The Producers - Frühling für Hitler (50th Anniversary Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: The Producers

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber (meist nur bei Erstauflage)
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
88 Minuten
Veröffentlichung:
20.09.2018

Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 16.10.2019 um 18:28
#3
Quirlige überdrehte Groteske auf das Showbiz und ihr überkandideltes Künstlergehabe.

Mel Brooks kokettiert in seinem Erstlingswerk mit Künstlerklischees, den kapitalistischen Tendenzen, die dieses Geschäft berherrschen und der Lächerlichkeit des Faschismuses.

Der Buchprüfer Leo Bloom (Gene Wilder) prüft die Bücher des stetig klammen Produzenten Max Bialystock (Zero Mostel). In all seiner Not und Verzweiflung sind dessen einzigen Einnahmequellen halbtote Greisinnen, denen er mit entwürdigenden Amourositäten den einen oder anderen Check abzuluchsen vermag.
Beim durchforsten Max's trauriger Bilanzen, offenbart sich Leo eine absurde Realität der Finanzarrhytmetik: Fährt man ein Theaterstück gehörig an die Wand, brauchen die Geldgeber nicht ausgezahlt zu werden und der Produzent kann mehr Gewinne einstreichen, als durch ein müdes, sich elendig hinschleppendes Allerweltsdrama.
Von der Phantasie eines Millionärs in Spe beseelt, überzeugt Max Leo, seinen Job als Zahlenverdreher zu quittieren um gemeinsam mit ihm auf die Jagd nach dem dicken Rubel zu gehen.

Ein schlechtes Drehbuch ist alsbald auch gefunden: "Frühling für Hitler" heißt das Skript eines nach New York geflohenen Altnazis, der seine Verehrung für den Führer in Schriftform verewigt hat. So etwas geschmackloses, da sind sich die beiden Glücksritter einig, wird sich kein Connosseur der edlen Künste bieten lassen.

Passend dazu wird ein erfolgloser, egozentrischer und stockschwuler Regisseur als Mißerfolgsgarant engagiert, um die Show schon im Ansatz an die Wand zu fahren.
Ebensowenig zimperlich ist man bei der Wahl des Hauptdarstellers. Der beknakteste von Allen erhält die Rolle.
Jetzt könnte eigentlich nichts mehr schief gehen, meint man, zudem man den Theaterkritiker der rennomierrten New York Times auf plumbe Weise zu bestechen versucht hat. Da scheint die vernichtende Kritik doch vorprogrammiert zu sein, oder?

Zunächst läuft bei der Premiere alles nach Plan. Einige Zuschauer verlassen frühzeitig die Vorstellung und dem Rest des werten Publikums, bleibt bei so unverblümter Führerhuldigung schlicht und einfach die Spucke weg. Ein Musical, in dem Hitler verehrt wird braucht nun wirklich Niemand und man entschließt sich, ganz im Sinne des Produzenten, die Vorstellung umgehend zu verlassen. Während der gesamte Saal im Begriff ist, das Feld zu räumen, geschieht aber das Unfassbare: Der Regisseur hat sich die künstlerische Freiheit rausgenommen, die Hitlerverehrung in eine Parodie umzuwandeln mit dem das Publikum zum Lachen gebracht werden kann. Gerade noch rechtzeitig erkennt das Publikum den parodistischen Unterton und kehrt in den Saal zurück, um sich der zwerchfelerschütternden Persiflage auszuliefern...

