen. Dabei basiert der von Andrea Di Stefano inszenierte Film jedoch nur lose auf den Ereignissen des Romans, bietet aber mit Clive Owen, Rosamund Pike und Joel Kinnaman einige namhafte Schauspieler im Cast. Von Wild Bunch Germany im Vertrieb von LEONINE erscheint nun die Heimkino-Auswertung des Thrillers in Form einer Blu-ray, auf deren Basis das nachstehende Review entstanden ist.

Story

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Ex-Soldat Pete Koslow (J. Kinnaman) hat nach der Rückkehr aus dem Krieg mit Posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen, die das Familien-Leben nicht immer einfach machen. Bei einer Kneipenschlägerei kommt es dadurch zu einem Todesfall, was ihm 20 Jahre hinter Gittern einbringen soll. Doch FBI-Agentin Wilcox (R. Pike) holt den polnisch-stämmigen Koslow nach 4 Jahren vorzeitig aus dem Knast, um ihn als Informanten gegen ein polnisches Drogenkartell einzusetzen. Nachdem jedoch bei einem vermeintlichen Drogendeal ein Undercover-Fahnder des New York Police Departments zu Tode kommt, soll Koslow als Wiedergutmachung für diesen Fehler im Auftrag des Kartells wieder zurück in den Knast, um hier unter den Inhaftierten ein Drogenimperium aufzubauen. Das FBI wittert hier die große Chance, endlich das Kartell zu Fall zu bringen, weshalb Wilcox Koslow dazu rät, den Deal anzunehmen. Doch als mit Detective Grens (Common) der Kollegen des ermordeten N.Y. P.D. Polizisten dem Ganzen auf die Schliche kommt, wird Koslow auf Geheiß des FBI-Chefs Montgomery (C. Owen) fallen und somit sich selbst überlassen. Als seine Familie daraufhin in Gefahr gerät, setzt Koslow alles daran, dem perfiden Spiel aller beteiligten Parteien ein Ende zu machen.
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Die Verfilmung des Kriminal-Romans "Tre Sekunder (Drei Sekunden)" setzt, wie bereits eingangs schon erwähnt, recht lose auf dem Roman der beiden schwedischen Autoren Anders Roslund und Borge Hellström auf, denn auch wenn man dem Grundthema der Undercover-Agenten sowie der wechselhaften Betrachtungsweise treu bleibt, so krempelte man den europäischen Roman doch auf recht amerikanische Art um. Als Handlungsort verlegte man den ursprünglich in Schweden angesiedelten Thriller nach New York und stellte den nun titelgebenden Informanten Pete Koslow in den Mittelpunkt. Dieser wird hier von Joel Kinnaman verkörpert, dem man seine Sache nach anfänglicher Eingewöhnung doch durchaus abnimmt. Die anfängliche Skepsis liegt vermutlich daran, dass man sich bei der Erzählung zunächst etwas Zeit lässt und den Zuschauer fast gut eine halbe Stunde relativ im Unklaren darüber lässt, was es mit Pete und seiner Verbindung zum FBI überhaupt auf sich hat. Zwar weiß man von Anfang an, dass er als Spitzel tätig ist, aber warum und wieso wird erst später klar. Im zur Seite stellte man mit Ana de Armas in der Rolle der Sofia eine starke Persönlichkeit als Ehefrau, die fest zu ihrem Mann steht und seinen Entschluss stets unterstütz, auch wenn die Familie dadurch in Gefahr geraten kann. Die Aussicht auf Straffreiheit ihres Mannes und ein endlich ruhiges Leben mit ihrer Familie sind hier jedoch durchaus nachvollziehbare Gründe, zumal Pete unschuldig in diese ganze Misere reingerutscht ist. Dies nutzen die beiden FBI-Agenten Wilcox und Montgomery, gespielt von Rosamund Pike und Clive Owen, hier schamlos aus und spannen den pflichtbewussten Ex-Soldaten für ihre Zwecke ein. Während Pike im Laufe des Films jedoch noch so etwas wie ein Gewissen entwickelt und Zweifel an ihren Handlungen bekommt, ist es diesmal an Owen eine fiese Rolle zu übernehmen, in der er egoistisch und unnachgiebig bleibt um seine Forderungen durchzusetzen - selbst wenn er dafür über Leichen gehen muss. Schön die beiden Schauspieler einmal in etwas anderen Charakteren zu sehen, sind sie doch zumeist immer auf der guten Seite. Hier verwischt "gut" und "böse" jedoch schnell und man fragt sich, wie weit dürfen die öffentlichen Behörden überhaupt gehen, um kriminellen Vereinigungen das Handwerk zu legen? Ist es dabei Recht, wenn sie selbst zu unorthodoxen Methoden greifen und ihren Kampf auf dem Rücken des kleinen Mannes austragen? Gegen dieses Vorgehen spricht sich hier jedenfalls Detective Grens, gespielt von Musiker und Schauspieler Common, aus, der sich selbst für den Tod seines Kollegen verantwortlich fühlt - den unerfahren Neuling hätte er niemals in solch einem brisanten Fall einsetzen soll. Auch bei Grens' Figur ergeben sich drastische Änderungen gegenüber dem Roman, ist diese dort doch wesentlich älter und hat mit dem Verlust der Ehefrau zu kämpfen. Dennoch entwickelte man die Neuerungen für die Verfilmung sehr gut und glaubwürdig, auch wenn der Ermittler hier gefühlt deutlich zu wenig zum Zuge kommt. In weiteren Nebenrollen sind Eugene Lipinski als polnischer Drogenboss Klimek "Der General", Sam Spruell als korrupter Gefängniswärter Slewitt und Karma Meyer als Koslows Tochter Anna zu sehen. Daneben gibt es noch jede Menge Akteure, die für das polnische Kartell oder als Gefängnis-Insassen agieren. Sie alle wurden sehr passend für ihre Rollen ausgewählt und helfen dabei, den Thriller mit der passenden Attitüde umzusetzen.
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Das Film-Tempo ist dabei eher gemächlich und nimmt sich viel Zeit, um seine Protagonisten ins rechte Licht zu rücken. Zwar gibt es auch einige Zweikämpfe und das Finale bietet zudem noch einige Action, insgesamt lässt man es aber ruhig angehen, ohne dabei jedoch an Spannung zu verlieren. Diese kommt zwar erst nach und nach auf, wird dann jedoch immer dichter, zumal man gegen Ende zunächst offen lässt, was sich Koslow ausgedacht hat, um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien, seine Familie in Sicherheit zu bringen und die verschiedenen Parteien gegeneinander auszuspielen. Zwar erfindet man hier insgesamt das Rad nicht neu, was sicherlich heutzutage auch nicht leicht ist, dennoch gelang es den Machern stets dafür zu sorgen, dass man als Zuschauer wissen möchte, wie dieser brisante Fall ausgeht. Auch hat man vermieden, die Figur des Ex-Soldaten Koslow allzu patriotisch oder übermenschlich darzustellen. Dass er Kampferfahrung hat, sieht man im Finale, welches jedoch nicht in Gefilde mancher Actionfilme abdriftet, sondern durchaus nachvollziehbar bleibt. Das man die Geschichte dabei auf verschiedene Schauplätze verteilt, sorgt dabei einmal mehr für Abwechslung und lässt zu keinem Zeitpunkt der knapp 2 Stunden Laufzeit Langeweile aufkommen. Fans eingangserwähnter Genre-Kollegen sollten hier in jeden Fall einmal ein Auge riskieren - sie sollten nicht enttäuscht werden und einen unterhaltsamen wie spannenden Filmabend erleben.

