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Werk ohne Autor Blu-ray

Original Filmtitel: Werk ohne Autor

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
189 Minuten
Veröffentlichung:
04.04.2019
Werk ohne Autor Blu-ray Review
Story
 
10
Bildqualität
 
10
Tonqualität
 
9
Ausstattung
 
1
Gesamt *
 
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 03.04.2019
2007 gelang Florian Henckel von Donnersmark das Kunststück, als bester fremdsprachiger Film und bisher letzter Deutscher, für sein Langfilmdebüt „Das Leben der Anderen“, mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet zu werden. Über 10 Jahre später, meldet er sich mit „Werk ohne Autor“ zurück und startete einen neuen Versuch, bei der wohl größten Filmpreisverleihung auf der ganzen Welt.

Story

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Zu Zeiten der deutschen Teilung gelingt dem jungen Künstler Kurt Barnert, die Flucht aus der DDR. Doch ein friedliches Leben will sich für ihn nicht einstellen – zu sehr plagen ihn seine Kindheits- und Jugendtraumata, die er während der Herrschaft der Nazis und der SED-Zeit erlitten hat. Doch dann lernt er Ellie kennen und damit die Liebe seines Lebens. Er findet mehr zu sich selbst und verarbeitet nicht nur seine eigenen Erlebnisse, sondern auch die einer ganzen Generation. Doch Kurts Glück wird durch das schwierige Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband überschattet, der mitschuldig ist, am Tod seiner Tante. Direkt mal als Einstieg, der Oscar ist schon längst kein Qualitätsmerkmal für einen guten Film mehr, wahrscheinlich war er es auch nie. Amerikaner, die amerikanische Filme feiern, sich selbst beweihräuchern und die Reichen und Schönen des Landes, in einem Saal versammeln. Zunehmend wurden die Oscars immer politischer, diesen Umstand zeigt nicht zuletzt, der diesjährige Sieger „Green Book“, dessen Botschaft: „Rassismus ist böse“, wohl nie an Aktualität verlieren wird. Ein Sieger als politisches Zeichen, gegen Hetzer wie Donald Trump und für ein gemeinsames Ziel. Über die Qualität des Films, konnte ich mir allerdings noch kein Urteil machen, wohl aber zum Beitrag unseres Heimatlandes: „Werk ohne Autor“.
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Zunächst einmal, ich war vorbelastet. Wiedermal drehen Deutsche einen deutschen Film, über die deutsche Vergangenheit. Hat nicht ausgerechnet Steven Spielberg mit „Schindlers Liste“ unlängst einen unerreichbaren Klassiker geschaffen? Scheinbar fallen wir nur dann international auf, wenn wir uns mit genau diesem deutsch, deutschem Thema beschäftigen. Das klingt natürlich etwas polemisch, umso erfreulicher, dass hier vor allem die Figuren und deren Entwicklung beziehungsweise Einzelschicksale, im Vordergrund stehen und nicht die Handlung. Auch wenn die Handlung die Figuren zu dem macht, was sie sind. Die Geschichte lässt die Charaktere in einer unsicheren und grausamen Zeit aufwachsen. Bis auf wenige Szenen sind Massentötungen, in diesem Fall „Euthanasie“ weniger ein Thema, sondern Auslöser. Diese Szenen sind zwar grausam, wirken aber auch etwas aufgesetzt und womöglich auch durch die starke klangliche Untermalung zu sehr manipulativ. Dabei ist es von Donnersmarck hoch anzurechnen, dass er den Blick in die Gaskammer wagt. „Never Look Away“ so der englische Titel, trifft es dahingehend sogar besser. Grade die eigentliche Kunst des Filmes ist es, sich seine eigene „Wertung“ der Ereignisse zu machen. Wir dürfen nie wegschauen, auch wenn wir es in unserem Alltag immer wieder tun. So lässt „Werk ohne Autor“ viele Szenen und Handlungen unkommentiert, ohne den Zeigefinger zu erheben und alles rechtfertigen zu müssen, in seinen besten Momenten, stellt er einfach „nur“ dar.
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Der Film erzählt, in seinen über 3 Stunden, hauptsächlich vom Werdegang, des jungen Künstlers Kurt, der von Tom Schilling, sehr zurückhaltend und durchweg glaubwürdig, gespielt wird. Zunächst aber ist vor allem die Beziehung zu seiner Tante Elisabeth relevant, Saskia Rosendahl spielt diese Nebenrolle wirklich brillant, Chapeau! Sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und stößt daraufhin auf die falschen Menschen. Einer davon ist Prof. Carl Seeband, Sebastian Koch, der bereits in „Das Leben der Anderen“ eine Hauptrolle übernahm, läuft ebenfalls zu Höchstleistungen auf und verleiht seiner Figur eine spannende Dynamik. Auch über ihn, seine Vergangenheit und Beweggründe, bekommen wir einiges zu sehen. Vor allem in den Szenen, bei denen er, mittels seiner Fähigkeiten als Arzt, darum kämpft zu überleben. Die vierte im Bunde und letzte große Rolle des Films ist dann Ellie, gespielt von der fantastischen Paula Beer, die mich schon in der fantastischen deutschen Serie „Bad Banks“ überzeugte. Sie fungiert als Muse von Kurt und ist dementsprechend vielleicht, als reine Figur, weniger interessant, doch sie wirkt gleichzeitig selbstsicher als auch zerbrechlich. So steht eher die Beziehung zwischen den Beiden im Mittelpunkt, als ihr reiner Charakter. Kontraste sind doch ohnehin das, was die Figuren hier so stark macht. Ein weiterer großer Aspekt ist die Kunst selbst, ohnehin basiert der Film auf wahren Begebenheiten des Lebens von Gerhard Richter, aber es wurden alle handelnden Personen umbenannt, viel hinzugefügt und abgeändert.
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Als ich „Werk ohne Autor“ damals im Kino, auf großer Leinwand sah, war ich wirklich begeistert. Denn vor allem dort entfalten die tollen Bilder von Caleb Deschanel ihre Wirkung, der im Übrigen auch eine Oscar-Nominierung, für die beste Kamera erhielt. Zu erwähnen ist auch der Soundtrack von Max Richter, der bereits bei „Arrival“ oder „The Leftovers“ für Gänsehaut-Momente sorgte und der auch hier wiedermal seine musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Summa Summarum, der Film ist in allen Belangen ein „Magnum Opus“ des Regisseurs und sein bisher bestes Werk. Ein fantastischer Cast, gepaart mit tollen Locations, einer technischen Umsetzung auf ganz hohem Niveau und ein großes Thema, das künstlerische Schaffen und die Individualität des Einzelnen. Nicht umsonst kämpfen Kurt und Ellie, selbst nach den größten Widerständen, für ihre Beziehung. Das war jetzt etwas weit ausgeholt, aber was löste die zweite Sichtung im Heimkino bei mir aus? Der Film wirkt nur an wenigen Stellen langatmig, trotz seiner Laufzeit. Ein paar kleine erzählerische Schwächen sind mir aber doch aufgefallen, vereinzelte Szenen und die generelle Inszenierung, die manchmal etwas klischeehaft daherkommt. Vor allem dann, wenn Kurt und Ellie sich mal wieder im Bett herumwälzen oder die Künstler, der Düsseldorfer Uni, als „Freigeister“ fast ein wenig persifliert werden. An manchen Stellen wirkt die Narrative auch etwas ziellos, dafür entschädigt „Werk ohne Autor“, aber mit vielen starken Momenten und nimmt sich an den richtigen Stellen Zeit. Letzten Endes auch dann, wenn Kurt nach seiner Odyssee, endlich zu seiner eigenen Handschrift findet.

