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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959) Blu-ray

Original Filmtitel: Journey to the Center of the Earth (1959)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
129 Minuten
Veröffentlichung:
30.05.2019
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959) Blu-ray Review
Story
 
8
Bildqualität
 
8
Tonqualität
 
6
Ausstattung
 
0
Gesamt *
 
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 24.05.2019
Der französische Schriftsteller Jules Verne, welcher bereits von 1828 bis 1905 lebte, lieferte mit seinen Science-Fiction-Büchern schon so manche Vorlage für Kinofilme. Zu den bekanntesten gehören dabei sicherlich '20.000 Meilen unter dem Meer' oder 'Die Reise um die Erde in 80 Tagen'. Aber auch sein zweites Buch 'Die Reise zum Mittelpunkt der Erde' fand inzwischen schon mehrfach den Weg auf die große Leinwand. Das hier vorliegende Review widmet sich dabei der ersten Verfilmung des Abenteuers, welche Ende der 1950er Jahre unter der Regie von Henry Levin entstand. Twentieth Century Fox Home Entertainment spendiert dem Katalog-Titel nun eine aufwendige Überarbeitung und einen Release auf Blu-ray, auf Basis dessen das Review entstanden ist. Ob der Film auch in seinem 60ten Jahr noch überzeugen kann und nichts von seinem Charme verloren hat?

