Aufbruch zum Mond (2018) (Blu-ray + Bonus DVD) Blu-ray

Original Filmtitel: First Man (2018)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält Bonus-Disc, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos 7.1
Englisch Dolby Atmos 7.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Hindi, Türkisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
141 Minuten
Veröffentlichung:
14.03.2019

Blu-ray Bewertungen

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plo
bewertet am 16.03.2019 um 13:10
#1
In den Sechzigern des letzten Jahrhunderts ist nicht nur das atomare Wettrüsten im vollen Gange, sondern auch der Wettlauf ins All: die beiden Supermächte USA und UdSSR wetteifern darum, wer beim nächsten Schritt in der unbemannten und bemannten Raumfahrt die Nase vorn hat. Bislang hat die Sowjetunion Amerika immer überholt; sei es beim ersten Satelliten in einer Umlaufbahn, sei es mit Laika, dem ersten Lebewesen im All oder dem ersten Weltraumspaziergang.
Für die USA ist es also ein weltpolitisches Muss, den ersten Menschen auf den Mond zu schicken, um sich als Supermacht nicht vom ersten Platz verdrängen zu lassen. In diesem von ständigem atomaren Säbelrasseln geprägten Szenario verliert die Familie des Testpiloten Armstrong ihre über alles geliebte kleine Tochter durch eine tödliche Krankheit, und Neil flüchtet sich so sehr in seine Arbeit, dass er nicht nur den Bezug zu seiner Frau und den Söhnen verliert, sondern erst ins Genmini-und später ins Apollo-Projekt aufgenommen wird: Neil Armstrong und seine Crew sollen als erste Menschen auf den Mond..

Tja, so steht es in den Geschichtsbüchern: die UdSSR und die USA haben Millionen und Milliarden US-Dollar und Rubel sowie Menschenleben dafür eingesetzt, ein politisches Signal zu setzen und ihren Status als Supermacht zu zementieren. Mit der ersten Mondlandung konnte sich die USA quasi das erste Mal von der UdSSR absetzen, und als 2003 mit dem Unglück der „Columbia“ die bemannte Raumfahrt quasi eingestellt wurde darf man heute durchaus die Frage nach dem Sinn des Ganzen stellen.
Damien Chazelle („Whiplash“, „LaLa Land“) nahm sich dieser Ereignisse an und verbildlichte die Story um Neil Armstrong. Dabei setzt er etwa da an, als Armstrong bereits Testpilot war und mit spektakulären Testflügen etwa mit der X-15 auf sich aufmerksam machte. Einen großen Teil der Filmstory macht die Story um die Privatperson Neil Armstrong und seine Familie aus, und Armstrong wird als liebevoller Vater gezeigt, der nie über den Verlust der Tochter hinweg kam, sich deshalb selbst von der Familie isolierte und vielleicht gerade dadurch beruflich so erfolgreich wurde. Auf das Astronauten-Training wird kaum eingegangen, dafür umso mehr auf verschiedene Testflüge: das wird Wackelkamera-Hassern aber mal so richtig auf den Keks gehen, denn beispielsweise bei einem Zwischenfall während eines Testfluges kann man mal ein paar Minuten so gut wie gar nichts erkennen. Dagegen ist der Kamerastil z. B. in den Bournes beinahe schon einschläfernd. Beim Einstieg in den Film während des Testfluges mit der X-15 fliegt man als Zuschauer regelrecht mit, später wird das mitunter nervig.
Nach meinem persönlichen Geschmack hat Hauptdarsteller mittlerweile ein paar Sterotypen entwickelt, und Gosling legt den Astronauten beinahe so an, als sei er vom Set von „Blade Runner 2049“ kurz ´rübergewechselt und hätte Szenen für „Aufbruch zum Mond“ vorgedreht, ohne die Rolle des Replikanten ablegen zu können. Ryan Gosling lacht ein Mal im gesamten Film mit Kollegen beim Bier, und ein Mal weint er. Das ist kein Schauspiel, das ist regelrecht (und nicht im positiven Sinn gemeint) stoisch.

Das Bild ist über weite Strecken sehr gut, jedoch in einigen wenigen dunklen Szene körnig, unscharf und weichgezeichnet. Besonders auffällig ist das in einer Einstellung, in der Goslings Profil im Halbdunkel gezeigt wird. Perfekt ist das Bild auf meiner Technik selten, aber dennoch sehr gut; und dem Ganzen wurde ein angenehmer filmischer 60ies-Look verpasst. Die IMAX-Szenen sind hervorragend, was natürlich kein Kunststück ist: die Takes dürften gerendert sein. Gesagt werden muss aber auch, dass die Einstellungen auf dem Mond für mich nach kurzer Zeit relativ langweilig wurden: das sind nun mal nicht die wunderschön anzusehenden Iguazú-Wasserfälle oder eine bizarre Vulkanlandschaft auf Island, das sind nach kurzer Zeit dröge anzusehende Bilder der öden Staubwüste mit Kratern von Meteoriteneinschlägen auf dem Erdtrabanten, die nach wenigen Sekunden ihre Faszination verlieren.

Der Sound liegt in Atmos vor und wurde durch meinen Receiver in Dolby TrueHD reproduziert. Während der verschiedenen Testphasen ist der Track ungemein dynamisch und mit einem spürbaren, regelrecht wabernden Bass versehen. Während der „normalen“ Szenen nimmt sich der Track deutlich zurück, und im Vergleich mit dem neulich gesehenen „Einer nach dem Anderen“ fallen hörbar geringere Surroundgeräusche und direktionale Effekte auf. Trotzdem: ein sehr guter Track.

Extras: wie üblich nicht angesehen. Sie scheinen allerdings sehr umfangreich zu sein: auf dem Cover sind haufenweise Boni angeführt, und auf einer extra DVD sind noch mehr. Die Scheibe hat ein Wendecover.

Mein persönliches Fazit: Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung erhielt "Aubruch zum Mond" allen Vorschußlorbeeren zum Trotz nur ein Goldmännchen für die besten visuellen Effekte. Das sollte man nicht überbewerten; Oscars sind nicht zwangsläufig Indikatoren für wirklich gute Filme. Dennoch spricht das eine gewisse eigene Sprache. „Aufbruch zum Mond“ ist für mich ein guter Film, jedoch kein sehr guter. Warum? Einer der Schwerpunkte des Streifens ist neben der Vorbereitung auf die und die Durchführung der Raumflüge die Privatperson Neil Armstrong und dessen Familie. Ryan Gosling spielt zu reduziert, um tatsächliche Dramatik und Emotionen zu erzeugen; die die Ehefrau spielende Claire Foy zeigt da, wo der schauspielerische Hammer hängt. Kurz vor der Mondlandung wäre ich fast eingeschlafen, das passiert mir sehr selten. Vielleicht hatte ich mir zu viel erwartet, lieber nochmal „Apollo 13“. 7 Reviewbalken hätte ich vergeben und aufgerundet; als Kontrapunkt zum meiner Meinung nach sehr wohlwollenden Review runde ich dieses Mal ab.
Story mit 3
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
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