Brightburn - Son of Darkness Blu-ray

Original Filmtitel: Brightburn (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Japanisch DTS-HD MA 5.1
Türkisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Japanisch, Türkisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
90 Minuten
Veröffentlichung:
30.10.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die letzten Jahre wird das Kino von einem Genre dominiert: den Superhelden-Filmen. Was bei den einen Zuschauern von Forstsetzung zu Fortsetzung für freudige Jubelschreie sorgt, fällt bei anderen jedoch auch vermehrt negativ ins Gewicht - denn von den ähnlich aufgebauten Filmen kann man in der Regel keine großen Überraschungen mehr erwarten. Was tun also, um dem Publikum etwas Abwechslung in den gewohnten Superhelden-Alltag zu bringen? Warum nicht einmal einen Film drehen, in dem der vermeintliche Held eben keine guten Taten vollbringt und der Inhalt selbst eher an einen Horror-Film erinnert? So geschah es mit dem hier vorliegenden Titel, der als kleines Familien-Projekt von James Gunn und seinem Bruder Brian, sowie deren Cousin Mark entstanden ist. Auf den Regie-Stuhl packte man dann mit David Yarovesky noch einen guten Freund der Familie, welcher auch schon an den 'Guardians of the Galaxy' mitgearbeitet hat. Publisher Sony Pictures Home Entertainment stellt den Titel nun in Form einer Blu-ray, welche es auch in einer Steelbook-Variante gibt, sowie einer 4K Ultra HD Version in den Handel. Das nachfolgende Review widmet sich dabei der Full HD Fassung und prüft, ob es sich hier wirklich um eine willkommen Abwechslung im Genre handelt.

