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The House That Jack Built (2018) Blu-ray

Original Filmtitel: The House That Jack Built (2018)

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Verkauf:
1 Mitglied verkauft
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch DD 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
153 Minuten
Veröffentlichung:
06.06.2019
The House That Jack Built (2018)
Trailer mit einer FSK-Einstufung ab 18 Jahren zeigen wir nur registrierten
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The House That Jack Built (2018) Blu-ray Review
Story
 
7
Bildqualität
 
7
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
3
Gesamt *
 
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 25.06.2019
Lars von Trier ist ein Provokateur, jemand der bereits mit seinen vergangenen Werken an die Grenze des Erträglichen ging, sich aber auch musikalischen Klängen, in einem seiner Frühwerke „Dancer in the Dark“ widmete oder eine Weltuntergangsgeschichte in „Melancholia“ zelebrierte. Kurzum, für seine Art von Filmen muss man sich öffnen. Er kredenzt keine in Akte, eine zusammenhängende stets nachvollziehbare Geschichte, sondern oft das genaue Gegenteil. Daher war ich gespannt was er uns mit „The House that Jack built“ zeigen wird.

Story

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Jack (Matt Dillon) ist ein psychopatischer Serienkiller, er betrachtet jeden einzelnen seiner Morde als Kunstwerk und tauscht sich in Gedanken regelmäßig mit dem mysteriösen Verge (Bruno Ganz) aus. Während die Polizei dem Killer über die Jahre immer dichter auf den Fersen ist, geht Jack immer größere Risiken ein, denn er ist noch nicht zufrieden mit seinem Werk. Schließlich plant er ein Haus, ein Haus das nur er bauen kann. Nachdem der Abspann mit dem Song „Hit the road jack“ fast etwas stimmungsvoll locker über den Bildschirm flimmerte, war ich zunächst etwas ratlos. Irgendwie hat sich diese zweieinhalbstündige Odyssee von Jacks grausamen Taten doch etwas gezogen. So richtige Spannung kommt da eigentlich nie wirklich auf, aber wenn man von Trier kennt, dann weiß man das er seine Geschichten nicht auf solche filmischen (Grund)Bedürfnisse auslegt. Vielmehr porträtiert er hier einen Psychopathen, der genau weiß, dass er einer ist.
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Egal wie einem dieser Film letztendlich gefällt, wobei gefallen hier natürlich so eine Sache ist, Matt Dillon habe ich noch nie besser gesehen. Seine Figur ist keinesfalls schemenhaft oder klischeebehaftet, er ist unberechenbar, wirr, fokussiert, gnadenlos. Jede einzelne Facette von Jack bringt der amerikanische Schauspieler mit großer mimischer Präzision auf die Leinwand. Begleitet wird die in Kapitel eingeteilte Geschichte, auch ein typisches Stilmittel des Regisseurs, von zwei Off-Stimmen, Bruno Ganz und eben genannter Matt Dillon. In diesen Gesprächen betrachtet der Serienkiller seine Morde als Kunst, versucht sie zu hinterfragen, zu motivieren, fast schon zu entschuldigen. Das ist einerseits als Geständnis verpackt und andererseits auch eine interessante Herangehensweise, die uns ständig mit den Ausflüchten seiner Figur konzentriert. In diesen Dialogen werden einige Themen behandelt, das klassische „Jäger und Gejagte-Schema“ in der Tierwelt, Massentötungen oder die Konzeptionierung der Sirene eines Sturzkampfflugzeugs.
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Viel wurde über die Gewaltdarstellung gesprochen, doch der Film zeigt nur in wenigen Momenten, dafür aber recht gezielt die angesprochene Härte. „Nymphomaniac“ war, was das angeht, aber noch heftiger (Stichwort: Abtreibung), dennoch tut der Film weh und ist verstörend. Hier schneidet der Regisseur auch schon mal weg und überlässt den Rest dem Kopf des Zuschauers, etwas das er interessanterweise im Interview, (als Extra auf der Disc) als kein gutes Stilmittel bezeichnet. Seiner Ansicht nach zu urteilen, ist dies eine „Entschuldigung“ an den Zuschauer und man sollte sich in keinem seiner Filme zu entschuldigen versuchen. Was den Zuschauer und auch das Kritikerpublikum angeht, hinterfragt der Regisseur im Film selbst seine eigenen Motive: „Warum sind die Opfer alle Frauen?“, „Warum wird mit Kunst alles gerechtfertigt?“. Beantwortet werden diese Fragen dann von seiner eigenen Schöpfung: Jack, einem Psychopathen. Etwas das ihm seine Kritiker bis heute vorwerfen: „Wer sich sowas erdacht hat, muss selbst ein Psychopath sein“. So oder so, der Film ist gespickt mit Subtext und einer Metaebene, die ich aber auch nicht immer vollends ergründen konnte.
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„The House that Jack built“ ist stellenweise einfach nur noch absurd, Jack selbst vollbringt seine Taten nicht versteckt, achtet nicht auf seine Umgebung, er ist ein tölpelhafter Killer. Nur seine Umgebung, die Dummheit und Unaufmerksamkeit der Menschen, gestatten ihm weiterhin unbehelligt seine Dinge zu verrichten. Das wird dermaßen auf die Spitze getrieben, dass man fast nichts Anderes machen kann als zu lachen, eine Szene später werden einer Frau dann die Brüste mit einem Küchenmesser abgeschnitten.

