The Florida Project Blu-ray

Original Filmtitel: The Florida Project

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
111 Minuten
Veröffentlichung:
02.08.2018
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The Florida Project Blu-ray Review
Story
 
9
Bildqualität
 
9
Tonqualität
 
8
Ausstattung
 
6
Gesamt *
 
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 12.07.2018
Mit The Florida Project kommt nun einer der ganz kleinen Filme, der diesjährigen Oscar-Saison auf die blaue Scheibe. Zwei Millionen Dollar Budget, Laien-Darsteller, eine ganz andere Seite des sonnigen Floridas und Willem Dafoe. Was steckt eigentlich genau hinter diesem Streifen?

Story

Moonee ist erst sechs Jahre alt, aber hat bereits ein höllisches Temperament. Sie lebt mit ihrer jungen Mutter Halley im abgewirtschafteten „Magic Castle Motel“ und wächst direkt vor den Toren von Disneyworld auf. Ungeachtet ihrer schwierigen Wohnsituation erklären Moonee und ihre gleichaltrigen Freunde die Welt um sich herum zu einem großen Abenteuerspielplatz. Während Hausmeister Bobby dabei immer ein wachsames Auge auf die Kinder hat, kämpft Halley auf mehr oder weniger legale Weise fürs tägliche Einkommen. Weltweit wurde der Film mit bereits über 60 Preisen ausgezeichnet, abseits des Mainstreams kann es das amerikanische Kino also immer noch. Kreative Filme, Filme die einen wirklich berühren und die eine Stimmung haben, der man sich nur schwer entziehen kann. Wer keinen Bock mehr auf die x-te Fortsetzung, den nächsten, Sprüche klopfenden Superhelden oder das übliche „Krach-Bumm“ hat ist bei „The Florida Project“ genau richtig. Damit nehme ich mal vorweg, der Film ist eine Wucht und außergewöhnliches Kino. Ich muss zugeben, ich bin mit ziemlich geringen Erwartungen an ihn herangegangen. Weder kannte ich den Vorgängerfilm „Tangerine L.A.“ von Sean Baker, den er komplett mit dem iPhone gedreht hat, noch wusste ich ob ein Cast der vornehmlich aus Laien besteht (Hauptdarstellerin Bria Vinaite fand er tatsächlich über ihr instagram-Profil) so funktionieren kann. Relativ schnell wird man aber eines Besseren belehrt, die Darsteller sind durch die Bank weg absolut überzeugend und spielen zweitweise sogar ihre bekannteren Kollegen an die Wand. Das hängt vor allem mit ihrer Natürlichkeit zusammen, sie verkörpern nicht die Figuren, sie verschmelzen mit ihnen. Obwohl der Film so viele kritische Themen behandelt wie Prostitution, Drogenmissbrauch oder Pädophilie, so tut er das nie mit erhobenem Zeigefinger oder zeigt ganz klassisch Lösungen dafür auf. Die Erzählperspektive ist nämlich eine Sache, die heraussticht. Der Großteil des Films ist aus der Sicht der Kinder erzählt, so ist auch die Kamera ganz oft am Boden, wir sehen die Erwachsenen nur bis zum Unterkörper und wichtige Informationen für die Handlung werden im Hintergrund vermittelt, während die kleine Moonee im Vordergrund einfach herumalbert. Die Kinder sind dabei großartig, wirken Kinder in Filmen oder Serien wie Stranger Things oft ziemlich aufgesetzt und verhalten sich nicht ihrem Alter entsprechend, so ist The Florida Project ein echtes Musterbeispiel wie man sie darstellt. Einfach wie sie sind, laut, albern, aufgeregt und auch frech, mit großer Klappe. Willem Dafoe wurde zu Recht als bester Nebendarsteller nominiert, denn er passt sich seiner Rolle perfekt an, spielt mit ganz kleiner Mimik, ganz groß auf und ist sowas wie der „Schutzpatron“ des Hotels. Der „gute Geist“, dessen Arbeit aber irgendwie von keinem so wirklich gewürdigt wird. Falls er dann mal durchgreifen muss oder sich über die Zustände seiner Gäste im Unklaren ist, zeigt er aber auch seine kämpferische Seite. Doch stetig ist sein Charakter eines: Aufrichtig. So können wir uns als Zuschauer auch recht schnell mit ihm identifizieren, in einer Welt von gescheiterten Existenzen ist er derjenige den man als „Normalo“ betiteln kann. The Florida Project ist eine regelrechte Fundgrube an tollen Momenten, man gräbt immer weiter und findet auch manchmal etwas Dreck, wäscht man diesen dann ab erhält man doch eigentlich wieder ein fast glänzendes Schmuckstück. Irgendwie ganz wie Halley, die einerseits liebende Mutter ist, andererseits ihre Tochter mit lauter Musik ins Badezimmer sperrt, während sie sich mit Bettsport ein paar Dollar dazuverdient und sich danach die wohlverdiente Portion Gras gönnt. Es sind nicht nur Szenen wie diese, sondern über den Film verteilt so viele Momente die einem im Kopf bleiben oder mit denen Moonee in ihren jungen Jahren bereits ausgesetzt ist. The Florida Project ist ein fast dokumentarisches Porträt, das einfach so lebendig wirkt als wäre man Teil dieser Welt des Magic Castle Motel. Der Film zieht einen als Zuschauer äußerst stark in den Bann, wenn man dafür offen ist. Wobei der Aufbau der einzelnen Szenen generell wirklich clever ist. Weniger ist es eine große Geschichte mit Wendungen und einem Spannungsbogen nach Lehrplan gezeigt, sondern eine Momentaufnahme der „fast Obdachlosen“ von Florida. Ein fast perfekter Film, einzig und allein das Ende wirkte mir dann zu gehetzt und hat mich mit einem etwas komischen Gefühl entlassen. Letztendlich fragt man sich nur noch, warum er nicht für den Besten Film nominiert war und stattdessen sowas wie Christopher Nolans schlechtester Film Dunkirk. Naja, die Oscars halt.