Story

Anlässlich seiner Erhebung in den Adelsstand bekommt der schottische Professor Oliver Lindenbrook (J. Mason) von seinen Studenten einen Brocken Vulkangestein als Briefbeschwerer geschenkt. Das ungewöhnlich hohe Gewicht für einen Stein dieser Größe lässt ihm jedoch keine Ruhe und so stößt er bei der Untersuchung des Artefakts auf eine Nachricht des isländischen Wissenschaftler Arne Saknussem, welcher 300 Jahre zuvor aufbrach, um den Weg zum Mittelpunkt der Erde zu finden. Lindenbrook sucht daraufhin per Brief Rat bei seinem Isländischen Kollegen Goetaborg, von dem er jedoch keine Antwort erhält. Kurzentschlossen reist er zusammen mit seinem Schüler Alec (P. Boone) nach Reykjavik, um dort seinen Kollegen persönlich aufzusuchen. Neben einer Expeditionsausrüstung finden sie vor Ort jedoch auch den Leichnam des ermordeten Goetaborg. Zusammen mit dessen Witwe Carla (A. Dahl), sowie dem Isländer Hans (P. Ronson) und seiner Ente Gêrtrût, begeben sich Lindenbrook und Alec auf eine Abenteuerliche Reise voller Faszination und Gefahren. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie nicht alleine auf dem Weg zum Zentrum der Erde sind und ihre Expedition sabotiert wird. Gelingt es ihnen trotzdem zu ihrem bisher unentdeckten Ziel vorzudringen?
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Mit fantasievollen Bauten gelang es Regisseur Henry Levin die wundersame Welt von Jules Verne umzusetzen. Auch wenn man einige - zumeist recht unwichtige - Details im Vergleich zum Roman änderte, so gelang Levin ein durchaus spannender und phantastischer Film. Hier haben vor allem die Set-Designer bereits Ende der 1950er Jahre beachtliche Arbeit geleistet. Sicher, aus heutiger Sicht können die Pappmasche Felsen und Styropor Steine nicht mehr mit aktuellen Materialien oder gar mit den heute üblichen am Computer generierten Effekten mithalten. Den Charme ihrer Zeit können sie aber auch weiterhin verbreiten und durch die mit viel Liebe zum Detail erstellten Kulissen verzaubern sie auch heutige Zuschauer noch ein wenig. Überzeugend kommen auch heute noch die Darsteller herüber. Da wäre zunächst James Mason in der Rolle des Professor Lindenbrook, welcher durch seine wissbegierige, manchmal auch etwas schroffe Art, den Abenteurer seiner Zeit mimt. Er pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Schülern, was diese ihm mit sogleich mit einem Ständchen danken. Eine besondere Beziehung scheint Lindenbrook dabei zu Alec - hier gespielt durch Sänger und Schauspieler Pat Boone -zu haben, den er sogar des Öfteren privat zu sich nach Hause einlädt. Dabei hat der Professor selbst seine einfache Herkunft nie vergessen, macht es ihm doch selbst als adelig Gesprochenem nichts aus, dass sein jugendlicher Freund in abgetragenen Klamotten zum Dinner erscheint. Alec nimmt diese Einladungen auch gerne an, vor allem, weil er so auch die hübsche Jenny, ihres Zeichen Nichte des Professors, kennenlernen kann. Pat Boone wird hier als der Musterschüler dargestellt, der gut durchtrainiert später auch seine Abenteuerfähigkeiten beweisen kann. Zwischendurch darf er zudem seine musikalischen Künste bei einem Klavierduett mit Jenny Darstellerin Diane Baker, sowie einem Liedchen beim Bergaufstieg in Island präsentieren. Der isländische Zehnkämpfer Per Ronson - gebürtiger Name Pétur Rögnvaldsson - übernahm mit seinen knapp 2 Metern Körpergröße die Rolle des Hünenhaften Hans, welcher für die Ausrüstung der Expedition, sowie die körperlich anstrengenden Arbeiten der Reise angergiert wurde. Im Film spricht er nur isländisch und drückt viele seiner Emotionen nur durch Gestik und Mimik aus. Wenn man bedenkt, dass es sich beim hier vorliegenden Titel um seinen ersten und gleichzeitig aus letzten Film handelt, dennoch eine respektable Debut-Leistung. Als Gegenspieler tritt Thayer David als Graf Saknussem, einem Abkömmling von Arne Saknussem, in Erscheinung. Schön fies und ohne Skrupel versucht er die kleine Gruppe von ihrem Weg zu bringen, nur um selbst die Lorbeeren für den wissenschaftlichen Fund einzustreichen. Den weiblichen Part der Abenteuertruppe übernimmt Arlene Dahl, welche sich trotz ihres tragischen Verlustes der Expedition anschließt - schließlich gehörten ihrem Mann die Ausrüstungsgegenstände, da möchte sie auch selbst mit zum Team gehören. Sie bietet den Herren tatkräftig Paroli, wenn sie auch nachher in einer Gefahrenszene die ängstliche 'Scream queen' mimt. Wie eingangs schon erwähnt wurde der Film sehr Phantasievoll in Szene gesetzt. Wenn vieles auch durch reale Bauten dargestellt wurde, so gibt es auch einige Szenen, die mit der damaligen Tricktechnik umgesetzt wurden. Allen voran die Abschnitte, in denen die Abenteurer am Strand auf eine Gruppe riesiger Dimetrodons - Echsenähnliche Ur-Tiere mit einem breiten Kamm auf dem Rücken - trifft. Diese wurde dann ins Bild hineingeschnitten, was sicherlich für die damaligen Verhältnisse spektakulär war. Heutzutage haben diese Effekte jedoch nur noch einen nostalgischen Wert, der einen die Entwicklung der letzten Jahre noch einmal sehr schätzen lässt. Die Spannung kann über die gesamte Laufzeit von knapp 130 Minuten aufrecht gehalten werden. Die Inszenierung ist recht straff in Szene gesetzt, da fällt es sogar kaum auf, dass sich die Expedition eigentlich über mehrere Monate streckt. Dies hätte man vielleicht noch etwas deutlicher herausstellen könne, denn so hat man eigentlich das Gefühl, dass die Reise innerhalb von ein paar Stunden, vielleicht noch von ein paar Tagen, von statten geht. Letztendlich gelingt es dem Film aber auch heute noch, den Zuschauer durchweg gut zu unterhalten, weshalb Genre-Fans dem betagten Titel dennoch eine Chance geben sollten.

