Hard Powder (Limited Steelbook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Cold Pursuit

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
Französisch Dolby Atmos
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
119 Minuten
Veröffentlichung:
11.07.2019
Hard Powder (Limited Steelbook Edition) Blu-ray Review
Story
 
8
Bildqualität
 
8
Tonqualität
 
9
Ausstattung
 
6
Gesamt *
 
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 10.07.2019
Schauspieler Liam Neeson hat sich die letzten Jahre mehr oder weniger auf das Genre der Rache-Thriller eingeschossen. Nachdem er vor allem mit der '96 Hours'-Filmereihe viele Fans gewinnen konnte, bleibt er sich stilistisch auch bei seinem neusten Film wieder treu, wobei der hier vorliegende Action-Thriller allerdings noch mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor angereichert wurde. Ob dies reichen wird, um den Film von seinen bisherigen Werken abzugrenzen, oder ob er sich langsam aber sicher im Einheitsbrei verstrickt? Das nachfolgende Review soll diese Fragen klären und basiert dabei auf der Full HD Veröffentlichung, welche neben einer 4K-Fassung im Handel erscheint. Publisher Studiocanal spendiert an dieser Stelle sowohl der Blu-ray, als auch der Ultra HD Version neben den herkömmlichen Amaray-Varianten noch zwei Sonder-Verpackungen im Steelbook-Format.

Story

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Das kleine Städtchen Kehoe, in den Bergen nahe Denver gelegen, hat sich über die Jahre zu einem beliebten Ski-Resort entwickelt. Auf den stark verschneiten Straßen sorgt der im Ort bei allen beliebte Nels Coxman (L. Neeson) mit seinem Schneeräumer bei Tag und Nacht für freie Fahrt. Doch eines Tages gerät die heile Welt des friedliebenden Familienvaters aus den Fugen: sein Sohn Kyle wird mit einer Überdosis tot aufgefunden. Für die örtliche Polizei eine klare Sache, weshalb der Fall schnell zu den Akten gelegt wird. Doch Nels glaubt fest an die Unschuld seines Sohnes und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Nach und nach stößt er dabei auf den geheimen Drogenhandel in Kehoe und löst damit unbewusst einen Krieg zwischen zwei Drogenkartellen aus. So kommt es, dass sich die beiden Kartellbosse Trevor Calcote (T. Bateman) sowie das Indianer-Oberhaupt White Bull (T. Jackson) samt ihrer Banden die Kugeln um die Ohren jagen. Doch wie lange wird es Nels gelingen, in diesem Durcheinander unentdeckt zu bleiben?
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Der Film ist ein Remake der norwegischen Thriller-Komödie 'Einer nach dem anderen', welche ebenfalls von Regisseur Hans Petter Moland in Szene gesetzt wurde und in der Stellan Skarsgård die Hauptrolle übernahm. Neben vielen Nominierungen konnte der Film auch auf diversen Festivals Preise entgegennehmen, was mitunter wohl auch der Grund für das Remake war – man wollte die Handlung einem noch größeren Publikum präsentieren. Da sich europäische Produktionen in Übersee allerdings sehr schwer tun, musste der Stoff für den amerikanischen Markt adaptiert bzw. aufbereitet werden. Moland versuchte dabei nicht nur eine simple Kopie seines Originals zu drehen, sondern dem Film seinen eigenen Stil zu verleihen. So bekommt der Zuschauer hier einen Rache-Thriller, der mit sehr viel schwarzem Humor gespickt wurde. In der Hauptrolle ist Liam Neeson zu sehen, der den Schneepflugfahrer Nels gewohnt souverän spielt. Im Unterschied zu seinen bisherigen Rollen, hat er hier aber keinen militärischen Hintergrund, sondern agiert als purer Amateur. Er ist einfach 'nur' ein Vater, der fest an die Unschuld seines Sohnes glaubt und alles dafür tun möchte, die Hintergründe des Verbrechens aufzudecken. Vor allem für sich selbst möchte er eine Erklärung für alles finden. Hier gelingt es den Machern sehr gut, das Familienleben zu hinterfragen: wieviel weiß man eigentlich über seine Kinder? Welchen Lieblingsfilm haben sie? Welche Band hören sie gerade? Fragen, die Nels und seine Frau Grace - sehr emotional gespielt von Laura Dern – leider erst viel zu spät über die Social-Media-Seite ihres Sohns beantwortet bekommen. Kann es wirklich sein, dass sie ihren Sohn so wenig kannten? Nels glaubt nicht daran, ermittelt im Umfeld seines Sprosses und sticht dabei unbewusst in ein Wespennest, welches so niemand in dem stillen Ski-Ort vermutet hätte. In einer weiteren Hauptrolle ist Tom Bateman als skrupelloser Drogenboss Trevor Calcote zu sehen. Er sieht sich vor allem als Geschäftsmann, dem alle gehorchen müssen. Dies gilt an erster Stelle für seine Untergebenen, durch die er die Drecksarbeit abwickeln lässt. Die einzige Person, die ihm gehörig Paroli bieten kann, ist seine Ex-Frau Aya, gespielt von Julia Jones. Sie ist sich zwar deutlich der Gefahr bewusst, die von Trevor ausgeht, weiß ihn aber schlussendlich immer wieder durch den gemeinsamen Sohn auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. Auf Seiten der Indianer ist es vor allem Tom Jackson zu verdanken, dass diese nicht als das schwache unterdrückte Volk dargestellt wird. Im Gegenteil, man tritt dem weißen Mann erhobenen Hauptes entgegen und steht ihm zumindest im kriminellen Milieu auf Augenhöhe gegenüber. In weiteren Rollen sind zum Beispiel noch William Forsythe als Nels Bruder Brock, oder Emmy Rossum als ortsansässige Polizisten Detective Kimberly Dash zu sehen. Brock ist das genaue Gegenteil von Nels, hat er es doch durch kriminelle Machenschaften zu Geld und Ruhm gebracht. Detective Dash ist eine junge aufstrebende Polizistin, welche endlich mehr erleben möchte, als nur Strafzettel zu schreiben. Sie heißt die kriminellen Entwicklungen in Kehoe als willkommene Abwechselung zu ihrem eingefahrenen Arbeitsalltag und bringt damit ihren routinierten Partner Gipsky schnell ins Schwitzen. Dieser wird von John Doman verkörpert, welcher Serien-Fans eventuell als Mafia-Oberhaupt Falcone aus 'Gotham' bekannt sein könnte.
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Der Film selbst könnte vor allem auch Tarantino-Fans ansprechen. Denn ebenso wie in dessen Werken, gibt es auch hier viele verschiedene Figuren, die alle etwas zu verbergen haben. Auch der Aufbau, die Dialoge und das Styling des Films erinnern oftmals an die Arbeiten des unkonventionellen Erfolgsregisseurs. Der schwarze Humor wurde hier sehr passend eingesetzt und wirkt zu keiner Zeit übertrieben oder überzogen. Es gelingt Regisseur Moland perfekt, emotionale Szenen mit humorvollen Einlagen zu verbinden. Dies steht vor allem Liam Neeson gut zu Gesicht, welcher – wie eingangs schon erwähnt – drohte in den immer selben Rollen stecken zu bleiben. Hier sind es zwar nur Nuancen, die seinem bisherigen Charakter-Profil hinzugefügt wurden, aber dies reicht schon aus, um den Film positiv von seinen anderen Werken abzusetzen – auch wenn diese sicherlich alles andere als schlecht waren. Die Gewaltdarstellung ist hier teils recht explizit, sie wird allerdings auch oftmals humorvoll in Szene gesetzt, sodass einige Tötungsszenen zum Schmunzeln verleiten. Die knapp zwei Stunden Spielzeit vergehen dann auch wie im Fluge, ohne dass zu einem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Fans von Liam Neesons bisherigen Werken sollten also auch hier wieder voll auf ihre Kosten kommen und dennoch genügend Abwechslung finden.

