Die Besessenen (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: The Turning (2020)

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Verkauf:
1 Mitglied verkauft
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Französisch Dolby Digital Plus 7.1
Russisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
94 Minuten
Veröffentlichung:
03.09.2020
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STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Während Ende der 1990er eine Welle von neuen Slashern das Horror-Kino wiederbelebte, hat man die letzten Jahre das Gefühl, dass genau dies mit Filmen in klassischen Grusel-Formaten passiert. Der hier vorliegende Mix auch Horror und Drama schlägt dabei auch in diese Kerbe und führt den Zuschauer auf einen mystischen Landsitz, auf dem merkwürdige Dinge geschehen, welche mit Geistererscheinungen in Verbindung gebracht werden. Der Film basiert dabei auf dem Roman "The Turn of the Screw", welcher aus der Feder des amerikanisch-britischen Autors Henry James stammt und bereits Ende des 18ten Jahrhunderts geschrieben wurde. Nach einer stark durch Corona-gebeutelten Kino-Auswertung erscheint der Film nun im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment auch auf Blu-ray. Wieviel Grusel er nun wirklich versprüht, soll das nachstehende Review klären.

Story

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Die junge Lehrerin Kate (M. Davis) sucht eine neue Herausforderung als Gouvernante der kleinen Flora (B. Prince). Diese lebt mit der Haushälterin Mrs. Grose (B. Marten) auf einem riesigen alten Landsitz, scheinbar abgeschieden vom Rest der Welt. Während sich Ms. Grose als etwas kauzig herausstellt und barsch auf die feste Verteilung der Aufgaben beharrt, freundet sich Kate schnell mit lebhaften Flora an. Jedoch soll der angenehme Job bald schon ein Ende finden, kommt mit Miles (F. Wolfhard) doch Floras älterer Bruder aus dem Internat nach Hause und treibt fortan die neue Lehrerin mit allerhand Streichen und seinem pubertärem Verhalten an den Rand des Wahnsinns. Dazu muss Kate feststellen, dass auch das Haus selbst ein schreckliches Geheimnis in sich birgt. Schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit, wozu auch einige geisterhafte Erscheinungen beitragen. Für Kate beginnt ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
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Regisseurin Floria Sigismondi konnte sich vor allem durch den Dreh zahlreicher Videoclips von Musikstars wie Rhianna, Kate Perry, Justin Timberlake oder Billy Talent einen Namen machen. Daneben trug sie zu TV-Serien wie "American Gods", "The Handmaid's Tale" oder "Daredevil" einige Folgen bei. Das hier vorliegende Horror-Drama ist nach "The Runaways" nun ihre zweite Arbeit an einem abendfüllenden Spielfilm und nimmt sich der literarischen Vorlage einer klassischen Gruselgeschichte aus dem 18ten Jahrhundert an. Die Geschichte wurde jedoch in der 1990er Jahre verlegt und verfolgt dabei die junge Lehrerin Kate - welche von Mackenzie Davis verkörpert wird - die dem Leben aus der Großstadt entflieht und sich auf einem abgelegenen Landsitz um die Erziehung der kleinen Flora, gespielt von Brooklynn Prince, kümmern möchte. Das eindrucksvolle Haus mit seiner langen Einfahrt, dem klassischen Baustil und den großen Gärten findet schnell Gefallen bei Kate. Auch eine Beziehung zu Flora ist schnell aufgebaut, verstehen sich die beiden doch auf Anhieb gut. Distanziert bleibt hingegen das Verhältnis zur langjährigen Familien-Haushälterin Mrs. Grose, die hier von Barbara Marten in Szene gesetzt wird. Die alte Dame hält klar an den verteilten Rollen fest und ist selbst dann nicht begeistert, als Kate versucht, die Kinder zu ein wenig Mitarbeit im Haushalt zu animieren - dies sei ganz klar ihr Job und Kate solle sich um die