Brawl in Cell Block 99 (2017) Blu-ray

Original Filmtitel: Brawl in Cell Block 99 (2017)

Brawl in Cell Block 99 (2017)
Trailer mit einer FSK-Einstufung ab 18 Jahren zeigen wir nur registrierten
FSK18 Mitgliedern von bluray-disc.de
.
Die FSK18 Anmeldung finden Sie im FSK18 Bereich.
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Disc-Informationen
Cut, 16:9 Vollbild, Auflösung 1080i, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080i (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
132 Minuten
Veröffentlichung:
26.10.2018
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Das knallharte Regiedebut von Steven Craig Zahler, dem Kannibalen-Western Bone Tomahawk, konnte in Genre-Kreisen schon für Aufmerksamkeit sorgen. Auch in seinem zweiten Film geht es ganz und gar nicht zimperlich zu: ein Knast-Thriller, dessen Titel durchweg Programm ist. Doch neben den titelgebenden Schlägereien bringt der Thriller mit Vince Vaughn in der Hauptrolle, auch noch eine kleine Charakter-Studie mit sich. Ob es der Film also schafft, lebenslänglich in der Sammlung zu bleiben, oder ob er vorzeitig aus dem Regal entlassen werden muss, zeigen die nachstehenden Zeilen des Reviews, welches an Hand der Blu-ray Disc entstanden ist.

