Oldboy (2003) 4K (Limited Steelbook Edition) (4K UHD + Blu-ray + Bonus Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Oldeuboi

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 3 Discs, BD (2x), 4k UHD (1x), enthält Bonus-Disc, HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Blu-ray:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Koreanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch, Englisch

Blu-ray:
Deutsch, Englisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.35:1) @24 Hz Dolby Vision, HDR10
Video-Codec:
Spieldauer:
120 Minuten
Veröffentlichung:
22.11.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
6
 
Bild 4k UHD
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
10
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Wer asiatischen Filmen bisher eher wenig Beachtung geschenkt hat, dem gibt der Publisher Capelight Pictures nun eine gute Gelegenheit seine Einstellung zu überdenken. Dem südkoreanischen Action-Thriller “Oldboy“ wird, neben einer neuen 4K Restauration ein schönes Steelbook spendiert, welches sogar einen “Glow in the Dark“ Effekt aufweist, also im Dunklen leuchtet bzw. fluoresziert. Das eigentliche Highlight sind aber die vier Discs, welche in der Metallhülle stecken. So findet man hier neben dem Film auf 4K UHD Blu-ray und Standard Blu-ray, noch zwei Discs mit Extras in Hülle und Fülle. Wie sich der Film, die technische Umsetzung und die Extras schlagen, soll die folgende Review ausführlich beleuchten.

Story

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Ohne den Grund zu erfahren, wird der koreanische Geschäftsmann Oh Dae-su (C. Min-shik) von Unbekannten in einen fensterlosen Raum - von der Außenwelt völlig abgeschirmt - eingesperrt und 15 lange Jahre gefangen gehalten. Innerhalb dieser Zeit fragt er sich ständig, wer seine Entführer sein könnten und beginnt, seinen Körper abzuhärten. Genauso unvermittelt wird er auch wieder freigelassen. In den kommenden 5 Tagen soll er laut seiner Peiniger die Hintergründe seiner Gefangenschaft aufklären, sonst drohen die Entführer mit der Ermordung aller Frauen, für die Dae-su je etwas empfand. Sein eigentlicher Albtraum hat also gerade erst begonnen... Regisseur Chan-wook Park hat mit Oldboy einen Action-Thriller erschaffen, der unter die Haut geht. Personen mit schwachen Nerven sollen gewarnt sein: Wem sich bereits beim Gedanken daran der Magen umdreht, dass jemand einen lebenden Oktopus verspeisen, oder einem unliebsamen Mitmenschen auf brutale Art mehrere Zähne ziehen könnte, sollte dieses Werk besser meiden. Wer nun nicht aufgehört hat zu lesen, kann sich hingegen auf einen großartigen Film freuen, wie man ihn nur sehr selten erlebt und den man auch nicht so schnell wieder vergisst. Entfernt an „The Game“ erinnernd, zieht einen das Werk schnell in seinen Bann. Ständig fragt man sich, was hier eigentlich passiert und fiebert jedem Informationshappen entgegen.
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Darsteller C. Min-shik spielt die zentrale Rolle als Oh Dae-su von der ersten Minute an glaubhaft, zeigt dann aber nach dem eher sanften Einstieg erst so richtig, was er auf dem Kasten hat. Während man ihn anfangs noch als unsympathischen Spinner und Alkoholiker abstempelt, der (mal wieder) den Geburtstag seiner 4 jährigen Tochter vergessen hat, so leidet man sehr bald mit ihm. Man fragt sich, warum jemand ihn so hassen könnte, dass er ihn 15 Jahre lang in einem Zimmer einsperrt und dabei nur mit einem TV Empfang und den immer wieder selben Teigtaschen versorgt. Die Gedanken von Oh Dae-su werden dabei immer wieder von dessen Erzählstimme wiedergegeben, was dazu beiträgt, dass man sich unmittelbar in seine Lage versetzt fühlt. Wenn der Wahnsinn langsam unerträglich zu werden scheint und sich der Gefangene unter anderem damit stählt, indem er auf die Wand einschlägt, ist man vom Geschehen bereits gefangen und wünscht dem (eigentlichen Versager) nicht nur die Flucht, sondern auch seine Rache, für 15 verlorene Jahre.
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Visuell ist der Film dabei ein Fest für die Augen. Die Kamera wird kreativ eingesetzt, ohne es dabei zu übertreiben. Man fühlt sich jederzeit unmittelbar im Geschehen, was auch am tollen Setdesign liegt. Die Schauspieler agieren allesamt auf hohem Niveau, auch wenn keiner an die überragende Leistung des Hauptprotagonisten rankommt. Zum Beispiel spielen Hye-jeong Kang als Mi-Do (eine junge Frau, für die Oh Dae-su schnell Gefühle entwickelt) ebenso glaubhaft, wie Ji-Tae Yoo als undurchsichtiger Woo-jin Lee. Mehr sei an dieser Stelle aber auch nicht verraten. Auch wenn man an jeden Film, möglichst spoilerfrei herantreten sollte, so ist es hier besonders wichtig, nicht zu viel von der spannenden Geschichte zu verraten.

Bildqualität

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Das Bild im 2,35:1 Format der Standard Blu-ray entspricht der Veröffentlichung von 2017 (das 4K Master ist UHD Blu-ray exklusiv). Da man bereits damals ein recht anständiges Bild veröffentlicht hat, ist dies allerdings kein großer Beinbruch. Schärfe und Farben sind meist auf gutem Niveau und passen jederzeit zum Film. Ein Manko ist der (etwas zu hohe) Kontrast, der in dunklen Szenen Details verschwinden lässt und in manchen Szenen zum Überstrahlen neigt. Besonders deutlich ist auch das Filmkorn, welches zu stärkerem Rauschen neigt. Dies variiert je nach Szene, ebenso wie die Farben, welche stellenweise auch unnatürlich aussehen können. Man muß ehrlicherweise sagen, dass viele der Kritikpunkte erst im Vergleich mit der UHD Blu-ray deutlich werden, die komplett neu abgetastet und überarbeitet wurde. Für sich betrachtet, bietet die Blu-ray ein gutes Bild, mit dem man den Film genießen kann.

