Aladdin (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: Aladdin (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch DTS-HD MA 7.1
Griechisch Dolby Digital Plus 5.1
Italienisch Dolby Digital Plus 7.1
Polnisch Dolby Digital Plus 5.1
Tschechisch Dolby Digital Plus 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
128 Minuten
Veröffentlichung:
26.09.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
10
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit „Aladdin“ bringt Walt Disney Studios Home Entertaiment nun die nächste Realverfilmung eines gleichnamigen Zeichentrickklassikers ihrer „Meisterwerke“-Reihe in den deutschen Handel. Die Realfilmversion des Zeichentrickfilms aus dem Jahr 1992, der damals sogar mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, wurde von Guy Ritchie inszeniert und ist in den tragenden Rollen mit Mena Massoud, Naomi Scott sowie Will Smith besetzt. Neben einer regulären Blu-ray Version erscheint der Film auch als Blu-ray 3D und Ultra HD Blu-ray. Ob die Realverfilmung geglückt ist und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Der junge Dieb Aladdin (M. Massoud) läuft eines Tages der schönen Prinzessin Jasmin (N. Scott) in den Straßen Agrabahs über den Weg und verliebt sich beinahe augenblicklich in die junge Frau. Allerdings findet die Schwärmerei ein jähes Ende, als er von den Palastwachen inhaftiert wird. Doch dann bekommt er eine Chance aus dem Kerker zu entkommen, wenn er sich im Gegenzug dazu bereit erklärt dem Hofmagier Jafar (M. Kenzari) dabei zu helfen eine alte Öllampe aus einer magischen Höhle zu stehlen. Aladdin läßt sich auf den Handel ein, doch statt einer satten Belohnung wird er mitsamt der Lampe in der Höhle eingesperrt. Das Erstaunen ist jedoch groß, als aus der Lampe der Flaschengeist Genie (W. Smith) entweicht und ihm verkündet, dass er drei Wünsche frei hat. Sofort benutzt Aladdin einen seiner drei Wünsche, um als in Geld und Gold schwimmender Prinz nach Agrabah zurückzukehren und das Herz der Prinzessin zu gewinnen. Jedoch scheint dieser Plan komplizierter als gedacht. Überdies erkennt Jafar schnell die wahre Natur des bislang unbekannten Prinzen und lässt nichts unversucht um in den Besitz der Lampe und die unermessliche Macht des Genies zu kommen... Das ausgerechnet ein Regisseur wie Guy Ritchie einen Zeichentrickklassiker von Walt Disney als Realfilm adaptiert sorgte hie und da gewiss für einige Skepsis – nicht zuletzt bei mir. Immerhin liegen Ritchies Wurzeln im Gangsterfilm, und zuletzt konnten wir sehen, dass diese Wurzeln auch in aktuelle Produktionen hinein wucherten. So wurde aus „King Arthur“ beispielsweise ein Gossenjunge mit Hang zu kriminellen Aktivitäten, und seine „Ritter der Tafelrunde“ trugen Spitznamen wie wir sie eher in Filmen wie „Bube, Dame, König, GrAs“ vermuten würden. Nun handelt es sich bei „Aladdin“ allerdings in der ursprünglichen Version bereits um eine Gangstergeschichte – zumindest im übertragenen Sinn – denn Aladdin ist ein Dieb und Betrüger, der sich mit Gaunereien über Wasser hält und sich dank der Kraft des Dschinns als etwas ausgibt das er nicht ist, um die Prinzessin für sich zu erobern. Und ja – das Konzept funktioniert auch als Realfilm, vielleicht sogar noch besser!
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Natürlich hat der Zeichentrickfilm einen ganz eigenen, kindlich naiven Charme, und dank der vielen lustigen Charaktere ist er auch sehr witzig und kindgerecht. Nun, das ist die Realverfilmung auch, allerdings wurden einige der „Comicelemente“ hier entfernt, was der Geschichte im Endeffekt sehr gut tut und den Film deutlich erwachsener wirken lässt, dabei aber gleichzeitig das jüngere Publikum anspricht. Zum einen ist Jasmins Tiger nicht mehr niedlich sondern „nur noch“ eine gezähmte Bestie, und auch Jafars Papagei und Aladdins Äffchen sind weitaus realistischer dargestellt. Die größte Änderung betrifft hingegen den Sultan, der hier nicht mehr als kleiner dicker Mann durch die Gegend stolpert und mit seiner Tollpatschigkeit für Slapstickeinlagen sorgt, sondern als besorgter Regent, der unter dem Bann seines Beraters Jafar steht, sehr glaubwürdig und erhaben wirkt. Prinzessin Jasmin bekommt auch sehr viel mehr Tiefe und Charakterisierung verpasst, so dass ihre Figur nicht mehr nur die „Jungfer in Nöten“ ist, die von Aladdin gerettet werden muss. Die neue Jasmin ist selbstbestimmt, emanzipiert, lebt aber in einer Zeit, in der Regeln und Traditionen ihr gewisse Fesseln anlegen, die sie allerdings sprengen will. Sehr schön! Dass das Ganze dabei nicht mit der Brechstange erzwungen wird und den Film dadurch zu einer „Emanzenshow“ macht, ist ebenfalls sehr erfreulich.
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Die Darsteller machen ihre Sache allesamt hervorragend, wobei Will Smith als Dschinni natürlich allen die Show stiehlt. Wir dürfen nicht vergessen dass Smith hier die enorm großen Fußstapfen von Robin Williams ausfüllen musste, wovor der Darsteller auch einen gehörigen Respekt hatte. Seine Interpretation des Flaschengeistes ist anders als die aus dem Zeichentrickfilm, aber dabei nicht minder gelungen und – gelinde gesagt – saukomisch! Zu jeder Zeit sieht man dem Star die Spielfreude an, und diese überträgt sich ohne Verluste auf den Zuschauer. Auch Aladdin-Darsteller Mena Massoud spielt hervorragend und überzeugend und passt perfekt ins Bild. In der Rolle der Jasmin dürfen wir uns über die bildhübsche und begabte Naomi Scott freuen, an derer Seite die Komikerin Nasim Pedrad als Kammerzofe für einige witzige Momente sorgt. Die einzige Fehlbesetzung in meinen Augen ist Marwan Kenzari als Jafar, wobei das Ganze nicht an der darstellerischen Leistung des Schauspieles liegt (die ist ganz solide), sondern einfach an seinem Erscheinungsbild. Er wirkt schlichtweg nicht bedrohlich und einschüchternd genug, und die Kurzhaarfrisur passt auch absolut gar nicht in den Film hinein. Was man sich dabei gedacht hat bleibt wohl ein Rätsel.
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Was den Film über alles andere hinaus auszeichnet ist allerdings sein Erscheinungsbild. Von der ersten Minute an werden wir in eine kunterbunte Fantasiewelt entführt, die direkt aus „1001 Nacht“ herausgesprungen zu sein scheint. Natürlich stammt das alles überwiegend aus dem Computer, aber erfreulicherweise sieht man das nicht sofort, und der Zauber gelingt auf ganzer Linie. Abgerundet wird das Ganze durch die tollen Songs, die im Vergleich zum Zeichentrickfilm etwas weniger Tempo an den Tag legen, damit aber deutlich besser zum Film passen. Lediglich der neue Song von Prinzessin Jasmin passt überhaupt nicht in die Handlung und wurde zudem noch wie ein Musikvideo inszeniert, das den Filmfluss ausbremst und sich völlig deplatziert anfühlt. Dieser Song wäre im Bonusmaterial deutlich besser aufgehoben als im Film, zumal Jasmins Charakterisierung dadurch auch nicht viel mehr Tiefe erhält, obwohl genau das offenkundig der Plan war. Alles in allem ist die Realverfilmung von „Aladdin“ eine absolut gelungene, runde Sache, die über die gesamte Laufzeit von rund zwei Stunden hinweg Spaß macht, nie langweilig wird, und die ganze Familie in ihren Bann zieht. Und das mit Gewissheit mehr als nur einmal.

