Der Hauptmann (2017) Blu-ray

Original Filmtitel: Der Hauptmann (2017)

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Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Label:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @24 Hz
Schwarzweißfilm:
Schwarzweiß- und Farbfilm
Video-Codec:
Spieldauer:
119 Minuten
Veröffentlichung:
07.09.2018
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Der Hauptmann (2017) Blu-ray Review
Story
 
7
Bildqualität
 
9
Tonqualität
 
9
Ausstattung
 
6
Gesamt *
 
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 08.10.2018
Zuletzt habe ich mich mit Das schweigende Klassenzimmer und einem wirklich gelungenen deutschen Stück Filmgeschichte beschäftigt. Mit Der Hauptmann arbeitet Deutschland wieder einmal eine geschichtliche Vergangenheit auf, die gleichermaßen abstoßend und traurig ist und sich vor allem mit dem Thema: „Kleider machen Leute“ beschäftigt.

Story

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs findet der junge Gefreite Willi Herold auf der Flucht eine Hauptmannsuniform. Ohne zu überlegen streift er die ranghohe Verkleidung und die damit verbundene Rolle über. Schnell sammeln sich versprengte Soldaten um ihn - froh, wieder einen Befehlsgeber gefunden zu haben. Aus Angst enttarnt zu werden, steigert sich Herold nach und nach in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht. Besser als in der Einleitung kann man fast sagen, die Uniform, der Rang, all diese selbsternannten Ordensträger dürfen, durch ihre Stellung, über andere Menschen bestimmen. Am Ende folgen die Untergebenen blind. Wie Adolf Hitler irgendwann das ganze Land beherrscht hatte, so waren es auch viele andere, die sich ihre eigenen Regeln schafften, denn Krieg ist bekanntlich Krieg und im Krieg gibt es keine Regeln. Zunächst dachte ich, dass der Hauptmann, der Gefreite Willi Herold, die ihm durch die Uniform geschenkte Macht dafür nutzt, Gefangene zu befreien, Menschen zu verschonen und sich damit versucht das letzte Fünkchen Hoffnung an die Menschheit zu bewahren. Zumindest einen kleinen Teil des Leids einzudämmen, wenn er ihm direkt ausgesetzt ist. Andererseits hätte er sich auch raushalten können und sich nur um sein eigenes Wohl sorgen, doch zu schnell wird er machthungrig. Kommen wir damit zu meinem ersten Kritikpunkt, die Entwicklung vom flüchtigen, verzweifelten, fast erschossenen Soldaten zum eiskalten Massenmörder geht ziemlich schnell. Natürlich können wir als Zuschauer, angesichts seiner Taten, kaum eine Bindung zu ihm aufbauen. Allerdings hätte hier durchaus mehr Zeit in seine Charakterentwicklung gesteckt oder vielleicht auch etwas zu seiner Vergangenheit erzählt werden können. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man grade diese Art von Identifikation der Hauptfigur mit dem Zuschauer vermieden wollte, angesichts der späteren Taten, wäre das aber auch nur schwer aufrechtzuerhalten gewesen. Denn „Hauptmann Willi Herold“ nutzt seine neu gewonnene Macht fast von Beginn an dazu, um Juden und Gefangene hinzurichten, teilweise auf bestialische Art und Weise, ohne auch nur eine einzige Regung in seinem Gesicht. Umso besser, dass auch der Cast bestehend aus Max Humbacher, der mit seinem jungen Bubi-Gesicht dennoch eine kühle und unberechenbare Art an den Tag legt, Milan Peschel oder Frederick Lau in einer seiner weiteren Paraderollen als fieser, martialischer Schläger, eine tolle Arbeit abliefert. Hier wurde großer Wert auf Glaubwürdigkeit gelegt und die Charaktere passend besetzt. Regisseur Robert Schwentke, der zuletzt in Amerika gedreht und unter anderem für R.E.D.: Älter, härter besser oder R.I.P.D. zuständig war, besinnt sich hier wieder auf leisere Töne, die er auch ganz gut trifft. Die Geschichte ist dabei recht nah an den wahren Ereignissen geblieben, weshalb auch das Ende bekannt sein dürfte, als Nichtkenner der Ursprungsgeschichte, war ich aber umso fassungsloser und möchte deshalb für jene, denen es ähnlich geht, auch nichts verraten. Hier zeigt sich wiedermal wer sich unterwirft, gut präsentiert oder auch mit persönlichem Auftrag einer Machtperson handelt, hat meistens nicht die schlechtesten Aussichten.

Bildqualität

Das Bild liegt in 2,40:1 und bis auf eine Szene am Ende komplett in Schwarz-Weiß vor, eine Stilentscheidung die auf jeden Fall ziemlich gut funktioniert und sicherlich auch an großen Vorbildern wie „Schindlers Liste“ orientiert ist. Die Schärfe überzeugt und die Kameraarbeit ist gelungen, wobei die Kontraste durchaus hätten etwas stärkerer sein können.

Tonqualität

Die deutsche Tonspur liegt in DTS-HD MA 5.1 vor und ist ebenfalls fehlerlos, außerdem wird auch eine Hörfilmfassung angeboten. Insgesamt spielt sich vieles auf der Dialogebene ab, wobei die hinteren Boxen und auch der Subwoofer nicht so viel zu tun haben. Nur wenn geschossen wird oder der Bomben abgefeuert werden überrascht er mit hoher Dynamik, die Mischung selbst ist passend, die Stimmen sind jederzeit klar und deutlich verständlich.

Ausstattung

Als Extras sind ein paar gute Beiträge dabei, unveröffentlichte Szenen, Interviews, ein spannender Vergleich zwischen Storyboard und Film, ein Soundtrack-Video, ein allgemeiner Blick hinter die Kulissen und eine Featurette über „Die Entstehung der Wurzel“. Hier bekommt man auf jeden Fall auch etwas Mehrwert, wenn man sich für diese Thematik interessiert.

Fazit

Der Hauptmann ist letzten Endes wieder eine dieser Zeitreise in die deutsche Vergangenheit, die unser Land noch immer aufzuarbeiten versucht. Mit seiner Tristesse, den starken Darstellern und der einfachen aber wirkungsvolle Prämisse macht er auch einiges richtig. Einzig und allein eine tiefergehende Figurengestaltung wäre wünschenswert gewesen. Ansonsten ist der in schwarz-weiß gehaltene Film ein starkes Werk, das sich durchaus lohnt angeschaut zu werden. (Tom Sielemann)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der Der Hauptmann (2017) Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

  • LG 47" LED-TV LV470S
  • Teufel e300 Digital Anlage (5.1 Dolby Surround)
  • Playstation 4

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5 Bewertung(en) mit ø 4,10 Punkten
Der Hauptmann (2017) Blu-ray
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Bildqualität
 
5.0
Tonqualität
 
4.6
Extras
 
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