Story

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Im kleinen Städtchen Brightburn bereiten sich Tori (E. Banks) und Kyle Breyer (D. Denman) gerade auf einen gemütlichen Abend vor, als ein Meteoroid auf das Grundstück ihrer Farm kracht. Im inneren des außerirdischen Gesteins finden die beiden überraschender Weise einen kleinen Jungen, dem sie fortan ein zu Hause geben. Während die ersten Jahre wie bei jeder Bilderbuch-Familie verlaufen, soll sich jedoch mit dem zwölften Geburtstag von Brandon (J.A. Dunn) das Blatt wenden: denn der Junge entdeckt plötzlich Superhelden-Kräfte an sich. Vater Kyle zieht zwar schon schnell seine Schlüsse aus dem merkwürdigen Verhalten seines Sohnes, doch Mutter Tori schiebt dies alles auf die pubertäre Phase. Doch als sich immer mehr sonderbare Fälle in ihrer Umgebung ereignen und Brandon einer Mitschülerin die Hand zerquetscht, wird auch sie eines Besseren belehrt und muss feststellen, dass sich ihr vermeintlich lieber Spross zum unsagbar Bösen entwickelt hat.
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Kenner von Superhelden Comics werden es bei der Story-Einleitung schon bemerkt haben: der Anfang der Geschichte erinnert stark an die eines Jungen namens Clark Kent, der vom Planeten Krypton stammt - also niemand geringerem als Superman. Der Auftakt weist dann auch oftmals Parallelen zur Serie 'Smallville', welche die jungen Jahre des Superhelden beleuchtet. Doch irgendwann schlägt der Film dann in eine völlig andere Richtung um - denn statt den Menschen mit seinen Superkräften helfend zur Seite zu stehen, nutzt Brandon, herrlich fies gespielt von Jackson A. Dunn, seine neu entdeckten Fähigkeiten, um sämtlichen Leuten, die nicht nach seinen Vorstellungen und Wünschen handeln, eine Lektion zu erteilen. Bis es jedoch soweit ist, bringt einen der Film gekonnt auf die falsche Spur, in dem er Brandon anfänglich als verträumten Schüler darstellt, der an der Schule von seinen Mitschülern auf Grund seiner schüchternen Art oftmals gehänselt wird. Als sich mit Emmie Hunter in der Rolle der Caitlyn dann ein Mädchen für Brandon einsetzt, entwickeln sich bei dem auch gleich die ersten Gefühle für das andere Geschlecht. Für ein paar lustige Momente ist ebenfalls gesorgt, wie zum Beispiel eine Szene zeigt, in der Brandon den Rasenmäher beim Anziehen dessen Motors aus Versehen über das Farmgelände der Familie schleudert. Doch schnell verändert sich das Wesen des Jungen, der immer aufmüpfiger und trotziger wird. Mit zunehmenden Fähigkeiten wird er immer selbstsicherer und lässt sich von niemanden mehr etwas sagen. Ab hier müssen auch Tori und Kyle, sehr überzeugend von Elizabeth Banks und David Denman gespielt, feststellen, dass sie ihrem Sohn machtlos gegenüberstehen. Während Tori immer wieder versucht zu dem kleinen Jungen, den sie immer noch in Brandon sieht, durchzudringen, begreift Kyle sehr schnell, was mit Brandon passiert. Doch auch wenn er bereit ist, einen entscheidenden Schritt zu gehen, um dem brutalen Treiben Brandons ein Ende zu bereiten, muss auch er sich schnell geschlagen geben. Hier soll jetzt der Spoiler-Gefahr aber nicht weiter auf die Story eingegangen werden, welche ab hier auf jeden Fall recht blutig wird.
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Denn Regisseur David Yarovesky wechselt nun in den Horror-Bereich und lässt Brandon seine Fähigkeiten auf brutalste Weise ausleben. Dank seiner Superkräfte ist er nun locker in der Lage, mit seinen Augen tödliche Strahlen zu verbreiten, ein Auto in die Luft zu heben, oder sich rasend schnell fortzubewegen - einschließlich Flug- und Schwebe-Einlagen. Bei der Gewaltdarstellung nimmt man kein Blatt vor den Mund und zeigt einige explizite Tötungsszenen, bei denen Gore-Fans voll auf ihre Kosten kommen sollten - 'ins Lenkrad beißen' und die 'Fresse halten' kann man hier nämlich wortwörtlich nehmen. Man schaut nun gespannt zu, welches Opfer sich Brandon als nächstes vornimmt - ständig hoffend, dass er wieder zu sich selber finden und durch seine 'Adoptiv-Eltern' wieder zur Vernunft gebracht werden kann. Die knapp 90 Minuten vergehen dann auch wie im Fluge und sorgen tatsächlich einmal für die etwas andere Darstellung von Superhelden. Fans der Serie 'The Boys', die derzeit auf Amazon Prime zu sehen ist und welche einen ähnlichen Weg einschlägt, sollten auch hier einmal ein Auge riskieren. Auf jeden Fall erhält man hier einen abwechslungsreichen Genre-Mix, der Superhelden einmal von einer anderen Seite zeigt und dies mit vielen klassischen Momenten aus Horrorfilmen kombiniert. Wie für das Genre inzwischen schon fast üblich, gibt es auch hier eine Mid-Credit-Szenen, die mögliche Fortsetzungen oder Spin-Ofs in Aussicht stellt. Laut James Gunn ist er zwar inzwischen sehr in die Arbeiten von 'Guardians of the Galaxie 3' und einer Fortsetzung von 'Suicide Squad' eingebunden, dennoch denk man darüber nach, das Brightburn-Universum zu erweitern. Wenn dies in der gleichen Qualität geschieht, ist dies gerne willkommen.

Bildqualität

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Die Bildqualität ist grundsätzlich sehr gut gelungen und zeigt ein modernes Bild mit detaillierte Darstellung, kräftigem Schwarzwert und guter Farbdarstellung. Der Film ist recht düster ausgelegt und wird nur selten durch farbige Akzente aufgelockert. Dies passiert zum Beispiel durch Leuchtquellen sowie den Strahlen aus Brandons Augen. Auch das dunkelrote Cape des Superhelden setzt sich hier von seiner teils tristen Umgebung ab. Der Detailgrad kann zumeist auch in den dunklen Szenen gehalten werden, allerdings kommt es ab und an schon mal dazu, dass einige Rand-Bereiche einfach in komplettem Schwarz abtauchen. Apropos Rand-Bereiche: in diesen gibt es oftmals einige Unschärfen, ebenso ist die Tiefenschärfe hier in einigen Szenen nicht sehr gut gegeben. Dass es sich dabei jedoch um bewusst eingesetzte Stilmittel handeln könnte, ist ebenso nicht ganz auszuschließen. Jedoch wirkt es nicht sehr kunstvoll und könnte eben auch auf Fehler beim Fokussieren der Kamera zurückzuführen sein. Glücklicher Weise tritt dies jedoch nicht allzu häufig auf, so dass ein guter Gesamt-Eindruck letztendlich überwiegt. Diesem halten auch die recht gut gemachten Spezial-Effekte stand, auch wenn die späteren Flugszenen hier einige Male als Computer-Tricks entlarvt werden können.