Bild 4k UHD

Wo das Blu-ray Bild einigermaßen überzeugt, legt die UHD Version deutlich eine Schippe drauf, was vor allem an der neuen Abtastung in 4K Auflösung liegen dürfte. Die vierfache Auflösung, mit erweitertem Farbraum (wahlweise in HDR oder Dolby Vision) zeigt, was eine Restauration verbunden mit dem Schärfegewinn, aus einem Film vom Jahr 2003 herauszuholen vermag.
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Schriften auf Schildern, die man zuvor nur erahnen konnte, werden nun deutlich erkennbar und die Aufnahmen strotzen nur so vor Details. Die vorliegenden Formate HDR bzw. Dolby Vision sind sich hier sehr ähnlich und sorgen, zusammen mit der neuen Abtastung, gegenüber der Standard Blu-ray für einen deutlich natürlicheren Look der Farben. Auch das Filmkorn ist hier merklich feiner aufgelöst und ergibt ein deutlich rauschärmeres und knackigeres Bild. Einzelne (sehr wenige) Szenen tanzen hier leider aus der Reihe, was die Vermutung nahe legt, dass hier aus dem vorhandenen Material nicht mehr herauszuholen war. Der Vergleich zur Blu-ray ist aber in jeder Szene deutlich sichtbar und macht die 4K UHD Disc zu einer uneingeschränkten Empfehlung.

Tonqualität

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An Audiospuren stehen Deutsch und Koreanisch (wahlweise mit Untertitel), in jeweils 5.1 DTS-HD Master Audio zur Auswahl. Der Ton kommt insgesamt etwas zurückhaltend daher, zeigt aber in manchen Szenen dann doch, was in ihm steckt. Die Stimmen und der Soundtrack kommen jederzeit klar und stimmig aus den Lautsprechern und erlauben ein unangestrengtes Zuhören. Die Surround Lautsprecher machen sich selten (aber doch) deutlich bemerkbar, tragen aber immer wieder zur intensiven Atmosphäre bei, etwa in einem Fahrstuhl. Der Subwoofer kommt, ebenso nicht oft, aber dann gezielt und effektvoll zum Einsatz und fügt sich so in ein sehr stimmiges Klangbild. Die Koreanische Original-Tonspur ist im direkten Vergleich nochmal eine Spur schöner aufgelöst und der Subwoofer macht sich in entsprechenden Szenen etwas deutlicher bemerkbar. Dies sind allerdings nur Nuancen im direkten Vergleich. Ohnehin kommt der Film insgesamt nicht allzu laut daher und lebt auch stark von den ruhigen Szenen.

Ausstattung

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Was hier von Capelight Pictures an Extras (auf zwei Discs) geboten wird, ist fast als sensationell zu bewerten. Auf den beiden Film-Discs befinden sich ganze drei Audiokommentare. Doch das ist erst der Anfang. Dazu gesellen sich (unter anderem!) entfallene bzw. alternative Szenen, ein c.a. 2 Stunden langes Making Of, ein über 3 stündiges Videotagebuch, sowie eine eigene Dokumentation über den Film mit dem Namen “Old Days“ auf Disc 4. Insgesamt bleiben hier keine Fragen offen und die Extras bieten abseits von den, leider sonst oft üblichen, Marketing-Featurettes einen echten Mehrwert. Für Interessierte mehr als nur einen Blick wert! Eine besondere Erwähnung wert ist zusätzlich noch das, gleich auf allen drei Seiten fluoreszierende, Steelbook im ansprechenden Design. In diesem wurde übrigens auch den zusätzlichen Discs eine eigene Halterung spendiert und diese nicht einfach lieblos gestapelt, wie heutzutage leider immer öfter üblich.

Fazit

(Fast) alles richtig gemacht Capelight! Eine weltweite 4K Erstveröffentlichung, eines dazu noch solch unkonventionellen Titels, alleine wäre schon ein großes Lob wert. Wenn dies noch in dieser Qualität geschieht, kann man als Sammler sowie Filmliebhaber absolut glücklich sein. Ein toller Film in einem schönen Steelbook, bei dem man sich Mühe gegeben hat. Besonders bei der 4K Version ist das Bild auf sehr hohem Niveau und auch der (bei beiden Versionen identische) Ton passt jederzeit zum Geschehen. Garniert wird das Ganze mit endlos scheinenden Extras, die einen locker über ein Wochenende unterhalten können. Dass die Standard Blu-ray nicht auf dem 4K Master basiert, dürfte für UHD Player Besitzer verschmerzbar sein, könnte aber so manch anderem Filmsammler doch ein kleiner Dorn im Auge sein. Abgesehen davon bleibt nicht viel zu sagen, außer: Bitte mehr von solchen grandiosen Veröffentlichungen! (Bastian Guggenberger)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

Epson EH-TW9200W Medion 4K 65“ Dolby Vision TV (4K Bildtest) Oppo UDP-203 Multiregion Denon AVR-X4300H + Denon PMA-1520AE 6x Teufel Theater 500 mk3 + Teufel Theater 500 Center mk3 + Teufel Theater 500S (Front Height) +  Teufel Reflekt (Rear Heights) + 2x Teufel US 8112/1 SW Subwoofer
geschrieben am 22.11.2019

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Diese Blu-ray ist 7x vorgemerkt.