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Die tödlichen Bienen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray

Original Filmtitel: The Deadly Bees (1966)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Media Book,
Limitiert auf 222 Exemplare!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
84 Minuten
Veröffentlichung:
29.03.2019
Die tödlichen Bienen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray Review
Story
 
7
Bildqualität
 
8
Tonqualität
 
8
Ausstattung
 
7
Gesamt *
 
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 11.05.2019
Zu den gefragtesten Genrefilmen der 1960er Jahren gehörten unter anderen die Vertreter des sogenannten „Tierhorrors“, wobei Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ von 1963 den Startschuss gab. In den Folgejahren eroberten Spinnen, Hunde, allerhand Meeres- und Flussbewohner, Ameisen und eben Bienen die Leinwände. 1967 startete der erste Killerbienen-Film „Die Tödlichen Bienen“ in den Kinos, wurde allerdings erst 23 Jahre später, nämlich im Frühling 1990, im ZDF ausgestrahlt. Weder vor dieser Ausstrahlung nach danach gab es eine Möglichkeit an den Film in deutscher Sprache heranzukommen, denn der Film wurde weder auf VHS, noch auf DVD veröffentlicht. Fans mussten sich also lange gedulden um in den Genuss dieses Films zu kommen, doch dank Wicked Vision Media hat das Warten nun ein Ende. Ob sich das Warten gelohnt hat, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Popsängerin Vicki Robbins erleidet während der Dreharbeiten zu einem neuen Musikvideo einen Kreislaufkollaps und bricht zusammen. Der Arzt verschreibt ihr ein paar Tage Urlaub auf Seagull Island bei seinem Kollegen Ralph Hargrove, der nebenbei auch Bienen züchtet. Doch die Ruhe auf der Insel hält nicht lange an. Ein Schwarm Bienen attackiert und tötet Einwohner. Vicki kann den tödlichen Insekten knapp entkommen und stellt Nachforschungen an, die sie in große Gefahr bringen. (Pressetext Wicked Vision Media)
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Im vereinigten Königreich gab es in den 1970er Jahren zwei große Produktionsgesellschaften, die das Publikum mit einer Reihe von, auch heute noch bekannten, Grusel- und Horrorfilmen verwöhnten. Die bekanntere ist dabei sicherlich die Produktionsgesellschaft „Hammer“, die mit Christopher Lee und Peter Cushinger Klassiker wie „Dracula“, „Frankenstein“ und unzählige Fortsetzungen der beiden Titel produzierte. Allerdings hatte Hammer einen großen Konkurrenten namens Amicus. Die Filme der Beiden ähnelten sich inszenatorisch und inhaltlich so sehr, dass man sie leicht verwechseln konnte, erst recht, weil auch die Darsteller zwischen den Studios hin und hersprangen. Dennoch gab es einen gravierenden Unterschied: Die Filme von Hammer spielten überwiegend vor historischer Kulisse, während die Filme von Amicus in der (damaligen) Gegenwart angesiedelt waren. Auch die Regisseure arbeiteten mitunter für beide Gesellschaften, und der hier vorliegende „Die tödlichen Bienen“ wurde von dem Hammer-Regisseur und oscarprämierten Kameramann Freddie Francis inszeniert. Das Drehbuch zum Film verfasste übrigens niemand geringeres als Robert Bloch, der die Romanvorlage zu Hitchcocks „Psycho“ geschrieben hatte. Die Grundgeschichte stammt allerdings nicht von ihm, sondern basiert auf dem Roman „A Taste for Honey“ von H.F. Herad.
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Als Horrorfilm im klassischen Sinne würde man „Die tödlichen Bienen“ aus heutiger Sicht wohl nicht sofort identifizieren. Was dagegen spricht sind beispielsweise die wunderbaren Landschaftsaufnahmen, die verträumten Kamerafahrten und die beschwingliche Musik, die den Film beinahe wie eine leichte Krimikomödie wirken lassen. Zudem erzeugt die ruhige Erzählweise beim Zuschauer eine gewisse „Wohlfühl“-Stimmung, wodurch die Angriffe der Bienen letztendlich sogar noch drastischer wirken. Tatsächlich versteht sich die Handlung als ein klassisches Kriminalstück, da der Drahtzieher der Bienenangriffe nicht von vorneherein bekannt ist, sondern erst zum Ende hin identifiziert wird. Die gut aufgelegten Darsteller, die hin und wieder ein wenig zum Overacting neigen (was stellenweise durch die deutsche Synchronisation noch verstärkt wird - als Beispiel sei hier die Managerin der Hauptfigur bei der Anfangsszene im Studio genannt – leisten ihr übriges zum Gelingen dieses Films. Das Overacting ist indessen - zumindest ein Stückweit - der Entstehungszeit geschuldet. Abgesehen davon ist das Schauspiel der einzelnen Darsteller durchaus brauchbar. Neben Suzanna Leih als Protagonistin Vicki sehen wir noch Frank Finlay, Guy Doleman und Catherine Finn. Ferner tauchen vor der Kamera auch bekannte Gesichter aus Filmen des Konkurrenten „Hammer“ auf, darunter Michael Ripper und Michael Gwynn.
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Weiterhin positiv zu verzeichnen sind die Angriffe der Killerbienen, die überwiegend mit echten Bienen inszeniert wurden, die ihre Stachel in Nahaufnahmen in den Hautpartien ihrer Opfer platzieren, was bei zahlreichen Zuschauern Angstschweiß ausbrechen lassen wird. Allerdings sind gerade die Schwarmszenen mit den angreifenden Insekten teilweise etwas altmodisch, da zur Verstärkung auf übertrieben viele zusätzliche Zeichentrick-Tiere gesetzt wurde, die aus heutiger Sicht (und vermutlich auch damals schon) einfach nicht wirklich „gruselig“ sind. Unterm Strich können „Die tödlichen Bienen“ aber dennoch als geglückter Tierhorrorklassiker angesehen werden, schon alleine weil die gelb-schwarz-gestreiften Honigsammler hier zum allerersten Mal als „Bösewichte“ zum Einsatz kamen.