Bildqualität

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Das Bild wird dem Look des Filmes auf jeden Fall gerecht, die dunklen Töne und Schwarzwerte sind auf einem sehr hohen Niveau, die unverfälscht wiedergegeben werden. Das Bild kommt mit leichtem Filmkorn daher und ist zu jederzeit inszenatorisch und auch in der Lichtgestaltung interessant. Die Farben des Filmes sind sehr ausgewogen, dennoch präsentieren sie sich sehr natürlich und die Aufnahmen sehen, vor allem durch den gezielten Lichteinsatz, wirklich schick aus. Auch was die Schärfe angeht, kann man hier absolut nicht meckern. Der Dabei verzichtet man fast gänzlich auf den beliebten „Handkamera-Look“ und sorgt für schöne, klare Stativaufnahmen, Fahrten und Schwenks. Technisch wurde hier wirklich sehr ordentlich gearbeitet.

Tonqualität

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Der Ton ist bei Dialogen jederzeit klar verständlich und das muss er auch. Unterdessen gibt es wenige Highlights für Subwoofer und Bässe. Generell verteilt sich der Ton sehr stimmig über die Boxen und gibt ein sehr angenehmes räumliches Klanggefühl wieder, wodurch es möglich ist feinste Details auszumachen. Das meiste spielt sich allerdings auf den vorderen Boxen ab, was bei einem so dialoglastigen Drama aber auch kein Wunder ist. Setzt der Soundtrack ein, macht die DTS-HD MA 5.1 Spur aber richtig Laune. Zudem wird auch, wie bei vielen deutschen Filmen üblich, eine Hörfilmfassung in 2.0 angeboten.

Ausstattung

Die Extras sind sehr enttäuschend, vor allem für so eine Großproduktion. Nur zwei Werbeclips zum Film, haben es auf die Disc geschafft. Disney-typisch gibt es nicht mal ein Wendecover.

Fazit

„Werk ohne Autor“ ist ein Film, der es seinem Publikum sicher nicht leicht macht, aber womöglich ist es genau das, was ihn so auszeichnet. Für mich ist er, vor allem durch die Art der Erzählung, den Umgang mit den verschiedenen Zeitebenen, den starken Hauptfiguren, der tollen Kameraarbeit und dem Score, einer der besten Filme, des letzten Jahres. Trotz der erneuten thematischen Behandlung des 2. Weltkrieges, stehen die eigenen Entwicklungen der Figuren und das künstlerische Schaffen im Vordergrund, eine Momentaufnahme, bei der man niemals wegschauen sollte. (Tom Sielemann)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der Werk ohne Autor Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

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