Bildqualität

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Das Bild liegt in einem Ansichtsverhältnis von 2.40:1 vor, was für den Zuschauer wieder schwarze Balken am oberen und unteren Bildschirmrand mit sich bringt. Die generelle Bildqualität ist sehr ordentlich umgesetzt worden, dennoch fällt immer wieder auf, dass in Randbereichen Unschärfen vorliegen. Da man auch immer wieder mit Lense Flare und Gegenlicht als Stilmittel arbeitet, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Unschärfen bewusst eingesetzt worden, um dem Thriller einen bestimmten Look zu verpassen. In diesem Falle wirkt es jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zudem hat man das Gefühl, dass die Grundschärfe noch ein Ticken besser hätte ausfallen können, denn hin und wieder ist das Bild ein wenig weich. Dass es eben auch anders geht, zeigen einige Skyline-Aufnahmen von New York, welche die Hochhäuser zum Greifen nahe erscheinen lassen. Der Film besitzt einen kräftigen Kontrast, ist ab und an aber etwas zu dunkel geraten. Hier ergeben sich dann auch einige Detailverluste im Dunkeln. Satt und farbintensiv kommt hingegen der rote Lebenssaft oder einige Graffitis auf einer öffentlichen Toilette zum Vorschein. Auch die vielen Gang-Tattoos sind vor allem bei Close-Ups sehr gut zu erkennen. Trotz einiger kleinen Makel und dem ungewöhnlichen Stil überwiegt jedoch die gute Bilddarstellung.