Erziehung kümmern. Noch komplizierter wird es jedoch, als Floras älterer Bruder Miles - in dessen Rolle Finn Wolfhard schlüpft - wegen rüpelhaftem Verhalten aus dem Internat entlassen wird und fortan zu Hause versucht, Unruhe zu stiften. Dabei geht er oftmals mit seinen gemeinen Streichen über die Grenzen des guten Geschmacks heraus. Zudem stellt der pubertierende Teenager seiner neuen Lehrerin immer öfters nach, was darin endet, dass er mitten in der Nacht vor dem Bett von Kate steht. Als wäre das nicht schon Aufgabe genug, mehren sich auch geisterhafte Erscheinungen im ganzen Haus. Kate kommt mit und mit hinter das Geheimnis des einsamen Landsitzes, auf dem schreckliche Dinge passiert sind. Auch die Kinder scheinen in Kontakt zu den Geistern zu stehen und mit ihnen zu kommunizieren. Kate scheint schnell mit der Situation überfordert zu sein und immer mehr das Gefühl für die reale Welt zu verlieren. Geschieht dies alles nur im Traum, oder scheint sie anzufangen, wie ihre eigene Mutter auch, unter Wahnvorstellungen zu leiden?
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Der Film beginnt zunächst recht ruhig damit, seine Hauptcharaktere vorzustellen. Mackenzie Davis, zuletzt schlagkräftig zu sehen gewesen in "Terminator: Dark Fate", zeigt sich hier von einer sehr verletzlichen Seite. Ihre pflegebedürftige Mutter verlangt ihr schon vieles ab, sodass sie Abwechslung in einem neuen Job sucht. Davis' Schauspiel ist hier wirklich sehr gelungen und man nimmt ihr die Wandlung während der Ereignisse zu jeder Zeit ab. Auch Jungdarstellerin Brooklynn Prince macht ihre Sache in der Rolle der kleinen Flora recht gut. Vor allem die Szenen, in denen sie von jetzt auf gleich in andere Ausstrahlungen und Emotionen verfällt, sind sehr gut gespielt. Prinzipiell steht dem auch der aus der Netflix Serie "Stranger Things" bekannte Finn Wolfhard in nichts nach: Er spielt hier einen sehr unsympathischen Teenager, der seiner Lehrerin zusetzt, wo er nur kann. Dabei versucht er immer wieder Macht auf sie auszuüben und sie zu unterdrücken. Zwar gibt es hier an der schauspielerischen Leistung nicht das Geringste auszusetzen, doch entwickelt sich Wolfhards Charakter mit zunehmender Laufzeit immer mehr zu einem Unsympath, der vor allem mit seinem pubertärem Verhalten einfach nur noch nervt. Sicher, genau dies gibt seine Rolle eben vor und er setzt es wie gesagt auch sehr gut um, dennoch denkt man als Zuschauer nicht nur einmal, dass der Bengel mal ordentlich zur Räson gebracht werden sollte. Völlig ohne Grund verhält er sich respektlos gegenüber Kate, die unvoreingenommen an seine Erziehung herangegangen ist. Soweit zu den Charakteren, die damit den strickten Vorgaben des Drehbuchs folgen. Der Film selbst ist in den ersten zweidritteln recht zäh und teils langatmig inszeniert. Es passiert für Gruselfans nur recht selten etwas und wenn, dann kommt man über einige plötzlich auftauchende Spiegelbilder, sich von selbstbewegende Puppenköpfe oder um die Ecke schleichende Gestalten nicht hinweg. Großartige Jumpscares oder richtige Spannung sucht man hier leider vergebens. Das ändert sich dann zwar im letzten Drittel des Films, in dem die Geschichte endlich mal etwas Fahrt aufnimmt und auch durch ein Finale, welches in einem nicht unbedingt vorhersehbaren Twist endet. Doch das alles wirkt plötzlich so konstruiert und konfus, dass einen das Ende dann auch irgendwie recht unbefriedigt zurücklässt und der Weg dorthin auch nur wenig unterhaltsam ausfällt. Nein, hier verschenkt man recht viel Potential eine spannende Geistergeschichte mit richtig fiesen Schockmomenten zu erzählen. Stattdessen plätschert alles nur so vor sich hin und lange Zeit weiß man eigentlich gar nicht, was einem der Film überhaupt erzählen möchte. Schade, da wäre trotz gutem Schauspiel sicherlich noch mehr drin gewesen.