Auch wenn die Grundstruktur von "The Producer" deutlich intelligenter und komplexer ist, als in seinen späteren Nonsensgroßtaten, leidet der Film immer wieder unter Brooks typischen infantilen Einbrüchen, so wenn sich Leo z.b. in Heulkrämpfen ergießt, weil Max ihm sein blaues Kopfkissenlaken aus Kindsbetttagen entwendet hat. Das mag für Kleinkinder und Insider wohl amüsant und ein Seitenhieb auf die vielen Spleenies sein, die das Künstlermillieu bevölkern, witzig indessen geht anders.
Und genau diese Albernheiten und Blödelein sind es, die den Film davor bewahren, zu den großen Klassikern des Genres gezählt zu werden.
So ist z.b. der Nazi Drehbuchautor Franz Liebkind mit seinem Stahlhelm und überdrehter Mimosenhaftigkeit wenn es um seinen geliebten Führer geht, eher nervend als lustig.
Auch zeichnen sich die Sketche, mit denen das Publikum kurz vor dem Fiasko zutrückgewonnen werden kann, weder durch Witz und Geist, sondern viel mehr durch tumben Slapstick aus, was sehr schade ist, da die Schlüßelstelle des Filmes eine geistreichere und glaubhaftere Ausführung verdient hätte.

Ich bin kein Fan von Mel Brooks. Ich finde seine Filme ziemlich flach.
The Producers hat trotzdem seine starken Momente. Das liegt vor allem an Zero Mostel als Max, der eine Energie und Präsenz offenbart, die sich vor auch vor gestandenen Hollywoodrecken nicht zu verstecken braucht und man sich unweigerlich fragt, wie sich dieser begnadete Schauspieler all die Jahre so gut verstecken konnte?
Und auch die Leistung von Gene Wilder spricht für sich, wenn auch seine Rolle sich auf die des gutmütigen Trottels beschränkt.
In die Reige der vertanen Chancen reiht sich auch die hübsche Sekretärin ein, die von dem hohen Vorschußetat Bialystock als Spielzeug "besorgt" wurde. Außer dem typschen blond-hübsch-willig Klischee trägt sie nicht vielzu einem gehobenen Vergnügen bei, außer vielleicht für eine gewiße Prise Leichtfüßigkeit zu sorgen.

Auf der Inszenierungsebene kann man dem Films immerhin attestieren amüsant und unterhaltsam in Scene gesetzt zu sein und über ein gewißes Verve zu verfügen. Lustig ist er indessen nur am Rande, z.b. in der unverfroren zur Schau gestellten Hitlerhuldigung des Tanzvarietes. Für eine Kommödie ist das etwas mager.

Für einen angenehmen Nachgeschmack sorgt allerdings die Kamerarbeit, die eine wirklich dichte Athmosphäre erzeugt und mit dem verwendeten Filmmaterial, das durch sein stimmungsvolles Farbambiente eine Referenz an die Klassiker der 50er und 60er darbietet, punktet.

Fazit:
Der Film gewinnt sicherlich, wenn man aus der Branche kommt und die Parallelen zu den geldgeilen und korrupten Buisiness, den übergeschnappten Regisseuren, des amüsiergeilen Publikums, welches sich mit albernen Plattheiten abspeisen läßt, etc. wiedererkennt.
Dem Normalzuschauer allerdings bleiben diese Wonnen erspart und er muß sich statt mit triefender und intelligenter Ironie, mit einem seicht vor sich hintänzelndem Film begnügen.
So bleibt der Film der vertanenen Chancen ein Pausenfüller für verregnete Sonntagnachmittage reicht aber nicht aus, die hohen Erwartungen an Primetimeunterhaltungsansprüc he zu erfüllen.

Dennoch bin ich mir sicher, daß "The Producer" im Original mehr an Biß zu bieten hat als die deutsche, 1976 sicherlich etwas rücksichtsvol und glattgebügelte Übersetzung.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Film in Amerika als 11t beste Komödie aller Zeiten abgefeiert wird.
Story mit 3
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 3
Extras mit 2
Player:
Denon DBT-3313UD
Darstellung:
Epson EH-TW9200
gefällt mir
0
bewertet am 06.10.2019 um 14:25
#2
Story (5)
Mel Brooks war noch nie dafür bekannt, besonders dezente oder gar feinfühlige Filme zu inszenieren. Dass dies von Beginn an so war, beweist sein Regiedebut «The Producers», welches eine groteske Persiflage auf den Broadway und eine schonungslose Abrechnung mit dem Nationalsozialismus darstellt – letzteres ein Lieblingsthema Brooks, welches immer wieder in seinen Filmen auftaucht.