Tonqualität

Die Blu-ray verfügt über folgende Tonspuren: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 - Japanisch DTS-HD Master Audio 5.1 - Türkisch Dolby Digital 5.1
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Druckvoll und mit sehr gut verteilten Effekten über sämtliche Kanäle des Heimkinos präsentiert sich der Film. Wenn Brandon in der Scheune seiner Eltern den ersten Kontakt mit seinen Fähigkeiten macht, schwirren die Stimmen durch das komplette Wohnzimmer. Auch wenn er später an eine Tür klopft, wird dies lautstark wiedergegeben. Der permanent gute Einsatz der Bässe versorgt Explosionen, Auto-Crashs oder die Zerstörung von Gebäuden mit dem nötigen Druck. Wenn Brandon dann später seine Flugfähigkeiten einsetzt, kann man seine Flugbahnen perfekt über die entsprechenden Lautsprecher verfolgen. Im Getümmel gehen dabei die Dialoge niemals unter und sind damit stets gut verständlich. Qualitätsmäßig gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen der deutschen Synchronisation - hergestellt durch die Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke, unter der Dialogregie von Kim Hasper - und der englischen Originalspur. Beide liegen hier gleich auf, was die Pegelstärke und die gut arbeitende Dynamik betrifft. Hier wäre es jedoch einmal mehr das Tüpfelchen auf dem 'i' gewesen, wenn man einen 3D-Sound bei der Heimkino-Auswertung verwendet hätte. Durch die Flugszenen und die Handlung über verschieden Ebenen der Gebäude, hätten sich hier einige Möglichkeiten angeboten. Dies ist aber leider nur der 4K Ultra HD Umsetzung vorbehalten und auch hier nur bei der englischen Originalspur der Fall.

Ausstattung

Im Bonus-Bereich finden sich folgende Beiträge: - Audiokommentar - -Natur oder Kultur (5:05 Min.) Superheld dem Bösen (4:46 Min.) - Kurze Vignetten (2:41 Min.): Elizabeth Banks, James Gunn, David Yarovesky
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Das Bonus-Material ist mit knapp 12 Minuten äußerst kurz bemessen. Die verschiedenen Beiträge zeigen überwiegend Interviews mit Produzent David Gunn, Regisseur David Yarovesky, sowie den Hauptdarstellern Elizabeth Banks, David Denman und Jackson A. Dunn, welche durch zahlreiche Ausschnitte aus dem Film begleitet werden. Das Material ist recht Werbe-technisch in Szene gesetzt und liefert im Grunde nur noch einmal aufbereitete Inhalte aus dem Film. Wirklich etwas Neues bieten die Extras daher nicht, wobei sie schlussendlich aber ja auch schnell durchgeschaut sind.

Fazit

Der von James Gunn produzierte Superhelden-Horror bietet eine willkommene Abwechslung zu den Blockbustern von Marvel und DC. Alles eine Nummer kleiner, dafür mit gut gemachten Gore-Effekten und perfekt platzierten Jump-Scares, weiß der Film durchaus zu gefallen. Zudem spielt Jackson A. Dunn den fiesen Superhelden sehr überzeugend und herrlich unsympathisch - im positiven Sinne. Auch die technische Seite kann recht gut überzeugen, was vor allem dem sehr guten Ton mit seinen hervorragend verteilten Effekten und dem druckvollen Bass-Einsatz zu verdanken ist. Beim Bild hat der Titel hingegen etwas mit Unschärfen zu kämpfen, welche jedoch den guten Gesamteindruck nur ein wenig schmälern. Die in Aussicht gestellten Fortsetzungen bzw. Spin-Ofs machen ebenfalls Lust auf mehr und so bleibt nur zu hoffen, dass es bald einen weiteren Besuch in Brightburn geben wird. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 26.10.2019

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1 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
2.0

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