Bildqualität

Dem Film spendierte man eine neue 4K-Abtastung, welche der Blu-ray Umsetzung zu Grunde liegt. Wenn man bedenkt, dass der Film in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, dann hat man hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Das Bild wurde mit Hilfe der Rausch-Unterdrückung fast komplett vom Filmkorn befreit. Nur noch in einigen wenigen Abschnitten ist dieses zu sehen - wirkt hier dann aber, gerade in Anbetracht des Alters, keineswegs störend. Dabei gelang es den Machern, die Farben, vor allem die Haut-Töne, immer noch recht natürlich zu erhalten. Von wachsartigen Gesichtern, wie es schon mal bei solchen Überarbeitungen vorkommt, bleibt der Abenteuerfilm glücklicher Weise verschont. Der Schärfewert ist allerdings ein Zweischneidiges Schwert: denn während Personen und Gegenstände im Vordergrund sehr detailliert dargestellt werden und wirklich sehr gut aussehen, kommt es im Hintergrund zu starken Unschärfen. Dies ist zum Beispiel sehr gut zu erkennen, als die Schüler Professor Lindenbrook ein Ständchen singen - hier wirken die nahe im Zentrum des Bildes stehenden Schauspieler sehr scharf, mit jeder Reihe dahinter, verwischt das Bild immer mehr. Da man sich beim Schauen aber wohl primär auf den Vordergrund konzentriert, fällt es nur ins Auge, wenn man seinen Blick mal in die Randbereiche schweifen lässt. Das es auch anders geht, zeigt die Ankunft im Gebirge, bei dem Lindenbrook und Alec den Höhleneingang suchen. Hier blickt das Auge Bildschirmweit auf detaillierte Steinlandschaften, die fast greifbar wirken. Der Schwarzwert liegt ebenfalls auf einem sehr guten Niveau. Stellenweise sind die stockfinsteren Höhlen nicht von den Format-beschränkenden schwarzen Balken am oberen unteren Rand des Bildes zu unterscheiden. Allerdings verschwinden auch schon mal Details in den schwarzen Hintergründen - so zum Beispiel zu sehen, als Alec von der Gruppe getrennt wird und alleine durch das Höhlensystem irrt. Das Funkeln der Mineralien in den Höhlen konnte jedoch sehr gut erhalten werden - kurz um: Besser wird der Klassiker wohl nicht mehr aussehen.

Tonqualität

Der Zuschauer hat die Auswahl zwischen den beiden folgenden Tonspuren:
  • Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0
  • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Die deutsche Synchronisation liegt leider nur im 2.0 Format vor. Dieses besitzt zwar einen ordentlichen Klang, bei dem die Dialoge stets klar zu verstehen sind, jedoch kann die Tonspur ihr Alter nicht verbergen. Der typische Sound für diese Altersklasse klingt jedoch nicht muffig oder angestaubt. Störend wirkt es da schon eher, dass die Dialoge eben nicht aus dem Center-Lautsprecher kommen - ein Feature, an das man sich bei 'modernen' Produktionen doch inzwischen gewöhnt hat. So braucht man erst einmal ein bisschen, bis dass man sich an das alte Soundformat gewöhnt hat. Wesentlich besser klingt da schon die englische Originalspur, welche deutlich pegelhöher und dynamischer daherkommt. Sie klingt dann auch einiges Raumfüllender, da vor allem der Soundtrack auf die Surround-Kanäle gelegt wurde. Es klingt alles etwas natürlicher, als es in der Synchronisation der Fall ist.

Ausstattung

Die Blu-ray wurde leider ohne jegliche Extras ausgestattet. Beim Einlegen des Films startet dieser direkt - es gibt hier auch kein Menu, über das man vorab die Einstellungen der Tonspur vornehmen könnte. Diese muss man während der Wiedergabe mittels der Fernbedienung seines Players auswählen. Das Fehlen der Extras zieht die Gesamtwertung jedoch deutlich nach unten.

Fazit

Zum 60. Geburtstag spendiert man der Verfilmung des Jules Vernes Roman-Klassikers eine sehr würdige Überarbeitung. Das Bild sieht in Anbetracht des Alters wirklich hervorragend aus, was schlussendlich einem 4K Scan und der digitalen Rauschunterdrückung zu verdanken ist. Lediglich die Unschärfen im Hintergrund trüben den Gesamteindruck ein wenig. Solange man sich aber auf das Bildzentrum konzentriert, erhält man sehr gute Schärfewerte. Der Ton der deutschen Synchronisation ist da schon eher als 'zweckmäßig' einzustufen. Auch wenn man anhand derer direkt auf das Alter des Films schließen kann, so sind die Dialoge immerhin stets einwandfrei zu verstehen. O-Ton Fans dürfen sich hier auf eine natürlichere Umsetzung freuen, die den Klang wesentlich voluminöser ins Heimkino bringt. Die rund 130 Minuten vergehen dabei wie im Flug, sodass Abenteuer-Fans mit Nostalgie-Faktor bei dieser Blu-ray zuschlagen sollten. Besser wird der Film wohl nicht mehr aussehen. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10
Die Kaufempfehlung der Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Chrono 509 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS PB-1000

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1 Bewertung(en) mit ø 3,25 Punkten
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959) Blu-ray
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