Bildqualität

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Der Film beginnt mit einer Fahrt durch die verschneiten Berge, welche in den Rocky Mountains gedreht wurde. Hier ist sehr detailreich zu sehen, wie Nels Schneeräumer im hohen Bogen das gefrorene Nass in die Luft katapultiert. Die Landschaftsaufnahmen in den Bergen sind generell sehr schön anzusehen, auch wenn oftmals nebliges und tristes Wetter vorherrscht. Erst in dem kleinen (fiktiven) Städtchen Kehoe bzw. nachher in Denver kommen etwas mehr Farben ins Spiel. Diese sind in der Regel sehr kräftig und kontrastreich. In dunklen Szenen, zum Beispiel bei den Coxmans zu Hause im Blockhaus, kommt leider ein wenig Rauschen hinzu. Dieses wirkt aber niemals allzu störend. In den Außenaufnahmen ist davon glücklicher Weise dann keine Spur mehr zu sehen. Hier stimmt dann auch der Schwarzwert, der sonst im Dunkeln etwas ausgewaschen wirkt. Einige CGI-Szenen, vor allem die an den Wasserfällen in den Bergen, sind als eben solche zu erkennen. Aber auch diese kommen nicht häufig vor. Schlussendlich handelt es sich hier um eine grundsolide und moderne Produktion, der man im Allgemeinen zwar nicht groß etwas ankreiden kann, welche sich aber auch nicht überdurchschnittlich von anderen Produktionen absetzt.