Bildqualität

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Die bildliche Umsetzung ist indes zu großen Teilen sehr gut gelungen: dank digitaler Aufzeichnung frei von Filmkorn, präsentiert sich das Bild ausgesprochen scharf und detailreich. Schon beim Schwenk über das herbstliche Grundstück erkennt man jedes noch so kleine Ästchen der umherliegende kahlen Wälder. Im inneren des Landhauses kommt dann die liebevolle Ausstattung sehr gut zur Geltung: Auch hier sind kleinste Details stets sehr gut zu erkennen, ob es nun die feinen Nähte der Handarbeiten, abbröckelnder Putz oder die kunstvollen Muster der Tapeten sind. Die Farben sind dabei der Jahreszeit und dem dunklen Stil des Hauses angepasst, sodass man hier keine allzu bunten Akzente erwarten sollte. Sehr gut ist auch der Schwarzwert gelungen, der in den zahlreichen dunklen Szenen Detailverluste verhindern kann. Genannt werden müssen jedoch auch einige Unschärfen in den Randbereichen, die immer wieder zu sehen sind. Zwar kann es sein, dass diese bewusst so gewählt wurden, um den Fokus auf das Zentrum des Bildes zu legen, dennoch wirkt es oftmals etwas störend und fehl am Platz, wenn zum Rand hin alles unscharf verläuft. Das Bild liegt in einem Ansichtsverhältnis von 2.39:1 vor und ist somit wieder am oberen und unteren Bildschirmrand durch die formatbedingten schwarzen Balken beschnitten.

Tonqualität

Die Blu-ray wurde mit folgenden Tonspuren ausgestattet: - Deutsch Dolby Digital Plus 7.1 - Englisch Dolby True HD 7.1 - Französisch Dolby Digital Plus 7.1 - Russisch Dolby Digital 5.1
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Die Soundumsetzung bleibt größtenteils so unspektakulär, wie es der Films selbst ist: Sicher, in einigen Gruselszenen hört man klassische Effekte für dumpfe Schritte, knarrende Türen oder ein paar umherschwirrende Stimmen über die Effekt-Lautsprecher. Im Großen und Ganzen bleibt die Abmischung aber recht front-lastig und setzt den Fokus auf die Dialoge, welche zu jeder Zeit klar zu verstehen sind. Dadurch folgt dann auch, dass der Subwoofer nur sehr dezent mit einbezogen wird und daher nicht viel Arbeit bekommt. Die deutsche Sprachausgabe ist in Sachen Pegel und Dynamik ihrem englischen Pendent ein Stück weit unterlegen, auch wenn dies nur im direkten Vergleich auffällt. Insgesamt hätte man auch hier vielmehr Potential der Horror-Geschichte nutzen müssen und den Zuschauer immer wieder über gut platzierte Effekte zum Umdrehen animieren müssen. So bleibt alles nur recht zweckmäßig - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ausstattung

Folgende drei Extras finden sich im Bonus-Bereich: - Alternatives Ende (3:34 Min.) - Unveröffentlichte Szenen (4:59 Min.) - Hinter den Kulissen von (10:31 Min.)
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Mit gerade einmal 20 Minuten ist das Bonus-Material recht knapp bemessen. Es teilt sich auf ein alternatives Ende, insgesamt drei unveröffentlichte Szenen und ein kurzes Making-of auf. Im letzteren kommen sowohl Regisseurin Floria Sigismondi, als auch die Hauptdarsteller Davis, Wolfhard und Prince zu Wort. Hier gibt es dann einige Hintergründe zur Film-Entstehung, bei dem vor allem die Regisseurin nicht müde wird, die emanzipierten Rollen des Films hervorzuheben - das kam im Film dabei gar nicht so rüber, eher im Gegenteil. Die Schauspieler erklären ihre Charaktere noch etwas genauer aus der eigenen Sicht und was sie dazu brachte, am Projekt mitzuwirken. Gegen Ende des Making-ofs geht man dann noch ein wenig auf das Set und die Ausstattung ein. Das Bonus-Material ist somit kurz und bündig ausgefallen, aber ohne wirklich wichtige Inhalte.

Fazit

Die Mischung aus Horror und Drama weiß leider nur bedingt zu unterhalten: zweidrittel des Films laufen recht langatmig und unspektakulär ab, erst das letzte Drittel und der Twist am Ende bringen hier Abwechslung, die jedoch recht konstruiert und konfus daher kommt. Die Darsteller geben hier zwar ihr Bestes, können jedoch die einfache Geschichte nicht wirklich retten. Vor allem im Falle von Finn Wolfhard mündet es sogar in einem Charakter, der einem mit der Zeit sogar richtig nervt. Abgesehen von einigen Unschärfen im Randbereich gibt es an der optischen Umsetzung nichts zu beanstanden. Dies kann man vom effekt-armen Ton leider nicht sagen, was jedoch wieder zur unspektakulären Erzählweise passt. Ein kurzes und knappes Bonus-Material reist es dann ebenso wenig raus. Nein, hier verschenkt man doch recht viel Potential, welches die Geschichte eigentlich mit sich bringt. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 01.09.2020

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