Ebenso grotesk wie die Handlung, ist die schauspielerische Umsetzung, wobei hier vor allem die beiden Hauptdarsteller Zero Mostel und Gene Wilder herausstechen. Die Mischung aus neurotischer Weinerlichkeit und aggressivem Wahnsinn reisst den Zuschauer förmlich aus dem Sessel. Gefördert wird dieses Gefühl noch durch die unglaubliche Dichte der Inszenierung – so dass man sich als Zuschauer in den ersten 10 Minuten einigermassen überfordert fühlt und dem Spektakel in Schockstarre folgt.
Eine Starre, die sich jedoch bald legt, derweil man gewahr wird, was für ein aussergewöhnliches Timing hinter all den wilden Szenen steckt und welch pointierte Dialoge vorgetragen werden.

Die doppelbödige Ironie, die hinter allem steckt, erfasst der Zuschauer erst nach und nach, und so richtig verarbeitet ist das ganze Spektakel sowieso erst nach zwei, drei Tagen – ein echter Mel-Brooks eben…

Bild (3,5)
Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.

Wir haben es hier mit einer ansprechenden, sauberen Bildumsetzung zu tun. Die Grundschärfe bewegt sich auf recht beachtlichem Niveau – vereinzelt sind allerdings leichte Unschärfen festzustellen.
Die Farben sind gut, weisen jedoch einen leichten Graustich auf. Das Filmkorn ist recht gut zu sehen, ohne störend zu wirken.
Der Schwarzwert bewegt sich im Mittelmass und auch die Kontraste kommen kaum über selbiges hinaus.

Ton (3)
Die Tonumsetzung liegt in Deutsch DTS-HD Master 2.0 (Mono) vor.

Dem Ton ist das Alter dann schon etwas besser anzuhören. Für die Dialoge ist der Mono-Ton zwar ausreichend und auch gut verständlich, ansonsten gibt es natürlich weder eine Räumlichkeit noch nennenswerte dynamische Eigenheiten, die positiv ins Gewicht fallen könnten.
Die bescheidene Tonumsetzung wird durch die ausgezeichnete deutsche Synchronisation etwas kaschiert…

Extras (3)

Gibt es einige, habe ich mir jedoch nicht angesehen. Es gibt einen Schuber – der FSK-Kleber lässt sich ablösen.

Fazit
«The Producers» ist nicht nur Mel Brooks’ Debutwerk als Regisseur, sondern auch einer seiner besten Filme. Wer Brooks’ extrovertierten Humor mag, wird an diesem Streifen seine helle Freude haben.
Die Blu-ray-Umsetzung ist im guten Mittelfeld einzuordnen.
Kann ich weiterempfehlen!
Story mit 5
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
Cambridge Audio CXUHD
Darstellung:
LG Oled65C8
gefällt mir
0
bewertet am 10.07.2019 um 16:54
#1
The Producers - Frühling für Hitler (50th Anniversary Edition) Blu-rayein Mel Brooks Kult Klassiker aus den 60ger Jahre. Das HD Bild wurde sehr gut restauriert für das alter und zeigt eine gute Schärfe und tolle Farben. Hier wurde isch ordentliche Mühe bei der Restauration gemacht. Der DTS-HD MA 2.0 (Mono) ist klar verständlich und liefert eine tolle Sprachausgabe, natürlich nicht mit grossen Effekten aber gut für das Alter. Extras sind ebenfalls einige vorhanden sowie ein Wendecover :-)
Story mit 4
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
OPPO UDP-203
Darstellung:
Panasonic Panasonic PT-AE7000U
gefällt mir
0
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3 Bewertung(en) mit ø 3,42 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
2.7

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