Tonqualität

Die Disc wurde erfreulicher Weise durchgängig mit modernen 3D-Soundformaten ausgestattet:
  • Deutsch Dolby Atmos (Dolby TrueHD 7.1 Kern)
  • Englisch Dolby Atmos (Dolby TrueHD 7.1 Kern)
  • Französisch Dolby Atmos (Dolby TrueHD 7.1 Kern)
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Direkt zu Anfang bahnt sich der Schneeräumer nicht nur seinen Weg durch die Schneemassen, sondern auch durch das Heimkino. Mit ordentlichem Druck prallen Eis und Schnee gegen das Räumschild. Im weiteren Verlauf sind es vor allem die Action-Sequenzen, die sich pegelstark über alle Lautsprecher verteilen. Besonders die Flugbahnen der Geschosse sind hier stets richtig zu verfolgen. Im Vergleich zur deutschen Synchronisation, welche bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH in Berlin, unter der Dialogregie von Sven Hasper entstand, kann sich die englische Originalspur noch ein Ticken mehr durchsetzen. Grundsätzlich liegt aber auch die deutsche Sprachvariante auf einem guten Niveau. Schüsse, Schläge und andere Kampfgeräusche werden kräftig vom Subwoofer unterstützt, auch wenn dieser hier und da gerne noch ein bisschen tiefer hätte gehen können. Der Einsatz der Deckenlautsprecher erfolgt passend bei Flugzeugen, dem bunten Treiben in der Stadt, oder den durch die Luft wirbelnden Schneemassen. Ebenso wird der Soundtrack des Öfteren auf die Höhenkanäle gezogen, um hier für mehr Volumen zu sorgen. Da es insgesamt betrachtet jedoch nicht zu vielen Überkopf-Situationen kommt, sollte man hier nicht allzu viel erwarten. Die untere Hör-Ebene wird aber sehr gut umgesetzt, weshalb die wenigen Effekte, die sich über dem Zuschauer abspielen, als 'Kirsche auf der Sahnehaube' zu betrachten sind.

Ausstattung

Folgende Extras stehen für Fans von Bonus-Material bereit: - Geschnittene Szenen (5:12 Min.) - Willkommen in Kehoe (26:46 Min.) - Interview mit Liam Neeson (8:43 Min.) - Interview mit Hans Petter Moland (8:17 Min.) - Trailer (2:36 Min.)
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Eröffnet wird die Bonus-Sektion mit einigen geschnittenen Szenen. Danach geht es dann zum Herzstück der Extras: dem knapp halbstündigen Making-Of. Hier werden allerdings sehr viele Szenen aus dem Film wiederverwertet, zudem erzählen Regisseur, sowie die Hauptdarsteller oftmals nur Dinge, die man schon beim Schauen des Films selbst herausgefunden hat. Zwar wird alles noch einmal detaillierter erklärt, aber welche Person welche Rolle spielt und was diese zu bedeuten hat, wird eben auch so aus dem Filminhalt deutlich. Somit sind es nur wenige wirklich interessante Infos, die man aus dem Beitrag ziehen kann. Ähnlich ergeht es einem auch beim Anschauen der beiden nachfolgenden Interviews mit Liam Neeson und Hans Petter Moland. Hier werden per Text-Einblendung einige Fragen gestellt, die dann von den beiden zumeist recht ausführlich beantwortet worden. Aber auch hier überschneidet sich der Inhalt oftmals mit dem zuvor gesehenen Making-Of. Wirklich viel Neues erfährt man auch hier also nicht. Alle Beiträge verfügen über deutsche Untertitel, die besonders für weniger Sprachversierte Zuschauer von Vorteil sind.

Fazit

In dem mit schwarzen Humor gespickten Rache-Thriller gibt Liam Neeson erneut eine gute Figur ab. Die Änderungen gegenüber seinen bisherigen Werken bringen kurzweilige Unterhaltung, die vor allem auch Tarantino-Fans ansprechen sollte. Die Parallelen zum unkonventionellen Regisseur sind hier nicht von der Hand zu weisen. Mit feinem Gespür für emotionale Szenen, knallharter Action und bissigen Dialogen ist Hans Petter Moland eine unterhaltsame Neuinterpretation seines eigenen Stoffes gelungen. Auch die technische Seite hinterlässt, bis auf wenige Ausnahmen beim Bild, einen guten Eindruck. Hier ist vereinzelt Rauschen in den dunklen Szenen, sowie einige auffällige CGI-Effekte zu vermelden. Beim Ton setzt man bei allen verfügbaren Sprachen auf ein modernes 3D-Soundgewand im Dolby Atmos Format. Die deutsche Synchronisation unterscheidet sich dabei nur marginal in Punkto Pegel vom englischen Original. Also nichts, was man nicht durch einen Dreh am Lautstärkeregler beheben kann. Das Bonus-Material ist zwar grundsolide, bietet aber unter dem Strich nicht mehr, als man aus dem Film ohnehin erfährt. Hier wären ein paar mehr Einblicke in die generellen Dreharbeiten sicherlich wünschenswert gewesen. Der Filmabend vergeht aber dank der tollen Inszenierung wie im Fluge, womit der Rache-Thriller einwandfrei sein Ziel erreicht. (Jörn Pomplitz)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der Hard Powder (Limited Steelbook Edition) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Chrono 509 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS PB-1000

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