Frau Mutter Tier Blu-ray

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Disc-Informationen
Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
92 Minuten
Veröffentlichung:
23.08.2019
 
STORY
5
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Deutsche Komödien haben ja – teilweise nicht ganz zu Unrecht – einen etwas schwierigen Stand beim durchschnittlichen Publikum. Nun bringt die Alpenrepublik GmbH im Vertrieb der Alive AG den von Regisseurin Felicitas Darschin inszenierten Spielfilm „Frau Mutter Tier“ in den Handel, in welchem „drei Frauen, vier Kinder und drei Varianten des täglichen Wahnsinns“ gezeigt werden und welcher mit Julia Jentsch, Alexandra Helmig, Kristin Suckow und Annette Frier hochkarätig besetzt ist. Ob der Film etwas taugt, und wie sich die Qualität der Blu-ray Disc im Test schlägt, zeigt die nun folgende Rezension.

Story

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Drei Frauen, drei völlig verschiedene Leben mit komplett unterschiedlichen Herausforderungen und dann doch der alltägliche Wahnsinn. Während die Vollzeitmutter Marie (J. Jentsch) in Sachen Kindererziehung, Haushalt und Termine alles im Griff hat, setzt sie sich immer neue übertriebene Ansprüche an sich selbst. Werberin Nela (A. Helmig) versucht hingegen ihren kleinen Sohn Leo und den Neustart ihrer Karriere unter einen Hut zu bekommen, während sich ihr Ehemann erneut Nachwuchs wünscht. Singlefrau Tine (K. Suckow) ist erst Mitte zwanzig, hat aber schon eine kleine Tochter und versucht trotzdem irgendwie ihr Leben zurückzugewinnen. Unterdessen braut sich auf dem Spielplatz, dem Schlachtfeld der Mütter, etwas zusammen...
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Der Film erweckt den Eindruck als hätte man versucht die „Eltern“ und die „Brigitte Mom“ als Spielfilm zu adaptieren, während man die positiven, niedlichen und herzerweichenden Gesichtspunkte der Elternschaft aus der „Eltern“ mit den ehrlich-gemeinen und fast schon negativen Aspekten der „Brigitte Mom“ zu einem Potpourri vermischen und das Ganze als überzeichnete Parodie aufzuziehen versucht. Die Hauptfiguren sind dabei allesamt sehr stereotype Extremmütter (Karrierefrau, Nur-Mutter, die Zu-Jung-Mutter-gewordene ),welche auch mit den restlichen Abarten der Gattung Lebensspenderin in Kontakt treten (Öko-Vegan, beruflich-erfolgreich-und-trotzdem-perfekt und nicht zu vergessen die immer noch in einer anderen Zeit agierenden Schwiegermutter) und das nicht nur auf dem Spielplatz (Achtung: Kampfzone Nr.1 !), sondern auch in den eigenen vier Wänden. So findet man bestimmt irgendwie jemanden zum Bemitleiden, jemanden zum Hassen und jemanden zum Fremdschämen – je nach eigener Auffassung. Leider fehlt es an einer brauchbaren Identifikationsfigur, denn, wie gesagt, ist jeder einzelne Charakter extrem überzeichnet, so dass man sich selbst – trotz einiger Übereinstimmungen – nicht wirklich wiederfindet. Sämtliche Figuren des Films stehen aus den unterschiedlichsten Gründen extrem unter Strom und sind permanent überfordert oder – zumeist von den anderen Figuren – genervt.Was fehlt, ist die Mutter, welche mit einem „normalen“ Job, Kind(er) und Ehemann „nur“ mit ihrem alltäglichen Wahnsinn zu kämpfen hat, welcher sich dann mit denen der Übermütter auf erfrischende und beruhigende Weise überschneiden könnte. Auf negative Extreme wird zum Glück aber auch verzichtet. Wer auch nicht unbedingt gut weg kommt sind die Väter, die alle auf ihre Art mit Abwesenheit glänzen, entweder auf emotionaler oder auf räumlicher Ebene. Schade, haben doch Männer trotz allem mehr Facetten zu bieten als dieses bekannte Klischee.
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Jeder Typ Mutter, egal welcher, handelt exakt so, wie er es für richtig hält, wobei es natürlich kein echtes Richtig und Falsch gibt, aber jeder Charakter der Meinung ist, seine Position auf Teufel-komm-raus zu verteidigen und alles andere verteufeln zu müssen. Dadurch entstehen zahlreiche witzige Momente, aber auch sehr viele Fremdschäm-Szenen, etwa wenn eine Mutter ihren Nachwuchs trotz fehlender Fähigkeit unbedingt multilingual erziehen muss. Generell wird kein Klischee ausgelassen, was auf Dauer nicht mehr lustig sondern mitunter auch ein wenig anstrengend ist. Wer nicht zur Zielgruppe der Mütter und Leser dementsprechender Ratgeber gehört oder eigene Erfahrungen gesammelt hat, wird mitunter seine Schwierigkeiten haben sich auf den Film einzulassen. Im letzten Drittel wendet sich das Blatt allerdings, und der Film verbreitet – wenn man sich darauf einlässt und bis hierhin durchgehalten hat – ein schönes, wohliges Gefühl. Auch was die Männer betrifft. Der Film ist allgemein Bieder wie ein öffentlich-rechtlicher Fernsehfilm und versucht dabei mit der Brechstange sozialkritische Aspekte einzuprügeln, was leider nicht zur Gänze funktioniert. Dadurch wirkt der Film, trotz teilweise treffender Dialoge, alles in allem zu gezwungen. Die Entwicklung der Figuren schreitet zwar voran, aber das Ganze geschieht sehr episodenhaft und unkoordiniert. Eine schwierige Sache.
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Positiv sollten hier jedoch die darstellerischen Leistungen der „Mamis“ erwähnt werden, die ihre Sache allesamt sehr gut und überzeugend machen. Wenn man den einzelnen Figuren trotz totaler Überzeichnung ihre Position abnimmt, dann liegt das in erster Linie an der guten Darstellung, und in diesem Punkt stimmt wirklich alles, auch was die „kleinen“ Protagonisten angeht. Im Gegensatz zu den extremen Müttern erleben wir hier normale Kinder in normalen Situationen. Szenen ála Supernanny sucht man hier zum Glück vergebens.