Bildqualität

Das Bild wird dem Look des Filmes auf jeden Fall gerecht, die Farben sind toll und die guten Kontraste verleihen ihm einen unverkennbaren Stil. Das analoge Bild kommt in 2,28:1 daher und ist zu jederzeit farblich und auch in der Lichtgestaltung interessant. Trotz oder gerade wegen der etwas düsteren Stimmung sind die Wetterwechsel ein echter Hingucker. Auf analogem 35mm Film, mit anamorphen Optiken ist er bildtechnisch ein Highlight, dem man nur in dunklen Szenen die fehlenden Details anmerkt. Das Filmkorn und die genutzten Optiken sind definitiv die genau richtige Wahl für den Film gewesen und endlich mal wieder ein ganz klassisch gedrehter Streifen.

Tonqualität

Der Ton macht seine Sache vor allem im Original wirklich gut, denn leider bekommen wir auf Deutsch eine sehr mäßige Synchronfassung, ohne Willem Dafoes Stammsprecher Reiner Schöne. Sowieso ist der Film bei dem amerikanischen Slang und der fast dokumentarisch anmutenden Darstellungsweise auch unbedingt auf Englisch zu schauen. Die Dialoge jederzeit klar zu verstehen und auch die Mischung ist sehr angenehm zu hören, weitgehend spielt sich alles auf den vorderen Boxen ab, nur manchmal (z.b. bei einem Feuerwerk) merkt man den Subwoofer.

Ausstattung

Endlich mal ein Making-Of als Extra, das erfreut mein Filmemacher-Herz. Leider sind es nur 21 Minuten, aber die sind schon ziemlich interessant. Zudem auch ein Interview mit der Regie, Outtakes und Trailer.

Fazit

The Florida Project ist ein Film voller schöner Ideen, absolut glaubwürdig gespielt, kommt völlig ohne Klischees aus und berührt in seinen schönen, aber vor allem auch in seinen traurigen Momenten. Die unverbrauchte Kulisse, die Hitze Floridas und die angespannte Stimmung unter den sogenannten „Ausgestoßenen“ auf einer richtig guten Blu-ray. Das alles macht ihn zu sehenswertem Kino, das man 2018 nicht verpassen sollte. (Tom Sielemann)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der The Florida Project Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

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