Der schwarze Reiter Blu-ray

Original Filmtitel: Angel and the Badman

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 1.0
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.33:1) @24 Hz
Schwarzweißfilm:
Schwarzweißfilm
Video-Codec:
Spieldauer:
100 Minuten
Veröffentlichung:
13.04.2018
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Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 23.06.2018 um 19:29
#2
Ein recht klassischer Romantik Western. Die erste Hälfte macht Laune. John Wayne natürlich wie gewohnt die Coolness in Person mit mega Ausstrahlung. Und das Zusammenspiel mit Gail Russel ist ganz ordentlich wobei sie in erster Linie dafür da ist um Wayne hinterher zu schmachten. Die Charakterentwicklung ist ebenfalls sehr gut. In der zweiten Hälfte lässt das Ganze etwas nach und der FIlm hat mit ein paar Längen zu kämpfen. Der Ganze Gewissenskonflikt ist halt auf Dauer sehr anstrengend. Überraschungen gibt es natürlich keine. Insgesamt ein recht solider Film, der natürlich nicht mit den großen John Wayne Filmen mithalten kann.
Das Bild ist in 4:3 und in schwarzweiß. Für das Alter hat man wirklich einiges rausgeholt. Die Schärfe ist wirklich sehr gut. Jedoch gibt es ab und an Verschmutzungen.
Der englische Ton ist in 1.0. Zwar frei vom Rauschen, jedoch auch so ziemlich kraftlos.
Das Bonusmaterial ist komplett in SD und hat eine 40 Min. Doku über John Wayne und den Film noch mal als Farbversion.
Story mit 3
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 1
Extras mit 3
bewertet am 17.06.2018 um 01:49
#1
Ungewöhnlich ist der amerikanische Western DER SCHWARZE REITER (Original Titel: Angel and the Badman) aus dem Jahr 1947 in mehrerer Hinsicht. John Wayne war bereits seit vielen Jahren ein bekannter Star der sogenannten B-Western, als ihm 1939 unter der Regie von John Ford mit dem legendären Klassiker RINGO – HÖLLENFAHRT NACH SANTA FE (1939) der große Durchbruch gelang. In den folgenden Jahren etablierte sich Wayne als neuer Star im amerikanischen Kino. John Wayne mochte die Story von ANGEL AND THE BADMAN weshalb dieser der erste Film werden sollte, den John Wayne mit seiner neu gegründeten Firma Patnel Productions produzieren wollte. Die Vorlage stammt von James Edward Grant und erzählt die Geschichte des berüchtigten Revolverhelden Quirt Evans, der schwer verwundet bei der Quäkerfamilie Worth Unterschlupf findet und die ihn selbstlos pflegt. Während seiner Genesung findet Quirt mehr und mehr Gefallen an der bildschönen und bezaubernden Penny (Gail Russell), die sich längst in den Mann mit der dunklen Vergangenheit verliebt hat. Doch weder plant Quirt ein Leben als Farmer zu führen, noch haben Quirts Feinde ihn vergessen, aber auch ein Marshall (Harry Carey) brennt darauf Quirt endlich den Strick um den Hals legen zu können.

John Wayne hatte ursprünglich gar nicht vor in diesem Western selbst mitzuspielen und bot diese Rolle zuerst Gary Cooper und dann Randolph Scott an, wobei jedoch beide ablehnten, weshalb Wayne sich schließlich dazu durchrang selbst den leading part zu übernehmen. „Im Verlauf der Vorproduktion konnte Grant seinen Kumpel Duke überzeugen, ihn selbst die Regie führen zu lassen. Eine Entscheidung, die Duke später bereute, denn angesichts der ungewöhnlichen Geschichte war der Film viel zu gewöhnlich inszeniert, weswegen er Grant später auch sagen musste: „Du bist ein herausragender Autor, aber das Inszenieren solltest du anderen überlassen.““ (Peter Osteried, Das große John Wayne Buch, mpw-Verlag, Hille, 2010, Seite 129). Tatsächlich findet sich in der Vita von Grant nur mehr ein Vermerk eines weiteren Regie-Versuchs: In 1954 übernahm dieser die Regie für den Abenteuerfilm GALA-PREMIERE, doch wurde die Inszenierung durch den renommierten Regisseur William A. Wellman (Oscar für Ein Stern geht auf, 1937) nochmals überarbeitet. Wayne hat mit seiner Meinung über Grant Recht behalten, denn dieser wurde für sein Drehbuch zu IN COLORADO IST DER TEUFEL LOS (1958) für den Oscar nominiert und außerdem Hausautor von Wayne, der ihn u.a. für MAN NENNT MICH HONDO (1953), ALAMO (1960), oder DIE COMANCHEROS (1961) engagierte.