Bildqualität

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Das Bild ist solide, die Farben sind eher blass gehalten und die Farbkorrektur geht eher in dunklere Gefilde. Die Schwarzwerte sind ebenfalls in Ordnung, allerdings gibt es hier und da auch digitales Bildrauschen. Die Schärfe ist auf einem hohen Niveau, bewusst werden aber aber immer wieder Unschärfen inszeniert. Der von Lars von Trier oft eingesetzte dokumentarische Kamerastil funktioniert auf erzählerischer Ebene recht gut, störend sind für mich aber vor allem die Zooms, die mir als Zuschauer immer wieder bewusstmachen, dass hier eine Kamera am Werk ist.

Tonqualität

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Sowohl auf Deutsch, als auch im englischen Original bekommen wir eine DTS-HD MA 5.1 Tonspur auf die Ohren. In beiden Fällen sind die Stimmen und Details wirklich gut zu verstehen und auch die Dynamik kommt beim Einsatz von Waffen gut zur Geltung. Leider empfinde ich die Mischung als weniger gelungen, so sind die Stimmen und Umgebungsgeräusche insgesamt zu leise, während man bei jedem Einsatz des Soundtracks wieder manuell regulieren kann, da dieser viel zu laut aus den Boxen erklingt. Ob das bewusst so eingesetzt ist? Mir hat es jedenfalls nicht zugesagt.

Ausstattung

Als Extra ist ein halbstündiges Interview mit Lars von Trier auf der Disc, interessant sind seine Erklärungen deswegen, weil er selbst nicht richtig begründen kann (oder will?), was ihn zu diesem Stoff gebracht hat. Außerdem werden auch mal tiefgehende Fragen und Kontroversen besprochen, das ist glücklicherweise weit entfernt von dem typischen „Marketing-Gequatsche“.

Fazit

„The House that Jack built“ ist ein typischer, moderner Trier. Zumindest in dem Rahmen, was für diesen extravaganten Regisseur „typisch“ ist. Nicht nur, dass der Film selbst auch auf seine eigenen, vergangenen Werke referiert, auch der Stil, seine erzählerischen Mittel und die drastische Gewaltdarstellung. Vieles macht den Film zu einem, den nur er so machen kann und das macht ihn, neben der starken Performance von Matt Dillon, sehenswert. Für alle die einen Blick auf die menschlichen Abgründe werfen wollen, im wahrsten Sinne des Wortes. (Tom Sielemann)
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Die Kaufempfehlung der The House That Jack Built (2018) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

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The House That Jack Built (2018) Blu-ray
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