Memories of Murder (2003) Blu-ray

Original Filmtitel: Salinui chueok

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Disc-Informationen
Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Koreanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
132 Minuten
Veröffentlichung:
15.05.2020
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STORY
10
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Im Profil unserer Seite gibt es eine Frage, die ich jahrelang für mich beantwortet hatte: „Welchen noch nicht erhältlichen Film wünschen sie sich auf Blu-Ray?“. Bei mir war es „Memories of Murder“. Das liegt zum einen daran, dass die DVD Variante nicht gerade das beste Bild hatte und auch längst vergriffen ist, und zum anderen auch daran, weil Bong Joon-Hos zweiter Film in jede gut sortierte Filmsammlung gehört.

Story

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Die Dorfpolizisten Park (S. Kang-ho) und Jo (K. Roe-ha) bearbeiten den ersten Serienkiller-Fall Südkoreas, ohne moderner forensischer Technik. Der akademisch gebildete Cop Seo Tae-Yoon kommt in den 80ern Jahren von Seoul in die koreanische Provinz, um die örtliche Polizei zu unterstützen. Schnell fällt ihm auf, dass der erste Verdächtige, auf den sich die Ermittlungen bislang bequemerweise konzentrierten, gar nicht der Täter sein kann, auch enttarnt er Vorgehensweisen als fragwürdig und ineffizient, was nicht jeder neue Kollege gern hört. Doch auch Seo Tae-Yoon kommt trotz fortschrittlicher Methoden und neuer Erkenntnisse kaum weiter. Der bahnbrechende Erfolg seines letzten Filmes „Parasite“, der nicht nur als erster fremdsprachiger Film den Oscar für den „besten Film“ gewann, sondern 3 weitere Goldjungen mit nach Hause nahm, zudem die goldene Palme in Cannes gewann und mit Preisen regelrecht überschüttet wurde, dessen Aufzählung vermutlich den Rahmen sprengen würde, war wirklich erstaunlich. Fakt ist: Mittlerweile hat jeder vom südkoreanischen Regisseur gehört und vermutlich auch Interesse daran, sich mit seinem bisherigen Schaffen auseinanderzusetzen. Der hiesige Publisher „mfa+“ bringt daher nicht nur endlich Memories of Murder raus, sondern auch eine „Bong Joon-Ho-Box“ mit drei Klassikern, die vorher als Einzelveröffentlichung erschienen sind: „The Host“, „Mother“ und „Snowpiercer“.
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„Memories of Murder“ ist leider nicht Teil dieser Box, wird neben der Blu-Ray aber auch als DVD neu aufgelegt. Das bedeutet aber nicht, das er nicht an diese Filme herankommt, im Gegenteil. Er ist nicht nur der erfolgreichste südkoreanische Film im Jahr 2003 (und damit sogar erfolgreicher als Oldboy), sondern auch einer seiner besten. Das liegt nicht nur daran, dass er wiedermal mit den üblichen Genre-Konventionen spielt, sondern auch weil er den eigentlichen „Fall“ an sich, nicht über die Entwicklung und Geschichte der Charaktere stellt. In vielen Krimis ist das üblich, der Kommissar wird zum Stichwortgeber für den nächsten Hinweis degradiert. Bei „Memories of Murder“ wird von Anfang bis Ende vor allem die Reise der beiden Ermittler Park und Seo gezeigt und was diese grauenhafte Mordserie mit Ihnen macht. Der Film folgt von Anfang bis Ende einer ganz klaren Vision und hat vor allem auf inszenatorischer Ebene wieder einiges zu bieten. Beispielsweise wie Bong seine Schauspieler und auch die Kamera „staged“. Er verzichtet beinahe völlig auf das klassische „Schuss/Gegenschuss-Muster“ und schafft es 4-5 Figuren in einem Bild und langen Einstellungen miteinander agieren zu lassen. So auch am ersten Tatort, der wie andere auch an Originalschauplätzen gedreht wurden. Wir schauen als Zuschauer über die Schulter von Park, verfolgen ihn bis zum Opfer, wir sehen die örtliche Polizei ist überfordert und das Chaos wird vor allem spürbar weil alles unmittelbar passiert, ohne Schnitt. Wir haben das Gefühl, dass wir die ganze Zeit gemeinsam mit Park jedes noch so kleine Detail aufspüren, wobei gerade er eine Figur mit unheimlich vielen Fehlern und alles andere als ein „Held“ ist.
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Das fängt schon bei der Art an, wie er mit Verdächtigen umgeht. Gemeinsam mit seinem Assistenten quetscht er genau das aus ihm heraus, was er zu wissen glaubt. Mit diesen rabiaten Methoden kommt er aber nicht mehr weiter, es muss sich ändern. Hier könnte Seo der Schlüssel sein, der analytisch und besonnen die Hinweise zusammenführt, um das Puzzle zu lösen. Gerade die unterschiedliche Dynamik zwischen beiden wird auf die Spitze getrieben und auch in welche Richtung sie sich entwickeln, ist unheimlich spannend. Manchen wird der Humor nicht ganz reinpassen, wenn Verdächtige erstmal mit einem gesprungenen Dropkick aus dem Weg geräumt werden beispielsweise. Da werden dramatische, ernste Szenen plötzlich mit Slapstick unterfüttert oder Humor an Stellen, wo man ihn nicht erwartet platziert. Nichtsdestotrotz, für mich geht die ungewöhnliche Formel von Bong Joon-Ho wiedermal auf, er bringt uns einerseits zum Lachen, um uns dann tiefer in den Abgrund zu reißen und im letzten Drittel dann beinahe jeglichen Humor zu verlieren. „Memories of Murder“ wird düsterer, irgendwie auch sortierter und stellt sich damit ganz in den Dienst seiner Hauptfigur Park, der von Song Kang-Ho (die erste Zusammenarbeit dieses Regie/Schauspielduos) treffend verkörpert wird. Südkorea in den 80er Jahren ist außerdem ein spannender Schauplatz, den man sicherlich nicht allzu oft zu Gesicht bekommt. Zudem bleibt vor allem das kongeniale Ende des Filmes im Kopf und regt zum nachdenken an.

