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Lords of Chaos Blu-ray

Original Filmtitel: Lords of Chaos

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Verkauf:
1 Mitglied verkauft
Disc-Informationen
Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DD 5.1
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
117 Minuten
Veröffentlichung:
05.04.2019
Lords of Chaos Blu-ray Review
Story
 
8
Bildqualität
 
8
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
1
Gesamt *
 
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 20.04.2019
No fun, no core, no mosh, no trends – das war das Motto von Øystein „Euronymous“ Aarseth und seiner Plattenfirma Deathlike Silence Productions, quasi als Gegenbewegung an die immer kommerzieller werdende Death Metal Szene, die dazu mit immer hochwertigeren und glatt polierteren Album Produktionen aufwarteten. In Lords of Chaos zeigt Regisseur Jonas Åkerlund seine Interpretation der damaligen Vorfälle, wie sie Anfang der 1990er in Norwegen vorgefallen sind.

Story

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Im Alter von gerade einmal 16 Jahren hat Øystein Aarseth alias Euronymous (R. Culkin) im Jahr 1984 im norwegischen Oslo die Black-Metal-Band Mayhem gründet. Die Band steht für eine neue Art von Musik, die härter, böser und auch brutaler sein soll, als alles Andere zuvor. Der Plan geht auf und schon bald bildet sich eine große Fangemeinde um die Band Mayhem, die durch satanische Rituale auf und neben der Bühne zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgt. Als die Band erste große Erfolge feiert, bringt sich jedoch der an Depressionen leidende Sänger Dead (J. Kilmer) plötzlich um, woraufhin Bassist Necrobutcher die Band verlässt. Dieser wird von dem unberechenbaren Varg Vikernes (E. Cohen) abgelöst. Mit dem Neuzugang kommen schnell erste Konflikte um die Vorherrschaft in der Band auf. Bald schon eskaliert der Streit zwischen Vikernes und Euronymous und nimmt ein schlimmes Ende... Das Subgenre Black Metal polarisierte damals die komplette Szene der harter stromgitarren verzerrter Musik. Ich kann mich noch gut erinnern, wie viele alleine schon die scheinbar antichristliche Haltung verstörte. Als Black Metal Fan war man begeistert von der sinistren Aura, die die Bands damals umgab. Morddrohungen wurden an Death Metal Bands wie Gorefest verschickt. Dazu gab es auch einige Morde, die man nicht mit der Szene in Verbindung bringen konnte und letzten Endes brannten auch etliche Kirchen in Norwegen. Regisseur und Co-Autor Jonas Åkerlund ist dabei kein Genre-fremder, da er bei der der ersten Black Metal Welle Anfang Mitte der 1980er bei Bathory Schlagzeug spielte, auch wenn er auf keinem offiziellen Album zu hören war. Im Anschluss verdingte er sich als Regisseur von Musik Videoclips u.a. mit zunächst Candlemass und Roxette, später aber auch mit Madonna, Lady Gaga, Beyoncé, Pink, The Rolling Stones oder Robbie Williams. Zu seinen Kunden gehören auch Metallica, die zu ihrem letzten Album mit ihm den Videoclip zu „ManUNkind“ gedreht haben, das mit den Schauspielern von Lords of Chaos realisiert wurde und eben auf ein Mayhem Konzert anspielt. Gleich zu Beginn wird deutlich hervorgehoben, dass der Film auf der Wahrheit, Lügen und wie es damals geschehen ist basiert. Von daher ist es wenig förderlich eine detailgetreue Nacherzählung zu erwarten. Auch wer das gleichnamige Buch von Michael Moynihan gelesen hat wird enttäuscht sein, da der rechtsgerichtete Autor sich deutlich als Varg Vikernes Fanboy zu erkennen gibt, während Åkerlund sich eher auf die Seite von Øystein Aarseth, gespielt von Rory Culkin (Signs – Zeichen, Scream 4) schlägt und diesen zum Protagonisten erhebt.
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Da ich auch bereits seit Anfang der 1990er Jahre auch Fan von etlichen Black Metal Bands bin, Konzerte besucht und auch aktiv für einschlägige Musik Magazine geschrieben habe, habe ich das damals oftmals aus direkter Quelle mitverfolgt. Die Wahrheit befindet sich irgendwo dazwischen, zumal sicherlich niemand der aktiv Beteiligten (inklusive Hellhammer, Varg Vikernes, Faust oder auch Fenriz) zu 100% die Wahrheit dazu erzählen werden. Wer Interviews mit den genannten kennt und auch Lords of Chaos gelesen hat, weiß aber doch recht gewiss, dass der Helvete Zirkel lediglich ein Haufen mehr oder weniger unreifer Jungzwanziger und Endteenager war, die sich gegenseitig übertreffen wollten und dabei immer extremer wurden. Åkerlund interpretiert dabei seine Sicht auf die Ereignisse und bietet dabei einen interessanten Ansatz zur Geschichte, die wirklich sehenswert ist. Einige Elemente erscheinen dabei doch recht detailgetreu (Konzert mit den entsprechend bekannten Elementen), Deads Selbstmord oder auch zuvor dessen Gepflogenheiten, die „Aktion“ danach oder auch die Aufnahmeweise von etwa Burzums Alben. Dazu gibt es eben auch freiere Elemente, die eben doch eher nicht ganz der Wahrscheint entsprechen, aber dennoch gut in das Gesamtgebilde passen. Man muss sich halt wirklich auf Lords of Chaos einlassen. Wem das gelingt bekommt einen wirklich tollen Film geboten, der in Ergänzung zum Buch sowie auch zur empfehlenswerten Doku „Until the Light takes us“ das Gesamtbild zu den damaligen Ereignissen interessant erweitert.
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Neben dem bereits erwähnten Rory Culkin machen auch Jack Kilmer (The Nice Guys, Val Kilmers Sohn) als Dead, Emory Cohen (Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten, The Place Beyond the Pines) als Varg Vikernes (ist es Ironie, dass der jüdische Emory Cohen, den Rechtsausleger Vikernes spielen darf? Dieser hat sich darüber zumindest pikiert darüber amüsiert…) oder Sky Ferreira (The Green Inferno, Baby Driver) ihre Sache wirklich gut. Lediglich Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Die Wilden Kerle) der den ungenannten Sidekick Vikernes spielen darf (Snorre darf nicht namentlich genannt werden) passt nicht wirklich ins Gesamtbild. Coole Sache: Deads Nachfolger Attila Csihar wird im Film von seinem Sohn Arion gespielt!