Tonqualität

Der Thriller wurde mit folgenden Tonspuren ausgestattet: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Direkt von Anfang an fällt auf, dass der Ton insgesamt etwas zu leise abgemischt ist, weshalb man ein wenig am TV bzw. dem Heimkino-Verstärker nachregeln sollte. Dies ist im Übrigen in beiden vorhandenen Sprachfassungen der Fall. Der Fokus des Films liegt hier ganz klar auf den Dialogen zwischen den Protagonisten. Zwar gesellen sich auf den umherliegenden Kanälen immer wieder passende Umgebungsgeräusche, wie Windrauschen, Gewitterdonner oder vorbeifahrende, oder vorbeifliegende Fortbewegungsmittel dazu - ein Effektfeuerwerk sollte man hier aber nicht erwarten. Selbst beim etwas actionreicheren Finale hält man sich zurück, obwohl gerade hier der Subwoofer hätte einmal ordentlich anspringen dürfen. Da der Film jedoch auch recht ruhig abläuft, was das Tempo betrifft, passt die Vertonung sehr gut dazu. Sie wirkt insgesamt dadurch sehr natürlich und nicht zu überlastet. Eine gute Arbeit haben auch die Scalamedia Studios abgeliefert, bei denen unter der Leitung von Martin Halm die deutsche Synchronisation entstand. Diese klingt ausgewogen und verfügt über motivierte Sprecher, die den original Schauspielern in nichts nachstehen. Einen nennenswerten Unterschied gibt es daher auch im Vergleich mit dem englischen O-Ton nicht.

Ausstattung

Die Extras bestehen lediglich aus Trailern: - Deutscher Trailer (2:32 Min.) - Trailershow: Wind River, Triple 9, Lommbock, The Secret Man, Ein verborgenes Leben - The Secret Scripture
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Ein Making Of oder einige Interviews sucht man hier leider vergebens, was die Gesamt-Bewertung dann leider nach unten zieht. Auch zu Verpackung oder einem Wendecover kann Aussage getroffen werden, da der Redaktion lediglich eine lose Disk zu Testzwecken zur Verfügung gestellt wurde.

Fazit

Der Thriller lässt einen zunächst etwas im Unklaren über die Motive des Hauptprotagonisten, baut dann jedoch nach und nach immer mehr Spannung auf, die dann bis zum Ende gehalten werden kann. Zwar erfindet man insgesamt das Rad in diesem Genre-Bereich nicht neu, dennoch hat man die Roman-Vorlage sehr passend adaptiert und für das (amerikanische) Kino umgebaut. Vor allem die Hauptdarsteller spielen auf sehr gutem Niveau und zeigen sich teilweise hier auch einmal von einer etwas anderen Seite. Die technische Umsetzung ist insgesamt sehr solide gelungen, auch wenn man hier vor allem beim Bild deutlich mehr hätte rausholen können. Eigenwillige Stilmittel und ein recht weiches Bild verhindern hier eine höherer Wertung. Beim Ton liefert man eine natürliche Umsetzung, die passend zum gemächlichen Tempo des Films etwas verhaltener ausgefallen ist. Dennoch liefert man hier immer wieder harmonische Umgebungsgeräusche, die den Zuschauer ins Geschehen zeihen. Das fehlende Bonus-Material zieht dann leider die Gesamt-Wertung unnötig nach unten, was sehr schade ist. Denn der Thriller selbst liefert spannende Unterhaltung, die Genre-Fans nicht enttäuschen sollte. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 23.04.2020

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