Bildqualität

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Das permanent dezent körnige Bild liegt im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,78:1 vor und ist überraschend gut geworden. Die Schärfe bewegt sich auf einem – den Umständen und der Entstehungszeit entsprechenden – Topniveau und erreicht in Nahaufnahmen echte Spitzenwerte. Da könnte sich mancher aktuelle Film eine kleine Scheibe von abscheiden. Die Farben könnten zwar stellenweise etwas kräftiger sein, sind dafür aber sauber und überwiegend natürlich. Der Kontrast ist gut eingestellt, der Schwarzwert kann sich sehen lassen und altersbedingte Fehler, Beschädigungen oder Schmutz sucht man vergeblich. Alles in allem eine makellose Veröffentlichung.

Tonqualität

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Auch akustisch gibt es nicht das Geringste an dieser Veröffentlichung auszusetzen. Der Ton liegt in englischer und deutscher Sprachfassung in dts-HD Master 2.0 vor und verfügt über optional zuschaltbare Untertitel in Deutsch und Englisch. Aufgrund der Abmischung bleiben die hinteren Kanäle sowie der Subwoofer stumm, was aber am Kern der Sache liegt und kein Manko darstellt. Die Dialoge sind zwar im Verhältnis zu Musik und Soundeffekten etwas zu dominant, dafür aber jederzeit glasklar verständlich. Vor allem klingt der deutsche Ton sehr angenehm und herrlich nostalgisch, ohne dass dabei Störfaktoren wie rauschen, knarzen oder ähnliches den Hörgenuss stören. Tatsächlich klingt die deutsche Synchronfassung fast so, als wäre sie gerade erst aufgenommen worden. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron GmbH nach einem Dialogbuch von Fritz A. Koeniger unter der Regie von Klaus von Wahl. Hierin bekommen wir zahlreiche bekannte Stimmen der damaligen Zeit zu Hören, darunter Günther Cordes, Dagmar Biener, Manfred Meurer, Dietrich Frauboes und Brigitte Grothum.

Ausstattung

Hier geht es zum der Review zugrunde liegenden Mediabook-Unboxing-Video:
  • Audiokommentar mit Dr. Gerd Naumann und Dr. Rolf Giesen
  • Einführung von Dr. Rolf Giesen (deutsch) (4:14 Minuten)
  • Einführung von Dr. Rolf Giesen (englisch) (3:44 Minuten)
  • "Ein Summen aus dem Studio" mit Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann (0:45 Minuten)
  • „Monsterama“ - Interview mit Suzanna Leigh (50:24 Minuten)
  • „Hives of Horror“ - Interview mit Ted Wallis und Peter Allchorne (9:05 Minuten)
  • Originaltrailer (ReCut) (2:11 Minuten)
  • Originaltrailer (2:05 Minuten)
  • Bildergalerie (4:12 Minuten)
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Im Bonusmaterial finden wird einen sehr informativen und gleichsam unterhaltsamen deutschsprachigen Audiokommentar von Dr. Gerd Naumann und Dr. Rolf Giesen, wobei letzterer auch den Text für das aussagekräftige Buchteil des Mediabooks verfasste. Weiterhin bekommen ein Interview mit Produktionsmanager Ted Wallis und Requisiteur Peter Allchorne, welches sich hinter dem Feature „Hives of Horror“ verbirgt, während wir unter „Monsterama“ ein Interview mit Darstellerin Suzanna Leigh vorfinden. Abgerundet wird das Ganze durch eine Bildergalerie und den Originaltrailer. Witzig ist übrigens auch der Urheberrechtshinweis vor dem Hauptfilm, der inhaltlich ein wenig von der Norm abweicht und daher unbedingt gelesen werden sollte.

Fazit

Das lange Warten hat sich gelohnt: Wicked Vision Media veröffentlicht den Tierhorrorklassiker aus dem Hause Amicus in astreiner Bild- und Tonqualität und stattet ihn obendrein mit Haufenweise, teilweise exklusivem Material aus. Mehr können Fans des Genres per se und des Films im Besonderen nicht erwarten. Was den Film als solchen angeht, so erwartet uns hier ein wunderbarer Tierhorrorstreifen von der größten Konkurrenz, die die Hammer Studios jemals hatten, und zudem noch den allerersten Bienenhorrorfilm aller Zeiten. Toll gespielt, schöne Story – und einen extra Nostalgiebonus gibt es obendrauf. Es ist immer wieder schön, alte Perlen wie diesen in neuem Gewand erleben zu dürfen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10
Die Kaufempfehlung der Die tödlichen Bienen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 3,50 Punkten
Die tödlichen Bienen (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray
Story
 
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Bildqualität
 
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Tonqualität
 
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Extras
 
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