Der bekannte Filmkritiker Joe Hembus hat diesem Film in seinem Western Lexikon mit einem Stern ausgezeichnet und notiert dazu: „Dieser schöne, sanfte, liberale und pazifistische Film, in dem die Quäkerin Gail Russell bei John Wayne das schafft, was der Quäkerin Grace Kelly in HIGH NOON mit Gary Cooper daneben geht ist das Produzentendebüt von John Wayne (...). John Waynes erster Film als Produzent wirkte schon altmodisch, als er herauskam. 25 Jahre später wirkte er immer noch so – altmodisch, aber alterslos: von zeitloser Qualität.“ (ebenda, Wilhelm Heyne Verlag, München, 1976, 2. Auflage, Seite 543/544).
Einen ganz wesentlichen Anteil an diesem Film hat die bildschöne Gail Russell, deren erste Begegnung mit dem Revolverhelden Quirt Evans (John Wayne) dem eines Engels gleicht. Als Quirt erstmals die Worth trifft , lenkt diese die Kutsche, die vor Quirt zum stehen kommt und richtet sich dann bei einer Gegenlichtaufnahme in voller Schönheit auf. Überhaupt scheint Russell hier die Idealbesetzung der Rolle des Engels zu sein, der den Revolverhelden bekehrt. Doch Gail Russell war eine sehr zerbrechliche junge Frau, die „es in Hollywood nicht leicht gehabt hatte und mehr als einmal ein Opfer der Casting Couch war. Duke legte aber Wert darauf, dass er kein solcher Produzent war. Er hatte Russell angeheuert, weil sie ihn als Schauspielerin überzeugt hatte. (...) Sie war ein trauriges Mädchen, das sein Lampenfieber mit Alkohol zu bekämpfen suchte. Daraus wurde eine Sucht, der sie im Alter von nur 36 Jahren durch Herzversagen erlag – ihr Schauspielstern war zu jener Zeit längst verblasst, da die Alkoholsucht auch deutlichen Einfluss auf ihre Arbeit genommen hatte.“ (Peter Osterloh, Das große John Wayne Buch, mpw-Verlag, Hille 2010, Seite 131). Wayne engagierte Gail Russell ein Jahr später nochmals für seinen Film IM BANNE DER ROTEN HEXE (1948). Aufgrund ihres Alkoholkonsums verzichtete Paramount 1950 schließlich darauf den Vertrag mit Russell zu verlängern, was diese für Jahre von der Leinwand verschwinden ließ. 1956 ermöglichte John Wayne ein kleines Comeback für Gail Russell, als er diese für die weibliche Hauptrolle des von ihm produzierten Westerns DER SIEBENTE IST DRAN besetzte. Doch der Teufel Alkohol war stärker. Am 27. August 1961 starb Gail Russel in Brentwood, Los Angeles.

Wer häufiger John Wayne Filme sieht wird vermutlich bemerken, dass es eine ganze Reihe an Schauspielern gibt, die immer wieder in dessen Filmen auftauchen. John Wayne gehörte zu den Menschen, die immer versuchen Freunden zu helfen, in dem er diesen Rollen in seinen Filmen gab. Harry Carey (Der letzte Mohikaner, 1932; Mr. Smith geht nach Washington, 1939), der hier den Marshall spielt gehörte zu den großen Stars in den Anfangsjahren des Films und spielte bereits 1942 mit Wayne in DIE FREIBEUTERIN, sowie 1948 kurz vor seinem Tod in RED RIVER. Harry Carey ist der Vater von Harry Carey Jr., einem der besten Kumpels von John Wayne, der ebenfalls regelmäßig in dessen Filmen zu sehen war. Ebenso wie Bruce Cabot (King Kong und die weiße Frau, 1933; Die Comancheros 1961), der hier den Gegenspieler von Wayne spielt. Übrigens spielte Bruce Cabot bereits 1945 mit Gail Russell zusammen in dem Film GAUNER UND GANGSTER. Aber auch Irene Rich, die hier die Mutter von Russell spielt ist ein Jahr später wieder in einem John Wayne Western zu sehen: BIS ZUM LETZTEN MANN.

Die Blu-Ray Veröffentlichung von filmjuwelen ist ausgesprochen gut und überzeugt mit einem tadellosen s/w-Bild. Wer allerdings die nachträglich colorierte Version vorzieht findet diese in den Extras. Das Bildformat ist 1,33:1 – 16:9 (schwarzweiß). Die Laufzeit von 100 Minuten entspricht der Originallänge. Als Sprachoptionen gibt es Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono) und Englisch (DTS-Master Audio1.0 Mono). Untertitel gibt es nur in Deutsch. Neben der colorierten Fassung gibt es in den Extras noch die John Wayne-Dokumentation „Johnny, weil du Geburtstag hast“ (41 Minuten), ein Wendecover ohne FSK-Logo, sowie weitere Werbe-Trailer. Eine grandiose Veröffentlichung eines bemerkenswerten und ungewöhnlich romantischen Westerns, der Jahrzehnte später Vorlage für einen hochgelobten und modernen Klassiker wurde: DER EINZIGE ZEUGE (1985). Peter Weir schaffte es in seinem Thriller, die ursprüngliche Vorlage von Grant zu entstauben und zu modernisieren, wobei nur noch die Grundstrukturen übrig geblieben sind. Der Vergleich mit Harrison Ford und Kelly McGillis, die in diesem Film die Hauptrollen spielen lohnt sich.
Story mit 4
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
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2 Bewertung(en) mit ø 3,75 Punkten
Der schwarze Reiter Blu-ray
Story
 
3.5
Bildqualität
 
4.5
Tonqualität
 
3.0
Extras
 
4.0

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