Bildqualität

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Das Bild hinterlässt einen stimmigen Eindruck und passt dabei sowohl zur Zeit, zu der Lords of Chaos spielt, zur Geschichte aber auch zum musikalischen Hintergrund. Somit erscheint das Setting stets kalt, trist und bedrückend, was wie gesagt perfekt passt. Dazu kommt ein dreckiger visueller Touch, der zwar eine saubere, sterile Darstellung verhindert, aber ebenfalls als Stilmittel sehr gut eingesetzt wurde. Dadurch erreicht die Schärfe zwar nie Referenzniveau, aber dennoch liegen hier gute Werte vor. Die Farben erscheinen zwar wie gesagt kühl, bleiben dabei aber natürlich bei guter Sättigung. Die Kontrastwerte sind ausgewogen, könnten aber höher sein, wobei der Schwarzwert ebenfalls nicht optimal, aber gutklassig ausgeflalen ist. Kompressionsspuren sind hingegen nicht aufgefallen.

Tonqualität

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Der Ton liegt in Deutsch und Englisch leider nur in Dolby Digital 5.1 vor. Schade, denn auch wenn der räudige, reduzierte und minimalistische Black Metal Sound in Zusammenhang mit diesem Codec doch authentisch zusammenpasst, währe für die bessere Dynamik und die bessere Basswiedergabe mir eine verlustfreie Codierung lieber gewesen. Der Zweck wird aber voll erfüllt, denn die Dynamik ist dennoch wirklich ok, wobei auch die Direktionalität sowohl in der Front als auch auf den Rears (wenn vorhanden) gut ist und auch der Subwoofer nicht tatenlos in der Ecke steht. Die Transparenz ist indes einwandfrei, so dass auch die Dialoge wie auch die essentielle Musik stets klar und deutlich wiedergegeben werden.

Ausstattung

  • Trailer
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Extrem schade: Gerade bei einem Film wie diesem schreit es nach Bonusmaterial! Allerdings weiß ich nicht, inwieweit welches produziert wurde und verfügbar ist. Mir ist zumindest bekannt, dass die Bandmitglieder von Mayhem (sowie auch von anderen involvierten Bands) nichts vom Film halten bzw. nur widerwillig dulden, weswegen man wohl keine Interviews mit den Original Musikern findet. Ein Wendecover ist vorhanden.

Fazit

Bild und Ton erfüllen den Zweck vollkommen, wobei gerade in optischer Hinsicht ein stimmiger Eindruck erweckt wird. Dadurch gibt es zwar keine Referenzwerte, wobei die Schärfe dennoch gutklassig ausgefallen ist und die kühlen Farben eine passende Atmosphäre zaubern. Der Ton liegt zwar nur in Dolby Digital 5.1 vor, lässt aber nicht viel missen. Leider sind bis auf den Trailer zum Film keine Extras vorhanden. Der Film ist ebenso wie das Buch und die Geschichte um den Black Circle der norwegischen Black Metal Szene Anfang der 1990er Jahre umstritten. Immerhin schreibt sich Regiesseur und Co-Autor Jonas Åkerlund nicht auf die Fahne eine penibelst historisch korrekte Geschichte erzählen zu wollen, wobei der Unterhaltungswert dessen ungeachtet hoch ist. Wer sich darauf einlassen kann, findet in Lords of Chaos zumindest gute Unterhaltung. (Sascha Hennenberger)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10
Die Kaufempfehlung der Lords of Chaos Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

TV: Panasonic TX 55CWX704 Player: Panasonic DMP-UB900EGK AV-Receiver: Denon AVR-1312 Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

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