Story

Der Tag, als Bradley Thomas (V. Vaughn) aus seinem Job gefeuert wird und ihm seine Frau Lauren (J. Carpenter) gesteht, eine Affäre zu haben, markiert den Wendepunkt im Leben des Paares: Bradley beschließt als Kurier-Fahrer bei seinem Kumpel und Drogenhändler Gil (M. Blucas) anzuheuern, um mit dem dort schnell verdienten Geld seine Ehe noch einmal zu retten. Gut anderthalb Jahre später scheint dies auch gelungen zu sein: ein schickes Auto, ein großzügiges Haus in einer noblen Wohngegend zeugen genauso davon, wie der kugelrunde Bauch der nun schwangeren Lauren. Doch durch eine verpatzte Kurierfahrt landet Bradley im Gefängnis. Als wäre das nicht schon genug, entführt der wütende Partner seines Auftraggebers Lauren und zwingt Bradley so, im Gefängnis ein Attentat auszuführen. Die Zielperson sitzt jedoch in einem der härtesten Gefängnisse, welches unter der Führung des gnadenlosen Tuggs (D. Johnson) steht. Zu ihm kommen nur die ganz schweren Jungs, weshalb sich Bradley einiges einfallen lassen muss, um dorthin verlegt zu werden. Doch wird er dies rechtzeitig schaffen, um Lauren zu retten? Steven Craig Zahn, Regisseur und Drehbuch Autor, nimmt sich bei seiner zweiten Regiearbeit zunächst einmal ordentlich Zeit, um seinen Hauptprotagonisten Bradley Thomas und dessen Lebensumstände vorzustellen. In ruhigen Bildern wird der Zuschauer Zeuge, wie dieser sich von einigen Tiefschlägen erholt und trotz illegaler Beschäftigung doch noch die Kurve zu kriegen scheint. Doch schnell ist klar, dass dieser Weg eben nicht das Allheilmittel für die bestehenden Probleme sein kann. Dabei hätte Bradley sich nur im richtigen Moment zurückhalten sollen, doch sein Stolz, vielleicht auch sein Pflichtgefühl gegenüber seinem Kumpel und Auftraggeber Gil, führen ihn erneut in die Misere. Dieser Weg nimmt gut die Hälfte des rund 130-Minütigen Films in Beschlag. Dem aus vielen Komödien bekannten Vince Vaughn gelingt es hier recht gut, den wechselhaften Verlauf seines Charakters darzustellen. Auch in den späteren Action-Szenen macht er eine gute Figur. Auch wenn die Fights mehr oder weniger immer nach dem gleichen Schema ablaufen, so scheinen die Faustkämpfe durchaus körperlich fordernd gewesen zu sein. An Vaughns Seite, zumindest die erste Hälfte des Thrillers, ist Jennifer Carpenter in der Rolle der Lauren zu sehen. Auch sie macht wechselhafte Charakterentwicklungen durch – durch eine Fehlgeburt gezeichnet, ist sie sich nicht mehr sicher mit ihrer Beziehung zu Bradley. Dennoch reißen sich beiden noch einmal zusammen. Während der Entführung hält sie nur der Gedanke an ihr Baby aufrecht. Dabei gelingt es ihr ebenfalls sehr überzeugend, die verschiedenen Stadien der Gefühlswelt ihres Charakters herüberzubringen. In einer weiteren nennenswerten Rolle wäre noch Don Johnson zu nennen. Der ehemalige 'Miami Vice' Star mimt hier den skrupellosen Gefängnischef Tuggs, welcher lieber eine billige Blei-Kugel einsetzt, als viel Arbeit in die ohnehin schon teuren Insassen zu stecken. Zudem greift er gerne zu Methoden, die vor der Genfer Konvention nicht wirklich standhalten würden. Viel Spielzeit hat sein Charakter dabei nicht, weshalb hier auch keine großen Entwicklungen in seiner Rolle vollzogen werden. Dennoch weiß seine coole und überlegen wirkende Art zu gefallen. Einige ebenfalls kurze Auftritte hat Udo Kier, welcher als Handlanger und Sprachrohr der mexikanischen Drogenhändler agiert. Dabei überzeugt auch er durch eine komplett ruhige Ausstrahlung, dessen Charakter nichts aus der Ruhe zu bringen scheint. Die restlichen Gefängnisinsassen und Wärter dienen schlussendlich nur als 'Opfer' und haben keine weitere Hintergrund-Geschichte. Wie oben schon angedeutet, spielt die zweite Hälfte des Films dann im Gefängnis. Auch hier geht es erst einmal ruhig zu: In noch humaner Art zeigen die Strafvollzugsbeamten, wer das Sagen hinter Gittern hat. Erst mit der Hiobsbotschaft der Entführung zeiht der Gewaltgrad plötzlich an. Hier zeigt sich dann auch, dass der Film eine Freigabe ab 18 durchaus verdient hat. Die explizite Darstellung war jedoch wohl diesmal der FSK ein Dorn im Auge, weshalb der Film bei uns nur in geschnittener Form erhältlich ist. Laut einer Angabe bei Schnittberichte sind 1:18 Minuten des Films der Schere zum Opfer gefallen. Überwiegend sind die Schnitte recht unauffällig integriert worden, jedoch gibt es auch die ein oder andere Aktion, bei der es deutlich auffällt. Von splitternden Knochen über explodierende Köpfe gehört alles dazu, oder halt eben nicht mehr. Da diese Szenen eher übertrieben wirken, ist es nicht ganz so schlimm, wenn sie nun verkürzt dargestellt werden. Dem Film hätte es jedenfalls nicht geschadet, wenn man sie von Anfang an nicht ganz so explizit dargestellt hätte. Aber sei es drum, vielleicht erbarmt sich in der Zukunft einmal ein kleiner Publisher und bringt eine ungeschnittene Fassung, des ansonsten sehr spannenden und harten Knast-Thrillers heraus.

Bildqualität

Direkt von Anfang an fällt auf, dass die Macher dem Film mit einem sehr düsteren Look versehen haben. Durch den Einsatz von Farbfiltern ergibt sich ein stetiger Blaustich, der erst im Redleaf, dem knallharten Knast von Don Johnson, durch einen Gelbstich ersetzt wird. Das Bild wirkt in beiden Fällen jedoch auch ein wenig zu dunkel, so dass in den vielen, ohnehin schon im Dunkeln spielenden Szenen, Details verloren gehen. Dennoch muss man der Umsetzung eine sehr gute Schärfe attestieren, die, bei guter Ausleuchtung, sehr viele Details zum Vorschein bringt. So sind vor allem die Wandstrukturen im Knast, oder aber auch das Tattoo auf Bradleys Hinterkopf sehr fein ausgearbeitet. Der Film ist frei von Filmkorn und Verschmutzungen, was wohl auf einen rein digitalen Aufnahmeprozess schließen lässt. Wer gegenüber Import-Versionen ohne deutsche Synchronisation offen ist, dem sei gesagt, dass es in den USA auch eine 4K Ultra HD Version des Films gibt.