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,40:1 vor und schaut, wie nicht anders zu erwarten war, phantastisch aus. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem sehr hohen Niveau. Auch wenn sich ganz selten hin und wieder mal ein paar weichere Aufnahmen dazwischen mogeln entsteht im Endeffekt ein herausragendes Gesamtbild. Vor allem Nahaufnahmen offenbaren eine Fülle an Details, seien es die wundervollen Kostüme oder die sagenhafte Kulisse (die zugegebenermaßen zum Großteil aus dem Rechner kommt) – hier lassen sich zahlreiche Details erkennen. Die Farben sind sauber, natürlich und übertrieben kräftig, so dass man zeitweilig das Gefühl bekommt, dass das ganze in Disneyland gedreht worden sein muss. Kunterbunt und knallig – aber hey, das passt einfach perfekt ins Bild. Dazu kommt eine überwältigende Tiefenschärfe und Plastizität, die den Film beinahe schon dreidimensional aussehen lässt. An dieser Stelle kann nur gemutmaßt werden dass die 3D-Version davon noch erheblich mehr profitieren dürfte und ebenfalls atemberaubend ausfällt. Der Schwarzwert bleibt ebenfalls auf der Linie und rundet das referenzwürdige Bild ab.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und zahlreichen anderen Sprachen in Dolby Digital 7.1 mit optional zuschaltbaren Untertiteln auf der Disc vor. Der englische Ton bekam indessen eine Dolby TrueHD 7.1 Spur spendiert und klingt ein klein wenig runder und dynamischer. Maßgeblich für unsere Rezension ist allerdings, wie immer, die deutsche Tonspur, und diese kann – trotz „antiquierter DVD-Tonspur“, wie man so häufig liest – absolut überzeugen und punktet mit einer herrlichen Dynamik, einer tollen Räumlichkeit, satten Bässen und einer überraschend hohen Lautstärke – erst Recht wenn man bedenkt, dass die Lautstärke bei Disney-Blu-rays ja in vielen Fällen selbst nach oben reguliert werden muss um ein anständiges Ergebnis zu erzielen. Erfreulich oft werden die Surroundlautsprecher ins Geschehen mit einbezogen und auch der Subwoofer wird ordentlich gefordert – nicht nur von der Musik. Das besondere Highlight sind natürlich die Songs (samt und sonders in deutscher Sprache!), die dem Film nicht nur das „Gewisse Etwas“ verleihen, sondern auch akustisch herausstechen. Pompös und mitreißend – und erfreulicherweise halbwegs lippensynchron mit den Darstellern, so dass nicht (wie zuletzt bei der Realverfilmung „Die Schöne und das Biest“) der Eindruck entsteht, man hätte fremde Musik über unpassende Bilder gelegt. Einziges Manko ist hier, dass bei manchen Songs das Verhältnis von Musik zu Gesang nicht ganz optimal ausgefallen ist und die Dialogverständlichkeit, bzw. die Verständlichkeit der Liedtexte, etwas schwierig ausfällt. Bei den übrigens Szenen besteht dieses Problem übrigens nicht. Hier bekommen wir glasklare und sauber abgemischte Dialoge zu hören.