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor. Allgemein gibt es nicht viel auszusetzen. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem sehr hohen Niveau und bildet gerade in Nahaufnahmen haufenweise Kleinstdetails wie Hautfältchen, Härchen, Staubkörner und ähnliches ab. Bereits in den ersten Szenen könnte man die einzelnen Sandkörner im Sandkasten zählen, wenn wir sonst nichts zu tun haben. Die warmen Farben sind leicht ins rötliche verschoben, bleiben aber überwiegend sehr natürlich und angenehm. Der Kontrast ist nahezu perfekt eingestellt und lässt das Bild sehr plastisch und dreidimensional aussehen. Der Schwarzwert kann sich gleichermaßen sehen lassen und wenn man wirklich etwas kritisieren möchte, dann muss man wirklich ganz genau suchen. Man könnte natürlich bemängeln dass der Film schon fast zu realistisch und dadurch im Endeffekt ein wenig billig aussieht, aber das wäre Jammern auf höchstem Niveau und würde gleichermaßen die Intention der Regisseurin in Frage stellen.

Tonqualität

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Der Ton befindet sich in deutscher Originalfassung in dts-HD Master 5.1 auf der Disc. Untertitel gibt es leider keine, dafür befindet sich eine Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte mit auf der Disc. Genrebedingt ist hier kein bombastisches Surroundgewitter zu erwarten, trotzdem bekommen wir immer wieder vereinzelte Beschallung aus den hinteren Kanälen zu hören, auch wenn es sich dabei primär um musikalische Untermalung handelt. Die Dialoge bleiben jederzeit glasklar verständlich und klingen sehr sauber, dynamisch und sind in einem guten Verhältnis zu Umgebungsgeräuschen und Musik abgemischt.

Ausstattung

Im Bonusmaterial finden sich leider lediglich fünf Trailer zu anderen Titeln des Labels.

Fazit

Die technische Seite der Blu-ray aus dem Hause Alive gibt keinen ernsthaften Anlass zur Kritik. Das farbintensive, warme und messerscharfe Bild lässt keine Wünsche offen und lässt bestenfalls einen gewissen künstlerischen Effekt vermissen – soll heißen: Das Bild ist so natürlich, dass man oft vergisst, das es sich hier um einen Kinofilm und nicht um eine ARD-Produktion handelt (was per se nicht schlechte sein muss!). Akustisch bleibt der Titel genrebedingt eher unauffällig, aber auch hierin lässt sich kein echtes Manko erkennen. Der einzige Kritikpunkt ist das fehlende Bonusmaterial, was die Gesamtnote unnötigerweise stark nach unten drückt. Der Film richtet sich in erster Linie an stressgeplagte Mütter, die hier total überspitzte Figuren aus ihrem eigenen Umfeld wiederfinden und sich dabei über diese amüsieren können – oder eben auch ärgern. Der Humor trifft dabei nicht immer ins Ziel und die gezwungene Sozialkritik fühlt sich ebenso falsch an wie die überzeichneten Figuren. Trotzdem bietet der Film kurzweilige Unterhaltung, auch wenn er mitunter etwas an den Nerven sägt und ein wenig wie ein Flickenteppich ohne gerade Struktur aussieht. Aber Mutterschaft wird ja auch nicht mit Gebrauchsanweisung und Landkarte geliefert... (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 21.08.2019

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