Tonqualität

Die beiden folgenden Tonspuren sind auf der Blu-ray Disk zu finden:
  • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
  • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Die akustische Umsetzung des Thrillers erfolgte ohne große Effekthascherei. So sucht man hier großartige Surround-Effekte vergebens. Lediglich ab und an hört man einmal ein paar Schritte hinter sich, oder ein paar Fahrzeuggeräusche. Hin und wieder gesellt sich auch der unauffällige Soundtrack zu den Surround-Kanälen. Der Großteil des Films spielt sich ansonsten auf der Front ab und bietet durch, oder gerade wegen, seiner überwiegend ruhigen Handlung, stets klar verständliche Dialoge. Etwas kräftiger wird es, wenn die Fäuste zum Einsatz kommen. Gerade am Anfang, wenn Bradley den Wagen seiner Frau zerlegt, rumst es schon mal ganz gut. Hier sorgt dann auch der ansonsten selten einbezogene Subwoofer für den nötigen Punch. Auch bei einigen Schießereien geht es sehr dynamisch zu – den überwiegenden Anteil machen aber die Dialogszenen aus. Einen nennenswerten Unterschied zwischen der englischen Originalspur und der der deutschen Synchronisation – hergestellt durch die RRP Media UG in Berlin, unter der Dialogregie von Michael Deffert - gibt es nicht. Beide liegen gleich auf, was Pegel und Dynamik betrifft.

Ausstattung

Im Bonus-Bereich sind die folgenden Extras zu finden:
  • Behind The Scenes (15:11 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:45 Min.)
  • Trailershow
  • -Death Wish -Mile 22 -Green Room -Peppermint -Wind River
In dem kurzen Hintergrundbericht, geben Regisseur Steven Craig Zahler, sowie die Produzenten Jack Heller und Dallas Sonnier einige Infos zur Entstehung des Thrillers. Ebenso kommen die Hauptdarsteller Vaughn, Carpenter und Johnson zu Wort. Größtenteils geht es hier aber recht Werbe-lastig zu Werke, in dem einer dem anderen seine tolle Arbeit bescheinigt. Leider fehlen auch hier für weniger Sprachversierte Zuschauer die Untertitel – sowohl englische, als auch deutsche Untertitel sind nicht vorhanden.

Fazit

Auch wenn der Knast-Thriller von Steven Craig Zahler dem Genre nicht viel Neues hinzufügen kann, so ist dem Regisseur und Drehbuchautor auch hier wieder ein sehr spannender und unterhaltsamer Film gelungen. Vince Vaughn steht die knallharte Rolle recht gut und man nimmt ihm den Typen, der alles für seine Frau bereit ist zu opfern sehr gut ab. Auf der technischen Seite bekommt der Zuschauer einen recht dunklen Look präsentiert, welcher durch den Einsatz von Farbfiltern leider in dunklen Szenen zu Detailverlusten führt. Der Sound spielt sich in der Regel auf den vorderen Kanälen ab. Nur in wenigen Szenen kommen auch mal die Surround-Lautsprecher zum Einsatz. Die Faustkämpfe werden jedoch stets mit dem nötigen Punch aus dem Subwoofer unterstützt. Unter dem Strich ist der Film ein guter Kandidat für den etwas ruhigeren, wenn auch nicht weniger schlagfertigen, Männerabend. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Chrono 509 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS PB-1000
geschrieben am 17.10.2018

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1 Bewertung(en) mit ø 3,00 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
1.0

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