Ausstattung

- Aladdins Video-Tagebuch: Eine neue fantastische Perspektive (11:30 Minuten) - Zusätzlicher Song – „Desert Moon“ (2:30 Minuten) - Guy Ritchie: Ein cineastisches Genie (5:15 Minuten) - Ein Freund wie Dschinni (4:00 Minuten) - Musikvideo „Speechless“ – Gesungen von Naomi Scott (3:25 Minuten) - Musikvideo „A Whole New World“ – Gesungen von ZAYN und Zhavia Ward (4:02 Minuten) - Musikvideo „A Whole New World” („Un Mundo Ideal”) – Gesungen von ZAYN und Becky G. (4:02 Minuten) - Pannen vom Dreh (2:15 Minuten) - Zusätzliche Szenen (10:24 Minuten) - Trailershow
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Das Bonusmaterial besteht aus einer kurzweiligen Mischung aus Information und Spaß, wobei letzteres im Vordergrund steht. Erfreulicherweise wurde hier auf übertriebene Promotion verzichtet. Wir bekommen ein wenig „Hinter den Kulissen“-Material, in dem wir einen kleinen Blick auf die Produktion und die Hintergründe werfen können, weil Hauptdarsteller Mena Massoud mit seiner Kamera stets vor Ort war und uns an seinem Videotagebuch teilhaben lässt. Der großartige Komponist Alan Menken gibt uns Einblicke in seine Arbeit und auch Will Smith kommt zu Wort, wenn wir uns etwas genauer mit seiner Interpretation des Flaschengeistes beschäftigen. Darüber hinaus bekommen wir noch ein paar zusätzliche Szenen, Musikvideos, einen weiteren Song und ein paar „Pannen vom Dreh“, was ich persönlich immer am liebsten ansehe.

Fazit

Bild UND Ton der Blu-ray Disc aus dem Hause Walt Disney Home Entertainment punkten im oberen Bereich und machen den Film zu einem Audiovisuellen Leckerbissen. Das Bild bietet nicht weniger als Referenz und auch der deutsche Ton kann – trotz „antiquierter DVD-Tonspur“ - als sehr hochwertig bezeichnet werden. Lediglich die Songtexte sind nicht immer perfekt verständlich. Das Bonusmaterial bietet eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Information, hätte aber ein wenig umfangreicher ausfallen können. Der Film selbst bietet perfekte Unterhaltung für die ganze Familie. Guy Ritchie hält sich dabei nah an der Zeichentrickvorlage und bringt nur wenig neues mit ein, aber das Endergebnis ist einfach nur bezaubernd. Das liegt zu einem guten Teil an Will Smith, und zu einem anderen Teil an der packenden, actionreichen Story. Und natürlich ist der Film auch visuell ein absolutes Highlight! (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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8 von 10

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STORY
2.5
 
BILDQUALITäT
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TONQUALITäT
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EXTRAS
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