Bildqualität

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Die Blu-Ray liefert ein zumindest aufbereitetes Bild, mit einen 1080p Transfer in 1.85:1. Das natürliche Rauschen bzw. die Filmkörnung fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein und es hat eher einen Filmlook als einen digitalen, logisch, wurde schließlich auf Film gedreht. Die Farben sind dabei durchgehend entsättigt und es dominieren Schwarz, Braun- und Grautöne, die in dunkleren Szenen des Öfteren mal verwaschen. Hier und da dürfte es auch schärfer sein und der Look selbst wirkt eher schmutzig, was wiederrum zum Gesamtbild passt. Das Alter des Filmes ist natürlich zu jeder Zeit spürbar.

Tonqualität

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Der Ton liegt auf Deutsch und im Original auf Koreanisch in DTS-HD MA 5.1 vor, die deutsche Synchronfassung ist in Ordnung und die Sprecher liefern eine gute Leistung für ihre jeweilige Figur ab. Angesichts der sprachlichen Eigenheiten würde ich eher zum Original greifen. Der Klangeindruck insgesamt ist dennoch gut, die Dialoge sind ordentlich abgemischt und es kommt zu keinen ärgerlichen Lautstärkeunterschieden. Der Soundtrack als auch der Bass halten sich eher im Hintergrund und schaffen eine fast schon melancholische Stimmung zu erzeugen.

Ausstattung

Leider enthält die Disc keine Extras.

Fazit

„Memories of Murder“ ist ein verschachtelter, stimmungsvoller Film, der stellenweise schwarzhumorig daherkommt und wiedermal die besondere Handschrift des Regisseurs zeigt. Die anfängliche Mixtur aus Krimi und Feelgood-Komödie nimmt sich zunehmend ernster und besticht vor allem durch die konsequente Bildsprache. „Memories of Murder“ hat nachfolgende Thriller, wie beispielsweise „Zodiac“ maßgeblich beeinflusst. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 15.05.2020

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